Laut der Deutschen Wildtierstiftung sterben jedes Jahr bis zu 500.000 Wildtiere durch landwirtschaftliche Mäh- und Erntemaschinen. Besonders betroffen sind in den Monaten April und Mai Rehkitze, junge Feldhasen und zahlreiche Bodenbrüter.
Gerade Ende April treffen zwei entscheidende Faktoren aufeinander:
- Die Frühjahrsmahd beginnt
- Die Natur gleicht einer Kinderstube, in der viele Wildtiere ihren Nachwuchs setzen
Diese Kombination führt zu einem besonders hohen Risiko für das heimische Wild. Moderne Mähtechnik arbeitet schnell und effizient – und leider oft tödlich für Jungtiere, die sich instinktiv ducken und reglos im Gras verharren.
Die erfolgreichsten Methoden der Wildrettung in Deutschland arbeiten heute mit Drohnen und Wärmebildkameras. Die Jägerschaft Osnabrück-Stadt hat dank der Unterstützung der BINGO-Umweltstiftung vier Drohnen mit Hochleistungssensorik und modernster Wärmebildtechnik zur Verfügung.
Damit können große Flächen schnell, sicher und tierschonend abgesucht werden, bevor die Mähmaschinen anrücken.
Entscheidend ist die Zusammenarbeit
Die Jägerschaft bittet Landwirte, Flächenbesitzer und Jäger aus den Revieren, sich rechtzeitig vor dem Mähtermin zu melden. Nur wenn Mähzeiten und Rettungseinsätze abgestimmt werden, können Rehkitze und andere Jungtiere zuverlässig gefunden und in Sicherheit gebracht werden.
Kontakt für Kitzrettungseinsätze:
Jägerschaft Osnabrück-Stadt e. V.
Ansprechpartner: Karl-Heinz Rauen
Telefon: 0171 3731664
Er nimmt alle Anmeldungen entgegen und koordiniert die Einsätze der Drohnenpiloten und Helferteams.
(Text: M. Aschmann/ Fotos: Kitzrettung der Jägerschaft Osnabrück-Stadt e. V.)
