Aktuelles

40 Jahre Hegering Rhüden
Jubiläums-Hegeringschießen mit Ehrenscheiben-Gewinner Jürgen Willer (Bildmitte) und Hegeringleiter Jens Lohrey (rechts daneben mit Wanderpokal)

Hegering Rhüden feiert 40-jähriges Jubiläum

Der Hegering Rhüden–Mechtshausen–Bilderlahe blickt diesem Jahr auf 40 Jahre erfolgreiche Arbeit im Sinne verantwortungsvoller Jagdausübung und zeitgemäßer Tradititonspflege zurück.  In den Mittelpunkt dieses großen Jubiläums wurde ein jagdliches Schießen gestellt - damit zeigte der Hegering, wie ernst hier die Verpflichtung zum Üben des sicheren Umgangs mit Jagdwaffen bei jeder Gelegenheit genommen wird.

Am 16. Mai konnte Hegeringleiter Jens Lohrey die teilnehmenden Mitglieder und Gäste des jagdlichen Schießens auf der Anlage der Jägerschaft Seesen am "Schweinsrücken" begrüßen und sich mit ihnen über beste Bedingungen für das Jubiläums-Schießen freuen.

Begonnen wurde auf dem Kugelstand - hier müssen in einer Entfernung von 100m verschiedene Wildscheiben getroffen werden. Dabei sind die so genannten Anschlagsarten unterschiedlich:  Im Liegen sind fünf Schüsse auf eine Fuchs-Scheibe abzugeben; auf eine Rehbock-Scheibe wird fünfmal im Stehen geschossen, wobei die Büchse an eine Stange angelehnt wird - das erleichtert ein "wackelfreies" Schießen. Diese Hilfe entfällt bei den fünf Schüssen auf den "Überläufer", ein halbwüchsiges Wildschwein - diese Scheibe muss stehend freihändig getroffen werden. Viel Übung verlangen die letzten fünf Schüsse stehend freihändig auf den "Laufenden Keiler", eine Zielscheibe in Form eines großen Wildschweins, das mit ziemlicher Geschwindigkeit von rechts nach links durch das Schussfeld läuft. Auf jeder der vier Wildscheiben zählt ein optimaler Treffer 10 Punkte, so dass maximal 200 Punkte möglich wären.

Beim Jubiläumsschießen lag Jens Lohrey mit 167 Punkten in der Gesamtwertung auf Platz 1, dicht gefolgt von Martin Aue mit 160 Punkten und Gerhard Glatz mit 155 Punkten. Den Wanderpokal für das beste Ergebnis auf den "Überläufer" gewann ebenfalls Jens Lohrey mit 38 Punkten.

Detlef Kentler hatte zum Jubiläum eine Ehrenscheibe gesponsert, deren Zielfeld mit einem Deckblatt versehen war. Auf dieses durfte jeder Schütze einen Schuss auf 100m Entfernung abgeben. Hierbei platzierte Jürgen Willer den besten Schuss und gewann damit die Ehrenscheibe des 40. Hegeringschießens; der zweitbeste Schuss gelang Martin Aue, der damit das Deckblatt erhielt.

Im Anschluss wurde auf dem Tontaubenstand "Trapp" geschossen - das ist wohl die bekannteste Art des Übungschießens mit Schrotflinten. Hierbei müssen gelbe Tonscheiben getroffen werden, die aus einem Bunker unterhalb des Schützen geschleudert werden und mit großer Geschwindigkeit vom Schützen wegfliegen. Weil hierbei Richtung und Höhe nicht vorhersehbar sind, kann damit das sichere Erlegen von Flugwild geübt werden.

Vorstand der Jägerschaft kräftig verjüngt

Vorstand JS Seesen e.V.
Der neue Vorstand (von links nach rechts): Michael Schwertfeger (Schriftführer), Eleonore Rambow-Kirsche (Schatzmeisterin), Tim Böstge (2. Vorsitzender), Achim Engel (1. Vorsitzende1)

 

Neuwahlen und heftige Kritik an der Landesregierung

Mit dem traditionellen Signal „Begrüßung“ eröffnete die Jagdhornbläsergruppe Goslar die Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Seesen im Hotel Wilhelmsbad. Der Gruß galt gleichermaßen Mitgliedern und Gästen, unter ihnen Bürgermeister Erik Homann, Vertretern des Landkreises, Kreisjägermeister Günter Heuer, den Vorsitzenden der Jägerschaften Salzgitter und Goslar und anderen. Nach der musikalischen folgte die verbale Begrüßung der Anwesenden durch den 1. Vorsitzenden Wilfried Faber. Der Saal war gut gefüllt, standen doch an diesem Abend auch Vorstandswahlen sowie eine Satzungsänderung auf dem Programm.

Im Hinblick auf diese wichtigen Punkte führte der Vorsitzende gekonnt und zügig durch die Tagesordnung. In seinem Rückblick erwähnte er die doch recht zahlreichen Termine und Sitzungen, die es im Verlaufe eines Geschäftsjahres wahrzunehmen gilt. Dabei spielt die Größe einer Jägerschaft – Seesen gehört zu den kleineren – keine Rolle. Es geht um umfassende Informationen für die  Mitglieder, es geht um jagdliche Probleme des Alltags, und es geht auch darum, politische Tendenzen positiven oder negativen Inhaltes zu diskutieren und zu versuchen, sich dabei rechtzeitig und überzeugend einzubringen.

Greening

Ein wichtiger Punkt hierbei ist z. B. die neue EU-Richtlinie für ein Greening, nach der ab 2015 europaweit 5 % der Ackerflächen durch landwirtschaftliche Betriebe gegen eine Prämie als ökologische Vorrangflächen bereit gestellt werden sollen. Ackerränder, Gräben und Bachläufe beispielsweise sowie Hecken und Feldgehölze sollen ökologisch großzügiger gestaltet werden, um Tier- und Pflanzenarten in Zeiten landwirtschaftlicher Großflächen und -maschinen zusätzlichen Lebensraum zu erschließen. Eine „Empfehlung für die praktische Umsetzung“ dieses Programms, von Landvolk und Jägerschaft unter maßgeblicher Mitwirkung des hiesigen Kreislandwirts Jürgen Hirschfeld erarbeitet, lag im Saal als Broschüre aus. Sie enthält wertvolle und praktikable Gestaltungshinweise.

Die Jagdstrecke ist im vergangenen Jahr im Bereich Seesen insgesamt leicht zurückgegangen, beim Schwarzwild sogar um fast 30 %. Ursachen dafür sind nicht etwa erlahmende jagdliche Bemühungen, sondern normale Schwankungen in den Wildbeständen über mehrere Jahre hinweg, auch bei Wildschweinen. Die Jäger versuchen weiter hier stark einzugreifen, denn landesweit gilt: Der Schwarzwildbestand ist hoch.

Kritik an Landesregierung

Der Bezirksvorsitzende der Jägerschaft Hans Hesse ging ausführlich auf das ein, was Wilfried Faber schon angedeutet hatte. Die Wahl eines Politikers in ein Amt liefert nicht automatisch den für ein Ressort nötigen Sachverstand. Damit könnte der Bürger noch leben, wenn gleichzeitig der Wille zu sachlicher Information bei Fachleuten oder mit der Materie vertrauten Menschen da wäre. Und daran fehlt es in vielen Fällen. Gerade die für Jagd- und Landwirtschaft zuständigen Ministerien der derzeitigen Landesregierung zeichnen sich aus durch große Beratungsresistenz und Verharren in Ideologien. Beispiele für die Jagd sind hier die seit 2014 gültige Jagdzeiten-VO sowie die Planung einer Novellierung des Landesjagdgesetzes. Beide Bestimmungen, gültig seit 2008 bzw. 2001, hatten sich in der Praxis bewährt und entsprechen dem Auftrag für einen der Land- und Forstwirtschaft angepaßten Wildbestand. Es gäbe also sicher wichtigere Felder zu bestellen. Der Entwurf für die Neufassung des Jagdgesetzes wird dominiert von der Vokabel „Verbot von…“. Ziel ist offensichtlich, Naturschutz und Jagd – beides bisher selbständige Ressorts – zu vermischen und weiter zu ideologisieren. Das ist beiden Fachbereichen nicht dienlich und kann nicht funktionieren. Besonders befremdlich ist, daß Jäger und Landwirte als größte Anteilseigner von Grundflächen bei den ihre Flächen betreffenden Vorhaben unzureichend oder gar nicht eingebunden sind. Die offizielle „Beteiligung“ erschöpft sich häufig darin, den Betroffenen fertige Entwürfe kurz vor einer Beschlußfassung zugehen zu lassen. Einwände und Änderungswünsche sind unter Zeitdruck dann nicht mehr möglich, sie sind wohl auch gar nicht vorgesehen. Die Jägerschaft hofft dennoch weiter auf eine Verbesserung der Zusammenarbeit, ist aber andernfalls auch bereit, für ihre Sachargumente zu kämpfen. So unterstützt die Landesjägerschaft z. B. hinsichtlich der letztjährigen Änderung der Jagdzeiten eine bereits vor dem Oberverwaltungsgericht in Lüneburg anhängige Normenkontrollklage einiger Grundeigentümer.

Berichte der Obleute

Auch die Mitglieder des erweiterten Vorstandes haben in ihren Bereichen einen Beitrag zum Gelingen des vergangenen Jahres geleistet. So konnte der Obmann für das Hundewesen von einem erfolgreichen Lehrgang für Jagd- und Begleithunde berichten und gleichzeitig für den jetzt beginnenden Lehrgang werben. Der Hundeführer erhält am Ende der Prüfung den Sachkundenachweis.

Das jagdliche Übungsschießen wird regelmäßig und mit großem Eifer betrieben. Die Erfolge bei Wettbewerben und Meisterschaften sind sichtbarer Lohn.

Auf Anforderung werden Kindergärten und Schulen mit dem Info-Mobil besucht. Die zahlreichen Exponate geben genügend Anknüpfungspunkte für eine angeregte Unterhaltung und faszinieren nicht nur die Kinder.

Der Luchs-Beauftragte informierte über die Vorkommen dieser Tiere in der Region und ein laufendes Erfassungsprogramm mit Wildkameras, um den aktuellen Bestand an Luchsen im Harz zu ermitteln.

Vorstandswahlen

Da die bisherigen Vorstandsmitglieder nicht mehr kandidierten, wurde der geschäftsführende Vorstand komplett neu gewählt und dabei kräftig verjüngt. Die vielfältigen Aufgaben der Jägerschaft werden künftig wahrgenommen von Achim Engel als 1. Vorsitzenden, Tim Böstge als Stellvertreter, Michael Schwertfeger als Schriftführer und als Schatzmeisterin Eleonore Rambow-Kirsche. Achim Engel dankte dem scheidenden Vorstand für die engagierte Arbeit, die ihren Erfolg auch einem langen Miteinander verdankt. Wilfried Faber hat zwölf Jahre lang die Geschicke der Jägerschaft Seesen mit großem persönlichem Einsatz erfolgreich gelenkt.

Grußwort des Bürgermeisters

Bürgermeister Erik Homann beglückwünschte den scheidenden Vorstand zu seiner erfolgreichen Arbeit und wünschte dem neuen Vorstand Gleiches. Er ging kurz auf die Bedeutung der Jäger als Teil des Gemeinwesens ein, insbesondere  auch im Bereich Naturschutz und Naturkunde bei der Arbeit mit Kindern. Deren Interesse an unserer Umwelt ist im Allgemeinen groß und daher besonders zu pflegen, sagte er. Als wohltuend empfand er an diesem Abend den Besuch bei einem Verein, der noch niemals im Rathaus wegen eines finanziellen Zuschusses vorgesprochen hat.

Ehrungen

Der Rückblick auf langjährige Mitgliedschaft in der Jägerschaft rundete die Versammlung ab. Geehrt wurden für 65-jährige Mitgliedschaft Karl Weßling, für 60-jährige Mitgliedschaft Eberhard Koenigs, Hermann Kolle, Hubertus Kolle und Karl Steinhoff und für 50-jährige Mitgliedschaft Hartmut Dege. Die Treuenadel für 40 Jahre Mitgliedschaft erhielten Klaus Harenberg, Herbert Sommer, Hans-Jürgen Köppelmann und Gerhard Theuerkauf sowie für 25 Jahre Wilhelm Jahns, Axel Voges, Matthias Klatt und Christian Salau.

Teilnehmer des Anschussseminars
Teilnehmer des Anschussseminars

Anschussseminar des Hegerings Seesen

Es war die erste Fortbildungsveranstaltung dieser Art in der Jägerschaft Seesen. 18 Teilnehmer konnte Tim Böstge als Vorsitzender des Hegerings Seesen Anfang Juli auf dem Gelände des Nieders. Forstlichen Bildungszentrums in Münchehof begrüßen. Und sie waren nicht etwa erschienen, weil der Hegering die Kosten für dieses Seminar übernommen hatte, wie sich bald zeigte. Neben Jungjägern waren auch „erfahrene“ Waidmänner und –frauen anwesend, beflügelt von der Hoffnung und Erwartung, ihren Erfahrungsschatz bei der Beurteilung eines Anschusses und dem richtigen Verhalten nach dem Schuss erweitern zu können. Wer kennt nicht das mulmige Gefühl, wenn das beschossene Stück nicht im Knall liegt. Bedenken, Aufregung, Ärger, Unsicherheit, Zeitdruck – eine Lawine von Regungen stürzt auf den Schützen ein.

Hans-Georg Hartung und Julian Syldatk, beide bestätigte Schweißhundführer im Landkreis Hildesheim bzw. Goslar, kennen diese Situation auch aus den Anfängen ihrer eigenen jagdlichen Tätigkeit. Und sie kennen sie auch von den Teilnehmern bisheriger Seminare.

Der reiche Erfahrungsschatz aus zahlreichen Nachsuchen mit eigenem Hund und bereits durchgeführten ähnlichen Seminaren erlaubt es ihnen daher auch, ein „Anschussseminar“ souverän und erfolgreich zu gestalten. Dies geschah auch in Münchehof in anschaulicher, spannender und zugleich lockerer Form, so daß die Teilnehmer die 6stündige Veranstaltung voll ausschöpften.

Das Programm war in einen praktischen und theoretischen Teil gegliedert. Der praktische Teil fand in einem benachbarten Revier des Forstamtes Seesen statt. Hier hatten die Seminarleiter mit einem zweistündigen Vorlauf den „Anschussparcour“ vorbereitet. Über ein Dutzend originalgetreue Anschüsse waren in überzeugender Weise präpariert, mit großer Sorgfalt auch im Detail. Anschüsse mit Schnitthaar von verschiedenen Körperteilen, Anschüsse mit Leber-, Lungen- und Wildpretschweiß sowie Wildpretteilen und Knochensplittern – es war wie im wirklichen Jägerleben. Sogar Fehlschüsse durften nicht fehlen. Nicht jeder weiß, wie ein Kugelschlag im Erdreich oder in einem starken Ast aussieht bzw. zu finden ist.

Zum Abschluss des praktischen Teiles wurde an einer „Pendelsau“ das Ablenk- und Splitterverhalten von Geschossen demonstriert. Die Teilnehmer waren tief beeindruckt, wie anschaulich auf einem wenige Meter hinter dem Wildschwein gespannten Laken die Zerlegung eines Geschosses sowie feinste Spuren von Schweiß zu erkennen waren.

Den Übergang zum theoretischen Teil des Seminars bildete ein gemeinsames Grillen. Hier gab es Zeit und Gelegenheit für Diskussionen über den inhaltsreichen Vormittag und für Erfahrungsaustausch aus dem eigenen Jagderleben. Das Programm wurde dann am Nachmittag mit einem Vortrag fortgesetzt. Wesentlicher Inhalt war hierbei eine Fotodokumentation über Anschüsse, eine gelungene Ergänzung zu der Thematik des Vormittages und auch gleichzeitig eine Wiederholung des Erlebten.

Den Abschluss bildete eine Darstellung von Aufgaben, Pflichten und Grenzen eines bestätigten Schweißhundführers auf der Grundlage jagd- und waffenrechtlicher Bestimmungen. Und natürlich nutzten die Seminarleiter die Gelegenheit, für die wichtige Sache „organisierte Nachsuche“ und fährtensichere Nachsuchengespanne zu werben. Sie appellierten an die Teilnehmer, nicht durch Fehlverhalten nach dem Schuss den Aufwand für Hundeführer und Hund zusätzlich zu steigern, dem beschossenen Wild lange Leiden zu ersparen und letztlich auch Wildverluste zu vermeiden. Ruhe und Nachdenken nach dem Schuss, sorgfältiges Sichern des Anschusses ohne Zerstörung möglicher Schuss- und Pirschzeichen und richtiges Einschätzen des eigenen Vermögens mit Erkennen der eigenen Grenzen… Vieles spricht dann doch für den Einsatz eines professionellen Nachsuchengespannes. Hier sollte es zugunsten der Sache keine Berührungsängste geben. Im Übrigen gibt es nur in Deutschland schon seit Jahrzehnten  diese jagdgesetzlich und tierschutzrechtlich verankerten Vorschriften wie z. B. das Vorhalten von brauchbaren Hunden bei der Jagdausübung und die Pflicht zur Nachsuche. Es gilt also ein auch ethisch hohes Gut zu bewahren.

Am Ende des Seminars waren sich die Teilnehmer einig, einen für ihr Jägerleben und die Jagdpraxis wichtigen und inhaltsreichen Tag verbracht zu haben. Für die Seminarleiter war dieses Ergebnis zugleich Bestätigung für die Bedeutung derartiger Veranstaltungen und auch ein ideeller Dank.

                                                                                                                 Hans-Ulrich Arnold

Die Teilnehmer am diesjährigen Hegeringschießen
Hegeringleiter Tim Böstge überreicht Achim Engel den Langert-Pokal

Hegeringschießen – 22 Jäger übten den sicheren Schuss

Am Samstag den 03.05.2014 fand das traditionelle Schießen des Hegerings Seesen statt. Der neue Vorstand, bestehend aus dem Hegeringleiter Tim Böstge, der 2. Vorsitzenden Eleonore Rambow-Kirsche, Schriftführer Michael Schwerdtfeger und Schatzmeister Dennis Nothdurft, konnte 22 Teilnehmer auf dem Schießstand „Am Schweinsrücken“ begrüßen. In mehreren Disziplinen mit Büchse und Flinte zeigten die Schützen ihr Können.

Der Langert-Pokal ging in diesem Jahr an Achim Engel. Außerdem wurden von neun Mitgliedern die „Keiler-Nadel“ geschossen. Nach dem Schießen folgten dann noch der gemütliche Teil und die Siegerehrung

Neuer Vorstand im Hegering Seesen

Anläßlich der letzten Jahreshauptversammlung des Hegerings Seesen fanden Neuwahlen des Vorstandes statt mit den folgenden Ergebnissen:

 

1. Vorsitzender: Tim Böstge

2. Vorsitzende: Eleonore Rambow-Kirsche

Kassenwart: Dennis Nothdurft

Schriftführer:Michael Schwertfeger

 

Wilfried Faber bei seinem Jahresbericht
Hans-Ulrich Arnold, Obmann für Naturschutz und Öffentlichkeitsarbeit
Stellvertretende Landrätin Claudia Schmalz
Wilhelm Harenberg aus Rhüden wird für 65-jährige Mitgliedschaft geehrt
Ehrungen für 25 und 40 Jahre Mirgliedschaft

Jahreshauptversammlung der Jägerschaft Seesen e. V. 2014

Von Änderungen im Jagdgesetz, „Greening“ und schlauen Sauen

Seesen. Wie bereits in den Vorjahren eröffnete die Jagdhornbläsergruppe Goslar die diesjährige Mitgliederversammlung mit dem Signal „Begrüßung“. Der musikalischen Begrüßung folgte die Begrüßung von Gästen und Mitgliedern durch den Vorsitzenden Wilfried Faber. Dieser führte zügig durch die Tagesordnung. Die Regularien waren schnell abgehakt, so dass für die Berichte von Vorsitzendem und Obleuten ausreichend Zeit blieb.

Faber berichtete aus der aktuellen Vorstandsarbeit und zahlreichen Terminen mit Landesjägerschaft, benachbarten Jägerschaften, mit Behörden und Institutionen, in die die Jäger per Gesetz oder in beiderseitigem Interesse eingebunden sind.

Änderungen im Jagdrecht geplant

Er informierte über den Sachstand von geplanten Änderungen sowohl im Bundes- wie auch Landesjagdgesetz aufgrund neuer Rechtsvorschriften und Erkenntnisse. Dabei spielen z. B. die Wald–Wild–Problematik, Verwendung bleifreier Munition bei der Jagd und wachsende Herausforderungen bei Tier- und Naturschutz eine wichtige Rolle. Die Änderung des Landesjagdgesetzes hat die Landesregierung übrigens in der Koalitionsvereinbarung verankert.

Das frühere „Feld- und Forstordnungsgesetz“, seit Jahren durch andere Gesetze und Verordnungen ersetzt, ist nach bisherigen Erkenntnissen offensichtlich doch kein adäquater Ersatz. Ein „Naturzugangsgesetz“ soll nun also künftig die Rechte zur Nutzung von Wald und Landschaft für den Bürger eindeutig regeln. Dazu gehören übrigens auch Themen wie Mountainbiking und die Anleinpflicht von Hunden in der Brut- und Setzzeit.

„Greening

Unter diesem Begriff dürfte in der modernen Landwirtschaft künftig einiges neu geregelt werden, wie derzeitige Diskussionen in Berlin zeigen. Hierbei geht es u. a. um eine seitens der Landwirtschaft bei der Bodennutzung zu beachtende Vielfalt und „ökologische Vorrangflächen“. Eine solche Regelung ist aber noch lange nicht ausdiskutiert, wie Jürgen Hirschfeld als Vertreter des Landvolkes ergänzte. Für die Natur würde eine moderate Regelung über Ackerrand- und Blühstreifen sowie Stilllegungsflächen allerdings sicher einige Vorteile bringen.

Die Berichte der Obleute zeigten die Aktivitäten in den verschiedenen Bereichen der Jägerschaft auf. Dank des engagierten Schießobmanns A. Engel , der einige Mannschaften bei Schießwettbewerben erfolgreich führte, besteht wöchentlich ein Angebot zum Übungsschießen auf dem Schweinsrücken, ein großzügiges Angebot für alle Jäger.

Hunde-Obmann U. Ristau berichtete über einen erfolgreichen Hundeführer-Lehrgang für Begleit- und Jagdhunde mit 29 Teilnehmern sowie Zusatzprüfungen für spezialisierte Jagdhunde, die bei der Jagd unverzichtbar sind.

Im Rahmen der Aufgaben für Naturschutz und Öffentlichkeitsarbeit erfolgten durch H.-U. Arnold Stellungnahmen der Jägerschaft als anerkannter Naturschutzverband bei privaten und öffentlichen Bauvorhaben sowie Informationen  über die Vielfältigkeit der Natur bei Schulklassen und in Kindergärten.

Auffallend war im abgelaufenen Jahr, dass im hiesigen Raum ein verringertes Luchsvorkommen beobachtet wurde. Neben verändertem Nahrungsangebot und damit verbundener Abwanderung dürften auch einige Tiere der Räude zum Opfer gefallen sein, vermutet Luchsbeauftragter P. Hoffmann.

Gäste und Grußworte

Zur allgemeinen Freude von Vorstand und Mitgliedern war diesmal eine besonders hohe Zahl von Gästen der Einladung des Vorsitzenden gefolgt. Vertreter von Stadt und Landkreis sowie Naturschutzverbänden, Vizepräsident der Landesjägerschaft, Kreisjägermeister und Vorsitzende benachbarter Jägerschaften gaben dem Abend ebenso ein besonderes Gepräge wie die Vertreter von Fortsamt, Landvolk und Schießstand-Betreiberverein sowie die Landtagsabgeordneten Petra Emmerich-Kopatsch und Rudolf Götz.

Geradezu Balsam für die Ohren der Jäger waren die Grußworte von Claudia Schmalz, die als stellvertretende Landrätin Grüße von Landrat, Landkreis und Kreistag überbrachte. Naturschutz und Jagd verfolgen mit der Erhaltung der Natur gleiche Interessen und erfüllen damit eine für die Zukunft wichtige Gemeinschaftsaufgabe, so Claudia Schmalz. Jagd sei als Regulativ in der Natur unverzichtbar, wobei die Jäger der öffentlichen Hand so manche Aufgaben abnehmen, für die diese sonst Ersatz- und Finanzierungsmaßnahmen übernehmen müsste. Als Beispiel nannte sie das Bergen von Wild nach Verkehrsunfällen.

Stellvertretender Bürgermeister Jürgen Ebert überbrachte Grüße von Bürgermeister E. Homann, Verwaltung und Rat der Stadt Seesen und beklagte „seine“ zahlreichen Elstern im Garten, wohl wissend, dass die Lösung dieses Problems nicht allein in den Händen der Jäger liegt.

Ehrungen

Eine Ehrung besonderer Art gab es für Wilhelm Harenberg aus Rhüden – gleichzeitig Senior der Veranstaltung -, der für 65 jährige Mitgliedschaft geehrt wurde. Dabei wurden auch noch einmal seine Verdienste als Hegeringleiter und Vorsitzender der Jägerschaft besonders erwähnt.

Weitere Ehrungen für 40 jährige Mitgliedschaft erfuhren Hans-Ulrich Balzer, Detlef Kentler, Klaus Klingbeil, Raimund Müller, Herbert Wagenschieber und Gerhard Weber sowie für 25jährige Mitgliedschaft Hans-Ulrich Arnold, Hilmar v. Petersdorff, Jens Lorey und Stefan Willers.  

Neuer Aufnahmeantrag

Auf Grund der Umstellung auf das SEPA-Lastschriftverfahren gibt es auch für unsere Jägerschaft einen neuen Aufnahmeantrag. Bitte benutzen Sie für eine Neuaufnahme nur noch diesen neuen Antrag.

Link zum Aufnahmeantrag

Der restaurierte „Langert-Pokal“ geht dieses Jahr an Gerhard Glatz.

Hegering Seesen führt traditionelles Schießen auf dem Schießstand am Schweinsrücken durch – restaurierter „Langert-Pokal“ geht an Gerhard Glatz

Bei schönem Wetter – in diesem Jahr sogar mit Sonnenschein - konnte Hegeringleiter Marc Zimmermann zahlreiche Mitglieder, sowie einige Gäste begrüßen, die der Einladung zum traditionellen Hegeringschießen gefolgt waren.

 In diesem Jahr galt es wieder verschiedene Schießdisziplinen zu meistern: Nach den Regeln der Waidgerechtigkeit waren je 5 Schuss auf die Fuchs- und Bockscheibe abzugeben und von 100 möglichen Ringen mindestens 60 zu erreichen.

Außerdem bestand die Möglichkeit auf die Scheibe des laufenden Keilers zu schießen und so den bewegten Schuss zu üben. Hiervon wurde rege Gebrauch gemacht, so dass auch etliche Mitglieder die Voraussetzung zum Erwerb der von der Landesjägerschaft Niedersachsen im vergangenen Jahr eingeführten „Keilernadel“ erfüllten.

Auf dem Flintenstand mussten von 15 möglichen Treffern mindestens 6 Treffer erzielt werden, um im Gesamtergebnis Büchse/Flinte die Jahresschießnadel 2013 zu erlangen. Die Disziplinen wurden von den Mitgliedern oft weit übertroffen.

Natürlich wurde auch in diesem Jahr wieder der begehrte „Langert-Pokal“ ausgeschossen. Dieser Wanderpokal – eine Hirschbronze - wird bereits seit 1991 beim jährlich stattfindenden Hegeringschießen unter den Mitgliedern vergeben.
Da der „Langert-Pokal“ zwischenzeitlich ein wenig in die Jahre gekommen war, wurde er vor kurzem mit einem neuen Holzsockel versehen. An dem Holzsockel sind Metallplättchen angebracht, auf denen die Namen der glücklichen und erfolgreichen Schützen mit der entsprechenden Jahreszahl eingraviert worden. Durch diese Erneuerung besteht nun noch für viele Jahre die Möglichkeit den „Langert-Pokal“ weiterhin als begehrten Wanderpokal für die Mitglieder zu erhalten und zu nutzen.

Als es dann um den „Langert-Pokal“ ging, folgten alle anwesenden Mitglieder dem Aufruf des Hegeringschießobmanns, Wolfgang Ottmers, und gaben jeweils einen Schuss stehend angestrichen auf eine 100m entfernte Scheibe, mit einem teilverdeckten Stück Schwarzwild, ab. Mit seinem maßvollen Schuss konnte sich in diesem Jahr Gerhard Glatz durchsetzen. Er darf nun für ein Jahr den erneuerte „Langert-Pokal“ sein eigen nennen.

Nach der Auswertung der Schießergebnisse konnte erfreulicherweise festgestellt werden, dass alle anwesenden Hegeringmitglieder die Bedingungen für die Jahresschießnadel erfüllt hatten. Daher wurde allen die Jahresschießnadel 2013 zu teil.

Abschließend wurde an der Schießstandhütte noch gemeinsam gegrillt. Hierbei wurden dann in gemütlicher Runde noch diverse Gespräche rund um das Schießen und die Jagd geführt.

Der Vorsitzende bei seinem Bericht
Die Geehrten
Jagdhornbläsergruppe Goslar

Jahreshauptversammlung der Jägerschaft 2013

Jahresberichte, Ehrungen und Vortrag

Mit dem Hornsignal „Begrüßung“ der Jagdhornbläsergruppe Goslar unter Leitung von Matthias Knorr begann traditionell auch die diesjährige Jahreshauptversammlung der Seesener Jägerschaft im Hotel Wilhelmsbad. Der musikalischen Begrüßung folgte die verbale durch den Vorsitzenden Wilfried Faber. Sie galt neben den Mitgliedern zahlreichen Gästen wie dem ersten stellvertretenden Bürgermeister Jürgen Ebert, dem Kreisjägermeister Günther Heuer-Brockmann und dessen Vorgänger sowie den Vertretern der Unteren Jagdbehörde, der benachbarten Jägerschaften, des Schießstand-Betreibervereins sowie von Landvolk und NABU. Die große Zahl der Gäste wertete Faber als positives Signal für das Interesse an der Arbeit der Jägerschaft.

Die bei einer Mitgliederversammlung erforderlichen Regularien waren schnell abgearbeitet, zumal Nachfragen und Diskussionen ausblieben. In seinem Bericht führte Faber dann das aus, was Vorstand und Mitglieder im abgelaufenen Jahr besonders bewegt hat.

Mit Genugtuung haben die Jäger registriert, dass der neue Landwirtschafts- und Umweltminister grundlegende Änderungen im geltenden niedersächsischen Jagdrecht zunächst nicht plant. Auf Anregung der Landesjägerschaft wird derzeit ein Positionspapier zu dem Thema „Unsere Zukunft – ländlicher Raum“ erarbeitet.  Beteiligt sind insgesamt 15 Verbände, deren Mitglieder sich aus Imkern, Jägern, Fischern, Grund- und Waldbesitzern sowie solchen Gruppen zusammensetzt, die das Ziel einer nachhaltigen Nutzung der natürlichen Ressourcen in Niedersachsen eint.

Die Umsetzung eines Urteils der europäischen Menschenrechtskonvention zu einem Ruhen der Jagd auf bestimmten Flächen beschäftigt derzeit die Landesbehörden und dürfte bis zu einer Umsetzung noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Keine Probleme dagegen bereitet die Jägerprüfung, für die eine Prüfungsordnung besteht. Voraussichtlich 29 Prüflinge werden sich im laufenden Jahr der vom Landkreis berufenen Prüfungskommission stellen.

Der BUND ist auf die Jägerschaften zugekommen und sucht Verbündete bei der Schaffung von Grünbrückenvernetzungen. Das ist erfreulich, verfolgen doch Jägerschaften und Naturschutzverbände überwiegend die gleichen Ziele, wenn auch auf unterschiedlichen Wegen.

Der Streckenbericht des abgelaufenen Jagdjahres verzeichnet bei Schwarzwild eine Steigerung der Abschußzahl im Vergleich zum Vorjahr auf fast 300%, bei Rotwild auf 125% und bei Muffelwild ebenfalls auf fast 300%. Hier ist allerdings zu berücksichtigen, dass das Muffelwild in den Streckenmeldungen der vergangenen Jahre kaum noch auftauchte.. Der Rehwildabschuß stieg auf 105%, das andere Niederwild spielt keine Rolle. Abschließend bedankte sich der Vorsitzende bei den Mitgliedern seines Vorstandes und den Obleuten für die erfolgreiche Mitarbeit.

Ulf Ristau als Obmann für das Hundewesen in der Jägerschaft Goslar, der in Personalunion auch für die Jägerschaft Seesen zuständig ist, konnte von einem erfolgreichen Hundeführerlehrgang mit 43 Teilnehmern berichten, an dem sowohl Begleit- als auch Jagdhunde teilnahmen. Insgesamt 10 Hunde legten außerdem die Schweiß- bzw. Brauchbarkeits- oder Stöberprüfung ab.

Eine große Aktivität hat wieder Achim Engel als Schießobmann entwickelt. Regelmäßiges Übungsschießen auf dem Schießstand am Schweinsrücken war die Grundlage für zahlreiche Erfolge bei Meisterschaften auf Landes-, Bezirks- und Kreisebene sowie bei jagdlichen Vergleichsschießen. Hervorgetan haben sich hier besonders Wolfgang Block und Achim Engel.

Mit einem Besuchen des Infomobils in der Grundschule Astfeld und im Kindergarten am Kurpark weckte der Obmann für Naturschutz und Öffentlichkeitsarbeit Hans-Ulrich Arnold das Interesse der Kleinen und Kleinsten für die Natur und vertiefte vorhandene Kenntnisse. Die seit einigen Jahren bestehende Partnerschaft zwischen Jägerschaft und Kindergarten am Kurpark mit regelmäßigen „Exkursionen“ in Kurpark und Wald bleibt für beide Seiten spannend und wird fortgesetzt.

Natürlich standen auch wieder Ehrungen auf dem Programm. Für langjährige Mitgliedschaften wurden mit einer Urkunde geehrt Andreas Bock, Karl-Otto Hoffmeister und Jörg Sperling (25 J.), Werner Dürkopp, Dr. Herbert Dähler, Hermann Probst und Dr. Hans-Georg Tracht (40 J.), Wilhelm Warnecke und Lothar Röbbel (50 J.) sowie Walter Wassermeyer für eine 70 jährige (!) Mitgliedschaft.

 

Ulf Ristau (Obmann für das Hundewesen)

Thema des Abends: Nachsuchen auf Schalenwild

Jährlich werden in der Bundesrepublik 25 – 30.000 to Wildfleisch mit einem Marktwert von knapp 200 Millionen Euro nachhaltig erwirtschaftet. Diese Fleischmenge entspricht 360.000 Schweinen oder 70.000 Rindern und deckt statistisch den Jahresfleischbedarf bei uns für 300.000 Menschen.
Das meiste erlegte Wild „hört den Knall nicht mehr“. Das ist tatsächlich so, da das Geschoß sich schneller bewegt als der Schußschall. Das meiste Wild verendet an der Stelle, wo es beschossen wird oder nach kurzer Flucht. Es gerät also gar nicht in Stresssituationen verschiedenster Art wie die zigtausend Schlachttiere, die per LKW quer durch Europa unterwegs sind.
Trotz aller Vorsicht bei Abgabe eines Schusses, trotz genauen Zielens und regelmäßiger Teilnahme an Übungsschießen gelingt es nicht immer, das Wild sofort tödlich zu treffen. Eine „Nachsuche“ wird erforderlich, eine Pflicht, die dem Jäger nicht nur aus ethischen Gründen vorgegeben ist, sondern auch im Jagd- und Tierschutzgesetz.
Um eine Nachsuche für das beschossene Wild und das Nachsuchengespann möglichst schnell und erfolgreich zu Ende zu bringen, gibt es feste Regeln, die der Jäger in der Jägerprüfung lernt und dann im  praktischen Jagdbetrieb zu beherzigen hat. Wichtigstes Element ist der brauchbare Hund, der mit seiner feinen Nase die „Wundfährte“ arbeitet und sich auch durch kreuzende Fährten gesunden Wildes nicht ablenken lässt. Ebenso wichtig ist der Hundeführer, der mit menschlichem Verstand und besonderer Erfahrung den Hund ergänzt und Führer und Hund zu einem echten Gespann werden lässt.
In einem packenden, von Engagement und Erfahrung getragenen Vortrag hatte Ulf Ristau, Obmann für das Hundewesen bei der Jägerschaft Goslar und Schweißhundführer,  für die Besucher der Jahreshauptversammlung die Verhaltensregeln für einen Jäger noch einmal zusammengetragen, wenn ein Stück Wild nach dem Schuß in unübersichtlichem Gelände oder einer Dickung außer Sicht gerät und vom Schützen allein nicht verfolgt werden kann. Viel Grundwissen aus der Jägerprüfung und eigene Erfahrungswerte tauchten da im Verlaufe des Vortrages bei den Zuhörern wieder auf.
Ulf Ristau brachte die Verhaltensregeln für den Jäger vor dem Schuß (Vorsicht, Vorsicht, Vorsicht !) und nach dem Schuß (Ruhe bewahren, Anschuß markieren, Hundeführer holen) kompakt und übersichtlich. Daß Vieles den Anwesenden geläufig war, machte den Abend nicht weniger spannend. Denn „Wissen ist auch Wiedererinnern“.
Zusatz für die Nichtjäger unter den Lesern: Der Nachsuchen-Ethos deutscher Jäger wird übrigens in vielen anderen Ländern zugleich bewundert und auch belächelt. Man kennt dort Nachsuchen einfach nicht und hält sie offenbar für überflüssig und lästig.

Neues Nachsuchengespann in der Jägerschaft Seesen

Unser Mitglied Natascha Trübenbach hat mit ihrem Hannoverschen Schweißhund, Max vom Idarwald, am 28.07.2012, die Schweißprüfung -1000m Fährtenschuh- bestanden.

Herzlichen Glückwunsch!

Frau Trübenbach stellt sich mit ihrem Hund für Nachsuchen zur Verfügung.

Die Kontaktinformationen unserer Nachsuchengespanne finden Sie hier.

Jahreshauptversammlung der Jägerschaft 2012

Schwarzwildbestand rückläufig, Wolf wird wohl kommen

Hörnerklang der musikalisch starken Jagdhornbläsergruppe Goslar unter Leitung von Hubertus Knorr ertönte zu Beginn der Jahreshaupt- Versammlung der Jägerschaft Seesen im Hotel Wilhelmsbad. Damit wurden gleichermaßen Mitglieder und Gäste begrüßt, wie z. B. der neu bestellte Kreisjägermeister Günther Heuer-Brockmann sowie die Repräsentanten von Landkreis, benachbarten Jägerschaften, Schießstand-Betreiberverein, Landvolk und Fostamt Seesen.

Nach der Begrüßung führte der 1. Vorsitzende der Jägerschaft, Wilfried Faber, zügig durch die Tagesordnung. Da sich Einsprüche und Diskussionsbedarf nicht ergaben, konnten die bei einer JHV notwendigen Regularien schnell erledigt werden.

In seinem Tätigkeitsbericht über das abgelaufene Jahr griff W. Faber noch einmal wichtige Themen auf, die örtliche Jägerschaft und Landesjägerschaft im vergangenen Jahr besonders bewegt haben. Hierzu gehörten neben der laufenden Diskussion über Jagd- und Waffensteuer auch Bereiche wie das Zusammenspiel Wald und Wild sowie die Verwendung spezieller Munition bei der Jagd.

Wildbestand und Strecken

Die Jahresstrecke bei Schwarzwild hat sich mit fast 400 erlegten Stücken nahezu halbiert. Das gilt übrigens auch für den gesamten Landkreis Goslar. Die Gründe dafür liegen einmal in den besonderen Witterungsverhältnissen des Winters 2010/2011, denen viele Frischlinge zum Opfer fielen, und auch in der Tatsache, dass die Strecken im gesamten Landkreis in den letzten Jahren im Landesvergleich extrem hoch lagen. Eine intensive Bejagung hat sich offensichtlich ausgezahlt.

Sehr unterschiedlich sind die Streckenergebnisse bei Reh- und Muffelwild. Während in den Gebieten mit regelmäßigem Luchsvorkommen der Rehwildbestand stark zurückgegangen ist, gab es in den anderen Revieren normale Abschußergebnisse. Beim Muffelwild ist in bestimmten Bereichen ein  Totalverlust zu verzeichnen, wofür allerdings der Luchs nicht die alleinige Ursache sein kann. Hier ist also weitere Ursachenforschung vonnöten.

Wildunfälle

Die Zahl der polizeilich gemeldeten Wildunfälle ist stark zurückgegangen. Hier hat sich offenbar das gemeinsame Engagement von Jägerschaft, Polizei und Landesverkehrsamt positiv ausgewirkt. Die an besonders gefährdeten Straßenabschnitten installierten Wildwarnreflektoren und Duftzäune zeigen gute Wirkung.

Wolf

Als anerkannter Naturschutzverband ist die Landesjägerschaft Niedersachsen in einer Kooperationsvereinbarung vom Nieders. Umweltministerium mit dem Wolfsmanagement beauftragt. Bei einer eigens für diese Aufgabe eingestellten Diplom-Biologin laufen alle Wolfsmeldungen aus Niedersachsen zusammen, die an das Nds. Landesamt für Naturschutz und EU weitergegeben werden. 14 definitive Wolfsnachweise wurden in Niedersachsen im vergangenen Jahr gemeldet. Es handelte sich  bei diesen Meldungen jeweils um Einzelexemplare. Es ist jedoch davon auszugehen, dass in absehbarer Zeit auch in Niedersachsen mit Wolfsnachwuchs zu rechnen sein wird.

Im September wird die Jägerschaft Seesen zu diesem Thema einen öffentlichen Informationsabend veranstalten.

Berichte der Obleute

Nach Umbau und Reparatur de Schießstandes und dank des persönlichen Einsatzes des Schießobmannes erlebt das jagdliche Schießen derzeit eine neue Blüte. Bei mehreren Vergleichsschießen und Meisterschaften wurden Titel und Preise errungen, eine positive Auswirkung zugleich auch für die Jagd, da das Wild bei einem „sauberen“ Schuß sofort verendet.

Die Hundeführerlehrgänge mit einer Gesamtdauer von 29 Tagen umfassen die Ausbildung von Begleithunden und Jagdhunden, und hier als Gebrauchshund allgemein  oder spezialisiert als Stöber- oder Schweißhund. In dem gerade beginnenden Lehrgang sind noch einige Plätze frei.

Eine wichtige und dankbare Aufgabe ist auch, Kinder und Jugendliche mit der Vielfalt und Bedeutung von Natur und Umwelt vertraut zu machen. Ein wertvolles Hilfsmittel ist dabei das mit zahlreichen Exponaten ausgestattete Info-Mobil. Hier wird im wahrsten Sinne des Wortes so Manches anschaulich. Regelmäßig betreut werden von der Jägerschaft 2 Waldgruppen des Kindergartens am Kurpark sowie nach Absprache Schulklassen.

Ehrungen

Zahlreiche Mitglieder konnten durch den Vorsitzenden W. Faber für langjährige Mitgliedschaft geehrt werden. Für 25j Mitgliedschaft erhielten Klaus Hans und Detlef Immenroth, für 40j. Mitgliedschaft Otto Boog, Norbert Ehrhardt und Gerd Lührig jeweils eine Urkunde. Auf eine bereits 50j. Mitgliedschaft konnten Engelhard Crome und Dr. Karl-Heinz Voß zurückblicken und auf eine 60j. Mitgliedschaft August Lawes und Peter von Petersdorff-Campen.

Eine besondere Ehrung mit einem Präsent erfuhr Hubertus Knorr, der nach 18 Jahren sein Amt als Kreisjägermeister abgegeben hat.

Bitte beachten Sie auch unseren Bericht über die Wanderbewegeungen des Luchses.

 

 

Neuer Vorstand im Hegering Langesheim

Die Vorstandswahlen anläßlich der JHV am 16.3.2012 ergaben folgendes Ergebnis:
Hegeringleiter Frank Schmidt, stellv. Hegeringleiter Peter Hoffmann, Schriftführer und Kassenwart Michael Schneider, Schießobmann Axel Voges.

Fälle von Aujeszkyscher Krankheit (AK) bei Wildschweinen

Mitteilung des Landkreises Goslar,

Fachbereich Verbraucherschutz & Veterinärwesen
für den Landkreis Goslar und die Stadt Salzgitter

 

Sehr geehrter Herr Hesse, 
sehr geehrter Herr Faber,

nachdem bereits in benachbarten Bundesländern  Fälle von Aujeszkyscher Krankheit bei Wildschweinen festgestellt wurden, sind Ende 2011 auch in der Schwarzwildpopulation des Oderwaldes, LK Wolfenbüttel, und im Stadtgebiet Salzgitter erste Nachweise von AK bei Wildschweinen bestätigt worden.

Besondere seuchenhygienische Maßnahmen sind nicht vorgesehen, allerdings ist dort wie in den angrenzenden Landkreisen eine Intensivierung des Untersuchungsmonitoring geplant. Vom Nds. Landwirtschaftsministerium ist jetzt vorgegeben worden, dass im Jahr 2012 im Kreisgebiet Goslar und im Stadtgebiet Salzgitter insgesamt rund 200 Blutproben im Rahmen der Blutuntersuchung auf Klassische Schweinepest zu entnehmen sind. Blutentnahmeröhrchen stehen bei mir zu Abholung bereit und können z.B. bei der Übergabe von Trichinenproben entgegen genommen werden.

Das beigefügte Informationsblatt zu AK soll alle Jägerinnen und Jäger informieren, auch hinsichtlich der Gefahren für an Schwarzwild jagenden Hunden. Es sollen ferner insbesondere Schweinehalter, die auch Jäger sind, zu besonderer Vorsicht und Einhaltung strenger Hygienemaßnahmen aufgefordert werden. Ein AK-Ausbruch bei Hausschweinen würde nicht nur den Verlust des AK-freien Status bedeuten, sondern auch erhebliche wirtschaftliche Folgen nach sich ziehen.

Die örtlichen Jäger werden um Mithilfe gebeten.

Ein aktuelles Merkblatt zum Tollwut-Monitoring ist ebenfalls zur Kenntnisnahme beigefügt.

Mit freundlichen Grüßen

Im Auftrag

Wolfgang Goslar

Hundeausbildung; neuer Kurs ab Ende März

Ansprechpartner ist unser Hundeobmann Ulf Ristau

Tel.: 0171 5017849 oder 05324 798401

Einweihung "elektronische Anzeige" beim laufenden Keiler

Nun ist es endlich soweit, die Umbauten am "laufenden Keiler" auf unserem Schießstand Schweinsrücken sind beendet. Am Fr., 18.11.2011, 17.30 Uhr, hat der Vorsitzende des Betreibervereins, Wilfried Mallok, im Beisein von Vertretern der beteiligten Jägerschaften die umgebaute Anlage eingeweiht. Wir freuen uns, daß die modernisierte Anlage jetzt mit elektronischer Anzeige gut funktioniert und allen Schießwilligen wieder zur Verfügung steht. Bleibt zu hoffen, daß viele Jagdschützen die modernisierte Anlage nutzen. Die Anwesenden konnten sich von der Funktionalität der Anlage beim anschließenden Probeschießen gleich selbst ein Bild machen.

Jahresrückblick der Jägerschaft Seesen 2011

 

- Vorstand im Amt bestätigt/ Strecke bei Wildschweinen um 50% erhöht -

Hörnerklang der starken Jagdhornbläsergruppe der Jägerschaft Goslar unter Leitung von Werner Miehe begrüßte Mitglieder und Gäste der Jägerschaft Seesen zur diesjährigen Jahreshauptversammlung und umrahmte auch deren weiteren Verlauf. Bei quantitativ mäßiger Beteiligung der Mitglieder konnte der Vorsitzende Wilfried Faber als Gäste zahlreiche Repräsentanten von Politik, Landkreis, Stadt, benachbarten Jägerschaften, Betreiberverein des Schießstandes und Landvolk begrüßen.

Jungjäger Kompaktkurs ab 02.03.2012

Anmeldungen bei Silke Dollinger, Jägerschaft Goslar

Tel.: 05328/911610

Wilfried Faber

Mit zahlreichen Neuwahlen, Aufarbeitung der Schwerpunktthemen des vergangenen Jahres und Ausblick auf zukünftige Aufgaben galt es, an diesem Abend ein umfangreiches Programm zu bewältigen. Und so kam der Vorsitzende auch schnell zu den Hauptthemen.

Schwarzwildbestand: Während sich die Abschusszahlen bei den anderen Wildarten im Rahmen normaler Schwankungen bewegen, konnte der Abschuss beim Schwarzwild um 50% erhöht werden. Insgesamt 830 Schwarzkittel ( im Vorjahr 552 ) konnten die Jäger erlegen. Diese Zahlen spiegeln nicht nur einen leicht erhöhten Wildstand wider, sondern sind auch Beleg für das intensive und erfolgreiche Bemühen der Jäger um eine Regulierung.

Dass hierzu immer wieder neue Ideen und Methoden notwendig sind, um das sehr lernfähige Wild zu „überlisten“, zeigte der Vizepräsident der Landesjägerschaft Ulrich Graf Hardenberg in einem Kurzreferat auf. Die Landesjägerschaft ist hier bemüht, über zahlreiche Modellversuche und guten Informationsfluss die Basis tatkräftig zu unterstützen.

Als problematisch erwiesen sich im abgelaufenen Jahr die EU-Neuregelungen hinsichtlich der Trichinenuntersuchung. Während sich die meisten Jäger durch verbandsinterne Fortbildung für die Fleischprobennahme an erlegten Stücken „zertifizieren“ konnten – die Alternative ist ein Veterinär - , ist die folgende Untersuchung der gezogenen Proben nur noch in akkreditierten Laboren zulässig. Für die Jägerschaft Seesen ist ein Labor in Halberstadt zuständig, da der Landkreis Goslar aus Kostengründen auf ein eigenes verzichtet. So gelangt jede Probe in eine rArt Staffette nach Halberstadt. Nach Übermittlung des Untersuchungsergebnisses kann das erlegte Stück dann hier vermarktet werden.

Wildunfälle: Im abgelaufenen Jahr ereigneten sich im Landkreis Goslar 560 Wildunfälle. Die tatsächliche Zahl dürfte erheblich höher liegen, da aus verschiedenen Gründen nicht alle Unfälle gemeldet werden. Neben volkswirtschaftlichen Verlusten durch Sachschaden schlagen hier auch immer persönliches Leid und Kummer zu Buche, wenn Personen verletzt werden. Für den Jäger bringt die Bergung von Fallwild neben Zeitaufwand zusätzlich noch eine persönliche Gefährdung.

Die Jäger appellieren daher auch in diesem Zusammenhang, die Beschilderung „Wildwechsel“ ernst zu nehmen und in unübersichtlichen Straßenabschnitten zurückhaltend zu fahren. Dies gilt insbesondere zu Zeiten der Dämmerung und im Frühjahr, wenn sich das Jungwild des Vorjahres neue Reviere und Einstände suchen muss.

Erfolgsgeschichte Schießstand: Der im Vorjahr von den Jägerschaften Seesen, Gandersheim und Salzgitter im Rahmen einer Betreibergemeinschaft übernommene Schießstand am Schweinsrücken hat sich sehr bewährt. Dank eines sehr rührigen Schießobmanns gibt es einen regelmäßigen und intensiven Übungsbetrieb und erfolgreiche Beteiligungen bei Vergleichsschießen auf Bezirks- und Landesebene. Die Jäger erhalten Gelegenheit, sich im sicheren Umgang mit der Waffe zu stärken, um das Wild dann durch einen sauberen Schuss zur Strecke zu bringen.

Luchsbestand: Der Luchs hat sich nicht nur im Harz, sondern auch im Raum Seesen fest installiert. Bei einem Luchsbeauftragten der Jägerschaft laufen alle Meldungen über Sichtungen, Fährten und Risse auf, die dann auch an den Nationalpark weitergegeben werden. Nach den Informationen der vergangenen Jahre ist der Luchs auch hier fester Bestandteil der freien Wildbahn.

Jugend und Natur: Mit Erfolg pflegt die Jägerschaft Seesen seit Jahren regelmäßig Kontakte zu Schulen und Kindergärten, um auch der nächsten Generation die Komplexität und Schönheit der Natur nahe zu bringen. Diese Aufgabe ist nicht nur wichtig, wie sich immer wieder zeigt, sondern auch dankbar, für beide Seiten.

Neuwahlen: Nach Ablauf der Wahlperiode galt es, für die nächsten 4 Jahre einen neuen Vorstand zu wählen. Da sich der Vorstand einer Wiederwahl stellte und die anwesenden Mitglieder offenbar mit der bisher geleisteten Arbeit zufrieden waren, konnte die Wahl schnell abgewickelt werden. Danach wurden Wilfried Faber als 1.Vorsitzender, Wolfgang Franz als 2. Vorsitzender, Uwe Peya als Schriftführer und Thomas Pohl als Schatzmeister einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.

Neu zu wählen war für eine Periode von 5 Jahren auch der Kreisjägermeister, der von den Jägerschaften Seesen und Goslar gemeinsam gewählt wird. Zwei Bewerber standen zur Wahl. Die Mehrheit der Stimmen in beiden Jägerschaften entfiel auf Günther Heuer-Brockmann aus Wöltingerode, der nun dem Kreistag vorgeschlagen wird und von diesem zu bestätigen ist.

Ebenso der Bestätigung des Kreistages bedarf die Wiederwahl von Wilfried Faber als stellvertretendem Kreisjägermeister und Vertreter der Jäger im Jagdbeirat.

Gäste

Grußworte, Würdigung der ehrenamtlichen Tätigkeit

Grüße des Präsidiums der Landesjägerschaft und gute Wünsche für eine erfolgreiche Arbeit überbrachte Vizepräsident Ulrich Graf Hardenberg.

In weiteren Grußworten würdigten Norbert Stephan als Vertreter des Bürgermeisters und zugleich für den Landkreis Goslar sowie MdL Rudolf Götz die „hervorragende Arbeit“ der Jäger für Hege und Naturschutz. Mit ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit leisten sie einen erheblichen Beitrag zu Erhaltung und Gestaltung der Natur. Beide Redner bedankten sich für die geleistete Arbeit und wünschten dem neuen Vorstand weiterhin eine glückliche Hand bei der Arbeit zur Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen.

Wichtig war für die Anwesenden in diesem Zusammenhang auch die Aussage von MdL Götz, dass Änderungen im niedersächsischen Jagdrecht in absehbarer Zeit nicht zu erwarten sind. Damit hat Bewährtes weiter Bestand.

Ehrungen

Ehrungen: Für 40jährige Mitgliedschaft in der Jägerschaft wurden geehrt Gustav Bokelmann, Wolfgang Meiburg, Wolfgang Franz und Wilhelm Körber (nicht im Bild). Die Verdienstnadel der Landesjägerschaft in Bronze erhielten für besonderen Einsatz in der Jägerschaft Seesen Hans-Ulrich Arnold und Michaela Ihme (nicht im Bild).

Traditionelle Fuchswoche

Hegering Rhüden - Mechtshausen  - Bilderlahe

In der Woche vom 14.02. – 19.02.2011 wurde nach einem Jahr Pause die traditionelle Fuchswoche durchgeführt.

In dieser Zeit soll­ten alle, die es ermöglichen konnten, auf Füchse ansitzen. Dazu wurden natürlich auch Jungjäger mit eingeladen. Am Freitag und Samstag haben einige Revierinhaber erfolgreiche Baujagden durchgeführt.

Der gemeinsame Abschluss fand mit Strecke Legen und Verblasen am 19.02.2011 gegen 13.00 Uhr in der Jagd- und Forsthütte Mechtshausen statt.

Insgesamt kamen 10 Füchse zur Strecke.

Jäger in Seesen sind auf Rettungsmission

Wildtierverluste bei der Frühjahrsernte vermeiden

In der nächsten Zeit fallen zwei Termine zusammen, die in ihrer Kombination für das heimische Wild hohes Konfliktpotenzial in sich bergen: Wenn in der nächsten Zeit die Frühjahrsernte beginnt, gleicht die Natur einer einzigen Kinderstube – viele heimische Wildtiere haben jetzt Nachwuchs und der hat bei den hochtechnisierten Mähmethoden häufig keine Chance. Höchste Zeit für Landwirte und Jäger Erntetermine und Wildrettungsaktionen abzustimmen. Darauf weist heute die Jägerschaft  Seesen hin.

„Vielerorts arbeiten Jäger und Landwirte in Sachen Wildtierrettung bereits erfolgreich zusammen – dieser angewandte Naturschutz rettet jedes Jahr sehr vielen Tieren das Leben“, so Wilfried Faber, Vorsitzender der Jägerschaft Seesen. Ob Junghase, Rehkitz oder Wiesenbrüternachwuchs, das Kernproblem ist die instinkthafte Reaktion, sich bei Gefahr an den Boden zu drücken und sich auf die Tarnung zu verlassen. „Dieses Prinzip funktioniert als Schutz gegen Fressfeinde, beim annahenden Kreiselmäher endet es aber leider allzu häufig fatal“, so Faber weiter.

Um möglichst viele Wildtiere vor dem Mähtod zu bewahren, werden die örtlichen Jäger mit einer Reihe von Präventionsmaßnahmen aktiv: Am Vortag des Erntetermins werden die Wiesen abgesucht und Mülltüten, Radios oder flackernde Blinklichter auf den Wiesen hinterlassen. Diese Vergrämungsmaßnahmen sollen bewirken, dass die Elterntiere ihre Jungen aus den Wiesen führen.

Auch die Landwirte können ihren Beitrag leisten. Angesichts der hochtechnisierten Mähverfahren, mit Mähbreiten von 10 Metern und mehr und einer Mähgeschwindigkeit von bis zu 20 Kilometer pro Stunde ist das Mähverfahren von großer Bedeutung: „Von innen nach außen mähen bedeutet keinen zeitlichen Mehraufwand, bieten den Tieren aber Fluchtmöglichkeiten, so dass sie sich noch rechtzeitig aus der Gefahrenzone retten können“, so Faber.

 

 

- Jahresrückblick der Jägerschaft Seesen -

„Jäger sind wichtig für das Gleichgewicht in der Natur“

Hörnerklang einer starken Jagdhornbläsergruppe von der Jägerschaft Goslar unter der Leitung von Kreisjägermeister Hubertus Knoll umrahmte akustisch die  Jahreshauptversammlung der Seesener Jäger im Hotel Wilhelmsbad. Dazu konnte der Vorsitzende Wilfried Faber neben einer großen Zahl von Mitgliedern auch zahlreiche Gäste begrüßen. Neben den Repräsentanten von Landkreis und Stadt waren die benachbarten Jägerschaften und das Forstamt ebenso vertreten wie der Betreiberverein des Schießstandes , das Landvolk und benachbarte Naturschutzverbände.

 Die in einer Generalversammlung vorgegebenen Tagesordnungspunkte wie Genehmigung des Protokolls der letzten Versammlung, Kassenbericht und Entlastung des Vorstandes waren rasch abgearbeitet, so dass der Schwerpunkt des Abends voll den Themen gewidmet werden konnten, die das vergangene Jagdjahr geprägt haben bzw. für die Zukunft wichtig sind.

Jagdliches Übungsschießen gesichert

Eine wichtige Entscheidung des vergangenen Jahres war der Kauf der Restflächen des Schießstandes am Schweinsrücken von der Forstverwaltung. Damit konnte der Schießbetrieb von bisher gepachteten auf eigene Flächen verlagert werden. Das Gelände wurde von den Jägerschaften Seesen, Bad Gandersheim und Salzgitter gemeinsam erworben und wird nunmehr von einem Betreiberverein als Vertreter dieser Jägerschaften gestaltet und verwaltet. Damit ist im hieigen Raum auch weiterhin ein geregelter Betrieb für ein für jede Jägerschaft unverzichtbares  jagdliches Übungsschießen gewährleistet.

 Wildtiererfassung und Monitoring

Seit nunmehr 19 Jahren führt die Landesjägerschaft Niedersachsen eine sog. Wildtiererfassung durch, an der sich landesweit die örtlichen Jäger beteiligen. Hieraus haben sich für Jäger, Naturschützer und Biologen gleichermaßen wichtige Erkenntnisse hinsichtlich der Entwicklung von Wildtierbeständen ergeben. Eine derartig umfangreiche und aussagekräftige Erhebung wäre ohne ehrenamtliches Engagement – in diesem Fall der Jäger vor Ort – auch finanziell nicht machbar. Daher soll sie unbedingt fortgesetzt werden.

Wichtig sind die Jäger auch beim Monitoring für die den Menschen gefährdenden Wildkrankheiten, da sie den für eine Untersuchung durchführenden staatlichen Stellen die benötigten Wildkörper zuführen. Das betrifft im Bereich der Jägerschaft Seesen natürlich die Tollwut (vornehmlich über Fuchs), BSE (über Rotwild), die Blauzungenkrankheit (über Muffelwild) und Schweinepest sowie Trichinen (über Schwarzwild). Bis auf einige Trichinenfälle in einem benachbarten Landkreis haben sich im hiesigen Bereich glücklicherweise keine positiven Befunde ergeben.

Schwarzwildbestand und Wildunfälle

Die Schwarzwildstrecke im Bereich der Jägerschaft Seesen war im abgelaufenen Jahr mit 552 Exemplaren (Vorjahr 748) rückläufig, obwohl landesweit mit fast 60.000 Stück ein Rekordergebnis zu verzeichnen war. Offensichtlich hat sich vor Ort die starke und konsequente Bejagung auch in den Vorjahren positiv ausgewirkt. Ungeachtet dessen ist Entwarnung noch nicht angesagt, da das Schwarzwild sehr schnell auf sich ändernde Lebensbedingungen wie z. B. eine Buchen- oder Eichelmast reagiert. Daran wird auch die Tatsache nichts ändern, dass der harte und lange Winter einen Teil der früh gefrischten Tiere aus dem Bestand entnommen hat. Im Übrigen arbeiten Landesjägerschaft und Institut für Wildtierforschung an der Tierärztlichen Hochschule Hannover gemeinsam weiter intensiv daran, die Zusammenhänge schwankender Populationen beim Schwarzwild zu klären und effektive Bejagungsmodelle zu entwerfen.

Insgesamt 145 Wildunfälle wurden im vergangenen Jagdjahr im Bereich der Jägerschaft Seesen polizeilich gemeldet. Das ist eine sehr hohe Zahl, bedenkt man, dass aus verschiedenen Gründen nicht alle derartigen Kollisionen angezeigt werden. Die Unfälle zeigen aber auch, dass der Autofahrer fast immer und überall in der freien Landschaft mit Wildtieren rechnen muß. Dies gilt vor allem dort, wo zusätzliche Warnschilder auf Wild hinweisen. Diese Schilder stehen dort nicht ohne Grund und sollten schon beachtet werden. Sehr erfreulich ist in diesem Zusammenhang aber der Erfolg der Jägerschaft Seesen mit Wildwarnern und Duftzäunen, die im hiesigen Bereich in der Vergangenheit installiert wurden. Auf keinem der solchermaßen ausgestatteten Streckenabschnitte ereignete sich ein Wildunfall!

Jugend und Natur

Seit mehreren Jahren ist die Jägerschaft bemüht, Kindern und Jugendlichen ein Teil der Schönheit und Vielfalt der Natur nahe zu bringen und die Gründe für eine jagdliche Tätigkeit zu vermitteln. Das ist eine sehr dankbare, aber auch eine sehr notwendige Aufgabe, da vielfach eine Entfremdung von unserer Umgebung und den natürlichen Gesetzen in diesem Bereich festzustellen ist. Diese Arbeit wird verstärkt fortgesetzt, ist doch das Jahr 2010 zum Jahr der biologischen Vielfalt ausgerufen worden.

In seinem Grußwort ging Erster Stadtrat E. Homann auf das Wirken der Jäger ein. Sie seien ehrenamtlich für das Gleichgewicht in der Natur tätig und erfüllten damit eine wichtige Aufgabe für die Allgemeinheit. Dies sei in einer Gesellschaft, die sich vielfach von den natürlichen Lebensgrundlagen entfernt hat, besonders wichtig und entlaste auch gleichzeitig den Steuerzahler. Homann verwies dabei auch auf das nicht gerechtfertigte Negativbild der Waffen tragenden Jäger, die unbegründet unter Generalverdacht geraten. Vor diesem Hintergrund sollten die Jäger auch die vom Ordnungsamt durchgeführten Kontrollen ihrer Waffenschränke sehen. Jedem Jäger ist damit Gelegenheit gegeben, sein besondere Sorgfalt zu dokumentieren. Dieser Hinweis wurde auch noch einmal vom stellvertretenden Landrat W. Just in seinem Grußwort aufgegriffen und vertieft.

Über seine Erlebnisse anlässlich einer Jagdreise nach Simbabwe berichtete am Ende der Veranstaltung Joachim Voß aus Ackenhausen. Mit eindrucksvollen Bilddokumenten erfuhren die Zuhörer nicht nur über Foto- und Jagdsafari, sondern ausführlich auch über die immensen wirtschaftlichen Probleme dieses einst so wohlhabenden „Rhodesien“, das durch Machtmissbrauch und Misswirtschaft derzeit völlig zerrüttet ist.

Verdiente und langjährige Mitglieder geehrt

Zu den Punkten, die im Rahmen der Jahreshauptversammlung auf der Tagesordnung standen, zählten auch die Ehrungen.

Verabschiedet und mit einem Präsent gehrt wurde der langjährige Bläser-Obmann Henri Rott. Über viele Jahre hat H. Rott mit Engagement und großem Einsatz die Jagdhornbläser betreut und gelenkt. Für seine Tätigkeit sprach ihm W. Faber ein herzliches Dankeschön aus.

Geehrt für 25jährige Zugehörigkeit zur Jägerschaft wurden Guido Kassel und Dieter Schilling und für 40jährige Mitgliedschaft Dieter Bock, Christian Riegert und Martin Henze. Entsprechende Urkunden für 50jährige Mitgliedschaft erhielten Hermann Lattemann und für 60jährige Mitgliedschaft Ernst Kappei, Friedrich v. Spiegel und Karl Weßling.

Eine Ehrung besonderer art erfuhr Wilhelm Hans aus Bornhausen, der seit nunmehr 70 Jahren Mitglied der Jägerschaft ist. W. Hans hat 32 Jahre als Leiter des Hegerings Seesen gewirkt und lebt auch heute noch intensiv mit der Jagd, wie W. Faber in seiner Laudatio hervorhob.

 

Versammlung 2010

Die Geehrten

Von links:

  • Wolfgang Franz = stellvertretender Vorsitzender
  • Henri Rott = Verabschiedung als langjähriger Bläserobmann
  • Friedrich-Wilhelm von Spiegel = 60 Jahre Mitglied
  • Karl Weßling = 60 Jahre Mitglied
  • Wilhelm Hans = 70 Jahre Mitglied
  • Dieter Kassel = 25 Jahre Mitglied
  • Wilfried Faber = Vorsitzender

Junge Gruppe

jeden ersten Dienstag im Monat trifft sich die "Junge Gruppe" zu einem Stammtisch im Hotel Wilhelmsbad. Nächster Termin: 04.05.2010, 19.00 Uhr

Aktionstag „Natürlich Niedersachsen“

An dem am 24. Mai 2009 landesweit durchgeführten Aktionstag „Natürlich Niedersachsen“ beteiligte sich auch unsere Jägerschaft zusammen mit anderen Naturschutzverbänden und Vertreibern von Bio-Produkten vor dem Seesener Heimatmuseum. Mit dem Infomobil der Jägerschaft Goslar sowie einem umfangreichen Bestand an Merkblättern und  Broschüren war die Attraktivität unseres Standes auch äußerlich gewährleistet.  

Mitglieder des Vorstandes erläuterten die Exponate, die im Infomobil zu sehen waren, beantworteten sich daraus ergebende Fragen und informierten die Besucher über Naturschutz und Jagdbetrieb. Über mehrere Quizbögen konnten Kinder und Erwachsene ihr Wissen testen. Es ging dabei um Bestimmung einheimischer Baumarten mit Zuordnung der Früchte/Samen, um Wissenswertes  aus Wald und Feld, um Tiere mit seltsamen Namen und Lebensgewohnheiten einheimischer Tiere. Insbesondere die Kinder zeigten sich interessiert und zogen Erwachsene nach.

Beim Präzisionssägen ( 1.000 g Birkenrundholz per Sägebock und Handsäge ) gingen Peter Balzer und K.-H. Fischer, beide aus Seesen, als Sieger hervor. Sie werden nun demnächst von einem Mitglied der Jägerschaft Seesen zum Ansitz  mitgenommen.

Übrigens besuchte auch Umweltminister Gabriel unseren Stand und informierte sich über unseren Vorsitzenden Wilfried Faber.

31.10.2016

Die Volksbank eG in Seesen unterstützte gemeinsam mit der R+V Allgemeine Versicherung AG die Landesjägerschaft Niedersachsen e.V., Jägerschaft Seesen e.V. bei der Anschaffung von...