Hegeringe

Hegering II der JS Salzgitter fördert die Artenvielfalt

Vielfach wird in verschiedenen Medien den Jägern vorgeworfen, dass sie nur darauf aus seien, Wild zu schießen. Hegeringleiter Achim Giesecke-Bulle war mit mir in der Flur seines Heimatdorfes Lobmachtersen unterwegs und hat gezeigt, dass viele eben nicht wissen und sehen was alles für die Artenvielfalt von Jägern und Landwirten getan wird. Auf seinem landwirtschaftlichen Betrieb werden auf ca. 4 ha, verteilt auf 10 verschiedenen Ackerflächen, Saatgutmischung angebaut, die von der Landesjägerschaft empfohlen und gefördert werden. So hat er im Jahr 2019 Rückzug- und Saummischungen, die jetzt im 2. Jahr bis November stehen bleiben dürfen. Sie wirken nachhaltig die ganze Vegetationsperiode für Bienen, andere Insekten und freilebenden Tieren. Die Blühstreifen sind zwischen anderen Feldfrüchten wie Getreide und Ackerbohnen angelegt, damit sie ungestört von der Artenvielfalt genutzt werden können. Beim Besuch hat es nur so gesummt und gebrummt! Aus Erfahrung ist dies wesentlich günstiger, als Aussaaten an viel befahren Straßen und Wegen, die heutzutage fast rund um die Uhr von Menschen und Fahrzeugen benutzt werden. Was auch noch zu Verbesserungen führen könnte: Auf den Blühflächen würde die Samenausbildung auch für ein weiteres Jahr reichen, und eine erneute Aussaat erst nach vielleicht drei Jahren notwendig. Außerdem könnten die Flächen über Winter zum Wohle der freilebenden Tiere stehen bleiben.

Um beschriebene Flächen zur Artenvielfalt anzubauen, ist es natürlich notwendig, dass Jäger und Landwirte Hand in Hand arbeiten. Darum möchte auch Giesecke-Bulle seine Mitjäger und Berufskollegen motivieren mitzumachen, um das Image in der Bevölkerung zu verbessern – auch in der gesamten Jägerschaft Salzgitter.

Über das Programm Bienenweide, Aussaat 2020 , werden wir später noch berichten.

Zur Bejagung ist nochmals zu sagen: „Wir jagen nachhaltig nur so viel, wie natürlich nachwächst!“ Von den Großraubtieren, die ihren Wildanteil auch beanspruchen, ist das zumindest zweifelhaft. Während der Jungtieraufzucht haben bei uns Elterntiere Schonzeit! Ein wesentlicher Unterschied zur Nutzung durch die Raubtiere.

Text und Fotos: Klaus Hanne

Hegering II der Jägerschaft stellt sich vor:

Unser Hegering grenzt von Nordosten bis Südosten an die Jägerschaft Wolfenbüttel und die Jägerschaft Goslar und im Norden an JS Braunschweig bzw. Peine.

Er besteht aus:   21 Revieren

davon sind      :    8 Eigenjagdbezirke

dto.                 :  13 Genossenschaftsjagden

Fläche insgesamt: ca. 8.164 ha

Hauptsächlich vorkommende Wildarten:

·         Rehwild

·         Schwarzwild

·         Hasen

·         Kaninchen

·         Enten

·         Gänse

·         Tauben

·         Füchse

·         Dachse

·         Steinmarder

·         Hermeline/Mauswiesel

·         Iltis

·         Waschbären

·         Nutria

·         Fasanen*

·         Rebhühner*  *kommen noch vor, werden aber nicht mehr bejagt!

Mitglieder zurzeit: 183

Vorstand: Hegeringleiter Achim Giesecke-Bulle

Stellv. Hegeringleiterin    Christoph Bothe

Schriftführer                    Manfred Mocek

Obleute: Schießen           Reinhard Körner

Öffentlichkeitsarbeit        Klaus Hanne