Zur Zeit finden keine Veranstaltungen statt.

JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG 2021

Bedingt durch die Corona Pandemie wurde die diesjährige Jahreshauptversammlung in den August verschoben. Selbstverständlich unter den bekannten Hygienevorschriften sowie der 3-G-Regelung.

 

Joachim Lüders begrüßte  im Ratskeller die anwesenden Gäste und Mitglieder und ging danach zur Tagesordnung über.

 

Frau Moritz aus der unteren Jagdbehörde, die in den vergangenen sechs Jahren Ansprechpartnerin für die Jägerschaft war, nun aber innerhalb der Verwaltung gewechselt hat, konnte an der Veranstaltung nicht teilnehmen. Sie ließ über Joachim Lüders ihren Dank über die gute Zusammenarbeit ausrichten. Als Nachfolger wird Herr Frank, in Zusammenarbeit mit Frau Draber, für alle Belange der Jägerschaft tätig sein. 

 

Mit einem letzten Jagd vorbei und Halali, musikalisch begleitet von der Bläsergruppe, wurde den in den Jagdjahren 2019 und 2020 verstorbenen Mitgliedern ein ehrendes Andenken bewahrt. 

 

Verabschiedet wurden: 

 

Gerd Take

Andreas Meier

Klaus Ritter

Jens-Peter Knorr

Waldemar Toelke

Heinrich Niemeyer

Wolfgang Peters

Hans-Jürgen Kothe

Günter Loehr

Horst Pluemer

 

Corona hat seit der letzten Jahreshauptversammlung in 2019 nicht nur das allgemeine Leben beeinflusst, sondern auch die Aktivitäten innerhalb der Jägerschaft auf den Kopf gestellt. An ein gesellschaftliches Miteinander war nicht zu denken. Hegeringversammlungen, Jahreshauptversammlung, Hubertusmesse, gemeinsames Schießen, das Üben der Bläsergruppe und vieles mehr sind ins Wasser gefallen.

 

Der Jungjägerkurs in 2020 konnte noch unter erheblichem zusätzlichem Einsatz des Ausbildungsleiters sowie der Ausbilder im Sommer 2020 abgeschlossen werden. Die folgende Jungjägerausbildung musste jedoch nach wenigen Wochen im Dezember 2020 abgebrochen werden.

 

Veranstaltungen auf Kreisebene fanden nur teilweise statt und Veranstaltungen der Landesjägerschaft u.a. zur ASP wurden online durchgeführt.

 

Auch die Hundeausbildung sowie die dazugehörige Prüfung 2020 konnten nur durch erhöhten Einsatz der Ausbilder abgehalten werden.

 

In diesem Jahr findet wieder ein Hundekurs statt, der am 04.09.2021 mit der Brauchbarkeitsprüfung abgeschlossen wird.

 

Der Jungjägerkurs beginnt in diesen Tagen mit aktuell 22 Teilnehmern. Die Prüfung findet voraussichtlich im Mai/Juni 2022 statt.

 

Im Februar 2020 bekam die Jägerschaft Salzgitter 10 Rohrfallen zur Nutriabekämpfung vom NLWKN gestellt. Die Fallen gingen an Reviere entlang der Flothe, Fuhse und Aue. So konnten jeweils in 2020 und 2021 ca. 70 Stück gefangen werden.

 

Im Mai diesen Jahres wurde aus dem Programm der LWK Niedersachsen eine Drohne zur Rehkitzrettung angeschafft und auch schon erfolgreich eingesetzt.

 

Am Programm "Lebensraum - Verbund Feld, Flur Niedersachsen" haben im Bereich der Jägerschaft Salzgitter  sechs Landwirte mit einer Gesamtfläche von insgesamt 23 ha teilgenommen. Hierfür werden vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium Saatgutzuschüsse aus Jagdabgabemitteln gewährt. Es handelt sich dabei um Ackerrandstreifen und Stilllegungsflächen, die mit Saatgutmischungen bestellt werden, die der Förderung des Niederwildes, insbesondere des Rebhuhns, dienen.

 

Der Gedanke ein Mitteilungsblatt zu entwerfen, entstand in der Coronazeit als die persönlichen Kontakte und der Informationsaustausch fehlte. Die "Blattzeit" wird zukünftig einmal im Jahr erscheinen. Hier werden Berichte und Informationen rund um die Jägerschaft weitergegeben. Die Mitarbeit und Ideen hierzu sind ausdrücklich erwünscht.

 

Joachim Lüders und Susanne Niemeyer durften auch in diesem Jahr mehrere Mitglieder für ihre Treue und Verbundenheit gegenüber der Jägerschaft Salzgitter auszeichnen:

 

Ehrungen 2020

 

25-jährige Mitgliedschaft: Thorsten Behme, Jürgen Firus, Ina Hesse, Volker Hoth, Werner Mühleck, Wolfgang Mühleck

 

40-jährige Mitgliedschaft: Bernd Roever, Maria Steinmetz

 

50-jährige Mitgliedschaft: Joachim Meier-Grotrian

 

60-jährige Mitgliedschaft: Jürgen Hartung, Albert Schneider

 

Ehrenmitglieder:                  Heinrich Oelmann, Waldemar Toelke

 

Ehrungen 2021

 

25-jährige Mitgliedschaft: Jens Kommander

 

40-jährige Mitgliedschaft: Werner Grosse-Steffen, Kurt Hoppe, Wolfgang Koschmann, Siegfried Lehne, Thomas Rusche

 

50-jährige Mitgliedschaft: Hans-Heinrich Hallermann, Werner Kordon, Helmut Oppermann

 

60-jährige Mitgliedschaft: Werner Mueller, Henning Mumme

 

Ehrenmitglieder:                  Henning Bruer, Günther Holzberg, Wolfgang Koschmann, Henning Mumme, Reinhard Thoermann

 

Da in diesem Jahr die Hegeschau ausgefallen ist, hat Kreisjägermeister Kai-Uwe Lenius im Rahmen der Jahreshauptversammlung über einige wichtige  Aspekte informiert.

 

Zum Streckenbericht informierte der Kreisjägermeister, dass in Bezug auf das Rehwild in den letzten vier Jahren ein ständiger Zuwachs des Abschlusses zu verzeichnen ist. Mit 509 erlegten Rehen im Jagdjahr 2020/2021 ist ein absoluter Spitzenwert seit Aufzeichnung erreicht worden.

Die Verkehrsunfallquote mit 16 % ist erfreulich niedrig. Der weibliche Anteil betrug 52 %, das Verhältnis Jugend zur Altersklasse 60 zu 40 %.

 

Beim Schwarzwild wurden insgesamt 329 Stücke erlegt, davon 47 % weiblich. 300 Stücke konnten Frischlingen und Überläufern zugeordnet werden.

 

Kai-Uwe Lenius bedankte sich für das Verantwortungsbewusstsein gegenüber dem Wild sowie für die Bejagung im Rahmen unserer Hegerichtlinien.

 

Hinsichtlich der sonstigen Wildarten insbesondere den Füchsen, Hasen, Kaninchen sowie dem in Salzgitter bejagten Federwild ist anzumerken, dass sich die Jagdstrecken in den sonst üblichen Parametern bewegt haben.

 

Lediglich die starke Zunahme der erlegten Nutria ist bemerkenswert. Hier ist ein deutlicher Zuwachs von 162 Stück in 2020/2021 im Vergleich zu 49 Stück in 2019/2020 zu vermerken. Der Kreisjägermeister bittet die betroffenen Reviere weiter am Ball zu bleiben. Der Mutterschutz wurde diesbezüglich wieder aufgehoben.

 

Desweiteren informierte Kai-Uwe Lenius über einige Neuerungen der letzten zwei Jahre. 

 

Zur Ausübung der Jagd  in Niedersachsen  ist nun der Gebrauch von Schalldämpfern erlaubt, aber auch elektronische Nachtzielgeräte zur Bejagung von Schwarzwild.

 

Außerdem wurde ein nationales Waffenregister installiert. Dies bedeutet, dass grundsätzlich jeder Waffe, jedem Inhaber einer Waffe und jeder Waffenbesitzkarte eine extra Nummer zugeordnet wird. Diese können im Bedarfsfall bei der Stadt Salzgitter kurzfristig angefordert werden. Bei Veräußerungn von Waffen an Waffenhändler müssen die entsprechenden Nummern vorliegen.

 

Nach ein paar abschließenden Worten zur ASP nutzte Kai-Uwe Lenius die Gelegenheit sich als Kreisjägermeister zu verabschieden. Er hatte bereits bei der letzten Nominierung mitgeteilt, ein weiteres Mal nicht zur Verfügung stehen zu wollen.

 

Für die gute Zusammenarbeit bedankte er sich in erster Linie bei der Jagdbehörde, sprich Frau Scheiblich, Frau Moritz, Frau Draber, beim jetzigen Vorstand, beim Jagdbeirat, bei den Bläsern sowie bei der gesamten Kommission für die Jungjägerprüfung.

 

Nach den Berichten der einzelnen Obleute wurden die Vorschläge zur Wahl des Kreisjägermeisters und des Jagdbeirates vorgestellt. Die Amtszeit endet mit Ablauf der Legislaturperiode des Kreistages im Herbst 2021.

 

Vorschlag zum KreisjägermeisterIn: Susanne Niemeyer

Vorschlag Jagdbeirat:                        Joachim Lüders

 

Beide Vorschläge wurden einstimmig von den Mitgliedern angenommen.

 

Text und Foto: Marion Parusel

Jagdscheinverlängerung

Aus gegebenem Anlass eine Anmerkung zur Jagdscheinverlängerung.

Aufgrund der Corona-Pandemie ist das Rathaus der Stadt Salzgitter derzeit für den Publikumsverkehr geschlossen. Eine persönliche Verlängerung des Jagdscheins ist daher aktuell leider nicht möglich.

 

Eine kontaktlose Verlängerung kann postalisch erfolgen. Dazu werden folgende Unterlagen benötigt:

1.)   Den ausgefüllten und unterschriebenen Jagdscheinantrag. Diesen findet man auf der Internetseite der Stadt Salzgitter (https://formulare.salzgitter.de/sz/Jagdschein%202.pdf).

2.)   Eine Jagdhaftpflichtversicherungsbestätigung, deren Gültigkeitszeitraum dem beantragten Jagdschein entspricht (ein oder drei Jahre).

3.)   Das Jagdscheinheft, wenn auf Seite 5 noch die Möglichkeit der Verlängerung besteht, oder, falls Seite 5 bereits vollständig ausgefüllt ist, ein aktuelles Lichtbild.

 

Diese sind auf dem Postweg an die Stadt Salzgitter, Jagdbehörde, Postfach 10 06 80, 38206 Salzgitter zu richten oder in einen der Hauspostkästen der Rathäuser in Salzgitter-Lebenstedt oder Salzgitter-Bad einzuwerfen.

 

Nach Abschluss der Verlängerung erhalten Sie den Jagdschein gemeinsam mit einem Gebührenbescheid auf dem Postweg zurück. Die Gebühren belaufen sich derzeit auf 75,- € für ein Jagdjahr und 190,- € für drei Jagdjahre.

 

Die Bearbeitungszeit beträgt je nach Arbeitsaufkommen ca. 1-2 Wochen inkl. Postweg.

 

Für Fragen steht die Jagdbehörde der Stadt Salzgitter Ihnen gerne unter waffenwesen(at)stadt.salzgitter.de oder Tel. 05341/839-3241 und -3232 zur Verfügung.

 

 

 

 

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

 

Marieke Moritz

 

Da mit Verordnung vom 19.02 2020 bei der Ausstellung des Jagdscheines eine verfassungsrechtliche Auskunft eingeholt werden muss, kann dies auch bei der Verlängerung eines bestehenden Jagdscheines zu Verzögerungen führen. Wie es scheint ist dies wohl In Hessen und auch einigen Landkreisen in Niedersachsen der Fall. In Salzgitter stellt die Behörde z.Z. die Verlängerung des Jagdscheines wie bisher ohne erneute verfassungsrechtliche Abfrage aus.

Wer also seinen Jagdschein ohne Verzug verlängern möchte, sollte dies am besten zeitnah, bevor sich seitens der ausstellenden Behörde etwas ändert, machen.

Entnahme schwer verletzter oder erkrankter Wölfe

Erläuternder Erlass zu § 9 NWolfVO

Sonderverschickung Niedersächsischer Jäger Ausgabe Nr. 4

Sehr geehrte Damen und Herren,
der Deutsche Landwirtschaftsverlag (dlv-Verlag) als Herausgeber des Niedersächsischen Jäger, ist mit der Bitte an die Landesjägerschaft Niedersachsen herangetreten, dass in diesem Jahr jedes LJN-Mitglied zweimal kostenfrei den Niedersächsischen Jäger zugeschickt bekommt.
Dieser Bitte hat das Präsidium der Landesjägerschaft entsprochen. Der Landesjägerschaft entstehen durch diese Sonderverschickung keine Kosten.
Mit diesem Schreiben möchten wir Sie darüber informieren, dass daher die Mitglieder der Landesjägerschaft im Rahmen dieser Sonderverschickung die Ausgabe Nr. 4 des Niedersächsischen Jägers (kommende Ausgabe) erhalten werden. Dieser Ausgabe ist auch ein von mir unterzeichnetes Anschreiben beigefügt.
Ausdrücklich möchten wir Ihnen an dieser Stelle zudem versichern, dass es auch im Rahmen dieser Sonderverschickung selbstverständlich zu keinerlei Weitergabe der Mitgliederdaten an den dlv-Verlag gekommen ist.
Mit freundlichen Grüßen
und Waidmannsheil
Helmut Dammann-Tamke
Präsident Landesjägerschaft Niedersachsen e.V.

Geänderte Jagdzeiten Rehwild in Salzgitter

Rechtliche Änderungen Schwarzwildbejagung und Jagdzeiten

Ausbildungsseminar für Schießaufsichten

Der Bundesverband Schießstätten plant für den 18./19. März 2021 ein Aufsichtenseminar. 

 

Wer Interesse hätte, kann sich gern bei Werner Fabig (Schriftführer) melden. Der LG dauert eigentlich nur 1/2 Tag und wer bereit ist, dann auch gelegentlich (1-2/Jahr) die Aufsicht beim Übungsschiessen zu übernehmen bekommt den LG von der JS bezahlt. 

Vorteil: Man "darf" dann auch allein auf dem Schießstand sein. Nur die Kosten müssen dann geregelt werden.

Wegfall der Trichinenuntersuchung von Nutrias

Herausgegeben von der LJN

Sehr geehrte Damen und Herren,
mit der Streichung des Wortes "Sumpfbiber" in § 4 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 Tier-LMHV durch die o.a.
Verordnung vom 19. Juni 2020 entfällt zukünftig die amtliche Untersuchung auf Trichinen für
Sumpfbiber bzw. Nutrias.
Dies bestätigte uns auf Anfrage heute das Niedersächsische Ministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz.
In der Begründung zu dieser Änderung heißt es:
Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat am 30. Oktober 2018 eine umfassende
"Gesundheitliche Bewertung von humanpathogenen Parasiten in Wild" vorgelegt. In dieser
Bewertung wird ausgeführt, dass Sumpfbiber zwar grundsätzlich für eine Trichineninfektion
empfänglich seien, wie mit Infektionsversuchen nachgewiesen worden sei. Es gebe in Europa
auch vereinzelte Berichte aus den Jahren 1936 und 1980 über Trichinenfunde bei Sumpfbibern.
Es habe sich aber um Tiere gehandelt, die in Pelztierfarmen gehalten worden seien. In beiden
Fällen vermuteten die Autoren, dass die Infektion durch die Verfütterung von Küchenabfällen mit
Fleischbestandteilen (Schwein oder relevantes Wild) erfolgte. Die Publikation aus dem Jahr 1936
war der Auslöser dafür, dass der Sumpfbiber als Wild eingestuft worden ist, "das Träger von
Trichinen sein kann". In seiner Risikobewertung stellt das BfR aber fest, dass ihm Trichinenfunde
bei freilebenden Sumpfbibern nicht bekannt seien. Vor diesem Hintergrund ist es gerechtfertigt,
Sumpfbiber aus der Pflicht zur Untersuchung auf Trichinellen auszunehmen, ohne dass dies mit
einer Verringerung des vorbeugenden Schutzes der Gesundheit der Verbraucherinnen und
Verbraucher verbunden wäre.
Mit freundlichen Grüßen
und Waidmannsheil
Johanshon
Geschäftsführer

Neues Waffenrecht – Änderungen nach dem 3. WaffRÄndG zum 01.09.2020

1. Magazine mit hoher Kapazität
Künftig ist der Umgang mit Magazinen mit hoher Kapazität verboten. Dazu rechnen Magazine für
Langwaffen, die mehr als 10 Patronen aufnehmen können, sowie Kurzwaffenmagazine mit einem
Fassungsvermögen von mehr als 20 Patronen sowie entsprechende Magazingehäuse für Wechselmagazine.
Wer ein solches Magazin vor dem 13.06.2017 erworben hat, für den wird das Verbot


dann nicht wirksam, wenn er den Besitz bis zum 10.09.2021 seiner zuständigen Waffenbehörde
anzeigt oder das Magazin bis zu diesem Datum an Berechtigte, die zuständige Waffenbehörde
oder eine Polizeidienstelle abgibt. Ist der Erwerb erst am oder nach dem 13.06.2017 erfolgt, wird
das Verbot dann nicht wirksam, wenn der Besitzer bis zum 01.09.2021 ein Antrag auf Ausnahmegenehmigung
nach § 40 WaffG beim Bundeskriminalamt stellt oder das Magazin an Berechtigte,
die zuständige Waffenbehörde oder eine Polizeidienstelle abgibt.
2. Neue wesentlichen Waffenteile
Zukünftig werden auch Gehäuse (upper- und lower receiver, Griffstück bei Kurzwaffen) sowie der
Verschluss (Verschlusskopf und Verschlussträger) als wesentliche Teile von Schusswaffen eingestuft,
sofern sie nicht in der Waffe fest eingebaut sind. Damit sind sie erlaubnispflichtig. Sofern ein
Waffenbesitzer solche freien Teile erwirbt, muss er sie ab dem 01.09.2020 bei der Waffenbehörde
anmelden. Das Gesetz gesteht ihm eine Karenzzeit bis zum 01.09.2021 zu.
3. Schießstände
Die Waffenbehörden müssen alle vier Jahre gemeinsam mit einem anerkannten Sachverständigen
die Schießstände überprüfen und dürfen im Zweifel ein Gutachten dieses Sachverständigen
verlangen. Die Kosten hat der Betreiber der Schießstätte zu tragen. Das wird viele Schießstätten
erheblich finanzielle belasten.
4. Waffenregistergesetz
Teil der Waffenrechtsnovelle 2020 ist das neue Waffenregistergesetz, das zum 01.09.2020 an die
Stelle des Waffenregistergesetzes aus dem Jahr 2012 tritt. Es regelt detailliert die Einrichtung des
Nationalen Waffenregisters (NWR) und enthält umfangreiche Dokumentationspflichten, die den
Waffenhersteller und -händler, aber auch jeden Waffenbesitzer treffen. Das Register ersetzt
künftig die Waffenbücher der Hersteller, Händler und Büchsenmacher.
Jeder Waffenbesitzer erhält eine persönliche 21-stellige Ordnungsnummer (P-ID), seine waffenrechtliche
Erlaubnis (WBK) wird unter einer eigenen Erwerbs-Identifikationsnummer (E-ID)

geführt. Jeder Waffe wird zudem eine individuelle Waffen-Identifikationsnummer (W-ID)
zugeteilt. Gleiches gilt von den wesentlichen losen Teilen. Sie erhalten eine Waffenteil-
Identifikationsnummer (WT-ID). Bei jeder Änderung (Kauf/Verkauf einer Waffe oder
wesentlicher Teile davon, Erteilung/Widerruf einer Erlaubnis) werden die Daten an das nationale
Waffenregister gemeldet. So sollen dort umfassende Informationen über den Verbleib jeder
einzelnen Waffe und über die waffenrechtlichen Erlaubnisse vorhanden sein. Auch der
Büchsenmacher, der die Waffe repariert oder wesentliche Teile einbaut, unterliegt der
Dokumentations- und Meldepflicht und muss dabei die jeweiligen Ordnungsnummern angeben.
Das führt dort genauso wie beim Hersteller und Händler zu einem erheblichen bürokratischen
Aufwand. Es ist damit zu rechnen, dass der Büchsenmacher diese Kosten an seine Kunden
weiterreichen wird.
Auch private Waffenbesitzer unterfallen der Dokumentations- und Meldepflicht, wenn sie
untereinander Waffen erwerben oder veräußern. Erwerber und Veräußerer benötigen jeweils die PID
samt der E-ID des Vertragspartners und die W-ID. Der private Waffenmarkt wird dadurch zwar
nicht unterbunden, aber doch bürokratisch erschwert.
5. Hinweis für die Praxis
Jedem Waffenbesitzer ist zu empfehlen, dass er bereits jetzt bei seiner Waffenbehörde seine
persönliche P-ID, seine Erwerbs-ID (E-ID) und für alle seine Waffen und deren wesentlichen
losen Teile deren W-ID abfragt, damit er auch künftig seine Waffe zum Büchsenmacher geben
oder sie veräußern darf. Hat er die Daten erhalten, sollte er die dort gespeicherten Ordnungs-/
Identifikationsnummer mit den Daten in seiner WBK und auf seiner Waffe vergleichen und
Unstimmigkeiten unverzüglich mit der Waffenbehörde zu klären. Denn es steht zu befürchten,
dass bei den Waffenbehörden zum Teil fehlerhafte Datensätze vorhanden sind.
Wer seine Waffen vor Beginn der Drückjagdsaison zum Büchsenmacher geben will, damit sie dort
überprüft oder repariert werden, sollte dies tunlich vor dem 01.09.2020 tun, um dem Büchsenmacher
bürokratischen Aufwand und sich selber zusätzliche Kosten zu ersparen.

Ob die Landkreise und Gemeinden, die Waffenbehörde sind, auf die Umstellung vorbereitet sind,
die das Waffenregistergesetz mit sich bringt, ist offen. Bei der Einführung des Nationalen
Waffenregisters im Jahre 2012 hatte es erhebliche Zeit gekostet, bis sie die Meldungen an das
Register vollständig und fehlerfrei absetzen konnten.
Mit freundlichen Grüßen und Waidmannsheil
Clemens H. Hons
Rechtsanwalt

 

Landesgeschäftsstelle
Schopenhauerstraße 21
30625 Hannover
Telefon 0511 53043-0
Telefax 0511 5304329
E-Mail info@ljn.de
Internet www.ljn.de
Justitiar
Clemens H. Hons
Zeißstraße 63
30519 Hannover
Telefon 0511 899859-0
justitiar@ljn.de
Datum 31.08.2020

Aufwandsentschädigung Schwarzwildbejagung

Liebe Jägerinnen und Jäger,

wie in den letzten Jahren zuvor können Sie vom 1. April bis zum 31. Mai für das von Ihnen erlegte Schwarzwild eine Ausgleichszahlung bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen beantragen. Seit dem letzten Jahr ist die Bagatellgrenze aufgehoben worden. Die Beantragung einer Aufwandsentschädigung für den Mehrabschuss ist somit bereits ab dem ersten Stück Schwarzwild, welches über den Referenzwert hinausgeht, möglich. Die Aufwandsentschädigung beträgt 50€/Stück.

Weitere Informationen und die Antragsunterlagen finden Sie hier:

https://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/5/nav/18/article/33425.html

Sehr geehrte Damen und Herren, 

 

wie Ihnen sicherlich nicht entgangen ist, erhält die invasive Tierart der Nutria zunehmend die Aufmerksamkeit der Landwirte, Jäger und auch des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (kurz: ML). Die Population hat sich in Niedersachsen in den vergangenen Jahren stark vermehrt und für erhebliche Schäden an Deichen, Böschungen, Feldfrüchten etc. gesorgt. 

 

Es wird daher das Ziel angestrebt, die Bejagung der Nutria zu verstärken. Das ML hat die dazu umzusetzenden Maßnahmen mit Runderlass vom 07.12.2018, Nds. MBl. 43/2018, S. 1500 f., konkretisiert. Im Wesentlichen möchte ich Sie auf folgende Punkte hinweisen: 

-        Die Jägerinnen und Jäger haben für eine ausreichende Bejagung der Nutria zu sorgen. Unterbleibt diese, obliegt es den Jagdbehörden, die Bejagung anzuordnen. In diesem Fall benötigen die beauftragten Jägerinnen/Jäger bzw. Fängerinnen/Fänger keine Jagderlaubnis. Die Kosten sind von dem/der Jagdausübungsberechtigten zu tragen.

-        Für die Jagd in Schutzgebieten kann die untere Naturschutzbehörde nach Maßgabe der Naturschutzgesetze eine Befreiung gewähren. 

-        In Gebieten mit Biber- oder Fischottervorkommen benötigen die Nutriafänger/innen eine artenschutzrechtliche Ausnahmegenehmigung für den nicht beabsichtigten Beifang in Lebendfangfallen. Bitte wenden Sie sich für nähere Informationen an die untere Naturschutzbehörde der Stadt Salzgitter. 

-        Hinsichtlich der weiteren Bestimmungen verweise ich auf das Niedersächsische Ministerialblatt Nr. 43/2018, S. 1500 f. (siehe Anlage).

 

Bitte leiten Sie diese Information auch an Ihre Mitpächter und Jagdausübungsberechtigten weiter. 

 

Für Fragen zu dem Thema Nutria stehen Ihnen die untere Naturschutzbehörde wie auch die Jagdbehörde der Stadt Salzgitter gerne zur Verfügung.

 

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag 

 

Marieke Moritz

Untere Jagdbehörde

Stadt Salzgitter

 

Telefon:

0 53 41 / 839-3241

Fachdienst BürgerService und Ordnung

 

Fax:

0 53 41 / 839-4935

Marieke Moritz

 

E-Mail:

Marieke.Moritz@stadt.salzgitter.de

Joachim-Campe-Straße 6-8

 

Internet:

www.salzgitter.de

38226 Salzgitter

 

 

 

 

Gebühren für Trichinenuntersuchung wegen ASP gesenkt

Die Veterinärbehörde für den Landkreis Goslar und die Stadt Salzgitter hat die Untersuchungsgebühr für die Trichinenuntersuchung bei Schwarzwild für den Zeitraum vom 20.01. bis 31.12.2019 auf 5 € gesenkt. Damit wird die verstärkte Schwarzwildbejagung unterstützt, zu der sich die Jägerschaften Goslar, Seesen und Salzgitter in einer Absichtserklärung bekannt haben. Voraussetzung für die Gewährung der Vergünstigung ist, dass das Schwarzwild im Landkreis Goslar oder der Stadt Salzgitter erlegt wurde und dieses auf dem Wildursprungsschein vermerkt ist.

 

Die Vergünstigung wird nur bei Selbstentnahme der Probe gewährt. Bei Probenentnahme durch einen Veterinär fallen weiterhin die vollen Untersuchungskosten in Höhe von 10 € an.

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