Gemeinsam stark fürs Rebhuhn

Das Rebhuhn gehört zu den charakteristischen Arten unserer Kulturlandschaft – doch seine Besätze sind seit Jahren stark rückläufig. Mit der Kampagne „Gemeinsam stark fürs Rebhuhn“ möchte die Landesjägerschaft Niedersachsen in den kommenden Wochen und Monaten die Entwicklung des Rebhuhns sowie die vielfältigen Projekte der Jägerschaften für dessen Erhalt und Wiederansiedelung in Niedersachsen vorstellen. 

Auf unseren Social-Media-Kanälen und in unserem Mitgliedermagazin BLATTZEIT werden wir verschiedene Projekte und Initiativen vorstellen, die zeigen wie aktiver Arten- und Lebensraumschutz durch Jägerinnen und Jäger gelingt.

Auch Ihre Unterstützung ist gefragt: Kennen Sie spannende Rebhuhn-Projekte aus Ihrer Jägerschaft oder Ihrem Hegering oder engagieren Sie sich selbst für den Schutz der Art? Schreiben Sie uns gerne an redaktion(at)blattzeit.de

 

Infos über das Rebhuhn

Das Rebhuhn ist eine Vogelart aus der Ordnung der Hühnervögel (Galliformes) und gehört zur Familie der Fasanenartigen (Phasianidae). Nach den Eiszeiten aus den Steppengebieten Asiens eingewandert, ist das Rebhuhn seit dem Beginn des Ackerbaus in Europa ein fester Bestandteil unserer Kulturlandschaft. Durch die Intensivierung der Landwirtschaft in den letzten Jahrzehnten findet es immer weniger reich strukturierten Lebensraum.

Das Rebhuhn ist das typische Feldhuhn. Es meidet den Wald und verbringt selbst die Nacht in Deckung am Boden in der Feldflur. Es braucht eine strukturreiche Vegetation: nicht zu große Feldschläge, unkrautreiche Feldraine und Wegränder, Altgrasstreifen, Brachen, niedrige Gebüsche und Hecken.

Weitere Informationen zum Rebhuhn

Auftaktvideo zur unserer Kampagne "Gemeinsam stark fürs Rebhuhn"

Zum Auftakt haben wir die LJN-Feldhuhnstation in Merzen besucht und ihrem Leiter Frank Roeles über die Schulter geschaut. 

 

Die Feldhuhnstation dient der Sicherung des autochthonen Genpools und der Aufzucht von autochthonen Rebhühnern, deren Besatzrückgänge in den letzten Jahrzehnten dramatische Formen angenommen hat. Von hier werden die Rebhühner zukünftig paarweise niedersachsenweit an Reviere abgegeben – allerdings nicht zu direkten Auswilderung, sondern um dort als Brutpaare über die Nachzucht wieder neue Rebhuhnpopulationen aufzubauen bzw. die vorhandenen Besätze zu stützen. Interessierte Reviere, die in der Gebietskulisse des Projektes liegen, müssen im Vorfeld zudem eine Reihe von Kriterien erfüllen. Hierzu gehören unter andere nachgewiesene umfängliche Maßnahmen zur Lebensraumgestaltung und -verbesserung sowie ein intensives Prädatorenmanagment.

Videos zum Rebhuhn

BLATTZEIT-Videoreportage

NDR-Bericht u.a. über die Arbeit in der LJN-Feldhuhnstation

Links und Downloads