Berichte

Falkenaugen legen eine Blühfläche an.

Am 31. Juli 2022 traf sich die Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord „Die Falkenaugen, um gemeinsam ein Naturschutzprojekt durchzuführen. Wie in jedem Jahr sollte wieder eine Blühfläche angelegt werden.

Bernhard Helms, der ehemalige Jugendgruppenleiter, hatte eine gut 600 qm große Fläche zur Verfügung gestellt. Damit die Fläche für eine Aussaat optimal vorbereitet war, fräste er sie an dem Tag mit einem Traktor. Die Gruppe war schon froh, dass diese Arbeit mit Hilfe des Traktors geschah, denn sonst hätte man Tage für diese Fläche gebraucht. Während des Fräsens mit dem Traktor wurde eine Blindschleiche entdeckt, die kurzerhand aus der Fläche genommen werden musste, um sie nicht zu gefährden. Beim Anfassen dieser Reptilien sollte vorsichtig mit dem Tier umgegangen werden, denn die Blindschleiche gehört zur Familie der Echsen und kann bei Gefahr ein Stück ihres Schwanzes abwerfen. Sie selbst ist für den Menschen absolut ungefährlich und sehr nützlich, denn sie frisst neben Regenwürmern, Insekten, Asseln und Spinnen besonders gerne Nacktschnecken. Nach kurzer Begutachtung wurde die Blindschleiche abseits der Fläche wieder ausgesetzt.

Die Gruppe entschied sich abermals für die einjährige Blühstreifenmischung von der Firma AGRAVIS die auch der Hegering für die Anlage ihrer Blühstreifen verwendet. Die Mischung setzt sich zusammen aus: Kulturhafer, Buchweizen, Phacelia, Malve, Sonnenblumen, Ringelblumen, Alexandrinerklee, Koriander und Dill.

Bevor nun mit der eigentlichen Aussaat begonnen werden konnte, schauten sich die Falkenaugen noch einmal das zur Verfügung stehende Saatgut genau an. Hegeringleiter Lutz Wemken erklärte die einzelnen Saatkörner anhand von Bildern, damit sich die Kids die Pflanzen vorstellen konnten, die aus den einzelnen Samen keimen. Jeder war danach in der Lage die einzelnen Saatkörner in der Blühmischung zu identifizieren. Wer Lust hatte konnte ein paar eigenst zusammengestellte Saatkörner in einen Blumentopf pflanzen, um so das Keimen der Samen auf der heimischen Fensterbank zu beobachten. So kann man ein Gefühl dafür bekommen, was auf der Blühfläche mit den Samen passiert.

Da die Fläche relativ klein war, entschied man sich für eine Aussaat per Hand. Die offen liegenden Samen wurden dann von den Falkenaugen mit Holzharken eingeharkt, damit Vögel das ausgebrachte Saatgut nicht schon im Vorfeld fressen.
Durch diesen späten Aussaattermin kann das Wild in der eigentlichen Setz- und Brutzeit zwar nicht durch Deckung unterstützt werden, aber das Saatgut läuft bei warmen Temperaturen gut auf. Es entwickeln sich deutlich schneller mehr Keimlinge, die in der Regel vom Wachstum des Unkrautes nicht überholt werden. Diese Blühfläche wird in Zukunft vielen Bestäubern und Insekten ein vielfältiges Blütenangebot bieten. Darunter befinden sich auch viele landwirtschaftliche Nützlinge, die einen Beitrag zur biologischen Schädlingsbekämpfung leisten. Auch für andere Tiere stellen sie wichtige Nahrungs- und Rückzugsbiotope da. Blühstreifen funktionieren auch als „Straßen“ für viele Kleintiere, indem sie unterschiedliche Lebensräume verbinden. Von dort ausgehend können nach der Ernte die angrenzenden Ackerflächen wieder besiedelt werden.

„Es ist schön zu sehen, mit wie viel Engagement die Kids bei der Sache sind und sich auch schon allerhand Wissen angeeignet haben “, sagte Jugendobfrau Regina Wemken.


gez. Lutz Wemken

Exkursion in den Wildpark Lüneburger Heide

Am 3. Juli 2022 brach die Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord „Die Falkenaugen“ zu einer Exkursion in den Wildpark Lüneburger Heide auf. Durch die Veranstaltung sollte der Teamspirit und das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gruppe gestärkt werden. Einige Jugendliche hatten sich bedingt durch die Corona Kontaktbeschränkungen noch nie in Präsenz gesehen. Auf dem 60 Hektar großen Gelände leben ca. 140 Wildarten mit über 1.200 Tieren. Zudem gibt es hier fast alle einheimischen Tiere zu bestaunen.

Mit einem gecharterten Bus fuhren die Falkenaugen, die teilweise von ihren Eltern begleitet wurden, von Rastede aus in den Wildpark. Dort angekommen konnte die Gruppe erst einmal eine eigenst für sie gebuchte Raubtierführung miterleben. Hierbei wurde erarbeitet, welche Individuen in die Familie der Raubtiere, der Raubvögel und der Reptilien gehören. Die Kinder konnten u.a. eine Kornnatter streicheln und bekamen detaillierte Informationen über den Fischotter, den Wolf, den Braunbären, den Dachs, den Waschbären und den Marderhund. Während der Führung wurden immer wieder verschiedenste Exponate herumgegeben, um die Informationen anschaulicher und damit nachhaltiger zu vermitteln. Bei der Fütterung der Marderhunde und Waschbären durch die Kids war schon etwas Mut gefragt. Die Kinder bekamen hierzu tote Eintagsküken und Bananenstücke, um die Räuber damit in ihrem Gehege zu füttern.

Für die Mittagspause suchten sich die Falkenaugen ein ruhiges Plätzchen im Wildpark. Jeder hatte etwas für ein gemeinsames Picknick mitgebracht, das in zwei geliehenen Bollerwagen mitgeführt wurde. Alle Speisen und Getränke wurden auf einer Decke zusammen angerichtet und ein jeder konnte sich nach Herzenslust bedienen.

Während der Pause konnte in das angrenzende Streichelgehege mit Dam- und Muffelwild gegangen werden oder man entspannte auf der Wiese. Einige spielten auch das Spiel „Wer bin ich“. Hierzu bekommt eine Person ein ihr unbekanntes Tierbild auf den Rücken und muss per Fragen möglichst schnell auf dessen Namen kommen.

Nach der Pause konnte gruppenweise der Park erkundet werden, um sich dann wieder gemeinsam zu einem Fischotter- und Wolfsvortrag incl. Fütterung zu treffen. Auch hier standen erfahrene Referenten den Besuchern Rede und Antwort und es wurden viele spannende und informative Einblicke in die Lebensweise der einzelnen Arten gegeben.

Der krönende Abschluss des Besuches war eine Greifvogelflugshow. Zwei erfahrene Falkner zeigten einen Wüstenbussard, einen Saka Falken, einen Seeadler, einen Gänsegeier und einen Virginia-Uhu. Alle Vögel flogen in der Flugvorführung nacheinander den Besuchern ziemlich dicht über deren Köpfe. Und gerader der Virginia-Uhu nahm es mit dem Sicherheitsabstand nicht so genau und so musste so mancher Besucher den Kopf besonders einziehen. Bei dem Federspiel des Falkners mit dem Saka Falken konnten sich die Besucher einen Eindruck von seiner Jagdgeschwindigkeit und Flugeleganz machen. Ein Federspiel ist eine Beuteattrappe zum Training und zum Herbeirufen des Vogels. Man versteht darunter ein Stoff- oder Lederkissen, an dem ein Stückchen Atzung (Futter) als Belohnung befestigt sein kann. Dieser Köder hängt an einer etwa 2 m langen Schnur und kann damit im Kreis herumgeschwungen werden, was für den Vogel auch aus größerer Ferne ein deutlich sichtbares Signal zum Zurückkommen darstellt. Begleitend zur Flugshow gaben die beiden Falkner sehr viele Informationen über die Greifvögel. Im Anschluss an die Show wurde dann wieder der Heimweg angetreten.

„Die Falkenaugen und auch die Erwachsenen waren begeistert von diesem schönen Tag und haben sehr viel Neues gehört und mitgenommen. Ich kann nur jedem empfehlen den Wildpark Lüneburger Heide auch einmal zu besuchen! Es gibt viel Spannendes zu entdecken!“ sagt die Jugendobfrau Regina Wemken.

gez. Lutz Wemken

Falkenaugen bauen Greifvogeljulen

Am 21. Mai 2022 traf sich die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ vom Hegering Rastede Nord, um Greifvogeljulen zu bauen. Die Idee entstand bei der April Aktion, bei der die Gruppe die Pflanzaktion des Lion Clubs Rastede „1000 Bäume für Rastede“ unterstützte.

Die Fläche wurde damals extra eingezäunt, damit Schalenwild (hier Reh- und Damwild) die neu gepflanzten Bäume nicht schädigen kann. Da der Zaun Wühlmäuse, die die Wurzeln der Bäume erheblich schädigen können, nicht abhält, überlegte sich die Gruppe Greifvogeljulen in die Fläche zu stellen. So kann der Bestand an Wühlmäusen auf natürliche Weise dezimiert werden. Man darf aber nicht erwarten, dass die Greifvögel die Kleinsäuger völlig in Schach halten. Die Sitzwarten sind für Lauerjäger wie zum Beispiel dem Busshard und den Eulen.

Die Greifvogeljule besteht aus einer waagerechten Sitzstange, die auf einem drei bis vier Meter hohen Mast angebracht ist und von zwei Abstützhölzern gehalten wird. Julen sind häufig auf Streuobstwiesen und Neuanpflanzungen zu sehen und dienen Greifvögeln als Ansitz für die Jagd. Sie werden auch angebracht, um zu verhindern, dass die Äste junger Bäume, die als potenzieller Anflugplatz dienen könnten, beschädigt werden.

Der Mäusebussard ist ein Ansitzjäger, der erhöhte Punkte in der Landschaft für die Jagd braucht. Je höher die Warte, desto grösser der einsehbare Umkreis. Er sitzt auf einem Baum oder einem Zaunpfahl und hält nach möglicher Beute Ausschau. Hat er eine Feld- oder Wühlmaus erspäht, ergreift er sie nach einem kurzen Jagdflug. Anders als der kleine Turmfalke können Bussarde nur bei extrem günstigen Windbedingungen in der Luft „stehen“ und dabei nach Beute suchen.

In unserer aufgeräumten Kulturlandschaft müssen Bussarde oft mit kleinen Erdhügeln vorliebnehmen. Es gibt kaum noch Felder, die durch Hecken eingefasst sind. Hecken behindern die schnelle und großflächige Bearbeitung durch landwirtschaftliche Maschinen. Daher wurden sie in den vergangenen Jahrzehnten systematisch entfernt. Bussarde laufen sogar teilweise über die Felder und versuchen Beute zu finden. Die Erfolgsaussichten, so eine flinke Maus zu erwischen, sind allerdings sehr gering. Wo Ansitze fehlen, können die eleganten Vögel nur schlecht oder gar nicht jagen.

Darum lohnt es sich, in solchen kahlen Landschaften Ansitzstangen (auch „Julen“ genannt) oder Sitzwarten zu bauen. Das kostet nicht viel und ist wirklich einfach. Benötigt werden für jede Ansitzstange oder Warte:

•    ein Pfahl von etwa 3-4 m Länge und mindestens 10 cm Durchmesser
•    ein etwa 80 cm langes Rundholz von 3 bis 5 cm Durchmesser
•    zwei 40 cm lange Abstützhölzer, die im 45 Grad Winkel angeschrägt sind
•    ein Paar Schrauben zum Verbinden der Hölzer.

Naturbelassenes, unbehandeltes Holz ist für solch eine Stange die beste Wahl. Das Rundholz wird quer auf das stumpfe Ende des Pfahles geschraubt. Die zwei Abstützhölzer geben dem Rundholz noch mehr Halt. Die so entstandene Sitzstange wird dann fest in der Erde eingegraben.

Besonders im Winterhalbjahr müssen Greifvögel und Eulen Energie sparen. Sie sind dann stärker als im Sommer auf geeignete Sitzwarten angewiesen. Zu keiner Jahreszeit sieht man so viele Bussarde, wie im Winter. Nahezu überall in der offenen Landschaft sieht man die großen Greifvögel auf alleinstehenden Bäumen, Zaunpfählen, Laternenmasten und sogar auf den Leitpfosten direkt am Straßenrand hocken. Scheinbar gibt es dann mehr Bussarde als im Sommer. Und das ist auch so. Allerdings liegt dies nicht etwa am zahlreichen Nachwuchs unserer einheimischen Vögel sondern an eingewanderten Wintergästen. Ost- und nordeuropäische Bussarde verbringen in Deutschland die kalte Jahreszeit. Manchmal befindet sich sogar ein Rauhfußbussard unter diesen Überwinterern.

An Straßen, Bahnlinien, Windkrafträdern und Flugpisten kommen viele Beutegreifer um. Deshalb sollten an diesen Stellen keine Greifvogeljulen aufgestellt werden, um die Vögel nicht in solche Gefahrenbereiche zu locken!

Die Falkenaugen bauten bei dieser Aktion vier Greifvogeljulen und stellten diese in die neu aufgeforstete Fläche. Es wurde darauf geachtet, dass die Sitzstange direkt in der Pflanzreihe steht, damit bei späteren Pflegeaktionen der Bäume, diese nicht im Weg sind.

gez. Lutz Wemken

Falkenaugen unterstützen die Pflanzaktion"1.000 Bäume für Rastede" vom Lions Club Rastede

Schon Mitte des letzten Jahres begann der Lions Club Rastede mit den Planungen für die Pflanzaktion „1.000 Bäume für Rastede“. Der Clubpräsident Siegfried Chmielewski hatte die Idee Baumpatenschaften an interessierte Bürger zu verkaufen und mit diesem Geld ein Flurstück in der Gemeinde Rastede aufzuforsten. Ziel der Aktion sollte es sein, den Naturschutz, die Nachhaltigkeit, den Klimaschutz und die Artenvielfalt zu fördern.

Zum Projektstart wurde auch der Hegering Rastede Nord in die Planungen mit einbezogen. Hegeringleiter Lutz Wemken informierte die Mitglieder des Lions Club auf einem Clubabend mit einem Vortrag über die Geschichte und die Funktionen des Waldes sowie die Pflanzaktionen, die in den letzten dreißig Jahren durch den Hegering vorgenommen worden sind. Auch berichtete er über die Erkenntnisse, die man aus diesen Pflanzungen gewonnen hat. So wurden z.B. in der Anfangszeit fast nur Nadelbäume gepflanzt, um eine ganzjährige Deckung für das Wild zu bekommen. Dagegen wird heute der überwiegende Flächenanteil der Pflanzungen im Hegering mit Laubbäumen in Verbindung mit blühenden und früchtetragenden Sträuchern bestellt. Nadelwälder kommen mit der Trockenheit besonders schlecht zurecht und werden dann zudem noch mit dem Borkenkäfer befallen. Durch blühende, früchtetragende Sträucher versuchen wir der bedrohten Insektenwelt zu helfen die sonst in den Nahrungsketten fehlen.

Der Hegering unterstützte auch die der Suche und Auswahl der Fläche. So wurde erst eine Fläche in der Nähe eines Landwirtschaftlichen Gehöfts ausgewählt. Dieses wurde dann aber wieder verworfen, weil sich ein Boxenlaufstall zu dicht an der aufzuforstenden Fläche befand und die Emissionen das Waldwachstum negativ hätten beeinflussen können. Auch wurden von der Landwirtschaftskammer Bedenken gegen eine optimale Durchlüftung des Stalls in der Zukunft geäußert. Aus diesem Grund wurde dann eine Fläche abseits jeglicher Bebauung ausgewählt.

Die ca. ein Hektar große Fläche wurde vom Lions Club mit einem Wildschutzzaun wildsicher eingezäunt, um so die Bäume in den nächsten Jahren vor Verbiss und Fegeschäden zu schützen. Da 1.000 Bäume und Sträucher für ein Hektar Fläche zu wenig gewesen wären stockte der Lions Club auf 2.900 Pflanzen auf, die sich aus: 250 Roterlen, 1.150 Stieleichen, 300 Hainbuchen, 200 Weißtannen, 250 gemeinen Heckenkirschen, 250 Holunder, 250 Haselnüssen und 250 Hundsrosen zusammensetzten. Die Pflanzung der Bäume und Sträucher fand am Karfreitag statt. Die Randbereiche, die nicht mit der Pflanzmaschine des Lion Clubs bepflanzt werden konnten, wurden von der Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ vom Hegering Rastede Nord von Hand gepflanzt. Hier wird nach dem Motto verfahren: „Nicht nur über den Klimaschutz reden, sondern sich wirklich für ihn einsetzen“.

Die Jugendobfrau Regina Wemken freute sich über die rege Teilnahme und das Engagement der Kids.

gez. Lutz Wemken

Müllsammelaktion mit dem Ortsbürgerverein Rastdermoor 2022

Nach einem Jahr CORONA-Pause hatte der Ortsbürgerverein Rastedermoor zur alljährlich wiederkehrenden Müllsammelaktion am 13. März 2022 eingeladen. Es sollten sich möglichst alle ortsansässigen Vereine und Einwohner an dieser Dorfreinigungsaktion beteiligen. Auch die Jugendgruppe vom Hegering Rastede Nord „Die Falkenaugen“ hat diesen Termin schon fest in ihrem Jahreskalender integriert, denn eine solche Aktion passt genau in die Naturschutzziele, die sich die Gruppe bei ihrer Gründung gesetzt hat.

Ausgangspunkt für die Aktion war die Gaststätte Decker in Delfshausen. Die ca. 60 Teilnehmer der anwesenden Vereine und teilnehmenden Einwohner wurden vom Rasteder Ortsbürgerverein zunächst in Suchgebiete bzw. –mannschaften eingeteilt. Jede Einsatzgruppe wurde vom Veranstalter mit Arbeitshandschuhen, Müllsäcken und Greifwerkzeugen ausgestattet. Dann ging es gruppenweise in die zugeteilten Einsatzgebiete. An viel befahrenen Straßen wurde der meiste Müll gefunden. Leider wird oft vergessen, dass achtlos entsorgter Müll in der Landschaft Wildtiere gefährden kann. Offene Verpackungen verleiten Tiere dazu, ihre Schnauzen hineinzustecken oder gar hineinzutreten. Da Wildtiere sich nicht selbst befreien können, ersticken sie leicht daran, warnt Hegeringleiter Lutz Wemken. Vögeln können vor allem Plastikschnüre gefährlich werden, die sich leicht um ihre Beine und Füße wickeln. Auch Damhirsche verfangen sich leicht in achtlos herumliegenden Weidezaunlitzen und verenden dann oft elendig. Plastikhüllen von Zigarettenschachteln oder Süßigkeitenverpackungen sollten ebenfalls nicht liegen gelassen werden: Vögel bauen sie in ihre Nester ein, das Regenwasser kann dann nicht mehr abfließen und die Brut ertrinkt im Nest. Deshalb können wir nur ausdrücklich an jeden Einzelnen appellieren, den Müll wieder mit nach Hause zu nehmen oder ihn fachgerecht zu entsorgen.

Leider wurde auch ein verunfalltes Reh im Straßengraben gefunden, das nicht vom Unfallverursacher gemeldet worden war.

An diesem Morgen wurden ca. 3 Kubikmeter Müll gesammelt. Oft handelte es sich um Zigarettenschachteln, Getränkeflaschen und –becher. Die spektakulärsten Fundstücke waren zwei Autoreifen, drei Radkappen, ein Ventilator, und ein Handwagen.  Im Anschluss an die Aktion wurde in der Gaststätte Decker in Delfshausen ein kleiner Imbiss, unter Einhaltung der CORONA-Regelungen, als Dankeschön an alle Beteiligten gereicht. Die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ ist von der Aktion so begeistert, dass sie im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei ist.

gez. Lutz Wemken

 

Falkenaugen bauen Nistmaterialdepots

Da die Inzidenz der Corona-Omikron-Welle im Februar immer noch sehr hoch war, hatte sich die Leitung der Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ vom Hegering Rastede Nord noch einmal dazu entschlossen, die Februar Aktion den Mitgliedern kontaktlos vor die Haustür zu legen. Die Kids sollten einmal mehr die Gartenvögeln bei ihrem Brutgeschäft unterstützen. In vielen Homeoffice-Aufgaben, während der Pandemie, wurden bereits verschiedenste Nisthilfen von den Falkenaugen gebaut. Aber Gartenvögel benötigen nicht nur passende Nisthilfen und gute Verstecke, sondern auch ausreichend Nistmaterial, das in aufgeräumten Gärten für sie oft schwer zu finden ist. Jeder kann den Vögeln aber mit einfachen Mitteln beim Nestbau unterstützen.

So verwenden die meisten unserer Gartenvogelarten – egal ob Höhlen- oder Freibrüter – vorwiegend trockene Pflanzenteile wie Äste, Wurzeln, Halme, Stängel, Blätter oder Moos. Ferner kommt häufig weicheres Material wie Federn, Haare oder Wolle zum Bau des Nestes oder zum Auspolstern der Nistmulde zum Einsatz. Und sogar Papier- oder Plastikfetzen, Bänder und Bindfäden finden sich in Nestern, was allerdings gefährlich sein kann, weil Vögel sich in solchen Materialien verheddern oder gar damit strangulieren können.

Die meisten Nistmaterialien wie zum Beispiel dürre Grashalme oder Blätter, feine Ästchen und Moos finden Vögel auch in Gärten, sofern der Mensch etwas Unordnung zulässt.

Mit Pflanzenwolle sieht es hingegen schon schlechter aus, denn Verblühtes wird von Gartenbesitzern gerne schnell entfernt, um ein unerwünschtes Aussamen beispielsweise von Disteln zu verhindern. Noch seltener finden sich Tierhaare, Federn und Wolle im Garten. Aber hier lässt sich leicht Abhilfe schaffen: In geeigneten Behältern können Federn, Schafwolle, Pflanzenwolle oder Moos angeboten werden. Wichtig ist nur, dass das angebotene Material möglichst trocken bleibt.

Aufgabe der Falkenaugen war es also ein solches Nistmaterialdepot selbst zu bauen. Aus ummanteltem Volierenmaschendrahtgeflecht wurde ein kleiner Korb zum Aufnehmen des Nistmaterials gebogen. Bei dem Drahtgeflecht ist darauf zu achten, dass die Löcher einerseits nicht zu groß sind, damit das Material nicht herausfällt, andererseits müssen sie so groß sein, dass die Vögel das Angebot wahrnehmen und einzelne Fasern herausziehen können. Dieser Korb wurde dann mit einer speziellen Vorrichtung, die später ein einfaches Abnehmen des Korbes zulässt, unter einer großen Baumscheibe angebracht. Diese große Baumscheibe ist so dimensioniert, dass das angebotene Material im Korb nicht feucht werden kann und Regen abhält. Auf die Baumscheibe kam dann noch eine Öse, um das Nistmaterialdepot später an einem niedrigen Ast aufhängen zu können – natürlich außer Reichweite von Katzen. Die Falkenaugen haben zum ersten Befüllen des Depots etwas Kapok mitgeliefert bekommen. Kapok ist eine Pflanzenfaser, die aus dem Kapokbaum gewonnen wird.

Ebenso kann man eine Handvoll Heu im Garten ausstreuen. Dies lockt Haussperlinge und Stare an, die sich hieran für den Nestbau bedienen. Zum Dank für diese kleinen Hilfestellungen kann man sich an schönen Naturbeobachtungen während der gesamten Brutzeit erfreuen – beginnend mit dem Nestbau über die Nahrungssuche der Altvögel bis hin zum Ausfliegen der Jungen.

„Die abebbenden Inzidenzzahlen der Corona-Omikron-Welle stimmen uns vorsichtig optimistisch, denn wir würden uns gern mal wieder in Präsenz treffen“ sagt die Jugendobfrau Regina Wemken.

gez. Lutz Wemken

Falkenaugen bauen Nisthilfen für Zaunkönige

Die Corona Pandemie bestimmt weiter die Aktivitäten der Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ vom Hegering Rastede Nord. Da sich die Gruppe noch nicht in Präsenz treffen kann, wurde die monatliche Aktion den Kids wieder einmal kontaktlos vor die Haustür gelegt. In der Naturschutzaufgabe ging es darum dem Zaunkönig eine Nisthilfe aus Naturmaterialien zu bauen.

Der Zaunkönig ist der einzige Vertreter seiner Familie in ganz Europa und Asien, Verwechslungsmöglichkeiten gibt es daher wenig. Mit dem Winter- und Sommergoldhähnchen gehört er zu den kleinsten Vögeln Europas. Er ist etwa zehn Zentimeter groß und wiegt unter zwölf Gramm. Sein lauter, schmetternder Gesang und seine aufrechte Haltung mit seinem stets aufgestellten Schwanz lassen ihn selbstbewusst, vielleicht sogar wie ein „kleiner König“ wirken. Der Zaunkönig hat im Verhältnis zu seiner Körpergröße die lauteste Stimme. Er kommt auf bis zu 90 Dezibel und ist damit fast 500 Meter weit zu hören. Zaunkönige bewohnen Wälder, Gärten, Parks und Feldränder mit reichlich Sträuchern und hohen Stauden. Besonders beliebt sind Brombeerhecken in feuchten Wäldern. Unsere Zaunkönige sind weitestgehend Standvögel, während Vögel aus kälteren Regionen Richtung Süden ziehen.

Auch beim Nestbau leistet er Erstaunliches: Das Männchen legt im dichten Geäst von Hecken, Sträuchern und Kletterpflanzen gleich mehrere Nisthöhlen an von denen sich anschließend die Zaunkönigin eines aussucht, das ihren Vorstellungen entspricht.

Findet der Zaunkönig eine bereits fertige Nisthöhle vor, nimmt er diese gerne mit ins Angebot auf. Es kommt dann nur noch darauf an, dass sie die Gnade der Gattin findet. Die Aufgabe der Mitglieder der Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ lautete: „Unterstützt den Zaunkönig mit ein paar einfachen Naturmaterialien beim Nestbau“. Für den Nestbau wurden sechs etwa 70 cm lange Peddigrohre, die auch beim Korbflechten zum Einsatz kommen, verwendet. Hier können aber auch dünne biegsame Ruten aus elastischem Holz – zum Beispiel Weide, Weißer Hartriegel oder Haselnuss genommen werden. Zum Flechten eignen sich langhalmiges trockenes Heu oder trockene Schilfblätter. Zusätzlich wurde die Nistkugel mit etwas Moos ausgepolstert. Der Zaunkönig ist in seinem Bestand zwar nicht gefährdet, dennoch sollten die Kinder ein Gefühl dafür entwickeln, was der kleine Kerl beim Nestbau alles leisten muss. Zu den Naturmaterialien wurde eine ausführliche Bauanleitung mit Aufhängetipps mitgegeben.

Die Nistkugel wird am besten angenommen, wenn sie halbhoch (1,5 – 2 Meter) an einer mit Kletterpflanzen bewachsenen Wand, in dichten Sträuchern oder einer geschnittenen Hecke platziert wird. Sie sollte auch bei Wind nicht allzu stark schwanken.

Auch Blau-, Sumpf- und Tannenmeisen nehmen diese Behausung gerne an. Meistens polstern die Vögel die Kugel noch mit eigenem Nistmaterial aus und erweitern oder verengen den Eingang je nach Bedarf. Eine jährliche Reinigung ist im Gegensatz zu konventionellen Nistkästen nicht erforderlich. Sie hält in ihrer Ursprungsform ohnehin nicht besonders lange, wird von den Vögeln aber oft über mehrere Jahre genutzt und bei Bedarf immer wieder ausgebessert.

„Wir freuen uns wieder auf Zeiten ohne Kontaktbeschränkungen um wieder größere Aktionen planen und durchführen zu können. Der Hegering hofft, dann auch wieder die Nistkastenbauaktionen, die Waldspiele und vieles mehr mit Kindergartenkindern und Schülern durchführen zu können.“ sagt Hegeringleiter Lutz Wemken.

gez. Lutz Wemken

Falkenaugen bauen Vogelfuttermännchen

In der Dezember Aktion der Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ des Hegeringes Rastede Nord ging es um die Wintervogelfütterung. Leider konnte sich die Gruppe aufgrund hoher Corona Inzidenzzahlen nicht in Präsenz treffen und so entschied die Gruppenleitung die Aufgabe wieder kontaktlos vor die Haustür der Kids zu legen.

Bei dieser Aktion konnten die Falkenaugen mit ihren Geschwistern bzw. Eltern ein Vogelfuttermännchen bauen. Der Rumpf und der Kopf des Männchens sollte aus einem 500 bzw. 100 Gramm schweren Meisenknödel gebildet werden. Halt bekam das Ganze durch ein wiederverwendbares Futternetz, das über beide Knödel gezogen wurde.  An zwei mitgelieferten Drähten, die durch den Rumpf des Männchens gesteckt wurden, konnten Erdnüsse in Schalen für die Arme und Beine aufgefädelt werden. Der Draht für die Arme und Beine ist so dick gewählt, dass sich die Vögel nicht daran verletzen können. Zum Schluss bekam das Männchen noch einen Hut aus Transparentpapier.

Fettreiches Futter sollte nur in der Winterzeit gereicht werden, da dieses Futter gerade für Jungvögel schädlich sein kann. Denn diese werden von ihren Eltern in den ersten Wochen ausschließlich mit frischen proteinreichen Insekten gefüttert. Wichtig für die Fütterung mit Meisenknödeln im Winter ist es, leere Kunststofffutternetze zeitnah einzusammeln und im Hausmüll zu entsorgen.

Das Füttern von Singvögeln hat nicht nur in Deutschland eine lange Tradition und die Futterstellen werden gerade im Winter gut von den Singvögeln angenommen. Die Tiere können in unmittelbarer Nähe beobachtet werden und bieten ein einmaliges Naturerlebnis. Bei den Kids wird so die Artenkenntnis gefördert. Die Singvogelfütterung im heimischen Garten darf aber nicht mit dem Schutz bedrohter Vogelarten verwechselt werden, da von ihr fast ausschließlich wenig bedrohte Arten profitieren, die von der Natur so ausgestattet wurden, dass ihre Bestände auch durch kalte Winter nicht dauerhaft reduziert werden.

Rückblickend war das Jahr, welches wieder durch die Corona Pandemie bestimmt war, kein einfaches. Gemeinsame Termine ließen sich schwer planen. Nichtsdestotrotz ist es uns immer gelungen, auch in Monaten mit Kontaktbeschränkungen, mindestens eine kleine Naturschutzaktion vor die Haustür der Falkenaugen zu legen. So konnte der Naturschutzgedanke bei den Kids verstetigt werden. Der Hegering Rastede Nord wünscht allen ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gesundes neues Jahr.

gez. Lutz Wemken

Bericht über die Falkenaugen im Landesjagdbericht 2020/2021

Um den Bericht über die Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord "Die Falkenaugen" im Landesjagdbericht 2020/2021 lesen zu können, klicken Sie bitte hier!

Falkenaugen bauen 32 Starenkästen

Auch in diesem Jahr beteiligte sich die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ vom Hegering Rastede Nord an der Bingo-Naturschutzwoche. Begeisterung für Natur und Umwelt zu wecken, diese Kindern und Jugendlichen auf erlebnisreiche und spielerische Art näher zu bringen und so einen Grundstein für umweltgerechtes Handeln zu legen, ist ein zentrales Anliegen der Bingo Naturschutzwoche. Die Falkenaugen hatten sich mit zwei Projekten beworben. Im Oktober baute die Gruppe gemeinsam 11 Steinkauznisthilfen und im November sollten 32 Starennisthilfen gebaut werden. Starenkästen hatte die Gruppe zwar schon bei der Bingo-Naturschutzwoche im letzten Jahr gebaut, aber die Brutkästen wurden so gut angenommen, dass man sich kurzerhand entschied, diese Aktion noch einmal zu wiederholen.

Der Star ist bekannt als Allerweltsvogel. Er macht seinem Namen alle Ehre. Mit seinem metallisch, dunkelgrün-blau-violett glänzenden Gefieder und seinem kurzen Schwanz wirkt er stets elegant, während ihm sein langer gelblicher Schnabel beinahe vornehme Züge verleiht. Doch seine Präsenz in unserem Alltag täuscht, denn der Starenbestand nimmt ab. Heute gibt es etwa eine Million Paare weniger als noch vor zwanzig Jahren. Der Bestand in Deutschland schwankt je nach Nahrungsangebot und Bruterfolg zwischen drei und viereinhalb Millionen Paaren pro Jahr. Auf der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands wird die Art inzwischen als „gefährdet“ eingestuft.

Als Ursache für den Rückgang sind meist menschliche Einflüsse verantwortlich. Es fehlt an Lebensräumen mit Brutmöglichkeiten und Nahrung, insbesondere verursacht durch die industrielle Landwirtschaft. Der Verlust natürlicher Wiesen und die Abholzung von Wäldern macht es Staren schwer, genügend Insekten und Nistplätze zu finden.

Der Star ist für sein Talent bekannt, andere Vögel und Umgebungsgeräusche imitieren zu können. Im Herbst bilden Stare imposante Schwarmwolken, um gemeinsam in ihre Winterquartiere zu fliegen. Viele der Tiere ziehen aus Deutschland bis in den südlichen Mittelmeerraum oder nach Nordafrika. Andere Stare überwintern in Deutschland.

Winzer schätzen den Star allerdings nicht. Große Starenschwärme können große Schäden bei den Trauben anrichten.

Aufgrund der hohen CORONA-Inzidenzzahlen entschied die Gruppenleitung auf ein gemeinsames Treffen zu verzichten und die vorbereiteten Bausätze den Falkenaugen kontaktlos vor die Haustür zu legen. Beigefügt war ein Bauplan mit Reinigungs- und Aufhängetipps. So können die Kinder die Nistkästen mit ihren Eltern und Geschwistern im Homeoffice zusammenbauen und aufhängen.

Die Gruppe kam auch einem Wunsch des Sportleiters Martin Bahlmann vom Schützenverein Leuchtenburg e.V. nach. Denn der Verein möchte gern auf dem Gelände rund um das Schützenhaus in Leuchtenburg die Vogelwelt mit Nisthilfen unterstützen. So wurden kurzerhand fünf überschüssige Bausätze von der Gruppenleitung zusammengebaut und von der Jugendobfrau Regina Wemken an den Jugendleiter Janis Grunwald mit Aufhänge- und Reinigungstipps übergeben.

„Die Falkenaugen haben sich wieder gern an der Bingo-Naturschutzwoche beteiligt. Bedanken möchten wir uns bei der BINGO Umweltstiftung Niedersachsen, die die Materialkosten übernimmt. Ohne diese Sponsoren wären solche Projekte nicht möglich.“ sagte Hegeringleiter Lutz Wemken.

gez. Lutz Wemken

Falkenaugen legen Blühsträucherfläche an

Am 6. November fand die Pflanzung von drei Blühsträucherflächen des großangelegten Bienenprojektes der Bäckerei und Konditorei Müller & Egerer statt. Die Firma möchte auf mehreren Ebenen ein Bewusstsein für Bienen, regionalen Honig und den Erhalt der Artenvielfalt schaffen. Fachliche Unterstützung kam dabei vom Hegering Rastede Nord und den Imkern vor Ort.

Vor gut einem Jahr startete ein Teilprojekt mit einem Aufruf an die Bevölkerung Ländereien für die Anlage von Blühsträucherflächen zur Verfügung zu stellen. Jede angebotene Fläche wurde dabei besichtigt und auf eine Bepflanzbarkeit überprüft. So wurden Flächenangebote, die sich direkt an Schnellstraßen befinden, verworfen, da hier ein Wildeinstand geschaffen worden wäre, der später zu Unfallschwerpunkten mit Wildtieren geführt hätte. Auch wurden die angebotenen Flurstücke von den jeweils unteren Naturschutzbehörden der Landkreise geprüft. Flächenangebote, die sich in Schutzgebieten oder Wiesenvogelrast- und Durchzugsgebieten befinden, wurden verworfen. Zusätzlich sichert ein Nutzungsvertrag die langfristige Anlage der Blühsträucherflächen.

Auf den drei Flächen, die allesamt im Hegering Rastede Nord liegen, wurden 1.500 Blühsträucher von gut 50 Helfern gepflanzt. Diese setzten sich zusammen aus Mitarbeitern der Bäckerei und Konditorei Müller & Egerer sowie der Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord „Die Falkenaugen“, die zum Teil sogar durch ihre Eltern unterstützt wurden. Bewusst wurden mehrere kleine Blühsträuchergehölze angelegt, die örtlich nicht weit auseinander liegen, da dies aus ökologischer Sicht mehr Sinn macht.

Gepflanzt wurden Haselnusssträucher, Eberäschen, Faulbäume, Hartriegel, Heckenrosen, Kornelkirschen, Schlehen, Schneeballsträucher, schwarzer Holunder und Weißdorn.

Bei den verwendeten Blühsträuchern wurde bewusst auf heimische Gehölze gesetzt. Denn diese bieten der Tierwelt über das ganze Jahr einen mehr oder weniger reich gedeckten Tisch. Exotische Gehölze und Zuchtformen bieten der Natur meist keine verwertbaren Früchte. Des Weiteren sind heimische Pflanzen unempfindlich, da Wildsträucher in unseren Breiten wachsen und daher Wetter, Wind und Kälte besser überstehen. Wildsträucher sind anspruchsloser und widerstandsfähiger.

Ähnliches gilt für Insekten, deren Larven oftmals auf wenige oder gar nur eine einzige Nahrungspflanze spezialisiert sind. Während heimische Wildsträucher ein schier unerschöpfliches Nahrungsangebot für zahlreiche Insekten in allen Entwicklungsstadien bieten, wird man an exotischen Gehölzen kaum jemals Fraßspuren von Raupen finden. Ohne Raupen wiederum fehlt die Nahrungsgrundlage für Meisen und andere Vögel. Da nützt dann auch der wohlgemeint aufgehängte Nistkasten nichts.

Im schützenden Dickicht der Sträucher brüten auch gerne viele Vögel und bieten außerdem auch anderen Wildtieren eine Rückzugsmöglichkeit. Im Herbst sorgen die bunten Beeren für einen reich gedeckten Tisch: Von Vogelbeere und Schwarzem Holunder ernähren sich beispielsweise jeweils über 60 Vogelarten. Aber auch viele Säugetiere wie Mäuse und selbst Fleischfresser wie Fuchs und Marder naschen gerne an den leckeren Früchten.

Im Anschluss an die Pflanzung konnten sich die Helfer an einem eigenst aufgestellten Bratwurststand stärken. Geschäftsführer Jan Egerer und Hegeringleiter Lutz Wemken bedankten sich bei Alke Höpken und Helmut Reck für das zur Verfügung stellen der Ländereien und bei den zahlreich erschienenen Helfern für ihre engagierte und tatkräftige Hilfe.

gez. Lutz Wemken

Falkenaugen bauen Steinkauzkästen

Am 10. Oktober 2021 traf sich die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ vom Hegering Rastede Nord im Rahmen der BINGO-Naturschutzwoche. Die Gruppe hatte sich überlegt den Steinkauz durch künstliche Nisthilfen zu unterstützen.

Der Ruf des Steinkauzes, der sich wie ein „kuwitt“ anhört, haben unsere Vorfahren einst als Ruf des Todesboten interpretiert, da er sich wie ein „komm mit“ anhört. Die Chance, diesen Ruf zu hören ist sehr gering, da der Bestand der kurzschwänzigen Eulenart nur noch auf etwa 6000 Brutpaare in Deutschland geschätzt wird. Da es im Hankhausermoor noch mindestens ein Brutpaar gibt und auch die Wildauffangstation in Rastede ein erfolgreiches Nachzuchtprogramm des Steinkauzes betreibt, aus dem auch schon einige Tiere in die freie Wildbahn ausgewildert wurden, entschied sich die Gruppe zu diesem Projekt.

Steinkäuze sind Ansitzjäger, die gerne von Warten wie Bäumen, Pfosten, Leitungen und Schornsteinen Ausschau halten. Auf kurz gehaltenen Wiesen erspähen sie Mäuse, Insekten, Amphibien und Regenwürmer und greifen diese zielsicher mit ihren spitzen Krallen.

Steinkäuze leiden unter Wohnungsnot, da sie als Brutplatz und Tageseinstand alte Baumhöhlen benötigen. Diese sind schwer zu finden, da Streuobstwiesen rar geworden sind, ebenso wie einzeln stehende Kopfbäume. Nisthilfen für Steinkäuze sind am besten aufgehoben in Streuobstwiesen oder in großen Gärten mit altem Baumbestand, da die Tiere am liebsten rund um ihren Wohnort jagen.

Das Nistkastenmodell, für das sich die Falkenaugen entschieden haben, ist mardersicher. Der Marder ist der größte Feind dieser kleinen Eulenart. Der Einschlupf in den Kasten führt durch zwei versetzt angeordnete, 7cm große Bohrungen im Abstand von 8cm angebrachte Querwände. Dadurch entsteht eine Art Schleuse, die Marder nicht überwinden können. Das vorgezogene Dach schützt vor Regen und Hagel.

Der Kauzkasten wird am besten windgeschützt angebracht. Er sollte möglichst waagerecht auf einem geeigneten Ast in 3-4m Höhe aufgesetzt und mit Lochband und Aluschrauben fixiert werden. Die Einschlupföffnung sollte zum Stamm weisen, denn junge, neugierige Steinkäuze fallen gelegentlich hinunter. Die jungen Eulen klettern meist allein den Baum hinauf zurück in ihr Heim. Die 11 gebauten Kästen werden in Streuobstwiesen, die der Hegering Rastede Nord schon vor mehreren Jahren angepflanzt hat, aufgehangen.

Da die Aktion gut vorbereitet war und die Gruppe noch über Zeit verfügte, wurden kurzerhand 10 Meisennistkästen mitgebaut.

„Die Aktion hat der Gruppe wieder sehr viel Spaß gemacht. Wir hoffen, dass wir diese interessante Eulenart durch unsere Kästen unterstützen können. Bedanken möchten wir uns bei der BINGO Umweltstiftung Niedersachsen, die die Materialkosten übernimmt. Ohne diese Sponsoren wären solche Projekte nicht möglich.“ sagte die Jugendobfrau Regina Wemken.   

gez. Lutz Wemken

DJV vergibt Sonderpreis Lernort Natur

Hauptpreis für die Jägerschaft des Landkreises Verden für 15 Jahre erfolgreiche Waldjugendspiele

30 Jahre Lernort Natur: Anlässlich des Jubiläums der Initiative vergibt der DJV Preise auf der digitalen Delegiertenversammlung.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat heute einen Sonderpreis vergeben: Lernort Natur, die Umweltbildungsinitiative der Jäger, wird 30 Jahre alt. Dotiert ist der Preis mit insgesamt 7.000 Euro. Bewerben konnten sich Jägerschaften aus dem Bundesgebiet mit ihren Projekten. DJV-Präsident Dr. Volker Böhning stellte die Preisträger auf der digitalen Delegiertenversammlung des Verbandes vor. Er bedankte sich bei den insgesamt über 7.000 ehrenamtlich tätigen und geschulten Jägerinnen und Jägern der Initiative: "Ihre Arbeit ist herausragend und prägt das positive Bild der Jagd in der Öffentlichkeit. Die über 30 eingereichten Projekte sind der beste Beweis dafür." Dr. Böhning bedauerte, dass die Einschränkungen durch Corona keine persönliche Übergabe der Preise möglich gemacht haben.

Den ersten Platz hat die Jägerschaft des Landkreises Verden belegt: Sie führt seit 15 Jahren erfolgreich Waldjugendspiele durch. Das Preisgeld beträgt 3.000 Euro. Die Kreisjägerschaft Neuss erhält 2.000 Euro für ihr Projekt "Virtuelle Naturerlebnisse" und belegt den zweiten Platz. Auf Platz drei folgt die Kreisjägerschaft Nordfriesland mit ihrem Projekt "Eidum Vogelkoje" auf Sylt. Das Preisgeld beträgt 1.000 Euro. Neben den drei Hauptpreisen hat der DJV noch zehn Sonderpreise im Wert von insgesamt 1.000 Euro vergeben.

Die Hauptpreise:

  •     Jägerschaft des Landkreises Verden (Niedersachsen) – 15 Jahre Waldjugendspiele
  •     Kreisjägerschaft Neuss (Nordrhein-Westfalen) – Virtuelle Naturerlebnisse
  •     Kreisjägerschaft Nordfriesland (Schleswig-Holstein) – Eidum Vogelkoje

Die Sonderpreise:

  •     Jägerschaft Cloppenburg (Niedersachsen) – Tatort Natur: Schulprojekt am Clemens-August-Gymnasium
  •     Kreisjägerschaft Herford (Nordrhein-Westfalen) – Naturlehrpfad Bonstapel
  •     Jägervereinigung Demmin (Mecklenburg-Vorpommern) – Wald-Erlebnis-Natur-Lehrpfad
  •     Jägervereinigung Schwäbisch Hall Hegering II Mainhardter Wald (Baden-Württemberg) – 30 Jahre Lernort Natur im Mainhardter Wald
  •     Jägerschaft Quedlinburg Hegering Harzgerode (Sachsen-Anhalt) – Waldschule Braunschwende
  •     Kreisjägerschaft Wesel (Nordrhein-Westfalen) – Lernen im Grünen - Lernort Natur im Coronajahr
  •     Jägerschaft Hohenmölsen (Sachsen-Anhalt) – Lernort Natur im Burgenlandkreis
  •     Jägerschaft Ammerland (Niedersachsen) – Jugendgruppe "Die Falkenaugen"
  •     Kreisjägerschaft Ennepe-Ruhr-Kreis Förderkreis Lernort Natur (Nordrhein-Westfalen) – 25 Jahre Förderkreis Lernort Natur Ennepe-Ruhr
  •     Kreisjägerschaft Sonneberg (Thüringen) – Lernort Natur - Die Kreisjägerschaft stellt sich vor

Falkenaugen legen eine Blühfläche an

Am 4. September 2021 traf sich die Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord „Die Falkenaugen“ um eine Blühfläche anzulegen. Leider musste der Termin zweimal verschoben werden, da die ausgewählte Fläche aufgrund von starken Regenfällen in den vergangenen Wochen eine maschinelle Bearbeitung nicht zuließ.

Bernhard Helms, der ehemalige Jugendgruppenleiter, zweigte den Kids erst einmal, wie der Boden für die Aussaat optimal vorbereitet wird, indem er die ca. 600 qm große Fläche mit einem Traktor fräste.

Bevor nun mit der eigentlichen Aussaat begonnen werden konnte, schauten sich die Falkenaugen noch einmal das zur Verfügung stehende Saatgut genau an. Gesät wurde eine einjährige Blühstreifenmischung von der Firma AGRAVIS die auch der Hegering für Blühstreifen und Rapsfruchtfolgen verwendet. Die Saatgutmischung beinhaltet Samen von: Alexandriner Klee, Phacelia, Borretsch, Sonnenblumen, Malve, Buchweizen, Ringelblumen und Hafer. Zusätzlich mischten die Kids der Mischung Samen von Raps, Rübsen, Gelbsenf und Markstammkohl bei.

Da die Fläche relativ klein war, entschied man sich für eine Aussaat per Hand. Die offen liegenden Samen wurden dann von den Falkenaugen mit Holzharken eingeharkt, damit Vögel das ausgebrachte Saatgut nicht schon im Vorfeld fressen.

Durch diesen späten Aussaattermin kann das Wild in der eigentlichen Setz- und Brutzeit zwar nicht durch Deckung unterstützt werden, aber das Saatgut läuft bei warmen Temperaturen gut auf. Es entwickeln sich deutlich schneller mehr Keimlinge, die in der Regel vom Wachstum des Unkrautes nicht überholt werden. Diese Blühfläche wird in Zukunft vielen Bestäubern und Insekten ein vielfältiges Blütenangebot bieten. Darunter befinden sich auch viele landwirtschaftliche Nützlinge, die einen Beitrag zur biologischen Schädlingsbekämpfung leisten. Auch für andere Tiere stellen sie wichtige Nahrungs- und Rückzugsbiotope da. Blühstreifen funktionieren auch als „Straßen“ für viele Kleintiere, indem sie unterschiedliche Lebensräume verbinden. Von dort ausgehend können nach der Ernte die angrenzenden Ackerflächen wieder besiedelt werden.

Nach dem Anlegen der Blühfläche wurden noch Tontöpfe ausgegeben, die die Kids bemalen und bepflanzen konnten. Die meisten Kids pflanzten Ringelblumensamen in ihre Töpfe. So kann jedes Falkenauge das Keimen der Samen auf der heimischen Fensterbank beobachten und bekommt ein Gefühl dafür was auf der Blühfläche mit ihren Samen passiert.

„Alle haben sich sehr darüber gefreut, dass es nach so einer langen Zeit wieder möglich war eine gemeinsame Aktion durchzuführen“, sagte Jugendobfrau Regina Wemken.

gez. Lutz Wemken

Zwei Falkenaugen machen das „grüne Abitur“

Am 21. August 2021 legten zwei Mitglieder der Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord „Die Falkenaugen“ erfolgreich ihre staatlich anerkannte Jägerprüfung vor dem Ammerländer Prüfungsausschuss ab. Die Zwei entschlossen sich für einen dreiwöchigen Vollzeit-Intensivlehrgang an der DEULA in Westerstede um ihre sechswöchigen Sommerferien sinnvoll zu nutzen. Bei einem solchen Lehrgang wird den Teilnehmern nichts geschenkt sagt Hegeringleiter Lutz Wemken. Die Jungjägeranwärter haben montags bis samstags von 8 – 18 Uhr die Fachgebiete: Wildtierkunde, Waffenkunde, Naturschutz, Hege, Jagdbetrieb, Wildbret Hygiene, Wildkrankheiten, Jagdhundewesen, jagdliches Brauchtum und Jagdrecht gebüffelt. Zusätzlich kam noch die Schießausbildung mit der Waffenhandhabung dazu.

Mit Ausgabe des Prüfungszeugnisses am 21. August kann Ole, der 16 Jahre alt ist, sofort seinen Jugendjagdschein bei der unteren Jagdbehörde lösen. Luna, die hingegen erst 15 ist, muss noch auf die Aushändigung des Jugendjagdscheines bis zu ihrem 16. Geburtstag warten. Mit dem Jugendjagdschein hat der Jungjäger aber erst ein eigeschränktes Jagdrecht und somit keinen vollwertigen Jagdschein. Ab dem 18. Lebensjahr wird dieser eingeschränkte Jugendjagdschein jedoch automatisch und ohne weitere Jägerprüfung von der unteren Jagdbehörde zum vollwertigen Jagdschein erklärt. Der Jugendjagdschein erlaubt dem Jungjäger zwar die Ausübung der Jagd, nur muss dies unter Aufsicht eines jagdlich erfahrenen Erziehungsberechtigten oder einer vom Erziehungsberechtigten schriftlich beauftragten volljährigen und jagdlich erfahrenen Begleitperson geschehen. An Gesellschaftsjagden darf der Inhaber eines Jugendjagdscheins nur als Treiber und nicht als Schütze teilnehmen. Bei der Einzeljagd mit Begleitung darf der Besitzer eines Jugendjagscheins Wild schießen, Munition und Waffe tragen aber außerhalb der Jagd keine Munition oder Waffen selbst besitzen.

Aber das Schießen sollte bei der Jagdausübung nicht im Vordergrund stehen. Hauptaufgabe des Jägers ist der Schutz und die Erhaltung einer artenreichen, freilebenden Tierwelt sowie die Sicherung ihrer Lebensgrundlagen. „Viele Naturschutzmaßnahmen haben die Zwei schon bei der Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord „Die Falkenaugen“ begleitet und so bin ich mir sicher, dass aus den Zweien gute verantwortungsvolle Jäger werden, die auch in schwierigen Zeiten die Artenvielfalt schützen und erhalten werden“, sagt Wemken.

gez. Lutz Wemken

Falkenaugen bauen ein großes Insektenhotel

Da die CORONA 7-Tage-Inzidenz im Ammerland bei 7,2 Personen pro 100.000 Einwohnern lag und die Kontaktbeschränkungen eine Zusammenkunft in Präsenz zuließen, traf sich die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ des Hegeringes Rastede Nord um eine weitere Naturschutzaktion durchzuführen. Im Zuge eines Bienenprojektes, das die Bäckerei und Konditorei Müller & Egerer aus Rastede, in diesem Jahr ins Leben gerufen hat, sollte ein großes Insektenhotel von den Kids gebaut werden.

Insekten sind wichtige Tiere in unserem Ökosystem. Viele von ihnen sind für die Bestäubung und somit auch für den Fortbestand unserer Pflanzen unverzichtbar. Aber auch viele Singvogelarten sind gerade in der Aufzuchtzeit auf Insekten als Nahrung für ihren Nachwuchs angewiesen. Fehlt dieses tierische Eiweiß in der Nahrung, können schwere Wachstumsstörungen bis hin zum Tod der Jungvögel auftreten.

Eine Vielzahl von Faktoren bedrohen Insekten weltweit. Zum einen die Pestizide, wie Glyphosat und Neonicotinoide. Diese wirken wie ein Nervengift, welches Insekten tötet oder irreversibel orientierungslos macht. Zum anderen sind pflanzliche Monokulturen zu nennen. Sie sind eine der Ursachen für eine reduzierte Pflanzenvielfalt und schränken so die Nahrungs- und Nistmöglichkeiten ein. Nach Untersuchungen von Biologen ist der Bestand an Fluginsekten seit 1989 schon mancherorts um bis zu 80 Prozent zurückgegangen.

Die Aufgabe, ein großes Insektenhotel für die Bäckerei und Konditorei Müller & Egerer zu bauen, kam für „Die Falkenaugen“ gerade zur rechten Zeit. Denn die Kids hatten sich in der Zeit, in der noch CORONA-Kontaktbeschränkungen vorherrschten, mit Aktionen rund um einige heimische Insekten im Homeoffice auseinandergesetzt. Die Gruppenleiter legten hierzu den Mitgliedern einmal im Monat z.B. Bausätze für Schmetterlings- und Floorfliegenkästen, Ohrwurm- und Marienkäferhotels, Insekten- und Schmetterlingstränken und Saatgut für eine Blühfläche vor die Haustür. Bei dem Bau des Insektenhotels konnten die so gewonnen Erfahrungen und Kenntnisse verstetigt werden.

Das Insektenhotel soll in Zukunft nützlichen Insekten beim Nisten und Überwintern helfen. Dazu zählen unter anderem Bienen, Wespen, Schmetterlinge, Käfer und Schwebfliegen. Für einige Kammern wurde extra ein umweltfreundlicher roter Anstrich vorgenommen, da z.B. die Floorfliege bevorzugt auf Rot fliegt. Damit Vögel die Schilf- und Bambusstängel nicht aus dem Insektenhotel ziehen können, wurde zusätzlich ein Maschendrahtgeflecht vor den einzelnen Kammern angebracht. Ein schützendes Dach verhindert das Eindringen von Feuchtigkeit.

Zu beachten ist noch, dass auch das beste Insektenhotel unbewohnt bleibt, wenn die Umgebung nicht passt und kein entsprechendes Nahrungsangebot vorhanden ist. Die neue „Insektenresidenz“ steht an der Raiffeisenstraße - höhe Düserweg 12 - im Gewerbegebiet  in Rastede. Hier ist extra eine Blühfläche für Insekten angelegt worden. Zum Abschluss bekam jedes Kind die Broschüre „Nützlinge in Feld und Flur“, um weitere Informationen nachlesen zu können.

„Jeder kann etwas für unsere Insektenwelt tun. Sei es im heimischen Garten oder auf dem Balkon. Schauen Sie, ob es Verstecke und Nahrungsquellen für unsere kleinen Krabbler gibt. Nicht jede Staude muss z. B. im Herbst nach dem Ausblühen zurückgeschnitten werden. Die Gruppe bedankt sich ausdrücklich bei der Bäckerei und Konditorei Müller & Egerer für die Übernahme der Materialkosten“ sagte Hegeringleiter Lutz Wemken.

gez. Lutz Wemken

Die Falkenaugen beschäftigen sich mit Tagfaltern

Die Leitung der Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ des Hegeringes Rastede Nord hält auch im Juni, bei sinkenden Corona-Inzidenzwerten noch an ihrem Konzept fest, kleinere Naturschutzaufgaben den Mitgliedern der Gruppe vor die Haustür zu legen. So können sich die Kids in der Zeit, in der keine gemeinsamen Treffen stattfinden, weiter mit der Natur sinnvoll beschäftigen. In der Juni Aktion ging es noch einmal darum den heimischen Garten attraktiver für Garteninsekten zu gestalten.

Wer kennt sie nicht, die „kleine Raupe Nimmersatt“ aus dem berühmten Kinderbuch-Klassiker von Eric Carle? Wie aus einem klitzekleinen Ei erst eine sehr hungrige Raupe und schließlich ein großer, bunter Schmetterling wird. Darüber staunen Kinder und auch Erwachsene auf der ganzen Welt nun schon seit mehr als fünf Jahrzehnten. Schmetterlinge sind jedoch noch aus einem anderen Grund in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit gerückt: Wie viele andere Insektenarten sind auch sie vom Aussterben bedroht.

In Deutschland leben rund 3500 Schmetterlingsarten. Die meisten sind Nachtfalter. Nur etwa 180 verschiedene Tagfalterarten fliegen durch unsere Natur. Von den Tagfalter-Arten stehen 80 Prozent auf der Roten Liste und sind somit in ihrem Bestand als gefährdet zu betrachten. Der grundsätzliche Mangel an geeigneten Lebensräumen, blütenarme Wiesen, der Einsatz von Insektiziden und Unkrautvernichtungsmitteln setzen Ihnen zu.

Jeder kann den heimischen Garten attraktiver für Schmetterlinge und andere Garteninsekten gestalten. Für Tagfalter sind Brennnesseln, Diesteln, Wegerich und Klee gute Nahrungs- und Lebensraumgrundlagen. Diese Pflanzen sind allerdings nicht sehr beliebt im heimischen Garten! Mit handelsüblichen Saatgut-Wildblumenmischungen kann der Lebensraum und das Nahrungsangebot für Tagfalter deutlich verbessert werden. Jedes Mitglied der Gruppe bekam Saatgut, das für ca. 10 m² Wildblumenwiese reicht. Die vorwiegend einjährige Saatgutmischung setzt sich aus ca. 50 verschiedenen Wildblumen zusammen. Wichtig ist, dass die abgeblühten Pflanzen im Herbst nicht entfernt werden, da die abgestorbenen Halme vielen Insekten als Überwinterungsschutz dienen.

Des Weiteren bekam jedes „Falkenauge“ einen Bausatz für eine Schmetterlingsfutterstelle, um festzustellen, welche und wie viele Tagfalter sich noch im heimischen Garten bzw. der Region aufhalten. Die Futterstelle ist ein auf dem Kopf hängendes Weckglas, in dem eine Zuckerlösung den Schmetterlingen angeboten wird. Solche Futterstellen werden sehr gern angenommen und so können die verschiedenen Arten sehr gut beobachtet bzw. bestimmt werden. Für die Schmetterlingsbestimmung wurde jedem Falkenauge ein Bestimmungsheft von der Landesjägerschaft Niedersachsen e.V. überreicht, indem die 30 bekanntesten Tagfalterarten unserer Heimat beschrieben sind.

gez. Lutz Wemken

Falkenaugen bauen Florfliegenkästen

Die Leitung der Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ des Hegeringes Rastede Nord hält aufgrund der vorherrschenden Corona-Kontaktbeschränkungen an ihrem Konzept fest, kleinere Naturschutzaufgaben den Mitgliedern der Gruppe vor die Haustür zu legen. So können sich die Kids auch in der Zeit, in der keine gemeinsamen Treffen stattfinden, weiter mit der Natur sinnvoll beschäftigen. In der Mai Aktion ging noch einmal darum den heimischen Garten attraktiver für nützliche Garteninsekten zu gestalten.

Mit ihrem grünen, schlanken Körper, den goldglänzenden Augen und den anmutigen Fühlern erscheint sie wie eine kleine Elfe aus dem Märchenreich – ein Eindruck, der sich verstärkt, sobald ein Lichtstrahl ihre dünnen, geäderten Flügel in Regenbogenfarben schimmern lässt. Perlauge oder Goldfliege heißt die Gemeine Florfliege (Chrysopa carnea) im Volksmund, sie ist die häufigste Art hierzulande. Die zarten Geschöpfe ernähren sich von Nektar, Pollen und Honigtau, während ihre Larven unter Blattläusen kräftig aufräumen, weshalb sie auch Blattlauslöwen genannt werden. Kaum geschlüpft, gehen sie auf Beutezüge und räubern etwa zwei Wochen lang. Rund 450 Blattläuse und 12.000 Milbeneier fallen ihnen zum Opfer. Die flinken Jäger saugen ihre Beute aus, es bleibt lediglich eine leere Hülle übrig. Die rötlich-braunen Larven sind 7–8 Millimeter lang und besitzen seitliche Borstenbüschel, an denen Reste ihrer Opfer zur Tarnung angebracht werden.

Pro Jahr gibt es meist zwei Generationen. Von Mai bis Juli legen die Florfliegen, die überwintert haben, ihre Eier ab – pro Weibchen sind dies gut 350 Stück. Die Florfliegenweibchen heften ihre Eier an langen Stielen an Pflanzen, die sich nah an Blattlauskolonien befinden. Aus ihnen entwickeln sich Tiere, die sich im August fortpflanzen, um danach zu sterben. Die jungen Florfliegen suchen sich ein geschütztes Winterdomizil, indem sie sich ab September in Ritzen wie von Baumrinden verkriechen. Bis zum Frühjahr sterben trotzdem rund 90 % dieser Tiere. Wenn jedoch ein spezielles Überwinterungsquartier angeboten wird, kann die Sterblichkeitsrate auf bis zu 5 % gesenkt werden!

Die Falkenaugen haben in ihrer Aktion 30 Luxus-Villen gebaut. Diese ähneln sehr einem Vogelkasten. Charakteristisch für den Kasten sind die angebrachten Lammellenbrettchen am Boden und in der Front des Kastens, durch den die Florfliegen in den Kasten gelangen können. Da dieses Insekt besonders auf Rot- bzw. Brauntöne fliegt, sollte der Kasten mit einem roten bzw. braunen umweltfreundlichem Anstrich versehen werden. Als Füllmaterial dient fest zusammengedrücktes Stroh, dass nicht über die Jahre ausgewechselt werden muss. Das Stroh sorgt dafür, dass es in dem Kasten nicht zu starken Luftbewegungen kommt, da sonst die Florfliege den Kasten verlässt. Das Quartier sollte in 1,5 bzw. 2 m Höhe, abgewandt von der Hauptwindrichtung angebracht werden.

„Es ist nicht unbedingt nötig, den Florfliegen eine solche Luxus-Unterkunft im Garten zur Verfügung zu stellen. Wichtig ist zu prüfen, ob es für Nützlinge überhaupt geeignete Unterschlupfmöglichkeiten gibt. Hierzu sollte einmal mit offenen Augen durch den Garten gegangen werden. Nicht jede Ecke des Gartens muss akkurat aussehen. Ein überdachter Holzstoß, Gartenhäuser, Dachböden und Garagen, wo sie sich in Spalten verstecken können, bieten für Insekten gute Unterschlupfmöglichkeiten“ sagt die Jugendobfrau Regina Wemken.

gez. Lutz Wemken

Falkenaugen bauen Marienkäferhäuser

Die Leitung der Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ des Hegeringes Rastede Nord hält aufgrund der vorherrschenden Corona-Kontaktbeschränkungen an ihrem Konzept fest, kleinere Naturschutzaufgaben den Mitgliedern der Gruppe vor die Haustür zu legen. So können sich die Kids auch in der Zeit, in der keine gemeinsamen Treffen stattfinden, weiter mit der Natur sinnvoll beschäftigen. In der April Aktion ging es darum den heimischen Garten attraktiver für nützliche Garteninsekten zu gestalten.

Gegen Insekten-Schädlingsbefall finden sich im Handel etliche synthetische Mittel mit bekannter Wirksamkeit. Doch die „Chemische Keule“ im Garten birgt ein hohes Risiko, die die gesamte Fauna und sogar den Anwender schädigen können. Deshalb kann vom Einsatz dieser Mittel nur abgeraten werden. Biologische Maßnahmen und wirksame Hausmittel sind eine gute Alternative und ihr Einsatz ist für die Umwelt ungefährlich. Das allerbeste ist es, wenn der Garten so gestaltet ist, dass es ausreichend Nützlinge im Garten gibt, die diese Schädlinge kurzhalten. Für jeden Schädling gibt es geeignete Gegenspieler. So frisst z.B. ein Marienkäfer in seinem Leben mehrere Tausend Blatt- und Schildläuse. Zum Nahrungsspektrum zählen außerdem Spinnmilben, Wanzen, Fransenflügler, Käfer-, Blattwespen- und gelegentlich sogar Schmetterlingslarven. Damit sich die kleinen „Krabbler“ auch bei nasskaltem Wetter und im Winter wohlfühlen, braucht es geschützte Plätze im Garten.

Die Falkenaugen haben in ihrer Aktion den Marienkäfern 30 Luxus-Villen in Form von Marienkäferhäusern gebaut. Diese ähneln sehr einem Vogelkasten. Der Unterschied besteht nur im fehlenden Einflugloch und den vielen 10mm Löchern am Boden bzw. an den Seitenteilen des Kastens, durch die die Käfer in den Kasten kriechen können.

Marienkäfer schlafen bevorzugt in Gruppen und das an jedem Ort, an dem sie Unterschlupf finden und so vor den Witterungsbedingungen und Fressfeinden geschützt sind. Selbst ohne Füllung ist ein Marienkäferhaus da schon purer Luxus. Um es den Kleinen noch ein wenig gemütlicher zu machen, wurde in das Marienkäferhaus der Falkenaugen Stroh gefüllt, dass einmal im Jahr erneuert wird.

Damit die Käfer auch effektiv die Schädlinge fressen und dabei Ihre Pflanzen vor einem Befall retten können, sollte der Marienkäfer-Unterschlupf besonders nah an den Pflanzen stehen, die in Ihrem Garten bevorzugt von Blattläusen befallen werden. So haben die Käferchen es auch besonders leicht, nach der Winterruhe Nahrung zu finden.

Das Marienkäferhaus soll sowohl im Winter als auch im Sommer einen sicheren Unterschlupf bieten, dafür ist es wichtig, dass es relativ wind- und regengeschützt an einem halbschattigen und ruhigen Ort steht. So kann es das ganze Jahr über draußen bleiben.

„Es ist nicht unbedingt nötig, den Marienkäfern eine solche Luxus-Unterkunft im Garten zur Verfügung zu stellen. Wichtig ist zu prüfen, ob es für Nützlinge überhaupt geeignete Unterschlupfmöglichkeiten gibt. Hierzu sollte einmal mit offenen Augen durch den Garten gegangen werden. Nicht jede Ecke des Gartens muss akkurat aussehen. Ein Laubhaufen oder aufgeschichtete Steine bzw. Brennholz bieten für Insekten gute Unterschlupfmöglichkeiten“ sagt die Jugendobfrau Regina Wemken.

gez. Lutz Wemken

Falkenaugen feiern 5-jähriges Jubiläum

Der Hegering Rastede Nord geht im Zuge der Initiative „Lernort Natur“ bereits seit Jahrzehnten in die hiesigen Kindergärten und Schulen, um das Interesse für die Fauna und Flora bei den Kindern zu wecken. Es werden die unterschiedlichsten Aktionen durchgeführt wie zum Beispiel: Nistkastenbau, Waldspiele, Ansitz mit Kindern, Ferienpassaktionen, Naturpfadführungen und vieles mehr. „Bei diesen Unternehmungen haben wir es oft erlebt, dass es Kinder gibt, die der Natur ganz besonders aufgeschlossen sind und ihr Wissen erweitern möchten. Da es sich hierbei immer um einmalige und zeitlich begrenzte Aktionen handelte, kam uns der Gedanke, diese Kids in regelmäßigen Treffen naturpädagogisch zu begleiten“ sagt Hegeringleiter Lutz Wemken.

Aus dieser Idee heraus gründete der Hegering Rastede Nord im April 2016 eine Jugendgruppe. Solch eine Gruppe gab es bis dahin weder in Niedersachsen noch auf Bundesebene und somit ist so ein echtes Leuchtturmprojekt in der Jägerschaft ins Leben gerufen worden. Und nun begann die eigentliche Arbeit. Als erstes überlegten sich die Kids einen Namen für ihre Gruppe. Schnell stand fest: „Wir sind „Die Falkenaugen“, weil wir in der Natur ganz genau hinschauen!“.

„Die Falkenaugen“ führten in den vergangenen fünf Jahren viele Naturschutzprojekte durch. Beispielhaft sind hier die Maßnahmen: Bau von Insektenhotels, Fasanenschütten, Auswilderungsvolieren nach dem Höckeler-Modell und verschiedenste Nisthilfen, das Anlegen von Amphibien Steinhaufen, Salzlecken und Blühstreifen, die Renaturierung eines Teiches, Anlage von Benjes-Hecken, Beteiligung an Müllsammelaktionen und die Wildtierrettung vor der Mahd zu nennen. Es wurden aber auch einige gemeinsame Pflanzaktionen mit anderen Naturschutzverbänden durchgeführt. Denn wir sind alle anerkannte Naturschutzverbände und wünschen uns eine noch bessere Zusammenarbeit mit den anderen Institutionen.
 
Zusätzlich zu den Aktionen wird mindestens einmal im Jahr mit der Gruppe eine Exkursion gemacht, bei der den Kids bestimmte Themen naturpädagogisch vermittelt werden. Hier ist zu nennen der Besuch der Wildtierauffangstation in Rastede, Führung bei einem Imker, Führung im Wolfcenter Dörverden, Besuch der Seehundaufzuchtstation und des Waloseums in Norddeich und eine Exkursion ins Wattenmeer mit einem Schau-Schleppnetzfischen und einer Wattführung.

Die Jugendgruppe besteht zurzeit aus 25 Kindern bzw. Jugendlichen und wird von drei Erwachsenen geleitet. Die Treffen der Gruppe finden mindestens einmal im Monat an unterschiedlichen Orten statt. Die genauen Angaben werden auf der Homepage des Hegeringes Rastede Nord bekannt gegeben. Zusätzlich tauschen die Mitglieder Informationen über ihre WhatsApp Gruppe aus. Jetzt in CORONA-Zeiten werden den Mitgliedern der Gruppe kleine Naturschutzprojekte kontaktlos vor die Haustür gelegt, damit der Naturschutzgedanke im heimischen Garten weiterverfolgt werden kann.

Die Jugendgruppe hat sich mit ihren Bemühungen um die Natur auch schon überregional einen Namen gemacht, so dass sie Zweitplatzierter beim Dr. Strahl Jugendnaturschutzpreis 2020 des NABU’s mit ihren Projekten war. Des Weiteren hat die Gruppe von der Oldenburgische Landschaft e.V. im Jahr 2018 einen Förderpreis verliehen bekommen. Hier ist hinzuzufügen, dass ein solcher Förderpreis noch nie an eine Gruppierung verliehen wurde, die sich mit Naturschutz beschäftigt! Auch konnten Die Falkenaugen mit ihrem selbst gedrehten Videoclip rund um ihre Projekte den Publikumspreis bei dem Wettbewerb „Gemeinsam Jagd erleben 2017“ gewinnen.

„Ausdrücklich möchten wir uns bei der BINGO Umweltstiftung Niedersachsen, der Gemeinde Rastede und weiteren Unterstützern, die die Gruppe durch finanzielle oder Sachspenden unterstützt haben, bedanken. Ohne diese Zuwendungen hätten wir die Aktionen der letzten 5 Jahre nicht realisieren können“, sagt die Jugendobfrau Regina Wemken.

gez. Lutz Wemken

Falkenaugen bauen Halbhöhlenbrutkästen

Die Leitung der Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ des Hegeringes Rastede Nord hält aufgrund der vorherrschenden Corona-Kontaktbeschränkungen an ihrem Konzept fest, kleinere Naturschutzaufgaben den Mitgliedern der Gruppe vor die Haustür zu legen. So können sich die Kids auch in der Zeit, in der keine gemeinsamen Treffen stattfinden, weiter mit der Natur sinnvoll beschäftigen. In der März Aktion ging es um Nischenbrüter. Ein mitgelieferter Schokoladenosterhase sollte die Aktion versüßen.

Als Nischenbrüter werden Vogelarten bezeichnet, die als Nistplatz für ihre Brutzwecke Nischen benötigen. Anders als die Höhlenbrüter oder die Freibrüter legen die nischenbrütenden Vogelarten üblicherweise ihre Nester eben in, ihren jeweiligen Bedürfnissen entsprechenden, Nischen von Felswänden, Geröllhalden, Gebäuden, Bäumen und Böschungen an. Zu den Nischenbrütern werden unter anderem Singvogelarten wie z.B. die Wasseramsel, die Bachstelze, die Gebirgsstelze, das Rotkehlchen, der Grauschnäpper, der Hausrotschwanz und zuweilen auch der Gartenrotschwanz gezählt. Zur Brutplatzunterstützung für diese Vogelarten hat sich der Halbhöhlenbrutkasten bewährt.  Welche Vogelart speziell in diesem Nistkasten brüten soll kann aber nicht beeinflusst werden, da es keine Einfluglöcher wie beim Meisenkasten gibt.

Die so im Homeoffice gebauten Kästen können die Kinder mit ihren Eltern an geeigneten Plätzen aufhängen. Der Nistkasten sollte dabei in einer Höhe von 2-3 Metern an einer Hauswand, einem Balkon oder an einem Schuppen angebracht werden. Am besten unter einem Dachvorsprung im Halbschatten. Die Öffnung sollte vom Haus weg zeigen und für Katzen und Marder nur schwer zu erreichen sein.

Ein großer Fehler ist es auch zu viele gleiche Nisthilfen auf zu kleinem Raum den Vögeln anzubieten. Das führt während der Brutzeit nur zu unnötigen Revierkämpfen und verringert das Nahrungsangebot.

„Uns fehlen die gemeinsamen Aktionen sehr. Aber mit unseren kleinen monatlichen Aufgaben versuchen wir etwas Abwechslung in den Alltag der Kids zu bringen und unterstützen die Natur auch in diesen Zeiten weiterhin,“ sagt die Jugendobfrau Regina Wemken.

gez. Lutz Wemken 

Falkenaugen bauen Fledermauskästen

Bedingt durch den CORONA Lockdown trifft sich die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ des Hegeringes Rastede Nord zurzeit nicht. Durch kleine Aktionen, die den Kids vor die Haustür gelegt werden, soll aber der Naturschutzgedanke weiterverfolgt werden. In der Februar Aufgabe griff die Gruppe eine Idee aus dem Jahr 2018 auf und baute erneut Fledermauskästen.

Seit den 1950er Jahren sind die Fledermausbestände bei uns massiv zurückgegangen, denn viele ihrer Quartiere wurden und werden unwissentlich zerstört.

Fledermäuse haben ihre Schlafplätze in unserer Region meist in alten Baumhöhlen, Gebäudespalten oder auf Dachböden. In der heutigen Zeit werden allerdings solche Rückzugsplätze für unser einzig aktiv fliegendes Säugetier immer weniger. Viel zu oft wird das Totholz mit den darin wichtigen Höhlen und Spalten aus unseren Wäldern für Brennholz geholt. Auch bieten neuere Gebäude keinen Unterschlupf mehr, da es wegen des energetischen Schutzes keine Spalten mehr gibt, in denen sich die Fledermaus verstecken kann. Aus diesem Grund hat sich die Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord „Die Falkenaugen“ überlegt, dass sie die heimischen Fledermausarten unterstützen möchte.

Die damals 16 gebauten Fledermauskästen wurden im Eichenbruch in Rastede aufgehängt. Anhand von Kotresten an den jeweiligen Einflugbrettern ist deutlich zu erkennen, dass die Kästen von Fledermäusen gut angenommen werden. Ein Kasten wurde allerdings von einem Schwarzspecht zerstört indem er ein Hühnerei großes Loch in die Front des Kastens gehämmert hatte. Wahrscheinlich hatte er Geräusche vernommen und wohlschmeckende Insekten unter dem Brett vermutet. Da sich die Konstruktion des Kastens gut bewährt hat, hat die Gruppenleitung noch einmal 31 Bausätze für die Kids zugesägt. In die Rückwände der Kästen wurden kleine Rillen gesägt, damit die Fledermäuse nicht abrutschen können und genügend Halt finden. Damit bei dem Zusammenbau zwischen dem Dach und den umliegenden Bauteilen keine Spalten bleiben, wurde ein Sisalband zur Abdichtung zwischen die Bauteile mit eingearbeitet. Denn Fledermäuse mögen keinen Durchzug. Auf alle Fronten wurde mit einem Brenneisen das Falkenaugenlogo gebrannt, damit die Fledermauskästen der Gruppe wiedererkannt werden können.

Die so im Homeoffice gebauten Kästen können die Kinder mit ihren Eltern an geeigneten Plätzen aufhängen. Dabei soll darauf geachtet, dass die Unterkünfte in Richtung Süd-Ost ausgerichtet sind. Da die Fledermäuse die Kästen von unten anfliegen und sich zum Losfliegen fallen lassen, sollen diese in einer Höhe von 4 Metern aufgehängt werden. Zum Aufhängen der Behausungen an gesunden Bäumen wurden extra Nägel aus Aluminium mitgegeben. Diese haben den Vorteil, dass sie den Baum im Wachstum nicht schädigen. Zudem sind Weichmetallnägel problemlos bei evtl. weiterer Holzverarbeitung.

„Die Gruppe bedankt sich ausdrücklich bei der BINGO Umweltstiftung Niedersachsen, die wieder einmal die Materialkosten übernommen hat“, sagt Hegeringleiter Lutz Wemken.

gez. Lutz Wemken

Falkenaugen bauen Vogelfutterautomaten

Bedingt durch den CORONA Lockdown trifft sich die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ des Hegeringes Rastede Nord zurzeit nicht. Durch kleine Aktionen, die die Mitglieder der Gruppe vor die Haustür gelegt bekommen, soll aber der Naturschutzgedanke weiterverfolgt werden. In der Januar Aufgabe ging es noch einmal um die Singvogelfütterung.

Gerade die Singvogelfütterung im heimischen Garten ist sehr umstritten. Mit den Vogelfütterungen in Städten und Dörfern werden selten mehr als 10 bis 15 Vogelarten erreicht. Hier handelt es sich vor allem um Meisen, Finken, Rotkehlchen und Amseln. Diese Arten haben stabile oder wachsende Populationen. Keine Art ist in ihrem Bestand gefährdet. Von wenigen Ausnahmen wie dem Haussperling abgesehen, werden Futterstellen also nicht von den Vögeln genutzt, die im Mittelpunkt notwendiger Schutzbemühungen stehen. Die Vogelfütterung im heimischen Garten ist zwar ein Beitrag zum Artenschutz sollte aber nicht überschätzt werden.

Lebensraumqualität beschränkt sich eben nicht allein auf die Verfügbarkeit von Nahrung. Vorrangig für den Schutz einer artenreichen Vogelwelt ist die Erhaltung von vielfältigen und gesunden Lebensräumen. Maßnahmen zur Lebensraumverbesserung hat die Gruppe auch schon mehrfach in vergangenen Aktionen durchgeführt. Hier ist zu nennen: die Anlage von Streuobstwiesen, Pflanzung von Blühsträuchern und anderen Gehölzen, die Renaturierung eines Teiches, die Anlage von Blühflächen und Totholzhecken.

Mit dieser Aktion wollen wir vielmehr erreichen, dass sich die Mitglieder der Gruppe mit den Besuchern der Fütterung im heimischen Garten auseinandersetzen. Die Artenkenntnis soll bei jedem einzelnen verbessert bzw. erweitert werden. Erlebnisse und Fragen können in der WhatsApp Gruppe der Falkenaugen geteilt werden. Vielleicht kommt auch der ein oder andere seltenere Vogel, wie z.B. der Kernbeißer zu Besuch.

Die Bausätze der Vogelfutterautomaten wurden von der Jugendobfrau Regina Wemken und dem Hegeringleiter Lutz Wemken zugesägt und zusammen mit einer detaillierten Bauanweisung vor die jeweiligen Haustüren der Falkenaugen gelegt. „Unsere Kids haben in vergangenen Aktionen schon oft bewiesen, dass sie echte Experten sind und auch aufwendigere Bausätze mit ein wenig Unterstützung von Geschwistern bzw.  Eltern zusammenbauen können. Bedanken möchten wir uns ausdrücklich bei der BINGO Umweltstiftung Niedersachsen, die die Materialkosten übernimmt.“ sagt Regina Wemken.

gez. Lutz Wemken 

Martens Sand und Kies GmbH stellt den Falkenaugen 500 Euro zur Verfügung

Die Firma Martens Sand und Kies GmbH aus Rastede hat sich dieses Jahr für eine Spende an die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ des Hegeringes Rastede Nord, anstelle von Weihnachtsgeschenken für ihre Geschäftspartner, entschieden. Jan Martens Geschäftsinhaber der Martens Sand und Kies GmbH verfolgt schon seit der Gründung im Jahr 2016 die Entwicklung der Gruppe. Er betonte bei der Scheckübergabe, dass er von den kleinen Naturschutzprojekten, die die Gruppe in der Vergangenheit realisiert hat, begeistert ist und dieses Engagement gern finanziell unterstützt. Er ist auch davon überzeugt, dass es der richtige Weg ist, um junge interessierte Menschen an die Natur heranzuführen um später die spannenden Zusammenhänge begreifen und beurteilen zu können. Denn nur mit aktiven naturinteressierten Menschen werden wir auch in Zukunft unsere Flora und Fauna schützen und für deren Belange eintreten.

Für die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ nahmen die Jugendobfrau Regina Wemken und der Hegeringleiter des Hegeringes Rastede Nord Lutz Wemken den Scheck entgegen. „Wir freuen uns sehr über diese Zuwendung und werden das Geld in zukünftige Naturschutzprojekte und Bildungsveranstaltungen der Gruppe einfließen lassen“, sagte Regina Wemken.

gez. Lutz Wemken

Je 1.000 Euro für ausgewählte Organisationen

Die Individuelle Software und Entwicklung GmbH (ISE) hat sich auch dieses Jahr für eine Spende an gemeinnützige Institutionen anstelle von Weihnachtsgeschenken für Geschäftspartner entschieden. Christoph Sahm von der ISE Geschäftsleitung überreichte den Vertretern der drei ausgewählten Organisationen je einen Scheck über 1.000 Euro und dankte für ihren wichtigen Einsatz. Die Spenden gingen an die Oldenburger AIDS Hilfe e.V., die Straßenengel Oldenburg e.V. und an die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ vom Hegering Rastede Nord. „Es gibt so viele regionale Institutionen und alle hätten die Spende sicher gut gebrauchen können“, erläuterte Geschäftsführer Christoph Sahm. Die ISE freut sich, dass die Vereine der Einladung folgten und sich eine Gelegenheit bot, sich über Sorgen und Projekte auszutauschen.

Für die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ nahmen die Jugendobfrau Regina Wemken und der Hegeringleiter des Hegeringes Rastede Nord Lutz Wemken den Scheck entgegen. „Dieses Geld wird in neue zukünftige Naturschutzprojekte der Gruppe fließen. Wir bedankten uns ausdrücklich bei der ISE GmbH für diese großzügige Spende“ sagte Regina Wemken.

gez. Lutz Wemken

Falkenaugen bauen Futterglocken

Durch die weiterhin hohen CORONA-Fallzahlen hat sich die Leitung der Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ des Hegeringes Rastede Nord überlegt, weiterhin auf gemeinsame Treffen zu verzichten. Durch kleine Aktionen, die die Mitglieder der Gruppe vor die Haustür gelegt bekommen, soll der Naturschutzgedanke weiterverfolgt werden. In der Dezember Aufgabe ging es noch einmal um die Singvogelfütterung. Ein mitgelieferter Schokoladenweihnachtsmann sollte die Aktion etwas versüßen.

Vogelhäuschen gibt es in unzähligen Variationen zu kaufen. Dementsprechend groß ist auch die Preisspanne. Doch warum viel Geld dafür ausgeben, wenn ein Vogelfutterhaus auch ganz einfach und vor allem kostengünstig selbst gebastelt werden kann? Mit nur wenigen Materialien und wenig Geld kann aus einem Tontopf eine Futterglocke gebaut werden. Das Gute: selbst ungeübte Bastler können ohne große Heimwerkerambitionen schnell und einfach aus einem Tontopf ein schönes Vogelfutterhaus bauen.

Benötigt wird:

  • ein Blumentopf aus Ton, ca. 8 – 10 cm Durchmesser,
  • ein stabiler Draht, ca. 60 cm lang,
  • ein mittig durchgebohrtes Querholz, ca. 5 cm lang und 2 cm stark und
  • ein Meisenknödel

Bastelanleitung:

Wer nicht einen schlichten braunen Tontopf aufhängen möchte, der kann diesen zunächst einmal mit wetterfester Acrylfarbe bemalen oder mit Serviettentechnik verzieren. Ist alles getrocknet, geht es weiter mit dem Basteln.

Schiebt den Draht ca. 10 cm durch das Loch des Querholzes. Das lange Drahtende wird jetzt einmal um das Querholz gedreht. Aus dem 10 cm Drahtende biegt ihr einen Harken an dem später der Meisenknödel hängt. Das Querholz sorgt dafür, dass der Tontopf nicht herunterfällt, sobald der Meisenknödel von den Vögeln gefressen wurde. Anschließend den Draht mit dem langen Ende von innen nach außen durch das Loch am Tontopfboden ziehen. So hängt der Topf kopfüber an dem Draht. Jetzt kann die Futterglocke schon an ihrem dafür vorgesehenen Platz im Garten aufhängt werden.

Wer weitere Informationen zu Vogelfütterung haben möchte klickt hier.

gez. Lutz Wemken

Falkenaugen bauen Bilchkästen und Spatzenhotels

Durch die steigenden CORONA-Fallzahlen hat sich die Leitung der Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ des Hegeringes Rastede Nord überlegt, erst einmal auf gemeinsame Treffen zu verzichten. Die Teilnahme an der BINGO-Naturschutzwoche die vom Natur-Netz Niedersachsen veranstaltet wird, sollte darunter aber nicht leiden. Das Netzwerk ist ein Zusammenschluss niedersächsischer Natur- und Umweltstiftungen, das zum mittlerweile achten Mal zur Teilnahme an der Naturschutzwoche für Kinder und Jugendliche vom 1. November – 08. November 2020 aufruft. Die Falkenaugen hatten in diesem Jahr angekündigt 25 Staren-, 10 Bilchkästen und 26 Spatzenhotels im Zuge dieser Veranstaltung selbst zu bauen.

Gerade der Spatz oder auch Haussperling genannt war früher häufig zu sehen. Doch die Bestände nehmen kontinuierlich ab und das überall in Europa. Die Ursachen liegen möglicherweise im Mangel an Insekten, die der Haussperling für die Aufzucht seiner Jungen benötigt oder an fehlenden Nistmöglichkeiten. Sie bauen ihre Nester meist in Mauernischen und -spalten oder unter Dachpfannen. Sanierungsmaßnahmen älterer Gebäude und versiegelte Fassaden neuer Gebäude verhindern, dass Haussperlinge traditionelle Brutplätze nutzen können. Da der Haussperling ein Koloniebrüter ist, nehmen sie herkömmliche Nistkästen jedoch nicht immer an. Aus diesem Grund haben sich die Falkenaugen für eine spezielle Bauanleitung mit der Überschrift "Spatzen-Mehrfamilienhaus" entschieden. Der Nistkasten besteht aus 3 nebeneinander liegenden Brutkammern.

Unter die Gattung der Bilche fallen in Mitteleuropa der Siebenschläfer, der Gartenschläfer, die Haselmaus und der sehr seltene Baumschläfer. Bei uns sind Bilche in überschwemmungsfreien, lichten Laub- und Laubmischwäldern sowie in naturnahen Gärten und Streuobstwiesen verbreitet. Heimische Bilche sind mittlerweile in ihrer Existenz stark gefährdet. Die weitreichende Vernichtung der naturnahen, lichten Wälder mit ihrem relativ hohen Altholzanteil nimmt ihnen den geeigneten Lebensraum. Dadurch gehen die für das ökologische Gleichgewicht sehr wichtigen Akteure verloren. Bilche sind ausgezeichnete Kletterer und üblicherweise dämmerungs- und nachtaktiv. Bilche halten je nach Art und Gegend bis zu sieben Monate Winterschlaf. Bei dem selbstgebauten Bilchkasten war es den Falkenaugen wichtig, dass die Einschlupföffnung zum Stamm zeigt. So wird verhindert, dass der Kasten von Vögeln besetzt wird. Auch können Fressfeinde deutlich schwerer an den Bilch herankommen.

Die Bausätze der Bilchkästen und der Spatzenhotels wurden von der Jugendobfrau Regina Wemken und dem Hegeringleiter Lutz Wemken zugesägt und zusammen mit einer detaillierten Bauanweisung vor die jeweiligen Haustüren der Falkenaugen gelegt. Die 25 Starenkästen hatte die Gruppe schon im Oktober gebaut. „Unsere Kids haben in vergangenen Aktionen schon oft bewiesen, dass sie echte Experten sind und auch aufwendigere Bausätze mit ein wenig Unterstützung von Geschwistern bzw.  Eltern zusammenbauen können. Bedanken möchten wir uns ausdrücklich bei der BINGO Umweltstiftung Niedersachsen, die die Materialkosten übernimmt. Es werden auch noch Plätze für die Bilchkästen in der Gemeinde Rastede gesucht. Interessenten können sich unter der Tel. Nr. 0441 / 3614 9000 melden.“ sagt Regina Wemken.

gez. Lutz Wemken

Falkenaugen bauen Starenkästen

Am 4. Oktober 2020 traf sich die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ vom Hegering Rastede Nord, im Rahmen der BINGO-Naturschutzwoche. Die Gruppe hatte sich überlegt, noch mehr für den Singvogelschutz zu tun. Bei diesem Termin wollten die Kids den Star, der 2018 Vogel des Jahres wurde, in seinem Brutgeschäft mit künstlichen Nisthilfen unterstützen.

Der Star ist bekannt als Allerweltsvogel. Er macht seinem Namen alle Ehre. Mit seinem metallisch, dunkelgrün-blau-violett glänzenden Gefieder und seinem kurzen Schwanz wirkt er stets elegant, während ihm sein langer gelblicher Schnabel beinahe vornehme Züge verleiht. Doch seine Präsenz in unserem Alltag täuscht, denn der Starenbestand nimmt ab. Heute gibt es etwa eine Million Paare weniger als noch vor zwanzig Jahren. Der Bestand in Deutschland schwankt je nach Nahrungsangebot und Bruterfolg zwischen drei und viereinhalb Millionen Paaren pro Jahr. Auf der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands wird die Art inzwischen als „gefährdet“ eingestuft.

Als Ursache für den Rückgang sind meist menschliche Einflüsse verantwortlich. Es fehlt an Lebensräumen mit Brutmöglichkeiten und Nahrung, insbesondere verursacht durch die industrielle Landwirtschaft. Der Verlust natürlicher Wiesen und die Abholzung von Wäldern macht es Staren schwer, genügend Insekten und Nistplätze zu finden.

Der Star ist für sein Talent bekannt, andere Vögel und Umgebungsgeräusche imitieren zu können. Im Herbst bilden Stare imposante Schwarmwolken, um gemeinsam in ihre Winterquartiere zu fliegen. Viele der Tiere ziehen aus Deutschland bis in den südlichen Mittelmeerraum oder nach Nordafrika. Andere Stare überwintern in Deutschland.

Winzer schätzen den Star allerdings nicht. Große Starenschwärme können große Schäden bei den Trauben anrichten.

Die Idee der „Falkenaugen“ war, durch spezielle Nistkästen, den Star in seinem Brutgeschäft zu unterstützen. Dazu wurden 25 Behausungen nach Bauanleitungen aus dem Internet aus unbehandeltem Holz gefertigt. Auf die Dächer der Starenkästen wurde ein Stück Dachpappe geklebt, damit die Behausungen länger der Witterung Stand halten. Jedes Falkenauge konnte seinen selbst gebauten Kasten mit nach Hause nehmen, um ihn dort an einer geeigneten Stelle aufzuhängen. Hierbei sollte beachtet werden, dass der Kasten in einer Höhe von mindestens vier Metern aufgehängt wird.

Aufgrund von steigender CORONA Fallzahlen wurde während der Aktion von allen Beteiligten eine Mund- Nasenmaske getragen.

„Die Aktion hat der Gruppe wieder sehr viel Spaß gemacht. Schön ist auch zu sehen, wie die Kids sich gegenseitig unterstützen, Hand in Hand arbeiten und voneinander lernen. Bedanken möchten wir uns bei der BINGO Umweltstiftung Niedersachsen, die die Materialkosten übernimmt. Ohne diese Sponsoren wären solche Projekte nicht möglich.“ sagte Hegeringleiter Lutz Wemken.

gez. Lutz Wemken

Falkenaugen werden mit dem zweiten Platz beim Dr. Fedor Strahl NABU Jugendnaturschutzpreis ausgezeichnet

Anlässlich seines 75. Geburtstags hat der ehemalige NABU-Vizepräsident Dr. Fedor C. Strahl den "Dr. Fedor Strahl NABU-Jugendnaturschutzpreis" gestiftet. Der Preis ist mit 1000 Euro dotiert und wurde erstmals im Jahr 2002 vergeben.

Der Stifter Dr. Fedor Strahl wollte mit diesem Preis die junge Generation ermutigen, sich für den Erhalt von Natur und Landschaft einzusetzen. „Wenn auch der Zeitgeist vorgaukelt, dass die Überlebensfähigkeit der Erde von den virtuellen Welten des Internets abhängt, so sind wir Menschen als biologische Wesen doch abhängig von Boden, Wasser, Klima, Tieren und Pflanzen“, begründete damals der Jubilar sein Engagement. Der Preis richtet sich an Kinder und Jugendliche, Einzelpersonen oder Gruppen, in welcher gesellschaftlichen Einrichtung auch immer, die sich in besonderem Maße für den Naturschutz einsetzen.

Die Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord „Die Falkenaugen“ haben sich in diesem Jahr mit ihren Naturschutzprojekten, die auf dem Gelände des Delfshauser Jagdgenossen Jürgen Klockgether durchgeführt wurden, beworben. Auf der ca. 4ha großen Fläche, die sich nicht mehr in der landwirtschaftlichen Nutzung befand, wurde ein Storchennest, eine 50m lange Totholzhecke (Benjeshecke), eine Streuobstwiese und zwei Blühflächen angelegt. Hierbei lernten die Jugendlichen sehr viel über die heimische Flora und Fauna und wie einfach es ist Lebensraumverbesserungen zu schaffen. Alle waren mit sehr viel Herzblut dabei und ließen sich auch nicht von zum Teil widrigen Wetterbedingungen entmutigen. Der „Lohn“ ist es dann zu beobachten, wie diese neu geschaffenen Lebensräume besiedelt werden.

Das Preisgeld in Höhe von 300 Euro werden die Falkenaugen in eines ihrer in der Zukunft geplanten Projekte stecken. Wichtig ist uns, dass wir nicht als Konkurrenz zu anderen Naturschutzverbänden wahrgenommen werden wollen. Denn wir sind alle anerkannte Naturschutzverbände und sollten noch besser miteinander agieren.


gez. Lutz Wemken

Anlage einer Blühfläche

Am 30. August 2020 traf sich die Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord „Die Falkenaugen“ erstmals nach fünf Monaten, um wieder gemeinsam ein Naturschutzprojekt durchzuführen. Die Zeit, in der sich die Gruppe aufgrund von Corona Kontaktbeschränkungen nicht treffen durfte, wurde mit kleinen Aufgaben, die die Kinder und Jugendlichen Zuhause mit ihren Geschwistern und Eltern durchführten, überbrückt. Hierzu stellten Regina und Lutz Wemken den „Falkenaugen“ die Materialien monatlich vor die Haustür. So wurden Meisennistkästen, kleine Blühflächen, Ohrwurmhotels, Insekten- und Vogeltränken im heimischen Garten errichtet. Hinweise und Hintergrundinformationen wurden über die eigenst eingerichtete WhatsApp-Gruppe verteilt.

Bei dem jetzigen Termin sollte eine Blühfläche angelegt werden. So konnte auch sichergestellt werden, dass die Corona Sicherheitsabstände eingehalten wurden.

Bernhard Helms, der ehemalige Jugendgruppenleiter, hatte eine gut 500 qm große Fläche zur Verfügung gestellt. Damit die Fläche für eine Aussaat optimal vorbereitet war, fräste er sie einen Tag zuvor mit einem Traktor. Gesät wurde eine einjährige Blühstreifenmischung von der Firma AGRAVIS die auch der Hegering für Blühstreifen und Rapsfruchtfolgen verwendet.

Bevor nun mit der eigentlichen Aussaat begonnen werden konnte, schauten sich die Falkenaugen noch einmal das zur Verfügung stehende Saatgut genau an. Aufgrund des im Mai ausgegebenen Saatgutes für den heimischen Garten war es jedem Jugendlichen möglich die verschiedenen Saatkörner zu bestimmen. Da die Fläche relativ klein war, entschied man sich für eine Aussaat per Hand. Die offen liegenden Samen wurden dann von den Falkenaugen mit Holzharken eingeharkt, damit Vögel das ausgebrachte Saatgut nicht schon im Vorfeld fressen.

Durch diesen späten Aussaattermin kann das Wild in der eigentlichen Setz- und Brutzeit zwar nicht durch Deckung unterstützt werden, aber das Saatgut läuft bei warmen Temperaturen gut auf. Es entwickeln sich deutlich schneller mehr Keimlinge, die in der Regel vom Wachstum des Unkrautes nicht überholt werden. Diese Blühfläche wird in Zukunft vielen Bestäubern und Insekten ein vielfältiges Blütenangebot bieten. Darunter befinden sich auch viele landwirtschaftliche Nützlinge, die einen Beitrag zur biologischen Schädlingsbekämpfung leisten. Auch für andere Tiere stellen sie wichtige Nahrungs- und Rückzugsbiotope da. Blühstreifen funktionieren auch als „Straßen“ für viele Kleintiere, indem sie unterschiedliche Lebensräume verbinden. Von dort ausgehend können nach der Ernte die angrenzenden Ackerflächen wieder besiedelt werden.

„Alle haben sich sehr darüber gefreut, dass es nach so einer langen Zeit wieder möglich war eine gemeinsame Aktion durchzuführen“, sagte Jugendobfrau Regina Wemken.

gez. Lutz Wemken

Gestaltung einer Vogel- bzw. Insektentränke

Da auch im Juli das monatliche Treffen der Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ des Hegeringes Rastede Nord aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte, hatten sich die Jugendobfrauen Regina Wemken und Natascha Felder überlegt, jedem Mitglied der Gruppe eine wasserdichte Terrakottaschale zum Gestalten einer Vogel- bzw. Insektentränke nach Hause zu bringen.

Gerade im Sommer, wenn die Temperaturen steigen und die natürlichen Wasserquellen knapper werden, ist es für Insekten und Vögel wichtig Wasser zu sich nehmen zu können. Die Tiere haben allerdings unterschiedliche Ansprüche an die Wasserstelle. Für Insekten sollten z.B. flache Steine in die Tränke gelegt werden, damit die Tiere, ohne in das Wasser zu fallen das Nass erreichen können. Es muss auf jeden Fall eine Ausstiegsmöglichkeit geben, damit Insekten, die aus Unachtsamkeit in das Wasser gefallen sind, nicht ertrinken. Wenn es ein Insektenhotel gibt, sollte die Tränke in unmittelbarer Nähe aufstellt werden. Das Wasser benötigen die Insekten nicht unbedingt nur zum Trinken. Einige brauchen es für den Nestbau oder zum Bau von Niströhren.

Vogeltränken sollten möglichst nicht auf den Boden aufgestellt werden. Denn besonders Katzen finden schnell heraus, dass sich die Vögel dort aufhalten. Das machen Sie sich zunutze und machen Jagd auf die Gäste. Wenn die Tränke zu tief steht, bemerken die Vögel die Katze vielleicht zu spät. Und mit einem Hüpfer war es dann das letzte Bad. Die Wasserstelle sollte am besten auch nicht in die Nähe von Büschen, sondern an einem gut einsehbaren Platz im Garten stehen. Vögel nehmen so schneller ihre Feinde wahr.

Die Tiere machen keinen Unterschied zwischen einem Vogelbad und einer Vogeltränke. Das klingt unhygienisch, und das ist es auch. Daher ist es wichtig, dass die Tränke regelmäßig gereinigt wird, damit die Vögel nicht krank werden. Das Wasser muss sauber sein, sonst können sich leicht Keime und Bakterien vermehren. Deshalb sollte nicht nur das Wasser gewechselt, sondern ab und an auch die Tränke ausgewischt bzw. mit einer Bürste gesäubert werden.

Die Aufgabe der Falkenaugen war es, die wasserdichte Terrakottaschale so zu gestalten und aufzustellen, dass eine sichere Insekten- bzw. Vogeltränke im heimischen Garten entsteht. Bilder von den so entstandenen Tränken worden in der WhatsApp-Gruppe der Falkenaugen geteilt. Die verwendete Schale hat einen Durchmesser von 36 cm und eine Tiefe von 5cm.

„Wir hoffen, dass die Kids wieder Spaß an der Aktion hatten und warten auf Rückmeldungen welche unterschiedlichen Tiere die Tränken angenommen haben“ sagt die Jugendobfrau Regina Wemken.

gez. Lutz Wemken

Falkenaugen bauen Ohrwurmhotels

Da auch im Juni das monatliche Treffen der Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ des Hegeringes Rastede Nord aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte, hatten sich die Jugendobfrauen Regina Wemken und Natascha Felder überlegt, jedem Mitglied der Gruppe eine Papiertüte mit einem Bausatz für ein Ohrwurmhotel nach Hause zu bringen.

Ohrwürmer oder Ohrenkneifer bilden innerhalb der Klasse der Insekten eine eigene Ordnung. Weltweit gibt es über 1.000 verschiedene Arten, die hauptsächlich in den Tropen leben, in Europa gibt es etwa 30 Arten. Das wärmeliebende Insekt ist im Gegensatz zu vielen anderen Arten unter den Ohrenkneifern weitgehend flugunfähig und lieber zu Fuß unterwegs. Die ungewöhnliche Bezeichnung "Ohrwurm" hat ihren Ursprung in der Naturheilkunde: Früher wurden die Insekten nämlich in getrockneter und pulverisierter Form als Heilmittel gegen Ohrenleiden und Schwerhörigkeit verabreicht. Ohrenkneifer sind nachtaktiv und halten sich tagsüber in dunklen Verstecken unter Blättern oder in Rindenspalten auf. Sie überwintern als erwachsene Tiere im Boden, in hohlen Pflanzenstängeln sowie in Reisig- oder Laubhaufen. Die Weibchen legen im Frühjahr 50 bis 60 Eier in kleinen Bodenröhren ab und betreiben – für Insekten ungewöhnlich – eine intensive Brutpflege. Sie bleiben immer in der Nähe ihres Geleges, reinigen die Eier, sortieren verpilzte Exemplare aus und beschützen die jungen Ohrwürmer vor Fressfeinden. Ohrwürmer zählen mehr zu den Nützlingen als zu den Schädlingen. Sie haben großen Appetit auf Blattläuse und die Eier von Apfelwicklern, Milben und Gespinstmotten. Sie fressen aber auch Pilzgeflechte. Ihr Ruf als Schädlinge im Garten kommt daher, dass sie gerne süßes Obst, zarte Gemüsepflänzchen und Blüten annagen. Von Ohrwürmern angefressene Früchte sind aber in der Regel faul oder vorgeschädigt, da die Insekten nur selten in der Lage sind, harte Fruchtschalen wie die eines Apfels zu durchdringen.

Damit sich Ohrenwürmer auf Pflanzen, die mit Blattläusen befallen sind, niederlassen, kann mit dem Ohrwurmhotel etwas nachgeholfen werden. Die Kids zogen einfach ein Stück Bindedraht, mit einem daran befestigten Querholz, von unten durch das Loch eines umgedrehten Blumentontopfs. Von oben wurde das Loch mit einem Stopfen verschlossen, so dass der Innenraum der Behausung nicht feucht werden kann. Anschließend füllten die Falkenaugen den Blumentopf mit Stroh und verschlossen die Öffnung mit einem Stück Kükendraht. Dieses Drahtgeflecht verhindert auch, dass ein Vogel das Stroh für den Nestbau raubt. Damit die Ohrwürmer das Quartier annehmen, sollte der Blumentopf schon im zeitigen Frühjahr in der Nähe der typischen Überwinterungsquartiere - Reisighaufen, Laubhaufen usw. - mit der Öffnung nach unten aufstellt werden. Ab Mitte Juni kann der Topf dann - ebenfalls mit der Öffnung nach unten – in den mit Blattläusen befallenen Obstbaum gehängt werden. Wichtig ist, dass der Blumentopf oben oder unten Kontakt zum Stamm oder zu einem großen Ast hat, damit die Ohrenwürmer ihren Unterschlupf ohne Umwege erreichen können.

„Wir hoffen, dass die Kids viel Spaß mit dem Bau der Ohrwurmbehausungen haben und freuen uns schon auf die nächste Aktion, die wir dann hoffentlich wieder gemeinsam durchführen können“, sagt Regina Wemken.


gez. Lutz Wemken

 

Blühflächen im heimischen Garten zur Unterstützung der Insektenwelt

Da auch im Mai das monatliche Treffen der Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ des Hegeringes Rastede Nord aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte, hatten sich die Jugendobfrauen Regina Wemken und Natascha Felder überlegt, jedem Mitglied der Gruppe eine Papiertüte mit der vom Hegering verwendeten Blühstreifenmischung nach Hause zu schicken. Der Brief enthielt 30g der AGRAVIS Blühstreifenmischung für Rabsfruchtfolgen in der sich Buchweizen-, Sonnenblumen-, Borretsch-, Alexandrinerklee-, Ringelblumen-, Hafer-, Phacelia- und Malvensamen finden lassen. Über die WhatsApp-Gruppe der Falkenaugen wurde zudem ein kurzes Anleitungsvideo eingestellt, dass detailliert die einzelnen Samen beschreibt und den Kids Tipps zur Aussaat gibt. „Jeder hat jetzt die Möglichkeit entweder eine kleine Fläche im Garten anzusäen oder gezielt einzelne Sorten in Töpfe zu pflanzen. Spannend ist es zu sehen, wie lange es dauert bis die verschiedenen Samen keimen bzw. wie sich die Pflanzen entwickeln. Die Kinder und Jugendlichen sollen aber auch ein Gespür dafür bekommen wie groß die einzelnen Sorten werden. Schön ist es auch zu beobachten, wie sich die Keimlinge zum Licht hin ausrichten“ sagt Regina Wemken.

Im Hegering Rastede Nord werden in diesem Jahr 29ha Blühflächen entstehen. Diese Blühflächen werden in Zukunft vielen Bestäubern und Insekten ein vielfältiges Blütenangebot bieten. Darunter befinden sich auch viele landwirtschaftliche Nützlinge, die einen Beitrag zur biologischen Schädlingsbekämpfung leisten. Auch für andere Tiere stellen sie wichtige Nahrungs- und Rückzugsbiotope da. Blühstreifen funktionieren auch als „Straßen“ für viele Kleintiere, indem sie unterschiedliche Lebensräume verbinden. Von dort ausgehend können nach der Ernte die angrenzenden Ackerflächen wieder besiedelt werden.

„Wir hoffen, dass die Kids viel Spaß beim Aussäen und Beobachten haben und freuen uns schon auf die nächste Aktion, die wir dann hoffentlich wieder gemeinsam durchführen können“, sagt Regina Wemken.

gez. Lutz Wemken

Bau von Meisennistkästen

Da zurzeit die monatlichen Treffen der Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ des Hegeringes Rastede Nord aufgrund des von der Bundesregierung verhängten Kontaktverbotes wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden können, wird nach anderen Lösungen gesucht um den Naturschutzgedanken weiter zu verfolgen. Die Jugendobfrauen Regina Wemken und Natascha Felder überlegten sich, jedem Mitglied der Gruppe eine Papiertüte mit einem Meisen-Nistkastenbausatz vor die Haustür zu stellen. Die Bausätze selbst kamen aus Beständen des Hegeringes Rastede Nord, die oft für Nistkastenbauaktionen mit Kindergartenkindern und Schülern zum Einsatz kommen. Über die WhatsApp-Gruppe der Falkenaugen wurde zudem ein kurzes Anleitungsvideo eingestellt, dass detailliert den Zusammenbau wiedergibt. Ein kleiner mitgelieferter Schokoladenosterhase soll die Aktion etwas versüßen.

Für die Erstbrut werden diese 20 Nistkästen zwar in diesem Jahr nicht mehr zum Einsatz kommen, da sich die meisten Meisen schon im Brutgeschäft befinden. Wenn aber das Wetter und das Nahrungsangebot gut sind, kann es zu einer sogenannten Zweitbrut kommen. Die Zweitbrut ist ein ornithologischer Begriff und bezeichnet eine zweite Brut eines Vogelweibchens in einem Jahr.

Das Spektrum der Vogelarten, bei welchen Zweitbruten beobachtet oder nachgewiesen werden konnten, ist sehr breit gefächert. Typische Vertreter sind zum Beispiel Rohrsänger, Drosseln, Meisen und Sperlinge aber auch bei Störchen, Enten und Greifvögeln sind Zweitbruten nicht ungewöhnlich.

„Wir hoffen, dass die Kids viel Spaß beim Nistkastenbau haben und freuen uns schon auf die nächste Aktion, die wir dann hoffentlich wieder gemeinsam durchführen können“, sagt Regina Wemken.

gez. Lutz Wemken

 

Anlage einer Streuobstwiese

Am 28. März wurde im gemeinschaftlichen Jagdbezirk Delfshausen eine Streuobstwiese mit alten Sorten angelegt. Jagdgenosse Jürgen Klockgether hatte wieder einmal seine Flächen für ein solches Naturschutzprojekt zur Verfügung gestellt. Ursprünglich war geplant, dass die Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord „Die Falkenaugen“ diese Pflanzung vornimmt. Aber aufgrund des am 22. März von der Bundesregierung verhängten Kontaktverbotes, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, wurde die Durchführung der Aktion kurzfristig umgeplant. Eine zeitliche Verschiebung musste hierbei allerdings verworfen werden, da nicht klar war wie lange dieses Kontaktverbot aufrecht gehalten werden würde. Hinzu kommt außerdem, dass die Bäume im späteren Jahresverlauf nicht mehr so gut anwachsen können. So wurde die Pflanzung von der Jugendobfrau Regina Wemken, dem Hegeringleiter Lutz Wemken und der Falkenaugenabordnung Luna und Lasse Wemken vorgenommen. Da alle vier im gleichen Haushalt leben, bestand auch kein Gesundheitsrisiko!

Unter dem Begriff „Streuobstwiese“ versteht man einen von Menschenhand angelegten Lebensraum, der damit gleichzeitig ein wertvoller Bestandteil einer artenreichen Kulturlandschaft ist. Als Streuobst bezeichnet man hochstämmige Obstbäume, die in Reihen, Gruppen oder als flächige Bestände auf Wiesen oder Äckern locker verstreut angepflanzt sind. Im Unterschied zu Obstplantagen wird Streuobst nur extensiv, also sehr pfleglich bewirtschaftet. Durch seinen stockwerkartigen Aufbau, seine Strukturvielfalt und den Verzicht auf Spritzmitteln bieten Streuobstwiesen vielen Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum. Die Wiesen im Unterwuchs werden nur selten gemäht und gedüngt. Sie sind dadurch besonders arten- und blütenreich und bieten Insekten, wie Bienen, Hummeln und Schmetterlingen, reiche Nahrungsgrundlage.

Doch der Lebensraum Streuobstwiese ist bedroht. Viele Obstbäume fielen der Säge zum Opfer. Hauptursachen waren der Strukturwandel in der Landwirtschaft, die EU-Agrarpolitik und Flurbereinigungsmaßnahmen. Auch heute noch müssen Streuobstwiesen Baugebieten, Straßen oder Wochenendhäuschen weichen. Aber auch die Nutzungsaufgabe und fehlende Nachpflanzung führen langfristig zur Bestandsvernichtung. Streuobstwiesen gehören deshalb zu den stark gefährdeten Lebensräumen.

Auf ca. 2000qm wurden 20 hochstämmige Obstbäume gepflanzt. Hierbei wurden ausschließlich Apfelbäume der unterschiedlichsten Sorten verwendet, da sich diese sehr gut auf moorigem Boden entwickeln. Vor der Pflanzung wurden die Bäume ausgiebig gewässert, dickere Wurzeln angeschnitten und die Äste der Bäume um ca. 30% eingekürzt. Diese Vorgehensweise soll ein gutes Anwachsen begünstigen. In die Pflanzlöcher wurde ein Gittergeflecht locker um das Wurzelwerk gelegt, das verhindern soll, dass Wühlmäuse die Wurzeln anfressen können. Neben jedem Baum kam noch ein Pfahl, an dem die Pflanze mit einem speziellen Kokosband angebunden wurde. Eine Manschette um den Stamm der Pflanze soll verhindern, dass der Rehbock mit seinem Gehörn oder andere Wildtiere die Rinde verletzen. Während der Pflanzung wurden kleine Videos gedreht und in die WhatsApp Gruppe der Falkenaugen gestellt. So konnten auch die daheim gebliebenen Kids die Aktion verfolgen.

„Bei dieser Aktion haben wir unsere - sonst so tatkräftigen - „Falkenaugen“ sehr vermisst. Es sind aber schon viele neue Projekt in Planung, die wir dann hoffentlich wieder gemeinsam durchführen können. Ich bedanke mich noch einmal ausdrücklich bei der BINGO-Umweltstiftung Niedersachsen, die diese Aktion wieder einmal finanziell unterstützt hat“ sagt Regina Wemken.

gez. Lutz Wemken

Falkenaugen bauen Vogelfutterstationen

Am 23. Februar 2020 traf sich die Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord „Die Falkenaugen“ um Vogelfutterstationen zu bauen. Die Gruppe möchte mit ihren kleinen Futterhäuschen die heimischen Singvögel ganzjährig unterstützen. Ornithologen rufen schon seit längerem dazu auf, Wildvögeln das ganze Jahr über Futter anzubieten. Beobachtungen und Analysen haben ergeben, dass die Vögel selbst bei einem fortdauernden Futterangebot durch den Menschen auf die natürlichen Nahrungsquellen zurückgreifen und diese lediglich ergänzen. Doch oft finden unsere heimischen Vögel nicht genug natürliche Nahrungsquellen, wie z.B. Insekten. In der Folge kann der Futterbedarf der Vögel nicht ausreichend gedeckt werden. Eine, den Jahreszeiten angepasste Fütterung, ist deshalb sinnvoll. Dabei sollte stets qualitativ hochwertiges Vogelfutter verwandt werden.


Die Bauanleitung für die Futterstation haben die Falkenaugen im Internet gefunden. Zum einen war der Gruppe wichtig, dass nicht allzu viel Futter der Witterung ausgesetzt wird, damit sich kein Schimmel durch Feuchtigkeit bilden kann. Zum anderen sollte das Häuschen nicht jeden Tag beschickt werden müssen. Die Auswahl viel auf eine Bauanleitung in der eine Flasche als Futterdepot dient. Wichtig bei der verwendeten Flasche war, dass die Öffnung so groß ist, dass das Futter gut nachrutschen kann. Bei einer Weinflasche z.B. kann es bei ausschließlicher Verwendung von Sonnenblumenkernen zu Verstopfungen kommen. Außerdem kann eine Glasflasche gut sauber gehalten werden.


Zum Abschluss konnte jedes Gruppenmitglied ein Vogelhäuschen mit nach Hause nehmen um dieses im heimischen Garten aufzuhängen. Beim nächsten Treffen werden die Kids berichten, welche Singvögel sie beobachten konnten.

gez. Lutz Wemken

Falkenaugen legen Benjeshecke an

Am 26. Januar 2019 traf sich die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ vom Hegering Rastede Nord im gemeinschaftlichen Jagdbezirk Delfshausen um eine Benjeshecke anzulegen. Jagdgenosse Jürgen Klockgether hatte dem Hegering angeboten, eine Benjes- oder auch Totholzhecke auf seinem Grundstück anzulegen.

Die Hecke besteht aus locker aufgehäuften Ästen und Zweigen. Etabliert hat sich Ende der 80er Jahre der wesentlich ansprechendere Name Benjeshecke, der auf die Brüder Hermann und Heinrich Benjes zurück geht. Beide, als begeisterte Naturfreunde und Landschaftsgärtner bekannt, machten sich Gedanken über die sinnvolle Nutzung von Abfällen aus dem Gehölzschnitt. Das Ergebnis ihrer Überlegungen ist die aus Naturschutzsicht wertvolle lockere Anhäufung von Grünabfällen, die durch im Boden eingebrachte Pfosten befestigt wird und dadurch einen stabilen Wall bildet. Der dadurch entstehende Sichtschutz ist nicht nur kostengünstig, sondern entwickelt nach kurzer Zeit ein spannendes Eigenleben.

Die angelegte Hecke bietet für zahlreiche Vogelarten wie beispielsweise Amsel, Zaunkönig und Rotkelchen einen geschützten Bereich, den diese gerne als Nistmöglichkeit annehmen. Auch kleine Säuger wie Igel und Siebenschläfer sowie kleine Reptilien wie die Zauneidechse, Amphibien wie die Erdkröte oder Insekten wie Wildbienen beziehen die Benjeshecke gern und sorgen als Nützlinge für einen schädlingsfreien Garten.

Doch das Totholz bietet nicht nur Lebensraum, es bringt auch selbst wieder Leben hervor. Während das Holz langsam verrottet, sammeln sich durch Windanflug oder durch den Kot sich dort angesiedelter Tiere Pflanzensamen, die keimen und das lockere Gehölz durchdringen. So entsteht mit der Zeit aus dem lockeren Wall eine stabile, lebende Hecke. Durch das Einbringen von Blühpflanzen lässt sich nicht nur die Artenvielfalt erhöhen, sondern auch optisch ein schöner Blickfang erzeugen.

Für die 50 Meter lange Hecke verwendeten die Jugendlichen 80 Pfähle, die aus toten – aber noch kernigen – Fichten einer Fichtenkultur gesägt wurden. Die Pfähle wurden in zwei Reihen versetzt in einem Abstand von ca. 1,5m in den Boden eingelassen. Das aufgehäufte Totholz kam von einer benachbarten Weidenhecke, die nötig zurückgeschnitten werden musste.

Trotz Temperaturen von 2 Grad und einem eisigen Wind waren die Falkenaugen wieder hoch motiviert und arbeiteten sich warm. Nach der Aktion wurden noch Heißgetränke und Kuchen gereicht.

gez. Lutz Wemken

Falkenaugen bauen Schmetterlingskästen

Am 17. November 2019 traf sich die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ vom Hegering Rastede Nord im Rahmen der BINGO-Naturschutzwoche. Die Gruppe hatte sich überlegt noch mehr für den Insektenschutz zu tun. Nach dem sich die Kids bei ihren letzten beiden Treffen schon mit der Hornisse und den Hummeln beschäftigt hatten, sollte es bei diesem Termin um Schmetterlinge gehen!

Schmetterlinge zählen zu den reizvollsten Geschöpfen der Natur. Sie faszinieren durch ihre Schönheit, Verletzlichkeit, Leichtigkeit. Doch nicht nur die großen bunten Tagfalter gehören zu den Schmetterlingen, sondern auch - und zahlenmäßig viel mehr - unscheinbare Nachtfalter und Kleinschmetterlinge.


Jeder Schmetterling durchläuft vom Ei über die Raupe und Verpuppung hin zum Falter eine komplizierte Gesamtentwicklung, die als vollständige Verwandlung oder „Metamorphose“ bezeichnet wird. Die meisten Falterarten verbringen den weitaus größten Teil ihres Lebens als Raupe. Den ausgewachsenen Schmetterlingen ist meistens nur eine kurze Lebensdauer beschieden, von wenigen Stunden bis zu maximal 10 Monaten. Die meisten Schmetterlingsarten sind im Raupenstadium Pflanzenfresser.


Neben den Raupenfutterpflanzen brauchen sehr viele Arten im Falterstadium Blütenpflanzen als Nektarquelle. Blütenreiche Wiesen, Säume, Waldlichtungen und Gärten sind klassische Schmetterlings-Lebensräume. Begehrte Futterpflanzen für die Raupen können eine Initialzündung dafür sein, dass Schmetterlinge, die in Ihrem Garten heimisch sind, überhaupt erstmalig auftreten. Reißen Sie daher nicht alle Brennnesseln aus, denn gerade diese Pflanze ist ein Leibgericht der Schmetterlingsraupen.


Viele Schmetterlingsarten haben von früheren, vergleichsweise extensiven landwirtschaftlichen Bewirtschaftungsmethoden mit einer großen Anzahl an begleitenden Blütenpflanzen profitiert. Viele dieser Pflanzenarten sind aufgrund von intensiverer landwirtschaftlicher Nutzung mit Düngung und Pflanzenschutzmitteln einerseits und Nutzungsaufgabe von Grenzertragsstandorten andererseits sehr selten geworden und damit als Nahrungsquelle für Falter kaum noch vorhanden. Die Konsequenz auch aus fehlendem Nahrungsangebot ist letztlich geringere Vitalität der Einzeltiere, sinkende Fortpflanzungsrate und letztlich das Verschwinden der ganzen Art aus Teilen ihres Verbreitungsgebietes.


Um die wenigen verbliebenen Restpopulationen der selten gewordenen Falterarten zu schützen überlegten sich die „Falkenaugen“ Schmetterlingsbehausungen zu bauen. Ein Schmetterlingskasten ist ähnlich eines Vogelhäuschens aufgebaut. Die Vorderseite des Schmetterlingskasten verfügt aber nicht über ein Loch, sondern über Eingangsschlitze, die leicht eingesägt oder auch eingefräst sind. Das Schmetterlingshaus bietet den Insekten Schutz vor Wind und Wetter, damit sie an kalten Frühlingstagen überleben und gegebenenfalls darin sogar überwintern können. Zum Befüllen eignet sich dabei sehr gut Rindenmulch, welches man bis oben hin in den Kasten hineingeben sollte. Neben Rindenmulch eignen sich auch kleine, trockene Zweige. In den Zwischenräumen suchen sich dann die Schmetterlinge einen warmen Platz.


Als Standort für den Schmetterlingskaten sollte eine Hauswand mit schützendem Dachvorsprung, wo er nicht zu sehr der prallen Sonne ausgesetzt ist, gewählt werden. Wichtig dabei ist, dass der Kasten in der Nähe zu den Blütenpflanzen des Gartens hängt, wo Katze & Co. nicht herankommen können.


„Im Zuge der Bingo Naturschutzwoche haben die Kinder sehr viel spannendes über unsere Fluginsekten gelernt. Sie sind ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems und der Nahrungskette. Zum Beispiel sind für viele Vogelarten Insekten in der Jungen-Aufzuchtsphase Grundvoraussetzung. Die Sterblichkeit der Jungvögel nimmt durch die Mangelernährung zu und so nehmen auch im Zuge des Insektensternes auch Vogelarten, die auf Insekten angewiesen sind, ab. Jeder sollte sich überlegen, wie er seinen Garten Insektenfreundlicher gestalten kann. Hier ist jeder Einzelne gefragt“ sagte Hegeringleiter Lutz Wemken.

gez. Lutz Wemken

Bau von Hummelkästen

Am 20. Oktober 2019 traf sich die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ vom Hegering Rastede Nord im Rahmen der BINGO-Naturschutzwoche. Die Gruppe hatte sich überlegt noch mehr für den Insektenschutz zu tun. Nach dem sich die Kids bei ihrem letzten Treffen schon mit der Hornisse beschäftigt hatten, sollte es bei diesem Termin um die Hummel gehen!

Hummeln gehören zur Familie der Echten Bienen. Sie betreiben Brutpflege, teilen Arbeiten untereinander auf und bilden einjährige Insektenstaaten. In Deutschland gibt es etwa 30 Hummelarten, sechs davon finden wir häufig in Siedlungsgebieten. Alle Hummelarten stehen unter Naturschutz, 16 Hummelarten sind schon auf der roten Liste gefährdeter Arten vermerkt.

Dabei gehören die Hummeln zu den wichtigsten Bestäuberinsekten. Sie sind weniger temperaturempfindlich als beispielsweise die Bienen und tauchen daher im Frühjahr lange vor den ersten Bienen und Wespen auf. Hummeln fliegen, im Rahmen ihres 18-Stunden-Arbeitstages, bei Wind und Wetter täglich bis zu 1000 Blüten an. Ohne diese überaus fleißigen Helfer müssten wir auf einen großen Teil unserer Obst- und Gemüseernte verzichten.

Die Hummel hält übrigens nicht viel von Physik. Mit nur 0,7 Quadratzentimetern Flügelfläche bringt sie ihr enormes Gewicht von 1,2 Gramm scheinbar mühelos in die Luft - entgegen jeder aerodynamischen Vernunft.

Vor allem die überwinternden Jungköniginnen benötigen im Frühjahr viel Nektar und Pollen, um ein neues Volk zu gründen. Sie bauen ihre Nester in verlassenen Mäusenestern, Baumhöhlen oder Trockenmauern. Leider finden Hummeln nur noch selten geeignete Lebensräume zum Nisten und Nahrung sammeln, weshalb viele spezialisierte Hummelarten bereits ausgestorben sind.

Die Idee der „Falkenaugen“ war nun, durch spezielle Brutkästen, den Hummeln eine geeignete Nistmöglichkeit zur Verfügung zu stellen. Dazu wurden sechs Behausungen nach Bauanleitungen aus dem Internet aus unbehandeltem Holz gefertigt. An die Kästen wurden spezielle Hummelklappen angebracht, die für eine gute Belüftung sorgen und es der Wachsmotte unmöglich machen in den Kasten einzudringen. Denn die Wachsmotte ist der größte Feind der Hummel. Dieser Falter findet durch seinen Geruchssinn die Hummelnester und versucht seine Eier in unmittelbarer Nähe des Hummelnestes abzulegen. Die geschlüpften Wachsmottenraupen wandern dann zum Nest der Hummel, fressen die Warben samt der Hummellarven auf und vernichten so das ganze Volk. Durch eine spezielle Klebefalle in der Hummelklappe ist es den Wachsmottenraupen unmöglich in den Kasten zu gelangen. In den Brutkasten selbst wurden 10cm Einstreu aus Holzspähnen eingebracht. Auf diesem Holzstreu steht ein kleinerer Pappkarton, der nach unten hin offen ist. Eine abfallende Pappröhre mit 2,5cm Durchmesser verbindet die Hummelklappe mit dem Pappkarton. In diesem Pappkarton wurde aus Kapok ein verlassenes Mäusenest nachgebildet. Ein kleiner Korb aus Maschendraht verhindert hierbei das Zusammensacken des Nistraumes.

Anfang März sollen die Behausungen an einem hummelfreundlichen Ort aufgestellt werden. Wichtig dabei ist, dass der Brutkasten nicht der direkten Sonnenbestrahlung ausgesetzt wird und dass dieser bodennah steht. „Die Aktion hat der Gruppe wieder sehr viel Spaß gemacht. Schön ist auch zu sehen, dass die Kids den großen Stellenwert, den die Insekten in unserem Ökosystem einnehmen, erkennen. Bedanken möchten wir uns bei der BINGO Umweltstiftung Niedersachsen, die die Materialkosten übernimmt. Ohne diese Sponsoren wären solche Projekte nicht möglich.“ sagte Hegeringleiter Lutz Wemken.


gez. Lutz Wemken

Verstärkung gesucht -Vereine stellen sich vor!

Vereine stehen wohl überall vor der Herausforderung, Nachwuchs zu gewinnen und sich zukunftsfähig aufzustellen. Neue, junge, engagierte Mitglieder zu finden, ist aber gar nicht so einfach! Das wussten auch die Vereinsvertreter aus dem Rasteder Norden. Da gerade junge, zugezogene Familien die Programme der örtlichen Vereine gar nicht kennen, ist diese Veranstaltung gestartet worden, um die Angebote gemeinsam zu präsentieren.  

Am 19. Oktober 2019 war es dann soweit, die Freiwillige Feuerwehr Hahn, der Spielmanns- und Fanfarenzug Hahn-Nethen, der Schützenverein Hahn, der TuS Lehmden und sein Förderverein, das Jugendkulturprojekt „Alive“ der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Rastede, der Hegering Rastede-Nord mit seiner Jugendgruppe „Die Falkenaugen“, der Ortsbürgerverein Hahn-Lehmden und der Landfrauenverein Hahn beteiligten sich an der Veranstaltung. Ursprünglich war geplant die Veranstaltung rund um die Schützenhalle in Hahn Lehmden stattfinden zu lassen, aber aufgrund der Wetterverhältnisse entschlossen sich die Veranstalter auf die überdachte Schützenhalle auszuweichen. Jeder Verein präsentierte sein Angebot auf einem kleinen Stand.  
Halbstündlich war jede Institution gefragt ihre Aktivitäten den Besuchern in Form einer kleinen Präsentation darzustellen. Außerdem konnten die Besucher an einer Rallye teilnehmen, die zum Ziel hatte, möglichst viele Gäste an die jeweiligen Stände zu bekommen.

Der Hegering Rastede Nord informierte über seine Jugendgruppe „Die Falkenaugen“. Vorgestellt wurden die zahlreichen Naturschutzprojekte, die die Gruppe bereits durchgeführt hat. Da zur Zeit der Insektenschutz aufgrund der BINGO-Naturschutzwoche im Fokus der Gruppe steht, wurden die gebauten Hornissen-, Hummel- und Schmetterlingskästen gezeigt. Zusätzlich wurde den Besuchern die Biologie der Tiere nahegebracht. Gut kam auch die Präsentation des Hummelkastens an. Viele waren begeistert von den Kenntnissen, die sich die Jugendlichen angeeignet hatten.

„Resümierend ist zu sagen, dass es in unseren Augen sehr wichtig war, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Wir haben sehr viel positives Feedback bekommen. Der Jäger wird in unserer Region deutlich als Naturschützer wahrgenommen und gerade die Jugendgruppe mit ihren zahlreichen Naturschutzprojekten, hat großen Anteil an dieser positiven Wahrnehmung“, sagt Hegeringleiter Lutz Wemken.


gez. Lutz Wemken

Falkenaugen bauen Hornissenkästen

Am 22. September 2019 traf sich die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ vom Hegering Rastede Nord, im Rahmen der BINGO-Naturschutzwoche. Die Gruppe hatte sich überlegt, noch mehr für den Insektenschutz zu tun. Anders als bei früheren Aktionen standen Insekten im Fokus, mit denen sich die Jugendlichen sonst noch nicht beschäftigt hatten. Bei diesem Termin ging es um die Hornisse!

Anders als bei der Honigbiene ist der ökologische Nutzen der Tiere für den Menschen nicht so bekannt. Hornissen und andere Wespenarten tragen als Insektenjäger zur Ausgewogenheit des Naturhaushalts bei. Ein Hornissenvolk jagt bis zu 500 Gramm kleinere Insekten jeden Tag, darunter auch Schädlinge, die sie zur Aufzucht ihrer Brut benötigen. Hornissen sind mittlerweile durch Bekämpfungsmaßnahmen und den Mangel an Lebensraum gefährdet. Die Tiere sind tagaktiv, gehen aber auch noch bei annähernder Dunkelheit auf Insektenjagd. Im Herbst stirbt der Insektenstaat ab, nur die Königin überlebt und überwintert an einem anderen Ort. Vor Hornissen haben viele Menschen noch größere Angst als vor Wespen oder Bienen. Das Märchen "Sieben Hornissenstiche töten ein Pferd, drei einen Menschen" ist leider immer noch im Umlauf. Dabei sind Hornissen eigentlich sehr friedliche Tiere. Sie reagieren nur aggressiv, wenn sie ihr Nest bedroht sehen oder man wild nach ihnen schlägt.

Aufgrund des zunehmenden Mangels an geeigneten natürlichen Nisthöhlen in alten Bäumen suchen Hornissen gerne Vogelnistkästen, Rollladenkästen, alte Scheunen, Dachböden, Schuppen, Hochsitze oder leerstehende Bienenstöcke für den Nestbau auf. Einige dieser Nistorte, wie beispielsweise Vogelnistkästen, sind für eine optimale Entwicklung des Volkes jedoch ungeeignet. Andere – zum Beispiel Rollladenkästen – führen unter Umständen zu Interessenskonflikten zwischen dem Menschen und seinen „Untermietern“.

Die Idee der „Falkenaugen“ war nun, durch spezielle Nistkästen, siedlungsferne Naturzonen für die Hornnissen attraktiver oder überhaupt bewohnbar zu machen. Dazu wurden sechs Behausungen nach Bauanleitungen aus dem Internet aus unbehandeltem Holz gefertigt. Um die Einfluglöcher der Hornissen vor dem Specht zu schützen, wurde ein sogenannter Spechtschutz aus Metall angebracht. Nach unten verjüngt sich der Kasten und verfügt über einen Spalt, durch den der Kot, Nahrungsüberreste und abgestorbene Brut entsorgt werden können. Spezielle Leisten im Inneren verhindern ein Abrutschen des gebauten Nestes.

Die Gruppe tauschte einen alten Vogelkasten, indem vor zwei Jahren schon ein Hornissenvolk sein Nest hatte, durch ein neues Modell aus. Die alten Warben wurden auf die neuen Kästen verteilt, denn es gibt Hinweise, dass Hornissenköniginnen von vorjährigen Hornissennestbestandteilen angezogen werden.

„Die Aktion hat der Gruppe wieder sehr viel Spaß gemacht. Schön ist auch zu sehen, wie die Kids sich gegenseitig unterstützen, Hand in Hand arbeiten und voneinander lernen. Bedanken möchten wir uns bei der BINGO Umweltstiftung Niedersachsen, die die Materialkosten übernimmt. Ohne diese Sponsoren wären solche Projekte nicht möglich.“ sagte Hegeringleiter Lutz Wemken.

gez. Lutz Wemken

Anlage einer Blühfläche

Am 25. August 2019 traf sich die Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord „Die Falkenaugen“ um eine Blühfläche anzulegen. Jugendgruppenleiter Bernhard Helms hatte eine gut 1000 qm große Fläche zur Verfügung gestellt. Damit die Fläche für eine Aussaat optimal vorbereitet war, fräste er sie einen Tag zuvor mit einem Traktor. Gesät wurde die einjährige Blühstreifenmischung für alle Blühstreifen und Rapsfruchtfolgen von der Firma AGRAVIS.

Bevor nun mit der eigentlichen Aussaat begonnen werden konnte, schauten sich die Falkenaugen noch einmal das zur Verfügung stehende Saatgut genau an. Aufgrund der im April angelegten Keimprobe war es jedem Jugendlichen möglich die verschiedenen Saatkörner zu bestimmen. Da die Fläche relativ klein war, entschied man sich für eine Aussaat per Hand. Die offen liegenden Samen wurden dann von den Falkenaugen mit Holzharken eingeharkt, damit Vögel das ausgebrachte Saatgut nicht schon im Vorfeld fressen.

Durch diesen späten Aussaattermin kann das Wild in der eigentlichen Setz- und Brutzeit zwar nicht durch Deckung unterstützt werden, aber das Saatgut läuft bei warmen Temperaturen gut auf. Es entwickeln sich deutlich schneller mehr Keimlinge, die in der Regel vom Wachstum des Unkrautes nicht überholt werden. Diese Blühfläche wird in Zukunft vielen Bestäubern und Insekten ein vielfältiges Blütenangebot bieten. Darunter befinden sich auch viele landwirtschaftliche Nützlinge, die einen Beitrag zur biologischen Schädlingsbekämpfung leisten. Auch für andere Tiere stellen sie wichtige Nahrungs- und Rückzugsbiotope da. Blühstreifen funktionieren auch als „Straßen“ für viele Kleintiere, indem sie unterschiedliche Lebensräume verbinden. Von dort ausgehend können nach der Ernte die angrenzenden Ackerflächen wieder besiedelt werden.

Um Deckungsstreifen für das Niederwild bis Mitte Mai zu bekommen, wird im Herbst ein Streifen mit Winterweizen, Rübse und Raps eingesät. Wir wollen die Fläche langsam auf eine Art „Drei-Felderwirtschaft“ umstellen, um so eine Deckung im Frühjahr und Blühstreifen im Sommer zu gewährleisten. Die Drei-Felderwirtschaft soll sich in Zukunft aus einem Streifen mit Blühflächen, einem Streifen mit Deckungsflächen und einem Streifen mit mehrjährigem Saatgut zusammensetzen.

gez. Lutz Wemken

Jagd- und Naturerlebnis im Rhododendronpark

Vom 29. – 30. Juli 2019 veranstaltete die Jägerschaft Ammerland e.V. die JaNa - JaNa steht für Jagd und Natur. Diese Veranstaltung soll eine besondere Jagd-Natur-Leistungsschau für Familien, Jäger und Naturliebhaber sein. Im Rhododendronpark in Westerstede präsentierte die Jägerschaft, in dem 70 ha großem Gelände, ein ganz besonderes Programm. Auf der Bummelmeile im Parkgelände waren mehr als 70 Ausstellerstände. Es gab an den Ständen viel Informatives u.a. zur Jagd und Hege, zum Natur- und Artenschutz, zur professionellen Revierausstattung, zur Tradition des Jagdhornblasens, zu Themen rund um die Landwirtschaft, zu naturnahen Hobbys und gesunder Ernährung. Für die Kinder waren Mitmach-Aktionen organisiert.

Schirmherrin der Veranstaltung war Barbara Otte-Kinast, Ministerin im Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz.

Auf der Bummelmeile fanden Besucher an beiden Tagen einen Bogenstand des Schützenvereins Halsbek, Infostände zu diversen Jagdhunderassen, zwei Schießkinos, Flohmarktstände, Wildfleischverkauf -und Probierstände. Das Wolfsmonitoring des Umwelt-Bildungszentrum Ammerland informiert vor Ort über Isegrim und auch die Hegeringe hatten die Möglichkeit über ihre Tätigkeiten zu informieren.

Da der Hegering Rastede Nord in diesem Jahr 32ha Blühstreifen angelegt hat, informierte die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ über die Bedeutung des Blühstreifenprogrammes. Auf verschiedensten Plakaten wurde anschaulich die Wichtigkeit dieser Blühstreifen erklärt. Außerdem hatten jüngere Besucher die Möglichkeit, zusammen mit den "Falkenaugen", kostenlos einen Blumentopf mit Samen, aus der im Hegering verwandten Blühstreifen-Saatgutmischung, zu bepflanzen und anzumalen. Um die einzelnen Samen bestimmen zu können wurden Informationsblätter zu jeder Pflanze und deren Samen bereitgelegt. So hatten die Kinder die Möglichkeit sich ihre eigene Mischung zusammenzustellen und einen Tontopf mit ihren Lieblingsblumen zu kreieren.

„Für den Hegering war das genau die richtige Veranstaltung um für das Blühstreifenprogramm zu werben“ sagte Wemken und bedankt sich auf diesem Weg bei allen Mitwirkenden für diese wirklich gelungene Öffentlichkeitsarbeit und bei der Firma AGRAVIS für die tolle Unterstützung.

gez. Lutz Wemken

Exkursion zum Lebensraum Wattenmeer

Am 23. Juni 2019 brach die Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord „Die Falkenaugen“ zu einer Exkursion ins UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer auf. Auf dem Programm standen eine Kutterfahrt zu den Seehundbänken, ein Schaufischen mit einem kleinen Schleppnetz und eine 1,5 stündige Wattwanderung mit einem anerkannten Wattführer auf Spiekeroog. Mit von der Partie waren auch die Eltern und Geschwister der Jugendlichen.


Um 6:15 Uhr startete die Gruppe von Rastede aus in Fahrgemeinschaften Richtung Neuharlingersiel. Dort angekommen, ging es auf den traditionellen Fischkutter „Gorch Fock“. Der Kapitän, ein berufener, ehrenamtlich tätiger Wattenjagdaufseher, erklärte den Teilnehmern seine spannenden Aufgaben in dieser besonderen Region.


Beim Schaufischen wurde ein Schleppnetz von ca. 1,5m Breite ausgeworfen und ein paar Minuten auf dem Nordseegrund hinter dem Kutter her gezogen. Der Fang kam in mit Meerwasser gefüllte Wannen und wurde von unserem Wattführer Frank Hensel ausführlich erklärt. Gefangen wurden: einige Garnelen, einige Strandkrabben, kleine Schollen, eine Aalmutter, eine Seespinne, ein Scheibenbauch und Seesterne. Bei den Strandkrabben, die wohl zu den bekanntesten Vertretern des Wattenmeers gehören, können weibliche und männliche Tiere von unten an der Hinterleibsklappe unterschieden werden. Der Hinterleib des Weibchens ist rundlich und breit, beim Männchen ist es eher dreieckig und schmal. Auch sind die meisten gefundenen Strandkrabben nicht tot, sondern es handelt sich um den Panzer der Tiere, den sie bei der Häutung komplett zurücklassen. Abgetrennte Gliedmaßen wachsen auch im Laufe der Häutungen wieder nach. Bei der Aalmutter handelt es sich um einen Grundfisch, der als Besonderheit grüne Knochen hat. Zudem ist die Aalmutter eine „lebendgebärende“ Art. Der Scheibenbauch ist eher kaulquappenförmig mit einem großen Kopf und einem hinten spitz zulaufendem Körper. Mit der für Scheibenbäuche charakteristischen und namensgebenden, aus den Bauchflossen gebildeten Saugscheibe, kann er sich an Gegenständen ansaugen. Spannend war, dass die Falkenaugen die Möglichkeit hatten, die Tiere anzufassen oder sogar in die Hand zu nehmen.


Die „Gorch Fock“ brachte die Gruppe dann zu den Seehundbänken nach Langeoog. Hier  konnten die Teilnehmer viele erwachsene Seehunde mit ihren Jungtieren und einige Eiderenten beobachten. Leider kam das größte deutsche Raubtier – die Kegelrobbe – nicht in Anblick.

 
Auf Spiekeroog angekommen, startet die Wattwanderung entlang der Salzwiesen. Wattführer Frank erklärte, dass es in diesem Bereich des Wattes ganz besondere Pflanzen gibt, die nur dort vorkommen. Insgesamt gibt es auf den Salzwiesen ca. 40 unterschiedliche Pflanzenarten, die tatsächlich gut mit dem Meeressalz zurechtkommen. Den Falkenaugen  wurde Strandflieder gezeigt, der auf der roten Liste steht und auf keinen Fall entnommen werden darf. Die Teilnehmer durften dann aber etwas Wermut, aus dem Absinth gemacht wird, pflücken und daran riechen. Die Pionierpflanze im Wattenmeer ist der Queller. Kennzeichnendes Merkmal sind ihre fleischigen, scheinbar gegliederten und blattlosen, einjährigen Sprossachsen. Diese Pflanzenart ist immer die erste, die sich in einer Salzwiese ansiedelt. Bei der Verkostung des Quellers konnte die Gruppe den salzigen Geschmack deutlich wahrnehmen. Betreten wurden die Salzwiesen allerdings nicht, da z.B. der Austernfischer hier noch seine Jungvögel hatte und diese nicht gestört werden durften.


Im Watt angekommen erfuhren die Falkenaugen, dass der Artenreichtum im Wattenmeer gar nicht so groß ist, aber dafür in einer sehr großen Menge vorkommen. Millionen von  Zugvögeln rasten zweimal jährlich, im Frühjahr und im Herbst, mehrere Wochen im nahrungsreichen Wattenmeer, um hier Energie aufzutanken - auf dem weiten Weg in die Brutgebiete im hohen Norden bzw. die Winterquartiere in südlichen Gefilden. Wattführer Frank machte ein kleines Experiment und grub alle Herzmuscheln, die sich auf einem Quadratdezimeter befanden, aus. Es waren 23 Stück! Hochgerechnet bedeutet dies, dass 2300 Herzmuscheln auf einem Quadratmeter leben. Auch Watt- und Seeringelwürmer wurden ausgegraben und die Unterschiede anschaulich erklärt.


Nach einem Picknick am Strand ging es dann wieder mit der „Gorch Fock“ in Richtung Heimat.


„Die Falkenaugen und auch die Erwachsenen waren begeistert von diesem schönen Tag, haben sehr viel Neues gehört und mitgenommen. Ich kann nur jedem empfehlen eine solche Tour auch einmal zu unternehmen! Es gibt viel Spannendes zu entdecken!“ sagt Hegeringleiter Lutz Wemken.

gez. Lutz Wemken

Bau einer Auswilderungsvoliere für Fasanen

Am 28. April 2019 traf sich die Jugendgruppe vom Hegering Rastede Nord „Die Falkenaugen“ um eine Auswilderungsvoliere für Fasanen zu bauen. Langfristiges Ziel der Aktion soll es sein, den Hennenbestand in den Revieren zu heben.


Seit 2007 beschäftigt die Jägerschaft, dass die Fasanenbestände aus bisher nicht endgültig geklärten Ursachen um bis zu 80% eingebrochen sind. Fakt ist es, das wissenschaftlich begleitet, eine hohe Küken- und Hennensterblichkeit bei Fasanen festgestellt wurde. Bei den Küken ist diese auf eine Mangelernährung zurückzuführen. Das Fasanenküken braucht in den ersten zwei bis drei Lebenswochen tierisches Eiweiß in Form von Insekten, die aufgrund des Insektensterbens nicht mehr im ausreichendem Maß vorhanden sind. Außerdem werden  die Fasanenhennen in der Lege-, Brut und Aufzuchtphase oft Opfer von Beutegreifern oder Erntearbeiten.


Um den vorherrschenden geringen Beständen entgegen zu wirken, versucht der Hegering Rastede Nord den Hennenbestand, nach dem Vorbild des Höckeler Modells, zu erhöhen. Hierfür werden z.B. aus ausgemähten Gelegen die Eier mit Zwerghuhnglucken oder Brutmaschinen ausgebrütet. Dieses Vorgehen ist wichtig um den im Revier einheimischen (autochthonen) Genetik Typ zu behalten. Zu Deutsch: die Küken sollen ihre natürliche Scheue behalten und in keiner Weise Anzeichen von Domestizierung zeigen. Die daraus gewonnenen Fasanen werden in Volieren gehalten und sollen der Eierproduktion dienen. Die Eier werden dann wiederum von Zwerghühnern ausgebrütet. Die frisch geschlüpften Küken kommen zusammen mit dem Zwerghuhn nach ca. 3 Wochen in hausnahe Auswilderungsvolieren. Unter der Führung des Zwerghuhns werden sie nach ca. zwei Wochen langsam in die Freiheit ausgewildert. Dieses Modell ist ökologisch, nachhaltig und autochthon!

Die Auswilderungsvoliere wurde nach dem Baukastensystem erstellt, damit sie jedes Jahr an den günstigsten Platz im Revier gebracht werden kann. Der Auswilderungsplatz sollte Sonne aber auch Schattenbereiche haben und an einen möglichst strukturreichen Ort aufgestellt werden. Blühstreifen und Zwischenfrüchte, die Deckung und Nahrung bieten, sind von Vorteil, aber auch Feldgehölze zum Aufbaumen. Um die Auswilderungsvoliere wird noch eine Betonplattenreihe gelegt, damit sich kein Raubwild in die Voliere durchbuddeln kann.


„Für die Mitglieder der Jugendgruppe wird es sicherlich spannend, dieses Projekt mit zu begleiten und sie werden so, sehr viele Zusammenhänge in der Natur anschaulich begreifen“ sagt Hegeringleiter Lutz Wemken.

gez. Lutz Wemken

Müllsammelaktion mit dem Ortsbürgerverein Rastedermoor 2019

Am 14. April 2019 hatte der Ortsbürgerverein Rastedermoor zur alljährlich wiederkehrenden Müllsammelaktion eingeladen. Es sollten sich möglichst alle ortsansässigen Vereine und Einwohner an dieser Dorfreinigungsaktion beteiligen. Auch die Jugendgruppe vom Hegering Rastede Nord „ Die Falkenaugen“ hat diesen Termin schon fest in ihrem Jahreskalender integriert, denn eine solche Aktion passt genau in die Naturschutzziele, die sich die Gruppe bei ihrer Gründung gesetzt hat.


Ausgangspunkt für die Aktion war die Gaststätte Decker in Delfshausen. Die 36 Teilnehmer der anwesenden Vereine und teilnehmenden Einwohner wurden vom Rasteder Ortsverein zunächst in Suchgebiete bzw. –mannschaften eingeteilt. Jede Einsatzgruppe wurde vom Veranstalter mit Arbeitshandschuhen, Müllsäcken und Greifwerkzeugen ausgestattet. Dann ging es gruppenweise in die zugeteilten Einsatzgebiete. An viel befahrenen Straßen wurde der meiste Müll gefunden. Leider wird oft vergessen, dass achtlos entsorgter Müll in der Landschaft Wildtiere gefährden kann. Offene Verpackungen verleiten Tiere dazu, ihre Schnauzen hineinzustecken oder gar hinein zu treten. Da Wildtiere sich nicht selbst befreien können, ersticken sie leicht daran, warnt Hegeringleiter Lutz Wemken. Vögeln können vor allem Plastikschnüre gefährlich werden, die sich leicht um ihre Beine und Füße wickeln. Auch Damhirsche verfangen sich leicht in achtlos herumliegenden Weidezaunlitzen und verenden dann oft elendig. Plastikhüllen von Zigarettenschachteln oder Süßigkeitenverpackungen sollten ebenfalls nicht liegen gelassen werden: Vögel bauen sie in ihre Nester ein, das Regenwasser kann dann nicht mehr abfließen und die Brut ertrinkt im Nest. Deshalb können wir nur ausdrücklich an jeden Einzelnen appellieren, den Müll wieder mit nach Hause zu nehmen oder ihn fachgerecht zu entsorgen.


An diesem Morgen wurden ca. 2 Kubikmeter Müll gesammelt. Oft handelte es sich um Zigarettenschachteln, Getränkeflaschen und –becher. Die spektakulärsten Fundstücke waren ein Autoreifen, drei Radkappen, ein Benzinkanister, eine Pfeffermühle und diverse Damen- und Herrenschlüpfer.  Im Anschluss an die Aktion wurde in der Gaststätte Decker in Delfshausen ein kleiner Imbiss als Dankeschön an alle Beteiligten gereicht. Die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ ist von der Aktion so begeistert, dass sie im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei ist. Angeregt wurde von der Gruppe, den Termin einen Monat nach vorn zu verlegen, damit zum einen die Vegetation noch nicht so weit ist und zum anderen die Aktion nicht in der Setz- und Brutzeit statt findet.


gez. Lutz Wemken
 

Bau eines Storchennestes

Schon lange wollte die Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord „Die Falkenaugen“ ein Storchennest selbst bauen. Hervorzuheben ist, dass der Vorschlag für dieses Projekt von einem Mädchen aus der Gruppe kam.

Zuerst machten sich die Kids über einen geeigneten Standort Gedanken. Auch musste ein Grundeigentümer gefunden werden, der eine Aufstellgenehmigung erteilt. Weißstörche sind auf offene Landschaften, Feuchtwiesen, Flussniederungen mit zeitweisen Überschwemmungen, extensiv genutzte Wiesen und Weiden oder Auengebiete als Lebensräume angewiesen. Als Jürgen Klockgether aus Delfshausen von dem Vorhaben erfuhr, stellte er sofort eine Brachlandfläche am Lammers Damm für das Aufstellen zur Verfügung.

In Mitteleuropa war der Weißstorch ursprünglich weit verbreitet. Heute gibt es hier große Verbreitungslücken, denn offenes, feuchtes Grasland, das heißt traditionell bewirtschaftete, extensiv genutzte Wiesen und Weiden sind in Europa Mangelware geworden. Diese Lebensräume werden größtenteils durch Trockenlegung zerstört oder sie verbuschen dort, wo sie vom Menschen nicht genutzt werden. Vor allem die veränderte Landnutzung ist es, die den Weißstorch in Europa bedroht. In den neuen EU-Staaten bedeutet besonders die im Zuge des EU-Beitritts stattfindende Intensivierung der Landwirtschaft eine große Gefahr für die Störche. In der Europäischen Vogelschutzrichtlinie ist der Weißstorch in Anhang I aufgeführt. Dort finden sich die besonders gefährdeten und schutzwürdigen Arten. Schön ist es aber, dass die Weißstorch-Bestände in Deutschland, Frankreich, in den Niederlanden, Portugal und Spanien in den letzten Jahren wieder zugenommen haben.

Für den Bau des Storchennestes besorgten sich die Falkenaugen aus dem Internet eine Bauanleitung. Als Grundfläche für das Nest diente eine Siebdruckplatte mit einem Durchmesser von 1,25m. Um eine Entwässerung des Nestes sicherzustellen, wurden Löcher in den Boden gebohrt. An den Rand der Platte wurden 16 Rundhölzer, mit einer Länge von 25cm, im gleichmäßigen Abstand eingelassen. Unter die Grundplatte kam ein Tragegestell aus Dachlatten, das später den festen Halt auf dem Tragepfahl gewährleistet. Die Kids flechteten um die Rundhölzer, aus frischen Weiden- und Birkenzweigen, eine Art Korb.

Am Aufstellort schraubten die Jugendlichen das Nest auf den 8m langen Tragepfahl. Danach wurde es mit Nistmaterial gefüllt und das Birkenreisig teilweise mit weißer Kalkfarbe benetzt. Die Farbe soll dem Storch das Gefühl geben, dass das Nest schon beflogen war und somit besser angenommen wird. Um dem Tragepfahl Standfestigkeit zu geben, gruben die Kids ein 2m tiefes Loch. Für das Aufrichten der Konstruktion wurde vom Jugendgruppenleiter Bernhard Helms extra ein Traktor mit Frontlader zur Verfügung gestellt. Aus Sicherheitsgründen wurde das Aufrichten von Erwachsenen ausgeführt. Zum Schluss wurden noch vier Balken zum Abstützen des Tragepfahls in die Erde eingelassen. In einer Höhe von 2m wurde noch ein Salzleckstein angebracht. Dieser dient  zum einen den Wildtieren als Mineralienspender und zum anderen sorgt er dafür, dass der Tragepfahl nicht so schnell verrottet.

„Zwar haben in den letzten Tagen schon die ersten Störche ein paar Nester in der Umgebung bezogen, aber wir hoffen, dass auch dieses Nest noch in diesem Jahr beflogen wird. Ganz herzlich bedanken möchten wir uns auf diesem Weg bei Jürgen Klockgether für die Aufstellgenehmigung“, sagte Hegeringleiter Lutz Wemken.

gez. Lutz Wemken
 

Falkenaugen unterstützen den fliegenden Edelstein – den Eisvogel -

In einer Exkursion hat sich die Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord „Die Falkenaugen“ das erste Teilstück der renaturierten Moorbäke in Rastede angeschaut. Die Renaturierung des Gewässers ist eine von mehreren Kompensationsmaßnahmen die auf Grund des Ausbaus der Bahnstrecke Oldenburg-Wilhelmshaven durchgeführt wird. Auftraggeber ist der Entwässerungsverband Jade. Ziel ist es, wieder eine Durchgängigkeit des Gewässers für Tiere herzustellen.

Im Zuge der ersten Teilrenaturierung wurden Sohlabstürze, die Fische stoppen, zu Sohlgleiten umgebaut, die dadurch wieder eine Durchgängigkeit für die Fische ermöglichen. So können in Zukunft die Fische wieder stromaufwärts wandern, um ihre Eier abzulegen. Außerdem wurden Laubholzfaschinen eingesetzt, die in erster Linie der Abwehr von Erosionserscheinungen dienen. Ferner wurden Stein- und Kiesschüttungen im Bett des Vorfluters, Findlinge zur Strukturverbesserung im Mittelwasserbett, ein Kleintiersteg und Kiessubstrat in der Sohle eingebaut. Darüber hinaus wurde ein Sumpfpflanzbeet als Sekundäraue hergerichtet. Außerdem wurde der gerade Verlauf der Moorbäke durch die teilweise Verlegung des Bachbettes deutlich kurviger. So wird das Gewässer lebendiger.

Schon während der Exkursion überlegten sich die Falkenaugen wie sie diese Renaturierungsmaßnahme unterstützen können. Als Hegeringleiter Lutz Wemken den Kids erzählte, dass der Eisvogel hier vereinzelt am Gewässer anzutreffen ist und akut vom Aussterben bedroht ist, stand sofort fest, dass diesem Tier geholfen werden sollte. Wemken berichtete, dass der Brutbestand des „fliegende Edelsteins“, wie der Vogel oft bezeichnet wird, in den letzten Jahrzehnten vor allem durch Ausbau- und Unterhaltungsmaßnahmen an Bächen und Flüssen stark abgenommen hat. Der Eisvogel nutzt für sein Brutgeschäft natürliche Abbruchkanten, in die er eine bis zu einem Meter lange Röhre gräbt und diese am Ende zu einem Brutkessel erweitert. In dem Kessel legt er auf eine Unterlage aus Speiballen, die aus den unverdaulichen Fischgräten bestehen, sechs bis sieben Eier.

Da es in diesem Gebiet keine natürlichen Abbruchkanten für den Eisvogel gibt, wollten die Falkenaugen eine künstliche Steilwand mit zwei künstlichen Bruthöhlen anlegen. Bei den verwendeten Bruthöhlen fiel die Wahl, nach längerer Internetrecherche, auf die Bruthöhle der Firma Schwegler. Diese besteht aus einer 60cm langen Röhre aus klimaausgleichendem und atmungsaktivem Leichtbeton mit einem anschließenden Brutraum. Die offene Bodenunterseite der Röhre bzw. des Brutraumes ist mit einem Kunststoffgeflecht, das ein Eindringen von Mäusen und Ratten verhindert, versehen. Um eine dauerhaft, nicht abrutschende, Steilwand zu schaffen, wurde eine Kiste aus Siebdruckplatten gebaut, der die beiden Bruthöhlen aufnimmt und ein Verrutschen bzw. Absacken dieser verhindert. Die Kiste hat die Maße 1,25m x 1,25m x 0,90m. Die Einfluglöcher, die einen Durchmesser von 70mm haben, wurden in einer Höhe von 1m mit einer Lochsäge gesägt. Diese gewählte Höhe ist wichtig, damit in die Einflugslöcher kein Raubwild eindringen kann. Die Kiste wurde komplett mit Erde aufgefüllt, damit eine Gefährdung der Brut durch Nachtfröste oder Regenwasser ausgeschlossen ist. Die Bruthöhle wurde in eine dicke Schicht aus Sand gebettet damit Feuchtigkeit besser abfließen kann. Auch wurde etwas Sand in den Brutraum gestreut. Die Falkenaugen entschieden sich für den Einbau von zwei Röhren, da unter natürlichen Bedingungen die Erst- und die Zweitbrut meist in verschiedenen Röhren stattfindet. Nach dem Befüllen der Kiste wurden auch die Außenseiten mit Erdreich bedeckt, so dass es jetzt wie ein natürlicher Hügel mit einer Steilwand aussieht. Im Frühjahr wollen die Falkenaugen auch noch Gräser auf dem Hügel säen.

„Wir haben sehr viel Herzblut in diese Aktion gesteckt und hoffen, dass ein Eisvogelpärchen die Bruthöhlen annehmen wird. Wir bedanken uns ausdrücklich bei der Bingo Umweltstiftung Niedersachsen, die die Materialkosten übernommen hat“, sagte Wemken.

gez. Lutz Wemken

Bau einer Fasanenschütte

Am 27. Januar 2019 wollte die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ des Hegeringes Rastede Nord eigentlich Eisvogelbruthöhlen installieren. Da das Erdreich aber aufgrund der Wetterlage noch gefroren war, änderte die Gruppe kurzfristig ihre Pläne.

Großes Thema bei den Jugendlichen war, wie die Jäger während der Schneekatastrophe im Süden der Bundesrepublik, die Wildtiere unterstützt haben. Dort haben sich die massiven Schneefälle wie ein weißes Leichentuch über die Wälder und Berggebiete der Alpen gelegt. Gerade die langbeinigen Pflanzenfresser steckten zum Teil wie einbetoniert in den nassen Schneemassen fest, ohne Chance irgendwie Nahrung zu erreichen. In diesen Gebieten haben die “Unteren Jagdbehörden“ die Jagdausübungsberechtigten aufgefordert, das Wild durch Zufüttern zu unterstützen um es so vor dem Tod zu bewahren. Es ist schon lobenswert wie sich hier die Jagdausübungsberechtigten bis an die Grenze der körperlichen Erschöpfung für die Wildtiere eingesetzt haben. Nichts desto trotz werden bei allen Tierarten wohl massive Verluste zu beklagen sein.

Auch bei der Schneekatastrophe in Norddeutschland 1978/1979 mussten extreme Verluste bei den Wildtieren hingenommen werden. So manche Tierart konnte sich von diesem Aderlass nicht wieder erholen, was aber auch mit der Veränderung der Lebensräume zu tun hatte. Denken wir hier nur an das Rebhuhn.

Aus diesem Anlass überlegten sich „Die Falkenaugen“ eine Fasanenschütte zu bauen um den Fasan zu unterstützen. Bei der Fütterung des Fasans kommt es nicht darauf an, ihn ständig satt zu füttern. Als Allesfresser findet er selbst im Winter, bei niedriger Schneelage,  noch genug zusätzliche Nahrung in Form von Grün, Wurzeln, Beeren, Samen usw. Wichtig hierbei ist es, ihm einen Ort anzubieten, wo er zu jeder Zeit einige Leckerbissen findet. Diese binden ihn an den Platz und verhindern das Verstreichen. Unter einer Fasanenschütte hingegen, die wöchentlich einmal beschickt werden soll, finden die Fasanen, auch wenn das Beschicken mit frischem Futter unterlassen oder vergessen wurde, noch lange Zeit in der Spreu Körner oder Samen. Die anziehende Wirkung bleibt also erhalten. Ein weiterer Vorteil von der Schütte ist, dass Kleinvögel nicht ausgeschlossen werden. Großes Augenmerk sollte aber auf der Standortwahl liegen. Die Fasanenschütte gehört stets in die Deckung. Eine offene Hecke ist als Standort ungeeignet, da sie schnell zum „Futterplatz“ für Habichte wird. Die Fasanenschütte ist aber nicht nur für Fasanen interessant. Mäuse richten sich häuslich ein und locken nachts Iltisse, Marder und Katzen an. So ist zu überlegen, ob es nicht sogar sinnvoll ist einen Fangbunker in unmittelbarer Nähe zur Schütte zu bauen.

gez. Lutz Wemken

Fangjagd für den Artenschutz

Da es für unsere Bodenbrüter aber auch dem Hasen nicht ausreicht, den Lebensraum bzw. die Nahrungsverfügbarkeit zu verbessern, ist es unabdingbar, die meist nachtaktiven Fressfeinde über die Fallenjagd zu reduzieren. Studienprojekte in wichtigen Schutzgebieten wie dem Dümmer in Niedersachsen, dem Bremer Blockland oder dem Wiesenvogelschutzprojekt auf Eiderstedt in Schleswig-Holstein liefern den eindeutigen Nachweis, dass ein wirkungsvoller Artenschutz ohne die Fangjagd nicht möglich ist. Zusätzlich sollen die Jäger laut EU-Vorgaben invasive Arten wie z.B. Marderhund, Waschbär, Nutria und Mink, die wegen ihrer negativen Auswirkungen auf die heimische Artenvielfalt, einregulieren. Aus diesem Grund traf sich die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ des Hegeringes Rastede Nord  am 16. Dezember 2018 um eine Betonwipprohrfalle einzubauen. Bei der verwendeten Falle handelt es sich um das Modell, dass Peter Kaiser entwickelt hat und jetzt über die Raiffeisen Warengenossenschaft Melle vertrieben wird. Die Jugendlichen konnten sich während des Aufbaus ein Bild von der Funktion der Falle machen. Bei der verwendeten Betonwipprohrfalle handelt es sich um ein modernes Fallensystem, das selektiv, unversehrt und tierschutzkonform fängt. Durch den dunklen Fangraum ist es wissenschaftlich nachgewiesen, dass das gefangene Tier keinen Stress in der Falle erleidet und sich dadurch auch nicht verletzt. Die Betonwipprohrfalle wurde von der Tierhochschule Hannover im Auftrag des Deutschen Jagdverbandes geprüft und erfüllt die Kriterien des AIHTS (Agreement on Humane Trapping Standards). Das AIHTS setzt Standards für die Anerkennung und Zertifizierung von Fallen. Zusätzlich wurde das Fangsystem noch mit einem elektronischen Fangmelder versehen, der den Jäger im Fall des Auslösens der Falle auf seinem Mobiltelefon verständigt. Dadurch wird eine gesetzeskonforme Fallenüberwachung garantiert und das gefangene Wild kann zeitnah aus der Falle entnommen werden.

„Leider wird die Diskussion über die Fangjagd sehr emotional und nicht wissensbasiert geführt. Auch viele andere Naturschutzverbände haben erkannt, dass die Fangjagd eine wichtige Stellschraube zum Schutz bedrohter Arten ist und nur weil es dort Prädatoren-Management  heißt findet dort nicht anderes statt“, sagt Hegeringleiter Lutz Wemken.

gez. Lutz Wemken

Falkenaugen wurde der Förderpreis von der Oldenburgischen Landschaft verliehen

Im Rahmen ihrer 80. Landschaftsversammlung hat die Oldenburgische Landschaft e. V. am 16. November der Jugendgruppe „Die Falkenaugen“, vom Hegering Rastede Nord, einen ihrer diesjährigen, mit 1000 Euro dotierten, Förderpreisen verliehen. Die Oldenburgische Landschaft e. V. ist ein moderner Landschaftsverband, der in seinem Wirkungsgebiet Kultur und Wissenschaft initiiert, fördert und für den Naturschutz eintritt. Neben Förder- und Beratungstätigkeit versteht sich die Oldenburgische Landschaft zusammen mit den oldenburgischen Landkreisen Ammerland, Cloppenburg, Friesland, Oldenburg, Wesermarsch und Vechta sowie den kreisfreien Städten Delmenhorst, Oldenburg und Wilhelmshaven als Vertreterin der regionalen Belange in Niedersachsen und darüber hinaus. Der Förderpreis wird an Nachwuchskräfte bzw. –gruppen vergeben, die mit beachtlichen Leistungen auf einem Gebiet aus dem Aufgabenbereich landschaftlicher Arbeit hervorgetreten sind.

Im öffentlichen Teil der Landschaftsversammlung gab Thomas Kossendey, Präsident der Oldenburgischen Landschaft e.V. die diesjährigen Förderpreisträger bekannt. Ausgezeichnet wurden Tim Morgenstern und die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ des Hegeringes Rastede Nord.

In der Laudatio, die von Barbara Woltmann, Mitglied des Vorstands der Oldenburgischen Landschaft, auf die Falkenaugen gehalten wurde sagte sie: „Die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ gibt es erst seit 2016 und doch ist die Zeit ihres Bestehens schon als Erfolgsgeschichte zu bezeichnen. Hierzu muss jeder wissen, dass es vor der Gründung der Falkenaugen solche Jugendgruppen von Kreisjägerschaften bzw. Hegeringen überhaupt nicht gegeben hat. Wir haben es also mit einem Pilotprojekt zu tun. Beim Hegering Rastede Nord leistet man schon seit Jahrzehnten eine aktive Jugendarbeit an Kindergärten und Schulen. So kam man schließlich auf die Idee, eine eigene Jugendgruppe ins Leben zu rufen. Das ist also eine weitere Aufwertung und eine Verstetigung der Jugendarbeit zu verstehen. Es ist vorbildlich, schon junge Menschen mit dem Naturschutzgedanken vertraut zu machen und dies nicht nur theoretisch, sondern auch ganz praktisch. Weil die Oldenburgische Landschaft auch für den Naturschutz im Oldenburger Land einsteht und weil uns die Jugendförderung ganz besonders am Herzen liegt, freuen wir uns sehr, dass wir mit den Falkenaugen eine junge Naturschutzgruppe auszeichnen können, die sich hier sehr verdient gemacht hat.“

Im Anschluss an die Laudatio von Barbara Woltmann wurde ein vierminütiger Film eingespielt, der von der Jugendgruppe vorbereitet wurde, damit sich das Auditorium einen Eindruck von den bereits geleisteten Naturschutzprojekten der Gruppe machen konnte.

In der Dankesrede, die vom Hegeringleiter und Mentor der Gruppe Lutz Wemken gehalten wurde, ging er noch einmal auf die Ziele der Gruppe ein. Wemken sagte des Weiteren: „die Gruppe nicht gedacht ist, um mit anderen Naturschutzverbänden zu konkurrieren, denn nach dem Bundesnaturschutzgesetz ist auch die Jägerschaft ein anerkannter Naturschutzverband. Unser Ziel ist es, mit anderen Verbänden noch intensiver zusammen zu arbeiten, denn im Grunde wollen wir doch alle das gleiche: den Schutz und die Erhaltung einer artenreichen, frei lebenden Tier- und Pflanzenwelt sowie die Sicherung ihrer Lebensgrundlagen. Es freut uns, wenn andere Hegeringe und Kreisjägerschaften ähnliche Jugendgruppen gründen.“ Zusätzlich nutzte Wemken die Gelegenheit um sich bei Bernhard Helms, der leider aus beruflichen Gründen nicht an der Veranstaltung teilnehmen konnte und mit ihm die Gruppe leitet, zu bedanken. Auch bedankte er sich bei Thekla und Günther Wemken, die den Falkenaugen die Räumlichkeiten und eine Werkstatt für ihre Treffen zur Verfügung stellen.

Zwei der Jugendlichen stellten jeweils ein neues Naturschutzprojekt, das die Gruppe in nächster Zeit realisieren will, vor. Auch Regina Wemken, die sich um die Betreuung der Falkenaugen kümmert, schilderte eindrucksvoll die Wichtigkeit des Naturschutzes: „Die Jugendlichen haben tolle Ideen, sehen die Dinge oft in einem anderen Licht und hinterfragen vieles kritisch. Es macht Spaß sich dieser Herausforderung zu stellen und oft verändert sich dabei auch die eigene Sichtweise. Wir möchten zeigen, dass es auch mit einem geringen Budget und kleinen Projekten möglich ist viel für die Umwelt zu tun und etwas zu bewegen. Wir wünschen uns noch mehr in der Öffentlichkeit wahrgenommen zu werden und hoffen auf viele Nachahmer damit das „Wunderwerk der Natur“ für diese tollen Kids hier und auch für die nachfolgenden Generationen erhalten bleibt.“

gez. Lutz Wemken

Naturschutzwoche für Kinder 2018

Die Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord „Die Falkenaugen“ haben sich an der Naturschutzwoche für Kinder 2018 beteiligt. Die mittlerweile sechste Naturschutzwoche für Kinder und Jugendliche des Natur-Netzes Niedersachen e.V. findet im Oktober und November in ganz Niedersachsen statt. Das Natur-Netz-Niedersachsen ist ein Zusammenschluss von niedersächsischen Stiftungen im Natur- und Umweltschutz. Unterstützt wird die Naturschutzwoche für Kinder und Jugendliche von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung.

Die Falkenaugen mussten nicht lange überlegen und wollten sich unbedingt an der Aktion beteiligen. Es sollten die Greifvogelarten: Schleiereule, Waldkauz und Turmfalke durch künstliche Nisthilfen unterstützt werden. Geplant war es jeweils fünf Nisthilfen pro Greifvogelart zu bauen.

Schleiereulen brüten im Einzugsgebiet menschlicher Siedlungen in erster Linie in Kirchtürmen und Scheunen, wo sie optimale Lebensbedingungen vorfinden und bis zu 95% aller Bruten aufgezogen werden. Leider werden immer mehr Kirchtürme und Scheunen so verrammelt, dass die Eulen hier keine Gelegenheit mehr zum Brüten haben.

Für Waldkäuze ist das Vorhandensein geräumiger Höhlen wichtig, in denen er seine Jungen aufziehen kann. Sehr gerne beziehen sie auch für sie angebrachte Nistkästen.

Turmfalken nutzen im Stadtgebiet vor allem Mauernischen hoher Gebäude als Brutplatz. Altbauten bieten durch ihre reich strukturierte Fassade verschiedenste Nistgelegenheiten. An modernen, glatten Hochhäusern können zumeist nur Balkone oder Fenstersimse zur Brut genutzt werden. Um die heranwachsenden Falken vor Absturz zu bewahren und die Verschmutzung der unter dem Nest liegenden Balkone in Grenzen zu halten, ist es zielführend, Nistkästen anzubringen.

Die Kids informierten sich im Netz über Bauanleitungen für Nisthilfen dieser drei Arten und eine Materialbedarfsliste wurde erstellt. Diese erstellte Liste war die Grundlage für einen Kosten- und Finanzierungsplan der bei der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung, zwecks Übernahme der Materialkosten, eingereicht wurde.

Am 21. Oktober traf sich die Jugendgruppe um die vorbereiteten Nisthilfen zusammenzubauen. Bevor es allerdings losging wurden den Kids Präparate der Zielvögel gezeigt, damit sie sich eine Vorstellung von der Größe der Tiere machen konnten. Auch wurde auf die Lebensweise bzw. die Biologie der Vögel hingewiesen. Unter der Anleitung von fünf Erwachsenen konnten die Jugendlichen ihre handwerklichen Fähigkeiten zeigen bzw. ausbauen. „Uns ist es wichtig, dass die Falkenaugen die Nisthilfen möglichst selbständig zusammenbauen. Hier gilt: die Jüngeren lernen von den Älteren. Das Arbeiten an z.B. Kreissägen wird dabei aber ausschließlich von Erwachsenen durchgeführt“ sagt Lutz Wemken.

In einem weiteren Termin am 11. November müssen noch einige Nacharbeiten an den Bruthilfen vorgenommen werden. Es sollen noch die Dächer der Waldkauz- und der Turmfalkenkästen mit Bitumen Schweißbahn versehen werden, um die Haltbarkeit zu verlängern. Zusätzlich soll jeder Kasten mit dem neuen Brenneisen der Falkenaugen gekennzeichnet werden. An diesem Termin sollen aber auch die Bruthilfen aufgehängt werden. Hierzu werden noch offene Scheunen in der Gemeinde Rastede für die Schleiereulenkästen gesucht. Interessenten können sich beim Hegeringleiter Lutz Wemken unter der Tel. Nr. 0441/3614 9000 melden.

gez. Lutz Wemken

Falkenaugen bauen Fledermauskästen

Seit den 1950er Jahren sind die Fledermausbestände bei uns massiv zurückgegangen, denn viele ihrer Quartiere wurden und werden unwissentlich zerstört.

Fledermäuse haben ihre Schlafplätze in unserer Region meist in alten Baumhöhlen, Gebäudespalten oder auf Dachböden. In der heutigen Zeit werden allerdings solche Rückzugsplätze für unser einzig aktiv fliegendes Säugetier immer weniger. Viel zu oft wird das Totholz mit den darin wichtigen Höhlen und Spalten aus unseren Wäldern für Brennholz geholt. Auch bieten neuere Gebäude keinen Unterschlupf mehr, da es wegen des energetischen Schutzes keine Spalten mehr gibt, in denen sich die Fledermaus verstecken kann. Aus diesem Grund hat sich die Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord „Die Falkenaugen“ überlegt, dass sie die heimischen Fledermausarten unterstützen möchte.

Schnell war klar, dass eine Art von künstlicher Höhle gebaut werden sollte. Die Kids informierten sich ausführlich im Internet und stießen auf eine Bauanleitung für einen Fledermauskasten. Da die Gruppe eine Zuwendung von der Jägerschaft Ammerland für den Gewinn des Bundeswettbewerbes „Gemeinsam Jagd erleben 2017“ bekommen hatte, wurde dieses Geld für diese Aktion genutzt und das Material beschafft.

Die Maße der Bauanleitung wurden auf die unbehandelten Glattkantbretter übertragen. Die Sägearbeiten an der Kapp- und Gehrungssäge wurden von den erwachsenen Gruppenleitern übernommen. In die Rückwände der Kästen wurden kleine Rillen gesägt, damit die Fledermäuse nicht abrutschen können und genügend Halt finden. Damit nach dem Zusammenbau zwischen dem Dach und den umliegenden Bauteilen keine Spalten bleiben, wurde ein Sisalband zur Abdichtung zwischen die Bauteile eingearbeitet. Denn Fledermäuse mögen keinen Durchzug. Zum Schluss wurde mit einem Brenneisen noch ein Hirschkopf in jede Vorderwand gebrannt, damit die Fledermauskästen der Gruppe wieder erkannt werden können.

Die 16 gebauten Kästen hängen jetzt im Eichenbruch in Rastede. Dabei wurde darauf geachtet, dass die Unterkünfte in Richtung Süd-Ost ausgerichtet sind. Da die Fledermäuse die Kästen von unten anfliegen und sich zum Losfliegen fallen lassen, wurden diese in einer Höhe von 4 Metern aufgehängt. Den Kids war dabei etwas mulmig zu mute. Zum Aufhängen der Behausungen an gesunden Bäumen wurden extra Nägel aus Aluminium verwandt. Diese haben den Vorteil, dass sie den Baum im Wachstum nicht schädigen. Zudem sind Weichmetallnägel problemlos bei evtl. weiterer Holzverarbeitung.

„Die Aktion hat uns wieder gezeigt, dass mit einem kleinen Budget viel für den Artenschutz getan werden kann. Die Falkenaugen sind hoch motiviert und würden gern noch weitere Naturschutzaktionen durchführen. Oft fehlen uns leider die Mittel, da wir auf Spenden oder  unsere eigenen kleinen Verkaufsaktionen angewiesen sind“, sagt Hegeringleiter Lutz Wemken. 

gez. Lutz Wemken

Drei Falkenaugen machen das „grüne Abitur“

Am 21. Juli 2018 legten drei Mitglieder der Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord „Die Falkenaugen“ erfolgreich ihre staatlich anerkannte Jägerprüfung vor dem Ammerländer Prüfungsausschuss ab. Die Drei entschlossen sich für einen drei wöchigen Vollzeit-Intensivlehrgang an der DEULA in Westerstede um ihre sechswöchigen Sommerferien sinnvoll zu nutzen. Bei einem solchen Lehrgang wird den Teilnehmern nichts geschenkt sagt Hegeringleiter Lutz Wemken. Die Jungjägeranwärter haben montags bis samstags von 8 – 18 Uhr die Fachgebiete: Wildtierkunde, Waffenkunde, Naturschutz, Hege, Jagdbetrieb, Wildbret Hygiene, Wildkrankheiten, Jagdhundewesen, jagdliches Brauchtum und Jagdrecht  gebüffelt. Zusätzlich kam noch die Schießausbildung mit der Waffenhandhabung dazu.

Mit Ausgabe des Prüfungszeugnisses am 28. Juli können Bjarne und Richard, die 16 und 17 Jahre alt sind, sofort ihren Jugendjagdschein bei der unteren Jagdbehörde lösen. Lasse, der hingegen erst 15 ist, muss noch auf die Aushändigung des Jugendjagdscheines bis zu seinem 16. Geburtstag warten. Mit dem Jugendjagdschein hat der Jungjäger aber erst ein eigeschränktes Jagdrecht und somit keinen vollwertigen Jagdschein. Ab dem 18. Lebensjahr wird dieser eingeschränkte Jugendjagdschein jedoch automatisch und ohne weitere Jägerprüfung von der unteren Jagdbehörde zum vollwertigen Jagdschein erklärt. Der Jugendjagdschein erlaubt dem Jungjäger zwar die Ausübung der Jagd, nur muss dies unter Aufsicht eines jagdlich erfahrenen Erziehungsberechtigten oder einer vom Erziehungsberechtigten schriftlich beauftragten volljährigen und jagdlich erfahrenen Begleitperson geschehen. An Gesellschaftsjagden darf der Inhaber eines Jugendjagdscheins nur als Treiber und nicht als Schütze teilnehmen. Bei der Einzeljagd mit Begleitung darf der Besitzer eines Jugendjagscheins Wild schießen, Munition und Waffe tragen aber außerhalb der Jagd keine Munition oder Waffen selbst besitzen.

Aber das Schießen sollte bei der Jagdausübung nicht im Vordergrund stehen. Hauptaufgabe des Jägers ist der Schutz und die Erhaltung einer artenreichen, frei lebenden Tierwelt sowie die Sicherung ihrer Lebensgrundlagen. „Viele Naturschutzmaßnahmen haben die Drei schon bei der Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord „Die Falkenaugen“ begleitet und so bin ich mir sicher, dass aus den Dreien gute verantwortungsvolle Jäger werden, die auch in schwierigen Zeiten die Artenvielfalt schützen und erhalten werden“, sagt Wemken.

Der Hegering sucht noch Kinder und Jugendliche in einem Alter von 10 bis 17 Jahren die sich der Jugendgruppe des Hegeringes anschließen möchten. Die Kids sollen das Gleichgewicht in der Natur erkennen und in der Lage sein, ihren Stellenwert im Ökosystem als Nutzer und Schützer zu reflektieren. Die Jugendlichen lernen Pflanzen und Tiere zu bestimmen und führen Maßnahmen zur Verbesserung von Lebensräumen durch. „Keiner muss bei uns den Jagdschein machen“ führt Wemken weiter aus. 

gez. Lutz Wemken

Besuch der Seehundstation und des Waloseums in Norddeich

Am 3. Juni 2018 fuhr die Jugendgruppe des Hegeringes „Die Falkenaugen“ nach Norddeich um dort die Seehundstation und das Waloseum zu besuchen. Leider konnte nur ein kleiner Teil der Gruppe an der Veranstaltung teilnehmen, da für einige die Abschlussprüfungen an den jeweiligen Schulen anstanden.

Als erstes wurde die Seehundstation besucht. Die Seehundstation Nationalpark-Haus ist eine leistungsfähige anerkannte Betreuungsstation für Meeressäuger. Zwischen 80 und 160 verwaiste Seehunde und vereinzelt auch Kegelrobben werden jährlich aufgezogen und in die Nordsee zurückgebracht. Die Station ist zuständig für das gesamte Niedersächsische Wattenmeer, das als Nationalpark, Biosphärenreservat und Weltnaturerbe besonderen Schutz genießt. Wesentliche Aufgabe der Seehundstation ist die Rehabilitation und Aufzucht verwaister Jungtiere, die zunächst in einer eigenen Quarantänestation im Waloseum betreut werden.

Die Jugendlichen konnten sich bei der Fütterung der Seehunde und Kegelrobben einen Eindruck von der artgerechten Aufzucht und den Schwimmkünsten der Meeressäuger machen. Die parallelen Ausführungen einer jungen Dame, die ihren Bundesfreiwilligendienst in der Station ableistet, waren zudem sehr informativ und die Kinder bekamen ein Gefühl für die Biologie und das Verhalten der Tiere. Die Mitarbeiterin machte deutlich, dass es durch menschliche Störungen, Wettereinflüsse oder sehr selten durch den Tod der Mutter vorkommt, dass junge Seehunde alleine zurück bleiben. Dem lauten Klagen, mit dem diese verwaisten Jungtiere nach ihrer Mutter rufen, verdanken sie ihren Namen „Heuler“. Werden solche verwaisten Tiere gefunden kümmert sich die Station solange um diese Tiere, bis diese kräftig genug sind um wieder ausgewildert zu werden. Nach der Fütterung schaute sich die Gruppe noch die informative, kindgerechte Erlebnisausstellung rund um den Lebensraum Wattenmeer an.

Das Waloseum war der zweite Anlaufpunkt an diesem Tag. Das Waloseum ist eine Einrichtung der Seehundstation Nationalpark-Haus und liegt nur fünf Kilometer östlich in Norden-Osterloog. Hier befindet sich die Quarantänestation für Seehund- und Kegelrobbenjungtiere. Hier erholen sie sich in Ruhe, werden rund um die Uhr betreut und tierärztlich versorgt, bevor sie in die Seehundstation übersiedeln. Schließlich sollen sich auch die dort lebenden Jungtiere nicht mit Krankheiten anstecken, bevor sie wieder in der Nordsee ausgewildert werden. Aber auch hier gab es viel in den verschiedensten Ausstellungen zu entdecken. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das präparierte Skelett eines 15 Meter langen Pottwal-Bullen, der 2003 vor Norderney gestrandet ist. Die obere Etage ist den Bewohnern der Nordsee und der Vogelwelt der Nordseeküste gewidmet. Hier konnten sich die Kids die Anpassungsfähigkeit und Vielfalt des einzigartigen Lebensraums Niedersächsisches Wattenmeer ansehen.

Die Falkenaugen waren begeistert von der Seehundstation und dem Waloseum und empfehlen diese Ausflugziele gerne weiter. Die Besucher helfen durch die Eintrittsgelder und Spenden das Überleben solcher Einrichtungen zu gewährleisten.

gez. Lutz Wemken

Müllsammelaktion mit dem Ortsbürgerverein Rastedermoor 2018

Am 22. April 2018 hatte der Ortsbürgerverein Rastedermoor zur alljährlich wiederkehrenden Müllsammelaktion eingeladen. Es sollten sich möglichst alle ortsansässigen Vereine und Einwohner an dieser Dorfreinigungsaktion beteiligen. Die Jugendgruppe vom Hegering Rastede Nord „ Die Falkenaugen“ war sich sofort einig, dass diese Maßnahme auf jeden Fall von ihnen wieder unterstützt werden sollte. Denn eine solche Aktion passt genau in die Naturschutzziele, die sich die Gruppe bei ihrer Gründung gesetzt hat. Spontan sagten auch die Delfshauser Jäger ihre Unterstützung zu.

Treffpunkt hierfür war die Gaststätte Decker in Delfshausen. Die 26 Teilnehmer der anwesenden Vereine und teilnehmenden Einwohner wurden vom Rasteder Ortsverein zunächst in Suchgebiete bzw. –mannschaften eingeteilt. Jede Einsatzgruppe wurde vom Veranstalter mit Arbeitshandschuhen, Müllsäcken und Greifwerkzeugen ausgestattet. Dann ging es gruppenweise in die zugeteilten Einsatzgebiete. An viel befahrenen Straßen wurde der meiste Müll gefunden. Leider wird oft vergessen, dass achtlos entsorgter Müll in der Landschaft Wildtiere gefährden kann. Offene Verpackungen verleiten Tiere dazu, ihre Schnauzen hineinzustecken oder gar hinein zu treten. Da Wildtiere sich nicht selbst befreien können, ersticken sie leicht daran, warnt Hegeringleiter Lutz Wemken. Vögeln können vor allem Plastikschnüre gefährlich werden, die sich leicht um ihre Beine und Füße wickeln. Auch Damhirsche verfangen sich leicht in achtlos herumliegenden Weidezaunlitzen und verenden dann oft elendig. Plastikhüllen von Zigarettenschachteln oder Süßigkeitenverpackungen sollten ebenfalls nicht liegen gelassen werden: Vögel bauen sie in ihre Nester ein, das Regenwasser kann dann nicht mehr abfließen und die Brut ertrinkt im Nest. Deshalb können wir nur ausdrücklich an jeden Einzelnen appellieren, den Müll wieder mit nach Hause zu nehmen oder ihn fachgerecht zu entsorgen.

An diesem Morgen wurden ca. 3 Kubikmeter Müll gesammelt. Oft handelte es sich um Zigarettenschachteln, Getränkeflaschen und –becher. Die spektakulärsten Fundstücke waren ein Kühlerlüfter vom Auto, etliche Styroporplatten und ein Autoreifen. Im Anschluss an die Aktion wurde in der Gaststätte Decker in Delfshausen ein kleiner Imbiss als Dankeschön an alle Beteiligten gereicht. Die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ war von der Aktion so begeistert, dass sie im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei ist. Angeregt wurde von der Gruppe, den Termin einen Monat nach vorn zu verlegen, damit zum einen die Vegetation noch nicht so weit ist und zum anderen die Aktion nicht in der Setz- und Brutzeit statt findet.

gez. Lutz Wemken

Falkenaugen renaturieren einen Amphibienteich

Am 25. Februar 2018 traf sich die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ des Hegeringes  Rastede Nord um einen Amphibienteich zu renaturieren. Der Teich wurde vor gut 10 Jahren von der Pächtergemeinschaft des Jagdbezirkes Delfshausen als Ausgleichsfläche mit Genehmigung des Landkreises angelegt. Ziel war es, Amphibien fern ab von Straßen die überquert werden müssen, ein Leichgewässer zu schaffen. Das hat unter anderem den großen Vorteil, dass keine aufwendig zu kontrollierenden Krötenfangzäune an Straßen errichtet werden müssen.

Amphibienbestände sind weltweit rückläufig. Die Ursachen hierfür sind komplex und meist eine Kombination verschiedener Faktoren. Dies sind neben der direkten Zerstörung der Lebensräume Faktoren wie erhöhte UV-Strahlung, Versauerung und Schadstoffbelastungen, viele Fressfeinde, klimatische Veränderungen und witterungsbedingte Einflüsse.

Der Amphibienteich ist stockwerkartig mit Tief- und Flachwasserzonen angelegt worden. Die tiefsten Bereiche führen ganzjährig Wasser und frieren nicht komplett durch, da einige Arten auch im Wasser überwintern.

Da sich an den Ufern des Amphibienteiches im Laufe der Jahre Birken und Weiden ausgesät hatten, war eine direkte Sonneneinstrahlung nicht mehr gegeben. Eine Erwärmung des Wassers ist aber für die Entwicklung der Amphibienlarven wichtig. Mit einer steigenden Wassertemperatur erhöht sich der Fortpflanzungserfolg. Aus diesem Grund überlegten sich die Kids die Birken und Weiden am Südufer zu entfernen. Die abgeschnittenen Sträucher wurden auf Laubhaufen aufgeschichtet, was in Zukunft einigen Amphibien und Insekten einen Platz zum Überwintern gibt.

Die Jugendlichen gruben auch noch drei künstliche Hummelnester in die Erde ein. Hierzu wurden große Tontöpfe mit Heu befüllt und verkehrt herum in die Erde eingegraben. Über das Wasserabflussloch wurde gebogene Baumrinde gelegt, damit Regenwasser nicht direkt in das Hummelnest gelangt aber die Hummeln noch in den Topf fliegen können.

Da dieses Gewässer auch gern von unserer kleinsten Schwimmente, der Krickente, angenommen wird, haben die Falkenaugen ein Entenbruthaus auf zwei Pfählen im Teich aufgestellt. Zwei Kunststoffmanschetten verhindern, dass z.B. eine Wanderratte in das Entenbruthaus klettern kann. Den Jugendlichen ist klar, dass die Enten auch etwas Leich von den Amphibien fressen werden. Da wir es aber nicht verhindern können, dass die Enten Einzug halten, können wir ihnen so eine sichere Nisthilfe bieten. Ergänzend zu dem Entenbruthaus wurden auch noch zwei Meisennistkästen aufgehängt.

Mit dieser Aktion haben „Die Falkenaugen“ viel über das Leben der Amphibien gelernt und wieder einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz geleistet.

 

gez. Lutz Wemken

Falkenaugen gewinnen den DJV-Bundeswettbewerb „Gemeinsam Jagd erleben 2017“

Die Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord gewann den DJV-Bundeswettbewerb „Gemeinsam Jagd erleben 2017“. Die dlv-Jagdmedien und der Deutsche Jagdverband (DJV) riefen alle Jäger auf, einen Nichtjäger mit ins Revier zu nehmen, um ihm zu zeigen, wie vielfältig die Jagd ist. Die Bewerbung sollte in Form eines Artikels oder Videos erfolgen.

Der Hegering Rastede Nord geht bereits seit Jahrzehnten in Kindergärten und Schulen und versucht das Interesse für die Fauna und Flora bei den Kindern zu wecken. Dies geschieht in Form von Nistkastenbau, Waldspielen, Ansitz mit Kindern, Ferienpassaktionen und vielem mehr. „Bei diesen Aktionen haben wir es oftmals erlebt, dass es Kinder gibt, die der Natur ganz besonders aufgeschlossen sind“ sagt Hegeringleiter Lutz Wemken.

Aus diesem Grund überlegte sich der Hegering vor zwei Jahren eine Jugendgruppe zu gründen. Ein solches Projekt gab es bisher weder in Niedersachsen noch auf Bundesebene.

Die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ führte in den vergangenen zwei Jahren viele Naturschutzprojekte durch. Beispielhaft sind hier die Maßnahmen: Bau von Insektenhotels, Entenbruthäusern, Fasanenschütten und Nistkästen, das Anlegen von Amphibien Steinhaufen, Salzlecken und Blühstreifen, Beteiligung an Müllsammelaktionen und die Wildtierrettung bei der Mahd zu nennen. Wir führten aber auch eine gemeinsame Pflanzaktion mit der Jugendgruppe vom NABU durch. Denn wir sind alle anerkannte Naturschutzverbände und sollten noch besser zusammen arbeiten.

„Wir haben hoch motivierte Kinder in der Gruppe, die sich viele Naturschutzprojekte selbst überlegen. Es macht Spaß mit diesen jungen Menschen die einzelnen Aktionen zu planen und durchzuführen“ sagt der Jugendobmann Bernhard Helms. „Es wäre toll, wenn andere Hegeringe oder Kreisjägerschaften unser Modell nachahmen. Um dieses einzigartige Leuchtturmprojekt zu pushen, haben wir mit einem Videoclip an dem Wettbewerb teilgenommen“ sagte Lutz Wemken.

Die Gruppe konnte jetzt anlässlich der Messe „Jagd und Hund“ in Dortmund ihren Preis entgegennehmen. „Die Falkenaugen“ freuten sich über den ersten Preis in der Publikumswertung und bekamen hierfür Signalkleidung, Taschenlampen und einen Ansitzsack von der Firma Grube.

Hier geht es zum Bewerbungsvideo!

 

gez. Lutz Wemken

Bau von Futterglocken

Am 21. Januar 2018 traf sich die Jugendgruppe des Hegerings Rastede Nord zu ihrer nächsten Aktion. Die Kids hatten sich überlegt, die hiesigen Singvögel mit dem Bau von Futterglocken in der kalten Jahreszeit zu unterstützen. Den Falkenaugen ist klar, dass die Vogelfütterung nicht mit dem effektiven Schutz bedrohter Vogelarten verwechselt werden darf, da von ihr fast ausschließlich wenig bedrohte Arten profitieren. Da sich aber an den Futterstellen die Tiere aus nächster Nähe beobachten lassen, ist das Projekt aus umweltpädagogischer Sicht empfehlenswert. So ist das Füttern nicht nur ein Naturerlebnis, sondern vermittelt zudem Artenkenntnis.

Der Aufbau der Futterglocken ist dabei ganz einfach: Ein kleiner Stock wird durch einen Ton-Blumentopf gesteckt und mit einem Zahnstocher gegen Verrutschen gesichert. Der Stock dient den Vögeln später als Anflughilfe. Für das Herstellen der Futtermasse wurde zunächst Rindertalg soweit erhitzt, bis dieser flüssig war. Der Rindertalg ist in erster Linie dazu da, die Futtermischung in der Glocke zu binden. Durch seine fettige Konsistenz ist aber auch der Talg an sich schon eine wichtige Nahrungsergänzung für die Vögel im Winter. Der zunächst flüssige Rindertalg wurde mit einer Singvogelfutter-mischung in einem Verhältnis von 1 zu 1 vermischt. Bevor die Masse nun in die einzelnen Töpfchen gegossen werden konnte, mussten die Löcher in den Glocken, durch welche der Anflugstock gesteckt wurde, soweit abgedichtet werden, dass keine Futtermischung mehr entweichen konnte. Dies stellte sich zunächst als größte Herausforderung der Aktion dar. Es wurden allerdings schnell Lösungen gefunden, sodass das Problem behoben werden konnte und die Futtermischung in die vorbereiteten Töpfchen gegossen werden konnte. Das Aushärten der Mischung überbrückten die Jugendlichen mit Früchtetee und Süßigkeiten.

Die gebastelten Futterglocken können die Kids nun in den heimischen Gärten, in schützender Höhe, aufhängen.

gez. Bernhard Helms

Besuch im Wolfcenter Dörverden

Am 5. November 2017 besuchte die Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord „Die Falkenaugen“ das Wolfcenter in Dörverden. Die Gruppe entschied sich für die Fahrt, weil die Wolfsbestände in Niedersachsen immer größer werden und der illegale Wolfsabschuss im Ammerland bei den Kids immer mehr Fragen aufwarf. Das Wolfcenter wurde im Jahr 2010 durch die Eheleute Faß gegründet. Ihnen liegt es am Herzen, die Besucher intensiv über Wölfe und deren Einfluss in Deutschland zu informieren.

Zuerst schaute sich die Jugendgruppe die ca. 230qm große Ausstellung mit vielen Mitmachexponaten, Informationstafeln und Dioramen an. Da die Ausstellung sehr modern und anschaulich gestaltet ist, schaffen es die Verantwortlichen sogar die Kleinsten für das Thema zu begeistern. Es machte den Kids z.B. großen Spaß eine vorher gelegte Geruchsspur mit der eigenen Nase zu erschnüffeln. Sie konnten auch mit Hilfe von "künstlichen Ohrmuscheln" erleben, warum es für Wölfe sinnvoll ist, diese unabhängig voneinander zu bewegen.

Im Anschluss nahm die Gruppe an einer ca. einstündigen Führung mit dem Inhaber Frank Faß teil. Zuerst berichtete er davon wie die Idee, das Wolfcenter zu gründen, entstanden ist. Er ist fest davon überzeugt, dass ein Zusammenleben mit Wölfen in Deutschland möglich ist, wenngleich es auch Konflikte zu lösen gilt. Dies kann seiner Meinung nach nur gelingen, wenn von allen Beteiligten ein "Mittelweg" gegangen wird, also abseits extremer Haltungen für oder gegen Wölfe. Sehr beeindruckend war die Fütterung von sechs Europäischen Grauwölfen. Hier konnte die Gruppe unter anderem die Sprungkraft der Wölfe bewundern. Nach der Fütterung und einigen Ausführungen zu den Wölfen ging es zu einem Schafsgehege mit einem Hütehund. Es wurde berichtet, dass bei den Nutztieren Schafe und Damwild aus Gatterhaltung dem Wolf am häufigsten zum Opfer fallen. Es wurde gezeigt, wie ein Gatter nahezu wolfssicher eingezäunt werden kann. Herr Faß zeigte in seinen Ausführungen sehr viel Verständnis für die Probleme der Nutztierhalter. Am Schluss der Führung wurden alle Besucher aufgefordert, laut wie ein Wolf zu heulen um die Wölfe zum Antworten zu bringen. Und siehe da, es dauerte nicht lange bis die Grauhunde mit heulten.

Im Trapperfort picknickte die Jugendgruppe noch ausgiebig und zog ein Resümee über den wirklich lohnenden Besuch im Wolfcenter Dörverden.  

gez. Lutz Wemken

Bau einer Brücke für eine Kastenfalle

Am 24. September 2017 traf sich die Jugendgruppe vom Hegering Rastede Nord „ Die Falkenaugen“ um eine Kastenfalle einzubauen. Gute Fangergebnisse werden im Hegering mit Fallensystemen erzielt, die auf Holzbrücken stehen. Der Platz für die Brücke wurde auf einem Wechsel aus einem Busch auf eine Wiese ausgesucht. Auf diesem bekannten Wechsel lag ein alter Steg, über einen ca. 3m breiten Graben, den das Raubwild regelmäßig annimmt. Zuerst wurde der alte Steg von den Jugendlichen entfernt. Die Unterkonstruktion für die neue Brücke wurde mit frisch geschälten Fichtenstangen, die einen Durchmesser von ca. 20cm  hatten, gebaut. Auf diese Fichtenstangen wurden 80cm lange Fichtenbretter genagelt, die eine Stärke von 4cm hatten. Die ca. 2m lange Kastenfalle haben die Kids fest mit der Brücke verschraubt, damit niemand die Falle in den Graben werfen kann. Vor die Einlässe der Falle kamen noch zwei Blenden, damit das Wild nicht an der Falle vorbei kann. Zusätzlich wurde die Falle mit zwei elektronischen Fangmeldesystemen ausgestattet. Zum einen handelt es sich um den sehr zuverlässigen Melder von „Wildmelder“, zum anderen wurde ein Prototyp von „Trapbuddy“ installiert. Dieses Vorgehen sichert den tierschutzgerechten Test von diesem Prototypen. Die Kids harken auch noch einmal die Wechsel zur Brücke, damit das Raubwild auch den Pass annimmt.

Begleitend wurde den Falkenaugen vermittelt warum die Fangjagd für den Artenschutz so wichtig ist. Auch wissen die Jugendlichen jetzt was eine selektiv fangende Falle ist und das es wichtig ist, den Wechsel zur Falle frei zu halten. Hier gilt der alte Trapper-Spruch „Glatter Gang, glatter Fang“.

Nachdem die Falle fängig gestellt wurde, fing sich bereits in der ersten Nacht eine Wanderratte. Die beiden Meldesysteme meldeten den Fang zuverlässig, was wir aber noch über einen längeren Zeitraum beobachten werden. „In meinen Augen ist es wichtig, die Jugendlichen langsam und behutsam an alle unsere Aufgaben- und Betätigungsfelder heranzuführen“ sagte Hegeringleiter Lutz Wemken.

gez. Lutz Wemken

Besuch einer Imkerei

Am 20. August 2017 traf sich die Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord „Die Falkenaugen“ um eine Imkerei zu besichtigen. Tim Eiler, Imker aus Rastede, hatte dazu die Gruppe zu sich nach Hause eingeladen. Zuerst wurden den Jugendlichen die wichtigsten Bienenrassen Europas anhand von Bildern vorgestellt. Es sind die Carnica (oder KRAINER BIENE), die Buckfast, die dunkle Biene sowie die Ligustica und die Caucasica. Die Rassen verteilen sich allerdings unterschiedlich auf Europa. Danach ging Herr Eiler auf die Anatomie der Biene und die unterschiedlichen Entwicklungsstadien ein. In einem Bienenvolk unterscheiden wir drei Bienenwesen: eine einzige Bienenkönigin (auch Weisel oder Stockmutter genannt) - zehntausende von Arbeitsbienen - und während der Sommermonate einige hundert Drohnen (männliche Bienen). Dabei nimmt die Arbeitsbiene im Laufe ihres Lebens unterschiedlichste Aufgaben für ihr Volk wahr. Die Tätigkeiten hängen vom Alter der Biene in Tagen ab. Die Arbeitsaufgaben nach Entwicklungsstadium sind: Putzbiene, Ammenbiene, Baubiene, Wächterbiene und anschließend Trachtbiene. Aus unbefruchteten Eiern werden die Drohnen und aus den befruchteten Eiern die Arbeitsbienen oder sogar eine neue Bienenkönigin. Ob aus einem Ei eine Arbeitsbiene oder eine Bienenkönigin wird, hängt von der Eiablage und der Aufzucht ab. Wenn das befruchtete Ei in eine geometrische Wabenzelle abgelegt wird, entsteht eine Arbeitsbiene. Wird das befruchtete Ei jedoch in eine sogenannte Weiselzelle abgelegt, entwickelt sich, bei richtiger Versorgung, in der Regel eine Bienenkönigin.

Der Imker erklärte den Jugendlichen den sogenannte „Rundtanz“ bzw. „Schwänzeltanz“ der Bienen. Dabei werden beim „Rundtanz“ nahe Futterquellen und beim „Schwänzeltanz“ fern gelegene Fundorte von Futterquellen den anderen Bienen signalisiert. Die Richtung der Schwänzelstrecke bezieht sich auf die Richtung zum Futterplatz, der Rhythmus des Tanzes nimmt Bezug auf die Entfernung des Zieles. Somit meldet der Schwänzeltanz genau die Lage der Futterquelle.

Nach der Theorie durften sich die „Falkenaugen“ ein richtiges Bienenvolk anschauen. Dazu zogen sich die Teilnehmer, die vom Imkerverein zur Verfügung gestellten, Imkerschutzanzüge an. Unter zur Hilfenahme eines sogenannten „Smokers“ wurde ein Bienenkasten – auch Zarge genannt – geöffnet. So bekamen alle einen faszinierenden Eindruck vom Leben des Bienenvolkes. Der Imker wies außerdem noch auf den größten Parasiten des Bienenvolkes hin. Hierbei handelt es sich um die Varroamilbe, die auch zu den Neozoen gehört. Die 1,7 Millimeter kleine Milbe ernährt sich vom Blut der Bienen. Über die Bisswunden, die die Milben den Bienen zufügen, können krank machende Viren in die Insekten eindringen, die ganze Völker auslöschen können.

Unter einem Mikroskop konnten sich die Jugendlichen eine Arbeitsbiene und eine Varroamilbe ansehen. Zusätzlich gab es zwei Arbeitsgruppen, in denen Bienenwachskerzen gerollt oder Wabenrähmchen für die Bienenkästen anfertigt werden konnten.

Zum Abschluss der Veranstaltung lud Familie Eiler die Gruppe zu einem leckeren Grillbüfett ein. Hegeringleiter Lutz Wemken bedankte sich bei der Familie Eiler für die wirklich tolle Veranstaltung. „Man konnte merken, dass hier ein Imker mit sehr viel Herzblut seiner Aufgabe nachgeht“, sagte Lutz Wemken.

gez. Lutz Wemken

Anlegen einer Blühfläche

Am 16. Juli 2017 traf sich die Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord „Die Falkenaugen“ um eine Blühfläche anzulegen. Jugendgruppenleiter Bernhard Helms hatte eine gut 1000 qm große Fläche zur Verfügung gestellt. Damit die Fläche für eine Aussaat optimal vorbereitet war, fräste er sie einen Tag zuvor mit einem Traktor. Gesät wurde die einjährige Blühstreifenmischung für alle Blühstreifen und Rapsfruchtfolgen von der Firma AGRAVIS.

Bevor nun mit der eigentlichen Aussaat begonnen werden konnte, schauten sich die Falkenaugen noch einmal das zur Verfügung stehende Saatgut genau an. Aufgrund der im April angelegten Keimprobe war es jedem Jugendlichen möglich die verschiedenen Saatkörner zu bestimmen. Da die Fläche relativ klein war, entschied man sich für eine Aussaat per Hand. Die offen liegenden Samen wurden dann von den Falkenaugen mit Holzharken eingeharkt, damit Vögel das ausgebrachte Saatgut nicht schon im Vorfeld fressen.

Durch diesen späten Aussaattermin kann das Wild in der eigentlichen Setz- und Brutzeit zwar nicht durch Deckung unterstützt werden, aber das Saatgut läuft bei warmen Temperaturen gut auf. Es entwickeln sich deutlich schneller mehr Keimlinge, die in der Regel vom Wachstum des Unkrautes nicht überholt werden. Diese Blühfläche wird in Zukunft vielen Bestäubern und Insekten ein vielfältiges Blütenangebot bieten. Darunter befinden sich auch viele landwirtschaftliche Nützlinge, die einen Beitrag zur biologischen Schädlingsbekämpfung leisten. Auch für andere Tiere stellen sie wichtige Nahrungs- und Rückzugsbiotope da. Blühstreifen funktionieren auch als „Straßen“ für viele Kleintiere, indem sie unterschiedliche Lebensräume verbinden. Von dort ausgehend können nach der Ernte die angrenzenden Ackerflächen wieder besiedelt werden.

Um Deckungsstreifen für das Niederwild bis Mitte Mai zu bekommen, wird im Herbst ein Streifen mit Winterweizen, Rübse und Raps eingesät. Wir wollen die Fläche langsam auf eine Art „Drei-Felderwirtschaft“ umstellen, um so eine Deckung im Frühjahr und Blühstreifen im Sommer zu gewährleisten. Die Drei-Felderwirtschaft soll sich in Zukunft aus einem Streifen mit Blühflächen, einem Streifen mit Deckungsflächen und einem Streifen mit mehrjährigem Saatgut zusammensetzen.

gez. Lutz Wemken

Falkenaugen beweisen, dass Mähtodvermeidung funktioniert.

Am 21. Mai 2017 traf sich die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ vom Hegering Rastede Nord um zu beweisen, dass eine effektive Mähtodvermeidung funktioniert. Verschiedene Landwirte hatten in den Tagen zuvor das Mähen ihrer Wiesen angekündigt. Die Jugendlichen überlegten sich, wie eine effektive Wildtierrettung aussehen müsste, um möglichst viele Wildtiere vor dem Mähtod zu schützen.

Da sich frisch gesetzte Rehkitze bis zur dritten Lebenswoche auch mit dem akustischen Wildretter nicht retten lassen, ist es notwendig in den Monaten Mai bis Juni Vergrämungsmaßnahmen bis maximal 24 Stunden vor der Mahd auszubringen. Und so waren sich die Falkenaugen schnell einig, dass insgesamt 20 Vergrämungsmaßnahmen angefertigt werden sollten. Hierbei handelt es sich um zwei Meter lange Latten, an denen eine Knistertüte und Flatterband befestigt werden. Es gilt die Faustregel zwei Vergrämungsmaßnahmen auf einen Hektar Landfläche. Diese Maßnahme veranlasst die Ricke das Kitz aus der Fläche zu führen.

Einen Tag vor der Mahd sind die so erstellten Vergrämungsmaßnahmen in die zu mähenden Wiesen gestellt worden. Da sich Wildtiere zu 80% im Saumbereich aufhalten, wurden einen Tag später die entsprechenden Wiesenränder mit einem Jäger und einem  brauchbaren Jagdhund abgesucht. Jugendgruppenleiter Bernhard Helms erläuterte den Falkenaugen, dass ein gefundenes Kitz nicht direkt mit den Händen angefasst werden darf, da die Ricke es sonst nicht mehr annimmt. Aus diesem Grund sollte das gefundene Kitz, mit genügend ausgerissenem Gras aus der zu mähenden Fläche getragen werden.

Der Landwirt berichtete den Jugendlichen nach der Mahd, die er mit dem akustischen Wildtierretter durchgeführt hatte, dass er noch zwei Junghasen hat flüchten sehen. Da es an diesem Tag zu keinen Wildtierverlusten kam, ist der Apell der Falkenaugen an die Jäger und Landwirte eindeutig: „Es ist nicht schwierig den grausamen Tod entgegenzuwirken. Wir sollten alles tun, um den Aderlass während der Mahd, an der heimischen Fauna zu vermeiden oder zumindest zu verringern. Das funktioniert aber nur, wenn Jäger und Landwirte Hand in Hand zusammenarbeiten“.

gez. Lutz Wemken

Müllsammelaktion mit dem Ortsbürgerverein Rastdermoor 2017

Am 24. April 2017 hatte der Ortsbürgerverein Rastedermoor zur alljährlich wiederkehrenden Müllsammelaktion eingeladen. Es sollten sich möglichst alle ortsansässigen Vereine und Einwohner an dieser Dorfreinigungsaktion beteiligen. Die Jugendgruppe vom Hegering Rastede Nord „ Die Falkenaugen“ war sich sofort einig, dass diese Maßnahme auf jeden Fall von ihnen unterstützt werden sollte. Denn eine solche Aktion passt genau in die Naturschutzziele, die sich die Gruppe bei ihrer Gründung gesetzt hat. Spontan sagten auch die Delfshauser Jäger ihre Unterstützung zu.

Treffpunkt hierfür war die Gaststätte Decker in Delfshausen. Die ca. 35 Teilnehmer der anwesenden Vereine und teilnehmenden Einwohner wurden vom Rasteder Ortsverein zunächst in Suchgebiete bzw. –mannschaften eingeteilt. Jede Einsatzgruppe wurde vom Veranstalter mit Arbeitshandschuhen, Müllsäcken und Greifwerkzeugen ausgestattet. Dann ging es gruppenweise in die zugeteilten Einsatzgebiete. An viel befahrenen Straßen wurde der meiste Müll gefunden. Leider wird oft vergessen, dass achtlos entsorgter Müll in der Landschaft Wildtiere gefährden kann. Offene Verpackungen verleiten Tiere dazu, ihre Schnauzen hineinzustecken oder gar hinein zu treten. Da Wildtiere sich nicht selbst befreien können, ersticken sie leicht daran, warnt Hegeringleiter Lutz Wemken. Vögeln können vor allem Plastikschnüre gefährlich werden, die sich leicht um ihre Beine und Füße wickeln. Auch Damhirsche verfangen sich leicht in achtlos herumliegenden Weidezaunlitzen und verenden dann oft elendig. Plastikhüllen von Zigarettenschachteln oder Süßigkeitenverpackungen sollten ebenfalls nicht liegen gelassen werden: Vögel bauen sie in ihre Nester ein, das Regenwasser kann dann nicht mehr abfließen und die Brut ertrinkt im Nest. Deshalb können wir nur ausdrücklich an jeden Einzelnen appellieren, den Müll wieder mit nach Hause zu nehmen oder ihn fachgerecht zu entsorgen.

An diesem Morgen wurden ca. 6 Kubikmeter Müll gesammelt. Oft handelte es sich um Zigarettenschachteln, Getränkeflaschen und –becher. Die spektakulärsten Fundstücke waren ein großer Fernseher, ein Kindersitz und etliche Autoreifen. Im Anschluss an die Aktion wurde in der Gaststätte Decker in Delfshausen ein kleiner Imbiss als Dankeschön an alle Beteiligten gereicht. Die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ war von der Aktion so begeistert, dass sie im nächsten Jahr auf jeden Fall wieder dabei ist.

gez. Lutz Wemken

Anlegen einer Keimprobe

Am 2. April 2017 traf sich die Jugendgruppe des Hegeringes Rastede Nord „Die Falkenaugen“ in der Gaststätte Decker in Delfshausen. Das Delfshauser-Orgateam des Weihnachtsmarktes hatte als Dankeschön alle beteiligten Ortsgruppen zum gemeinsamen Frühstück eingeladen. Zur Erinnerung, die Gruppe baute auf dem Markt mit Jugendlichen Insektenhotels. Die Einladung kam den Falkenaugen sehr gelegen, da so auch das einjährige Bestehen der Jugendgruppe in einem angemessenen Rahmen gefeiert werden konnte. Familie Decker hatte sich wieder einmal selbst übertroffen und reichte allerlei Köstlichkeiten. Einige Jugendliche meinten, dass wir jetzt jedes Treffen so einleiten könnten.

Nach dem alle satt waren, wurde ein Ortswechsel durchgeführt um eine Keimprobe anzulegen. Getestet werden sollte das Saatgut, das die Jägerschaft zum Anlegen von Blühflächen verwendet. Da Saatgut nicht unendlich lange einsetzbar und die Keimfähigkeit im Laufe der Zeit leidet, wird dieser Test gemacht. Es ist sehr ärgerlich, wenn sich erst mehrere Wochen nach der Aussaat herausstellt, dass das Saatgut nicht mehr keimfähig ist und so die Arbeit umsonst war. Da das Saatgut fertig vermengt angeliefert wird, hatten die Kinder nun erstmal die Aufgabe die einzelnen Sämereien auszusortieren. Zu diesem Zweck guckten die Kinder, aus welchen Samen das Saatgut besteht und bestimmten das Saatgut anhand von Bildern aus dem Internet. Einige scherzten, dass das eine Arbeit für das Aschenputtel sei und ob denn bald die Tauben zum sortieren helfen kommen würden. Für die Probe wurden folgende Sämereien sortiert: Hafer, Buchweizen, Sonnenblume, Malve, Borretsch, Alexandriner Klee, Ringelblume und Phacelia. Interessant war es, dass die Kinder das Saatgut siebten um es so schon einmal grob vorzusortieren. In zwei großen Pflanzschalen wurden jeweils 4 Segmente abgeteilt. In jedem Segment wurden abgezählt die einzelnen Samen gepflanzt. Regina Wemken wurde bestimmt, sich um die Keimprobe zu kümmern und Bilder auf der WhatsApp-Gruppe der Falkenaugen über den Keimfortschritt zu schicken. Jedes Kind konnte sich Sämereien mit nach Hause nehmen, was auch gerne angenommen wurde. Es bleibt jetzt nur noch abzuwarten, wie keimfähig die Blühstreifenmischung ist.

gez. Lutz Wemken

Bau von Entenbruthäusern

Am 5. März 2017 trafen sich die Falkenaugen um Entenbruthäuser zu bauen. Die Idee dazu kam von einem der Kinder aus der Gruppe. Die Errichtung von Bruthilfen an Gewässern ist eine der einfachsten, gleichzeitig aber erfolgreichsten Hegemaßnahmen. Eigentlich hätte die Aktion schon Anfang Februar gestartet werden müssen, damit rechtzeitig vor der kommenden Brutsaison, die Nisthilfe noch bezogen werden kann. Denn ab Mitte Februar besetzen die Enten bereits ihre Brutplätze, und die ersten Gelege finden sich schon Ende März. Zwar sind natürliche Nistmöglichkeiten im Schilf oder in großen Brennesselbeständen oft die erste Wahl, dennoch nehmen Enten auch gern die künstlichen Bruthilfen an.

Der richtige Standort einer künstlichen Nisthilfe ist für den Bruterfolg äußerst wichtig. Gute Standorte sind jene, an denen sich die Ente sicher fühlt und wo wenig Besucherverkehr herrscht. Gemeint sind Störungen durch den Menschen, aber auch durch Prädatoren, z. B. Rabenkrähen und Wanderratten, die den Bruterfolg erheblich beeinflussen können.

Während des Brütens selbst wird sich die Ente dann am sichersten fühlen, wenn sie eine Rundumsicht nach außen hat, aber selbst nicht bemerkt wird („Gardineneffekt“). Aus diesem Grund wurde zwischen den Leisten an den Seiten und an der Rückseite Sehschlitze gelassen. Gegen ungebetenen Besuch heranschwimmender Ratten wurden zwei Klettersperren mit umgedrehten Plastikblumentöpfen an den Pfählen angebracht. Das Anflugbrett sollte immer zur Wasserseite zeigen und die Öffnung nach Südosten ausgerichtet sein. Das Entenbruthaus wurde unterstützend mit trockenem Gras als Nistmaterial versehen.

Die Kinder hatten wieder sehr viel Spaß beim Zusammenbau der Entenbruthäuser und es entwickelten sich viele neue spannende Ideen. Ein Highlight der Veranstaltung war auch, dass der Jugendgruppenobmann Bernhard Helms erst vor ein paar Tagen seinen Geburtstag gefeiert hatte und ein weibliches Jugendgruppenmitglied ihm eine Torte gebacken hatte, die dann auch gleich von allen verputzt wurde.

gez. Lutz Wemken

Bau von Fußwärmern für den Nachtansitz

Um neue Naturschutzmaßnahmen finanzieren zu können, hatten sich die Falkenaugen des Hegeringes Rastede Nord folgendes Projekt überlegt: es sollten Fußwärmer für die Nachtansitze der Jäger gebaut werden. Am 5. Februar 2017 traf man sich um diese Idee in die Tat umzusetzen.

Der Fußwärmer ist nach dem Prinzip eines Teestövchens konstruiert. Als beheizbare Platte dient eine Bodenfliese in den Maßen 33,3 x 33,3cm. Auf dieser doch recht großen Fläche ist auch Platz für die größten Quadratlatschen. Der Rahmen, der die Bodenfliese aufnimmt, ist aus 19mm starkem Holz und ca. 10cm hoch. Außerdem ist er an jeder Seite ca. 1cm breiter als die Fliese. In den Rahmen wurde eine 1cm breite Nut zum Aufnehmen der Bodenfliese gefräst. Für den Boden haben die Kinder eine Sperrholzplatte zugeschnitten, die fest mit dem Rahmen verleimt und verschraubt wurde. Für die Sauerstoffzufuhr der Teelichter wurden an zwei Seiten je ein ca. 5cm großes Loch mit einem Lochsägeaufsatz gebohrt. Des Weiteren wurden zum leichteren herausnehmen der Bodenfliese zwei Halbkreise mittig an der Rahmenkante mit dem gleichen Lochsägeaufsatz gebohrt. Die Kiste ist zum Verbleib auf geschlossenen Kanzeln gedacht und kann platzsparend unter dem Sitzbrett stehen.

Bei den Arbeiten an den Maschinen wurde stets darauf geachtet, dass jeweils ein Erwachsener die Kinder einwies und beaufsichtigte. Die Arbeiten an der Kreissäge wurden ausschließlich nur von einem Erwachsenen durchgeführt um einen Unfall auf jeden Fall zu vermeiden.

In der Kaffeepause wurde diskutiert für welchen Preis die Fußwärmer an interessierte Jäger verkauft werden sollten. Die Kinder errechneten die Materialkosten pro Kiste und überlegten sich einen realistischen Preis für ihre Wertschöpfung.

Jugendgruppenleiter Bernhard Helms bedankte sich im Namen der Jugendgruppe bei Günther Wemken für das zur Verfügung stellen der Werkstatt und bei Thekla Wemken für die ausgezeichnete Bewirtung.

Interessenten für die Fußwärmer melden sich bitte bei Bernhard Helms oder bei Lutz Wemken.

gez. Lutz Wemken

Pflanzaktion mit dem NABU

Am 18. Dezember 2016 traf sich die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ des Hegeringes Rastede Nord mit der Naturschutzjugend vom NABU, oder auch kurz die NAJU’s genannt. Auf dem Programm stand eine Pflanzaktion mit heimischen Blühsträuchern. Auf einer ca. 2 Hektar großen Fläche, die 1992 von der Jägerschaft Delfshausen aufgeforstet worden war, sollten einige Freiflächen bepflanzt werden. Nach einer kurzen Begrüßung berichtete der ehemalige Kreisjägermeister und Pächter Günther Wemken über die lebensraumverbessernden Maßnahmen, die die Delfshauser Jäger in den letzten 30 Jahren durchgeführt haben.

Nachdem das von Jugendgruppenleiter der NAJU’s, Gerold Lürßen, mitgebrachte Pflanzgut den Kindern gezeigt und erläutert wurde, packten alle tatkräftig mit Sparten und Schaufel an. Relativ schnell waren die Lücken und Freiflächen bepflanzt. Außerdem wurden noch zwei vom NABU mitgebrachte Starennistkästen aufgehängt. Darüber, dass das Einflugloch in Richtung Südost zeigen muss war man sich schnell einig. Aber wie die sollte die Himmelsrichtung ohne die Sonne bestimmt werden? Schließlich erinnerte sich ein Kind, das Moose an Bäumen dort wachsen, wo es feucht und am längsten schattig ist. Da die Sonne nie aus dem Norden scheint, wächst Moos vor allem auf der Nordseite von Bäumen und so war auch dieses Problem schnell gelöst.

Am Wegesrand zur Pflanzstelle fand sich ein totes Tier, das von den Kindern sehr schnell als Marder identifiziert wurde. Nach den Erklärungen durch den Hegeringleiter Lutz Wemken konnte dann auch Anhand des Kehlflecks und der unbehaarten Branten festgestellt werden, dass es sich hier um einen jungen Steinmarder handelte. Wahrscheinlich wurde er von einem Fahrzeug angefahren und ist dann einige hundert Meter abseits der Straße verendet.

Nach der Pflanzaktion wurde in einer naheliegenden Fahrradschutzhütte gegrillt. So hatten die Erwachsenen und Kinder die Gelegenheit sich besser kennenzulernen. Alle Beteiligten waren sich einig, dass die beiden Jugendgruppen auch in der Zukunft viel voneinander lernen können. Denn schließlich ist die Jägerschaft wie auch der NABU nach §63 Bundesnaturschutzgesetz anerkannter Naturschutzverband. „Eigentlich verfolgen wir die gleichen Ziele und ich hoffe auf weitere gemeinsame Aktionen“, sagte Hegeringleiter Lutz Wemken.

gez. Lutz Wemken

Bau einer Fasanenschütte

Am 30. November 2016 traf sich die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ zum Bau einer Fasanenschütte. Es sollte eine in die Jahre gekommene Schütte erneuert werden.


Bei der Fütterung des Fasans kommt es nicht darauf an, ihn ständig satt zu füttern. Als Allesfresser findet er selbst im Winter noch genug zusätzliche Nahrung in Form von Grün, Wurzeln, Beeren, Samen usw. Wichtig hierbei ist es, ihm einen Ort anzubieten, wo er zu jeder Zeit einige Leckerbissen findet. Diese binden ihn an den Platz und verhindern das Verstreichen. Unter einer Fasanenschütte hingegen, die wöchentlich einmal beschickt werden soll, finden die Fasanen, auch wenn das Beschicken mit frischem Futter unterlassen oder vergessen wurde, noch lange Zeit in der Spreu Körner oder Samen. Die anziehende Wirkung bleibt also erhalten. Ein weiterer Vorteil von der Schütte ist, dass Kleinvögel nicht ausgeschlossen werden. Großes Augenmerk sollte aber auf der Standortwahl liegen. Die Fasanenschütte gehört stets in die Deckung. Eine offene Hecke ist als Standort ungeeignet, da sie schnell zum „Futterplatz“ für Habichte wird. Die Fasanenschütte ist aber nicht nur für Fasanen interessant. Mäuse richten sich häuslich ein und locken nachts Iltisse, Marder und Katzen an. So ist zu überlegen, ob es nicht sogar sinnvoll ist einen Fangbunker in unmittelbarer Nähe zur Schütte zu bauen.


Das Gestell wurde aus geschälten Lärchenstangen gebaut. Die Grundfläche der Schütte beträgt 1,60m x 1,80m. Die Höhe der Schütte beträgt in der Front 60cm und fällt nach hinten auf 40cm ab. Die geringe Höhe erschwert zwar das beschicken der Schütte ist aber notwendig, damit der Habicht keinen Fasan unter der Schütte schlagen kann. Für das Dach wurden erst einmal die alten Eternitplatten von der alten Schütte genommen. Diese sollen aber kurzfristig durch ein unzerbrechliches und umweltfreundliches Wellblechdach ausgetauscht werden. Auch sollen noch zwei Säcke Kaff (Abfall aus der Getreidereinigung) unter die Fütterung gebracht werden, damit die Fasanen auch scharren können.  

      
gez. Lutz Wemken

Bau einer Ansitzleiter

Die Am 2. Oktober 2016 fand wieder einmal ein Treffen der Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ vom Hegering Rastede Nord statt. Auf dem Programm stand der Bau einer Ansitzleiter aus natürlich gewachsenem Nadelholz. Für die Leiter wurden junge Lärchenbäume abgesägt, die zu dicht beieinander standen. Die so frisch geschlagenen Lärchen wurden entastet, und um die Haltbarkeit der Leiter zu erhöhen, geschält. Danach wurde nach einer Bauanleitung, und unter Berücksichtigung der Unfallverhütungsvorschrift Jagd, die Leiter zusammengebaut. Die Kinder und Jugendlichen lernten, wie Rundholzverbindungen sicher und dauerhaft miteinander verbunden werden. Auch wurde darauf hingewiesen, dass jeder Revierinhaber und Jagdausübungsberechtigte eine Verkehrssicherungspflicht für seine Ansitzeinrichtungen hat. Deshalb sollten z.B. die Ansitzeinrichtungen jedes Jahr auf ihre Standfestigkeit überprüft werden. Nach Fertigstellung der Ansitzleiter wurde diese an einem guten Wildwechsel im Wald aufgestellt. Die Leiterholme wurden auf Betonplatten gestellt, damit diese vor eindringender Feuchtigkeit geschützt werden. Die frisch geschälten Leitersprossen wurden zusätzlich noch mit Sand abgestreut, damit niemand in den ersten Tagen von einer der Sprossen abrutschen kann. Die Kinder und Jugendlichen waren stolz auf ihre erste selbst gebaute Leiter aus natürlich gewachsenem Rundholz.

gez. Lutz Wemken 

Besuch der Wildtierauffangstation Rastede

Am 06. September besuchte die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ vom Hegering Rastede Nord die Wildtierauffangstation in Rastede. Es war ein Wunsch der Kinder und Jugendlichen mehr über die Arbeit der Station zu erfahren. Eingeladen waren zu diesem Termin auch die Eltern der Kinder. „Es gibt einige Berührungspunkte zwischen der Jägerschaft und der Wildtierauffangstation“, sagte Lutz Wemken, Hegeringleiter des Hegeringes Rastede Nord. „Immer wieder tauchen hier in der Station auch jagdbare Tierarten auf“, sagte Wemken. Zudem werden die Jäger des Öfteren gefragt, wohin gefundene  Tiere zur Versorgung gegeben werden können.

Klaus Meyer, Leiter der Wildtierauffangstation erklärte, dass sich unsere Landschaft stark verändert hat und sich die Lebensbedingungen für unsere heimischen Wildtiere drastisch verschlechtert haben. Auto- und Schienenverkehr, Verdrahtung unserer Landschaft, Hochspannungsleitungen, Stacheldraht, Fensterscheiben, Wintergärten, Windkraftanlagen, illegale Müllbeseitigung in der freien Natur, die immer stärkere Verwendung von Insektiziden und Pestiziden, sowie die Verölung unserer Meere und viele andere Faktoren haben zu dieser Situation geführt. Da wir Menschen die Verantwortung für die Natur bzw. die Umwelt haben, muss entsprechend gehandelt werden und den verunfallten Tieren geholfen werden.

Jährlich werden über 1000 Tiere aufgenommen und versorgt. Ziel der Arbeit sei es, möglichst viele Tiere wieder in die freie Wildbahn auszuwildern, damit sie ihr natürliches Leben weiterführen können. Leider ist das nicht immer möglich, so dass manche Tiere auf Dauer in der Station verbleiben oder in öffentliche Hände, wie zoologische Gärten, Wild - und Vogelparkanlagen vermittelt werden. Auch wird ein Steinkauz-Nachzucht Projekt betrieben. Für das Projekt werden nicht wildbahntaugliche Elterntiere verwendet.

Der Leiter der Wildtierauffangstation wies darauf hin, dass gerade im Frühjahr immer wieder junge Tiere von wohlmeinenden Spaziergängern mitgenommen werden, obwohl kein Anlass dazu besteht. Vor allem junge Feldhasen und Rehkitze werden häufig „Opfer" dieser sicherlich gut gemeinten Tierliebe, weil sie ohne das Muttertier vermeintlich verlassen auf Wiesen oder Feldern hocken. Auch gibt es viele verletzte Tiere durch freilaufende Katzen, die gerade in der Brut- und Setzzeit großen Schaden in der Tierwelt verursachen.

Die Teilnehmer bekamen von Klaus Meyer bei der 2 stündigen Führung viele interessante Hintergrundinformationen. Alle konnten sich einen Eindruck über die aufgenommenen Tiere und die Räumlichkeiten der Station verschaffen. Der Stationsleiter bot dem Hegering bei Bedarf weitere Führungen an.

gez. Lutz Wemken
 

Salzsulze für das Wild

Am 07. August 2016 traf sich die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ vom Hegering Rastede Nord. Auf dem Programm stand der Bau von 3 Stammwildsulzen. Mineralsalzgaben sind für das Wild wichtig, denn sie steigern die Widerstandskraft der Tiere. Die Kids errichteten die Sulzen in einer Höhe von mind. 1,5 Metern damit das Rehwild nicht direkt am Salzblock lecken kann und ein sogenannter „Durstverbiss“ verhindert wird. Die Stämme wurden hierfür geschält und die Salzlecksteine mittels eines langen eingeschlagenen Nagels auf dem jeweiligen Stamm fixiert. Der Stammdurchmesser sollte mind. 25 cm betragen. Die Salzsulzen werden vom Wild ganzjährig aufgesucht. Während der Bast-, Trage-, Säugezeit und des Haarwechsels besteht ein erhöhter Bedarf. Beim territorialen Rehwild sollten vier Sulzen pro 100 Hektar unterhalten werden. Salzlecken sind in der Nähe von Tageseinständen, Äsungsflächen, Ruhezonen und stark belaufenen Wechseln  anzulegen. Die neuen Sulzen wurden nach ihrer Fertigstellung noch mit Wasser übergossen. Dadurch wittert das Wild das gelöste Salz und die Salzlecke wird schneller angenommen. In Sichtweite von Ansitzeinrichtungen hat der Jäger die Möglichkeit, Akzeptanz, Häufigkeit und Anzahl der Wildarten festzustellen und bei Bedarf Salz nachzulegen.
Schön ist es, dass der Vorschlag für den Bau der Sulzen von den Kindern bzw. Jugendlichen kam.

gez. Lutz Wemken

Steinhaufen für Amphibien

Am 22. Mai 2016 traf sich die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“  des Hegeringes Rastede Nord um einen Steinhaufen für Amphibien zu errichten. Steinhaufen werden von Eidechsen und anderen Reptilien besiedelt und dienen manchen Amphibien als Tagesversteck oder Winterquartier. Die Geburtshelferkröte beispielsweise besiedelt gerne Steinhaufen. Steinhaufen in schattigen Lagen sind für Reptilien nicht geeignet.

Beim Errichten des Steinhaufens wurde an einer gut besonnten Stelle die Erde auf einer Fläche von  1.5 x 1 Meter freigemacht. Auf der freigemachten Stelle wurde aus Rundhölzern eine Paletten ähnliche Konstruktion gezimmert, die verhindern soll, dass die auf ihr aufgestapelten Feldsteine im Moor versinken.  In die Hohlräume der Holzkonstruktion kam trockenes Laub. Die auf der Rundholzkonstruktion gestapelten größeren Steine wurden so angeordnet, dass Hohlräume entstanden. Runde Steine dienten als Stützen und darauf gelegte flache Steine bilden die Hohlräume. Der Haufen wurde auf eine Höhe von gut einem Meter aufgeschichtet. Ein Drittel des Steinhaufens auf der Schattenseite wurde mit einer Teichfolie abgedeckt. Auf die Folie kam danach noch Erde und Laub. Die darunter liegenden Hohlräume bilden dann ein frostsicheres Winterquartier. Dieser Teil kann später dann auch ruhig überwachsen.

Den Kindern hat die Aktion wieder sehr viel Spaß gemacht und es kamen viele Ideen für neue Projekte.

gez. Lutz Wemken

Hegering Rastede Nord gründet eine Jugendgruppe

Der Hegering Rastede Nord hat eine neue Jugendgruppe gegründet. "Wir haben die vergangenen Wochen genutzt, um unsere ersten Aktivitäten zu planen", erklärt Hegeringleiter Lutz Wemken. "Wir wollen Kindern und Jugendlichen die spannenden Zusammenhänge in der Natur näherbringen."

In der neuen Gruppe lernen die Kids, was sich in der Natur alles entdecken lässt und wie sie diese schützen können. Die Treffen finden mindestens einmal im Monat an unterschiedlichen Orten statt. Die Teilnehmer lernen die heimischen Pflanzen und Tiere kennen, bauen Nistkästen und Insektenhotels, richten Hecken, Trockenmauern und  Wildäcker ein. Der Spaßfaktor kommt dabei natürlich nicht zu kurz! Auch das Gemeinschaftserlebnis steht im Vordergrund und die Kids lernen von und miteinander. Die eigenen Ideen und spontane Einfälle jedes Einzelnen sind gefragt.

Die Leitung der Gruppe übernimmt Bernhard Helms, der von Regina und Lutz Wemken unterstützt wird. Die genauen Angaben über die Treffen werden auf der Homepage des Hegeringes Nord bekannt gegeben. Zusätzlich tauschen die Mitglieder Informationen über ihre WhatsApp Gruppe aus.

Mitmachen können naturinteressierte Kinder und Jugendliche ab zehn Jahren. Weitere Informationen stehen auf der Internetseite des Hegeringes bereit.

Die Jugendgruppe hat sich den Gruppennamen „Die Falkenaugen“ gegeben, da die Kids in Zukunft ganz genau hinschauen wollen, wie sie die Flora und Fauna durch Naturschutzmaßnahmen unterstützen können.

Als erstes Projekt überlegte sich die Gruppe ein Insektenhotel zu bauen um auf den drastischen Insektenrückgang aufmerksam zu machen. Denn in den letzten 15 Jahren sind in Teilen Deutschlands die Fluginsekten bis zu 80 Prozent zurückgegangen. Wenn uns die Fluginsekten fehlen, gerät die gesamte Nahrungskette in Gefahr: „ Blumen und Bäume werden nicht mehr bestäubt, Fasanenkücken und Schwalben fehlt die Nahrungsgrundlage“, warnte Wemken.

Besonderers bedanken möchte sich die Jugendgruppe bei Thekla und Günther Wemken für die gute Verpflegung und das zur Verfügung stellen der Räumlichkeiten und dem Materialspender Eike Lars Renken.

gez. Lutz Wemken