Naturschutz

Geschnittene Kopfweiden an der Ecker.

Kopfweidenpflege im Revier Wiedelah

Jäger, Helfer und Realverband pflegen die Kopfweiden. Dieses Jahr waren die Kopfweiden entlang der Ecker und zum Wolterberg mit dem Schneiden an der Reihe. Traditionsgemäß wurden Kopfweiden entlang von Bächen und in Nasswiesen gepflanzt und in regelmäßigen Abständen geschnitten, wo mit der Zeit der typische Kopfbaum entstand. Die Nutzung des Schnittmateriales hat zwar an Bedeutung verloren, aber das Schneiden der Kopfweiden ist eine wichtige Landschaftspflegemaßnahme. Ungepflegte Kopfweiden wurden unter der Last ihrer Äste auseinander brechen und absterben. Ökologisch haben die Kopfweiden einen hohen Stellenwert, für zahlreiche Insekten, Larven, Käfer, aber auch für unsere heimische Vogelwelt z.B. der Steinkautz, Fledermäuse, Gartenrotschwanz, usw. dienen sie als Brut,-Fraß-oder Wohnstätte.

v.l. Dr. Gunnar Breustedt und Dr. Hartmut Breustedt.

Erlen pflanzen im Revier Weddingen

Am ersten Märzwochenende haben sechs Weddinger Jägerinnen und Jäger 350 Erlen am Hellebach in ihrem Revier gepflanzt. Das Vorhaben wurde vom Arbeitskreis Biotopverbund des Landkreises Goslar aktiv begleitet. Der Arbeitskreis - Behörden, Landwirte, Forst, Jäger und andern Naturschützer- zielt darauf ab, die deutschlandweit bedeutsamen Wanderkorridore im Landkreis Goslar für die Leitarten Luchs, Hirsch und Wildkatze attraktiver zu gestalten. Die Erlen wurden in der offenen Feldmark gepflanzt. Langfristig sollen sie in einen vom Bundesamt identifizierten Wanderkorridor insbesondere der Wildkatze Deckung zwischen zwei großen Waldgebieten bieten. Die Realgemeinde Weddingen als Grundeigentümer hat zudem 50 Tonnen Halbschalen aus dem Bach entfernt, um die Durchlässigkeit des Baches für Kleintiere zu verbessern. Die Bingo – Umweltstiftung fördert die Maßnahmen mit bis zu 7900 Euro.

Pächter Gustel Bock bei der Arbeit.

Jäger und Helfer pflegen gemeinsam die Kopfweiden. In der Gemarkung im Revier Wiedelah sind an den Bachläufen viele Kopfweiden gepflanzt. Traditionsgemäß wurden Kopfweiden entlang von Bächen und in Nasswiesen gepflanzt und in regelmäßigen Abständen geschnitten, wo mit der Zeit der typische Kopfbaum entstand. Ca. 20 Stück, etwa 80 Jahre alte Weidenkopfbäume wurden dies Jahr gepflegt. Regelmäßig etwa alle 4 bis 5 Jahre leisten Jäger, Jagdhelfer und unterstützt von ortsansässigen Landwirte aktive Naturschutzmaßnahmen zum Erhalt der historischen Kopfbäume. Diese Maßnahmen werden turnusmäßig an allen vorhandenen Kopfweiden durchgeführt. Früher dienten die abgeschnittenen Äste als Material zum Korbflechten, zum Ausfachen von Fachwerkhäusern oder als Brennmaterial. Die Nutzung als Material hat zwar an Bedeutung verloren, aber das Schneiden der Kopf Weiden ist eine wichtige Landschaftspflegemaßnahme. Ungepflegte Kopfweiden wurden unter der Last ihrer Äste auseinander brechen und absterben. Das abgeschnittene Astmaterial wurde auf Haufen zusammengeschichtet und soll in Form einer Benjes – Hecke für Unterschlupf und Versteckmöglichkeiten für Niederwild und Kleintiere sorgen. Wirtschaftlich haben die Kopfweiden zwar an Bedeutung eingebüßt, aber ökologisch haben sie einen hohen Stellenwert. Für zahlreiche Insekten, Larven, Käfer, aber auch für unsere heimische Vogelwelt wie z.B. der Steinkauz, Fledermäuse, Gartenrotschwanz usw. dienen sie als Brut, - Fraß- oder Wohnstätte.

Greening - Preis 2017

Bereits zum 3. Mal wurde in Wöltingerode der Greening – Preis verliehen. In Zeiten von Artenrückgang und Insektensterben gewinnt das Greening – Programm besondere Bedeutung. Durch anlegen von Grünstreifen und Blühstreifen an Äckern wird neuer Lebensraum geschaffen. Begrüßt wurden die Gäste von Hans Hesse, Vorsitzender der Jägerschaft Goslar, Landrat Thomas Brych, Kreislandwirt Jürgen Hirschfeld und Ulrich Löhr, Vorsitzender des Landvolks die das Greening – Programm erläuterten. Vergeben wird der Preis vom Niedersächsischen Landvolk sowie den Jägerschaften des Bezirkes Braunschweig. Ausgezeichnet wird der Umgang mit Ackerrändern, die Erhaltung von Gräben, Flüssen, Bachläufen und Teichen, sowie die Pflege von Feldwegen und Hecken. Den Greenig –Preis 2017 erhielt der Landwirt Georg Heine aus Wiedelah. Er bietet durch das Anlegen von Blühstreifen und Grünflächen ein kleines vernetztes Biotop für Niederwild und Insekten. Herr Bernd Becker Jägerschaft Wolfenbüttel betonte in seiner Laudatio das alle beteiligten Landwirte Gewinner sind. Neben den Hauptpreis von Georg Heine erhielten die Landwirte aus dem Bezirk Braunschweig für ihre Arbeit zehn Kilogramm Samen Wildackermischung.

Pflanzung im Revier Weddingen.

Pflanzaktion zum 60 Geburstag der Jägerschaft

Zum 60. Geburtstag der Jägerschaft Goslar wurde eine Pflanzaktion durchgeführt. Für die Pflanzaktion wurde der Baum des Jahres 2014, die Trauben – Eiche ausgewählt. Die Trauben – Eiche ist eine heimische Laubbaumart, die über 1000 Jahre alt werden kann. Sie wird auch Wintereiche genannt, ihre Blätter bleiben oft bis zum Frühjahr am Baum. Weitere Merkmale sind das die Blätter Stiele haben und die Früchte wie bei Weintrauben eng zusammen sind. Die 60 Trauben – Eichen wurden von einer Pinneberger Baumschule geliefert. Die für die Pflanzaktion verwendeten Pflanzen sind Vierjährig, zweimal verschulte 120 – 150 cm hohe Bäume. Die Pflanzen wurden in vier Revieren der Jägeschaft Goslar verteilt. 3 in Vienenburg, 3 in Immenrode, 22 in Wiedelah, 1 an Martin Daubner, Jäger und Waldbesitzer, 1 an Siegfried Herold der 2015 die Auszeichnung Goldenes Rebhuhn bekam und 30 an das Revier Weddingen. Im Revier Weddingen wurde durch Jagdpächter Gunnar Breustedt mit seinen Helfern unteranderem eine Allee entlang eines Feldweges gepflanzt.

Vor der Aussaat.
Verschiedene Blühstreifen im Revier Wiedelah.

Greening Preis 2015

Greening-Preis 2015 Landvolk und Jägerschaften wollen vorbildliche Naturschutzarbeit loben Seit dem 1.April 2015 gilt die Europäische Greening- Ordnung für alle Landwirte. 5 % der bewirtschafteten Ackerflächen müssen nun als bevorzugte Flächen mit Blühstreifen angebaut sein. Das Ziel, den Bodenbrütern ( Lerchen, Kiebitze, Rebhühner, Fasane ) und Hasen einen verbesserten und größeren Lebensraum zur Verfügung zu stellen, hat nun erste vorzeigbare Greening-Flächen hervorgebracht. Dieses große europäische Umweltprojekt wurde bereits im Januar auf Initiative des Niedersächsischen Landvolkes Braunschweiger Land und der Jägerschaften des Bezirkes Braunschweig durch einen Beispiel-Katalog konkretisiert. Nun wollen Landvolk und Jägerschaft durch die Ausschreibung „Greening-Preis 2015“ eine besonders gelungene Flächengestaltung herausstellen und mit Preisen versehen. Neben einer Rebhuhn-Bronzefigur wird eine große Anzahl von Saatgutgebinden für Blühstreifen ausgelobt. Für die Bewertung werden Fotos und die Angaben des Bewirtschafters über Flächengröße und Saatmischung benötigt. Für die Bewertung dieses Wettbewerbs wird eine Jury eingesetzt. Einsendeschluss ist der 15. August 2015. Die Preise werden dann Ende September verliehen. Die Anschrift für die Unterlagen ist: Niedersächsisches Landvolk Braunschweiger Land e.V., Helene- Künne - Allee 5, 38122 Braunschweig, E-Mail: mail@landvolk-braunschweig.de.

Pflanzaktion Revier Wiedelah

Jahresbericht „Hegebüsche“ zur JHV 2013 Im Pflanzjahr 2012 konnte ich leider nur zwei Anträge bearbeiten. Neben Nachbesserungsarbeiten im Revier Wiedelah aus dem Pflanzjahr 2010 wurde im Revier Jerstedt eine abgeerntete Fichtenfläche sowie ein Ackerrand für eine Bepflanzung genutzt! Insgesamt 500 heimische Sträucher wurden im zeitigen Frühjahr fachkundig ausgepflanzt. Für das Wild und andere Wildtiere! Haselnuss, Weißdorn, Schlehdorn, Pfaffenhütchen, immergrüner Liguster, Hundsrose sowie Kreuzdorn werden den Wildtieren nicht nur Äsung und Deckung bieten, sondern auch Sicht- und Witterungsschutz. Diese revierverbesserenden Maßnahmen helfen mit, den Lebensraum für unser verbliebenes Niederwild zu verbessern. Die Gesamtkosten für das Pflanzenmaterial lagen bei 429,71 €, der Zuschuss der Landesjägerschaft betrug 322,28 €, der finanzielle Anteil der Jägerschaft Goslar - zur vollen Kostendeckung - belief sich in diesem Jahr auf kassenschonende 107,43 €. An dieser Stelle geht mein Dank an die Revierinhaber und Grundstückseigentümer für die Auswahl und Bereitstellung der Flächen und insbesondere an die fleißigen Jäger und Heger für die geleistete Arbeit. Hegebusch muss Busch bleiben! Zur Pflege bestehender Anpflanzungen gehört ein regelmäßiges Zurückschneiden („Auf den Stock setzen“). Nicht nur Kopfweiden müssen alle 3 bis 5 Jahre beschnitten werden, sondern auch unsere Hecken und Sträucher können wir durch eine Verjüngung verbessern und fördern. Anpflanzungen mit geringem Unterwuchs verlieren die wichtige Funktion des Schutzes und der Deckung. Das Schnittgut kann als gestapelter Reisighaufen in der Anpflanzung verbleiben, sollte aber vor Verrollen bei Sturmereignissen gesichert werden. Hegebüsche sind kein Wald und werden später nicht forstlich genutzt! Bei der Beratung und Antragsstellung helfe ich Ihnen wie immer gern! Ich wünsche den neuen Hegebüschen ein schnelles Wachstum und allen Revierbetreuern ein kräftiges Waidmannsheil als Lohn der Bemühungen! August Bock