Über uns

Die Jägerschaft Goslar liegt im östlichen Teil des Landkreises Goslar. Es grenzt nördlich am salzgitterschen Höhenzug an die Jägerschaft Salzgitter, südlich im Harz grenzt die Jägerschaft Osterode. Östlich schließt sich das Bundesland Sachsen-Anhalt mit den Jägerschaften Halberstadt und Wernigerode an. Westlich grenzt die Jägerschaft Seesen an, welches die 2. Jägerschaft im Landkreis Goslar ist.

Das Gebiet der Jägerschaft umfasst ca.60% der Fläche des Landkreises Goslar, welche eine Fläche von 90.000 ha hat, davon sind 60% Waldflächen. Die Fläche von Acker- und Grünland beträgt ca. 30.000 ha. Den größten Teil der Waldflächen liegen im Harz welche überwiegend von der Landesforstverwaltung Niedersachsen betreut wird. Eine weitere Fläche liegt im Teil des Nationalpark Harz. Die landwirtschaftlichen Flächen sind überwiegend durch Anbau von Zuckerrüben und Weizen geprägt.

Jagd in der Jägerschaft

In der Jägerschaft sind alle heimischen Wildarten Norddeutschlands zu Hause.
Im Harzvorland in den Ackerbaugebieten um Liebenburg, Vienenburg, Bad Harzburg und Goslar finden wir überwiegend noch die sogenannten klassischen Niederwildarten, wie Rehe, Feldhase, Fuchs, Dachs, an einigen Stellen noch das Rebhuhn und den Fasan. An den Gewässern kommen verschiedene Entenarten sowie vermehrt auch Graugänse vor.

Neben den Niederwildarten kommt im Harz das Rotwild und zum Teil Damwild, und Muffelwild vor. Ein weiteres großes Muffelwildvorkommen befindet sich in der Haar, zwischen Ostlutter über Ostharingen bis Alt-Wallmoden und weiter bis zu den Hainbergen bei Baddeckenstedt. Das Schwarzwild trifft man mittlerweile flächendeckend an. Elstern, Krähen, Waschbären sowie Steinmarder haben bereits auch die Städte erobert. Ein Zuwanderer aus Osteuropa, der Marderhund (Enok) erobert zunehmt das Gebiet der Jägerschaft.

Hegegemeinschaften, Hegeringe und Reviere

Es bestehen in der Jägerschaft Goslar e.V. gemeinschaftliche Jagdbezirke und Eigenjagdbezirke. Zur Jägerschaft gehören 8 Hegeringe.

Der Rotwildring Harz der sich vornehmlich mit der Bewirtschaftung des Rotwildes im gesamten Westharz befasst, sind neben den niedersächsischen Forstämtern, dem Nationalpark Harz, den Stadtforsten Goslar, Osterode und Bad Lauterberg auch zahlreiche Privatreviere angeschlossen.

Der Muffelhegering Ostlutter bewirtschaftet den Muffelbestand der Reviere Ostlutter, Lutter am Bbge, Ostharingen, Upen und Alt-Wallmoden.

Unsere Jägerschaft

Die Jägerschaft Goslar hat rd. 600 Mitglieder sowie Gast- und Ehrenmitglieder. Am 27.09.1945 aus der Wiedergründung des Niedersächsischen Jagdbundes (NJB) entstanden. Sie ist eine eigenständige Unterorganisation der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. (LJN). Wir sind als Verein im Vereinsregister des Amtsgerichts Goslar eingetragen und nach § 29 Bundesnaturschutzgesetz anerkannter Naturschutzverband.

Da in unserem Verein keine wirtschaftlichen Zwecke verfolgen sind wir gemäß Bescheid des Finanzamt Goslar als gemeinnützig anerkannt.
Öffentlichkeitsarbeit ist für uns sehr wichtig, hier wollen wir die Arbeit der Jägerinnen und Jäger vorstellen. Jährlich bei zahlreichen Veranstaltungen wie zum Beispiel beim Seefest in Vienenburg, der St. Hubertuswoche in Altenau, den Harzerwildtagen in Clausthal Zellerfeld, dem Tag des offenen Hofes so wie zahlreichen kleineren Veranstaltungen, wird mit dem Infomobil der Landesjägerschaft an Schautafeln, präparierte Exponate aus der heimischen Natur sowie Fühlkisten allen kleinen und großen Interessierte die Welt der Jägerinnen und Jäger näher gebracht.

Wir unterstützen Schulen und Kindergärten bei Naturschutztagen oder Waldjugendspielen tatkräftig. Unsere Jägdhornbläsergruppen der Hegeringe Goslar und Oberharz sowie der Bläsergruppe Braunlage sind die musikalische Stimme unserer Jägerschaft. Mit ihrer Musik wird das jagdliche Brauchtum nach außen getragen und trifft immer auf viele Zuhörer auch über unsere Kreisgrenze hinaus. Bei jährlich vielen Bläsertreffen und Wettbewerben haben unsere Bläsergruppen einen festen Stellenwert erreicht.

Welche Aufgaben hat die Jägerschaft

In der Satzung festgeschriebene Aufgaben und Ziele wie die Förderung der freilebenden Tierwelt im Rahmen des Jagdrechts und dem Naturschutz werden verfolgt. Die Landschaftspflege, der Tierschutz und Umweltschutz werden durch die Jägerschaft in zahlreichen Projekten unterstützt. Seit vielen Jahren legen unsere Jäger Hegebüsche, Wildschutzhecken, Wegrandbegrünung und Feldgehölzinseln in der Landschaft an, um Schutz- und Brutmöglichkeiten für unsere Tier- und Vogelwelt zu geben. Hierfür wenden die Jägerinnen und Jäger aus Mitgliedsbeiträgen jährlich einen großen Betrag an.

Der Schießstand Zellerfeldertal zu den modernsten Schießanlagen in Niedersachsen. Sie bietet unseren Jagdschützen eine Schießstätte welche ständig auf den neusten Stand gebracht wir. So wurde in diesem Jahr ein vollautomatischer laufender Keiler eingebaut. Unsere Jagdschützen konnten bei jährlichen Wettbewerben ihre Treffsicherheit unter Beweis stellen und holten manchen Titel in den Harz. Das üben mit der Jagdwaffe ist für den Gebrauch während der Jagd unerlässlich.

Unsere vierbeinigen Jagdhelfer, welche auf keiner Jagd fehlen dürfen, dieses schreibt das Jagdgesetz vor, werden professionell von Jägern selbst oder in einem jährlich angebotenen Kurs zur Jagdgebrauchshundprüfung ausgebildet.

Jagdstrecke im Landkreis Goslar

Im Jagdjahr 2018/2019 wurden in den Jägerschaften Goslar und Seesen 1263 Stück Rotwild erlegt. Auf der jährlich stattfindenden Geweih Schau des Rotwild Ring Harz neu in Clausthal, kann sich jeder ein Eindruck verschaffen, wie gut die Qualität des größten in Deutschland lebenden Säugetieres ist. Im letzten Jagdjahr 2018/2019 wurden 1204 Schwarzkittel zur Strecke gebracht. Unsere Haupt Wildart ist aber das Rehwild mit einer Jagdstrecke von 1593 Stück zählt es zu der am meist vorkommenden Wildart auch in der Jägerschaft Goslar. Beim Damwild kamen in diesem Jagdjahr im Landkreis 10 Stück zur Strecke, da es eher als Wechselwild im Landkreis vor kommt. In den 2 Muffelwild Gebieten wurden 34 Stück dieser scheuen und interessanten Wildart erlegt.

Die Fuchs Strecke zeigt im letzten Jagdjahr mit 420 Stück einen leichten Rückgang zum Ergebnis des Vorjahres. Aber leider ist die Population dieser Beutegreifer für unser Niederwild immer noch zu hoch.
Die Dachs Strecke liegt bei 100 Stück im Gegensatz zu 66 Stück im Vorjahr.  

Die Waschbären Strecke ist immer noch auf einen hohen Wert mit 318 Stück. Die Nachwuchs Rate gerade beim Waschbären ist erheblich. Eine intensive Bejagung ist geboten, um die Besätze nicht ausufern zu lassen.

Der Marderhund hat den Landkreis auch erreicht, so kamen 23 Stück zur Strecke. 

Der Hase stand mit 67 in der Streckenliste,davon allein 57 als Fallwild.


Auf eine erfolgreiche Kaninchen Bejagung müssen wir wohl noch etwas warten, da die Besätze es in den Reviere nicht zulässt, 0 Stück zeigt das Strecken  Ergebnis. Der Fasan und das Rebhuhn wurden in den letzten Jahren im Landkreis nicht bejagt. An Wildtauben kamen 147 Stück im letzen Jahr zur Strecke. Im gesamten Landkreis Goslar wurden 63 Breitschnäbel erlegt.Graugänse und Nilgänse sind in verschiedenen Revieren mit größeren Teichen Standwild.Gegen eine Bejagung bestehen keine Bedenken. Dies gilt vor allen Dingen für die Nilgänse, die als Neubürger in die Liste der jagdbaren Tiere aufgenommen wurden sind. Es kamen 4 Gänse zur Strecke.

 

 

 

 

 

Wildbret eine Delikatesse

Fleisch von Tieren ohne Hormonbehandlung und Mastfutter steht beim Verbraucher hoch im Kurs. Wildfleisch ist extrem fettarm, feinfaseriger und fester dadurch gut verdaulich. Daneben ist Wildfleisch äußerst reich an Mineralstoffen und Vitaminen und dadurch sehr gesund. Wildfleisch ist eben eine echte Delikatesse. Das Wild wird beim Jäger oder Forstamt meist im ganzen Stück oder zerlegt angeboten. Fragen Sie Ihren örtlichen Jäger oder Forstamt sie helfen Ihnen gerne weiter. Lassen Sie sich für ein Stück Wild vormerken.