Jagdhornblasen

 

 

 

Geschichtliche Entwicklung der Deutschen Jagdmusik

Jagdhornblasen erlebt in letzter Zeit Aufschwung.

Jagdhornbläser sind über eine Jägervereinigung einer Bläsergruppe angeschlossen.

Erste Aufzeichnungen 1719 über spezifisch deutsche Jagdsignale (Flemming).

= einstimmig.Situationsfanfaren (Bsp.Parforcejagd auf Hirsch)

Das Parforcehorn wurde in Deutschland entwickelt und für das Konzert im Orchester

entdeckt,weiterentwickelt und mit Ventilen versehen,entstand das Waldhorn.

Das Parforcehorn verlor an Bedeutung mit dem Rückgang der Parforcejagd -1848.

Ab 1876 neben dem Parforcehorn neue Signale für das kleine Horn.

Während des Dritten Reiches ging das Interesse am Parforcehorn weiter zurück,als

französich ("welsch") abgelehnt.Es wurde das kleine Horn als "germanisch-

deutsche"Entwicklung hochgepriesen.

Das "Kleine Horn" ,ab 1880 "Fürst-Pless-Horn" genannt,war für die Jagd handlicher und

erlebte einen Siegeszug.Es war in seiner und ähnlicher Form ab 16.Jahrhundert

in der Militärmusik zu finden: Ab 1758 bei preußischen Jägertruppen,ab

1813 im Preußischen Heer als Signalhörner.

Die Jägertruppen wurden mit "Waldhörnern" ausgestattet,um sie als "Jäger"

erkenntlich zu machen.(Bsp."Lützower Jäger" - 1913)

Notenbeispiele heutiger Jagdhornsignale ab 1787 in den Militärsignalen.

Weiterentwicklung in Hannover Ende des 19-Jhdt.zu speziellen Jagdsignalen.

In den Jäger-und Schützenkompanien waren meist Jäger,Förster,Forstbeflissene,

die zu den 1850 aufkommenden herrschaftlichen oder gar kaiserl.Schießen oder

Treibjagden als Signalgeber befohlen wurden und dort ihre Signale bliesen.

Fürst Pless hat sich als Oberstjägermeister um das Jagdhornblasen verdient gemacht

und für die Entwicklung der Jagdsignale gesorgt.

Walter Frevert sorgte in den 30-er Jahren für die entgültige Zusammenstellung der

Jagdsignale mit "Merkversen",er stellte sie in einer Jagdhornschule zusammen.

Unter dem Reichsjagdgesetz gab es eine weitere Verbreitung des Jagdhornblasens

in Deutschland.

 

 

Die Frevertsche Ausgabe dient seit 1954 -mit Überarbeitung von Reinhold Stief -

als Grundlage für Bläserwettbewerbe des DJV und der Landesjagdverbände.

Somit betrachten wir heute das Blasen des Jagdhorns als eine Fortführung jagdlichen Brauchtums,das wir gerne für unsere Nachwelt erhalten wollen.