Berichte

Revierübergreifende Krähenlockjagd 2022

Am 6. August veranstaltete der Hegering Rastede Nord die traditionelle revierübergreifende Krähenlockjagd zum Aufgang der Krähenjagdzeit. Die Jagd mit dem „freundlichen Lockbild“ auf die Rabenkrähe soll am Anfang der Jagdzeit interessierten Hegeringmitgliedern die Chance bieten, mit einem erfahrenen Jäger zusammen in einem Lockschirm, die Jagd aktiv zu erleben. Auch einigen revierlosen Jägern wurde so die Möglichkeit gegeben mit den jeweiligen Revierinhabern in Kontakt zu kommen und sich jagdlich zu betätigen. Voraussetzungen für die Teilnahme an der Jagd waren die „DJV-Jahresschießnadel Flinte“ und ein kompletter Tarnanzug. Ziel sollte es sein, dass in allen Revieren des Hegeringes die Lockjagd auf die Rabenkrähe flächendeckend durchgeführt wird, um den Bestand an Individuen zu reduzieren. Die jagdlichen Erfolge der vergangenen Jahre waren so groß, dass auch benachbarte Hegeringe diesen Termin in ihren Terminkalender übernommen haben.

Zur Strecke kamen an diesem Morgen: 2 junge Ringeltauben und 65 Rabenkrähen. Die Strecke der Rabenkrähen war in den teilnehmenden Revieren recht gleichmäßig verteilt. Alle Reviere beklagten aber den schlechten Flug, da es kaum frisch gemähten Wiesen bzw. Stoppelfelder gab und somit die Futterplätze fehlten. Leider beteiligten sich nicht alle Reviere an diesem Jagdtermin. In einigen Revieren wurde aber auch im Vorfeld von der geänderten Ammerländer Schonzeit auf die Rabenkrähe Gebrauch gemacht. Diese Änderung erlaubt, dass Rabenkrähen, dort wo sie zu Schaden gehen, schon ab dem 1. Juli bejagt werden dürfen. Denn gerade am Anfang der Jagdzeit sind große Strecken erzielbar, da die Jungkrähen sich noch ziemlich dumm verhalten und gut auf das Lockbild zustehen.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass auch im nächsten Jahr zum Aufgang der Jagdzeit auf die Rabenkrähe, revierübergreifend ein solcher Jagdtag auf Hegeringebene angeboten werden soll. Nächster Termin für diese Veranstaltung ist der 5. August 2023.

gez. Lutz Wemken

Ferienpassaktion 2022

Zusammen mit rund 40 Partnerinnen und Partnern hat die Jugendpflege der Gemeinde Rastede in den Sommerferien wieder ein umfassendes und abwechslungsreiches Programm, mit insgesamt 123 Aktionen, für Kinder und Jugendliche angeboten. Auch der Hegering Rastede Nord beteiligte sich an einer dieser Aktionen. Es sollten mit maximal 20 Kids, im Alter von 8 bis 12 Jahren, Meisennistkästen gebaut werden.

Zu Beginn der Aktion begrüßte Hegeringleiter Lutz Wemken die 15 wartenden Kinder mit dem Jagdhornsignal „Sammeln der Jäger“. Nach dem Ertönen des Signals war es mucksmäuschenstill und Lutz Wemken stellte die Helfer aus dem Hegering den Kids namentlich vor. Um sich erst einmal besser kennen zu lernen wurde das Spiel „Erkennen von Tierstimmen“ gespielt. Hierzu wurde mit verschiedenen Lockinstrumenten Laute von Tieren nachgeahmt und vorgespielt. Ziel sollte es sein, die Tierstimmen zu erkennen. Durch so ein Spiel am Anfang der Veranstaltung lernen sich die Teilnehmer schnell kennen und es herrscht eine lockere Atmosphäre.

Nach dem Spiel wurde besprochen, warum der Mensch überhaupt künstliche Nisthilfen den Vögeln zur Verfügung stellt. Die Kinder erfuhren von Höhlen- und Halbhöhlenbrütern, von Vögeln die lieber in Kolonien brüten und Vögeln die lieber ihr eigenes Revier für ihre Brut beanspruchen. Es macht z.B. keinen Sinn zu viele Meisennistkästen im eigenen Garten aufzuhängen. So etwas bringt nur unnötigen Stress für die Tiere. Aufhänge- und Reinigungstipps gab es zudem auch noch.

Nach dem theoretischen Teil ging es dann nahtlos zum praktischen Teil der Aktion über. Hierzu wurde jedem Kind ein Nistkastenbausatz gegeben, der erst einmal mit Handschleifpapier etwas bearbeitet werden sollte. In Zweiergruppen wurden dann die Nisthilfen zusammengeschraubt. Beim Einnageln der Fronten unterstützen die Helfer. Für jeden Nistkasten gab es noch einen Aluminiumnagel für die Befestigung an einem Baum. Solch ein Nagel schädigt den Baum in seiner Entwicklung nicht so sehr wie ein Eisennagel.

Da nach dem Bau noch etwas Zeit war, wurde noch ein Tiererkennungs- und Tickerspiel gespielt bei dem die Kinder und selbst die Helfer sehr viel Spaß hatten. Lutz Wemken bedankte sich bei Julia und Tomas Wagner, Regina und Ulf Wemken für die gute Unterstützung während der ganzen Aktion. Zum Abschluss bekam jedes Kind noch ein Entdeckerheft, um sich Zuhause noch etwas mit der heimischen Tierwelt zu beschäftigen.

gez. Lutz Wemken

Vergleichsschießen gegen den Hegering Jade

Am 23. Juli 2022 fand das Vergleichsschießen zwischen dem Hegering Rastede Nord und den Hegering Jade statt. Auf dem Schießstand in Burwinkel wurden die Tontauben-Disziplinen Trap und Skeet geschossen. Zusätzlich war der Kugelstand geöffnet, um allen Beteiligten die Möglichkeit zu bieten, den Schießübungsnachweis für die anstehenden Treib- und Drückjagden zu erlangen. Denn ab diesem Jahr ist mit der Novellierung des Niedersächsischen Jagdgesetz (NJagdG) ein Schießübungsnachweis für die Teilnahme an Gesellschaftsjagden für jeden Schützen verpflichtend. Da es noch keine Durchführungsverordnung gibt, die den Übungsumfang der einzelnen Schießdisziplinen klar definiert, haben sich die Schießleiter an den Empfehlungen der Landesjägerschaft Niedersachsen orientiert. Diese besagt:

Ein Schießübungsnachweis „Schrot“ sollte mit einem jagdlichen Durchgang (15 Wurftauben Trap oder Skeet) auf einem Wurftaubenstand, 15 Wurftauben im Jagdparcours oder 15 Läufe des Roll- oder Kipphasen abzuleisten sein. Hierfür muss schießstandübliche Schrotmunition verwendet werden.

Ein Schießübungsnachweis „Kugel“ wird bereits seit einigen Jahren von vielen Jagdleitern verlangt. In Anlehnung an die „LJN Keilernadel“ sind dort entweder 5 Schuss mit einem hochwildtauglichen Kaliber auf den laufenden Keiler, wovon mindestens zwei Schüsse in den Ringen sein müssen, erforderlich oder alternativ dazu 20 Schüsse in einem hochwildtauglichen Kaliber, die hintereinander auf den laufenden Keiler oder entsprechende Ziele im Schießkino abgegeben werden müssen.

An diesem Vergleichsschießen nahmen 13 Schützen aus dem Hegering Jade und 23 Schützen aus dem Hegering Rastede Nord teil. Gewertet wurden die zehn besten Schützen jedes Hegeringes. Der Hegering Rastede Nord konnte dieses Vergleichsschießen für sich mit 1005 Punkten zu 895 Punkten entscheiden. Die jeweils besten Einzelergebnisse waren:

    1.    Jan Wemken         Rastede Nord    28/2 Tauben
    2.    Rainer Gramberg  Jade                    26/2 Tauben
    3.    Heino Frels             Jade                    24/1 Tauben            

Die Schießleiter Thomas Wagner und Jan Dirk Hecht bedankten sich für die gute Beteiligung, den Schießobleuten und ihren Helfern für die gute Organisation und das Grillen nach der Veranstaltung. Dieser Termin trägt nicht nur dazu bei, die Schießfertigkeiten zu üben und zu verbessern, sondern sich über die Hegeringgrenzen hinweg auszutauschen.

gez. Lutz Wemken

Waldspiele 2022

Am Freitag, den 9. Juli 2022 fanden die Waldspiele der vierten Klassen der Grundschulen Hahn Lehmden und Kleibrok statt. Um 8:30 Uhr trafen sich 90 Kinder und ihre Lehrer mit einigen Mitgliedern des Hegeringes Rastede Nord auf dem Parkplatz des Naturbades Hahn Lehmden. Hegeringleiter Lutz Wemken begrüßte die Kinder, Lehrkräfte und Stationsleiter des Hegeringes. Nach den Jagdhorn-Signalen „Sammeln der Jäger“ und „Begrüßung“ starteten die Kinder in fünfer Gruppen zu den 15 Stationen. Werner Grimm, Gerd Mohrhusen, Franz Josef Fecker, Klaus Wöstehoff, Sandra Dewenter, Karl Heinz Wemken, Marcel beim Graben, Silvia Hoppe, Thomas Ahlers, Monika Junker, Marlene Grimm, Peter Bartz, Ulf Wemken, Heike Eisoldt, und AlbinHellbusch betreuten die einzelnen Stationen. Auf dem Programm standen die unterschiedlichsten Aktionen: von Geschicklichkeitsspielen, Gedächtnistraining, Umwelt- und Naturschutz, bis hin zum Erkennen von Tieren und Pflanzen war alles dabei. Zum Thema Umweltschutz wurde kontrolliert, ob das Papier der Bonbons, die vor den Spielen ausgehändigt wurden, noch in den Taschen der Kinder vorhanden war. Bei jeder Station war Teamarbeit gefragt. Es sollten möglichst viele Punkte für die Gruppe erarbeitet werden. Jedes Kind bekam am Ende der Spiele ein Entdeckerheft, um sich noch einmal mit der heimischen Flora und Fauna auseinander setzen zu können. Auch die Lehrkräfte bekamen am Ende der Spiele einen Landesjagdbericht und jeweils einen Meisen Nistkasten, um diesen auf dem Schulhof aufzuhängen. Die Auswertung der Ergebnisse fand nach den Spielen statt, sodass die Platzierungen und die Teilnehmerurkunden der einzelnen Gruppen den Kindern am nächsten Schultag ausgehändigt werden.

Das Wichtigste ist, dass den Kindern die Spiele Spaß machen und wir sie so an die Natur heranführen können. Draußen gibt es spannende Dinge zu entdecken und viel Interessantes zu erleben. Die strahlenden Kinderaugen, die Begeisterung, mit der die Kinder von Station zu Station rennen und das fröhliche Jubeln am Ende der Spiele ist das, was unseren Hegering jedes Jahr von neuem motiviert diese Waldspiele auszurichten“ sagt Lutz Wemken. Er bedankt sich noch einmal recht herzlich bei den zahlreichen Helfern, die sich teilweise für diesen Tag extra Urlaub genommen haben.

gez. Lutz Wemken

Toter Fischotter auf der Autobahn A29

Am 2. Juli 2022 wurde auf der Autobahn A29, zwischen der Anschlussstelle Rastede und Hahn-Lehmden, auf Höhe des Oldenburgischen Golfclubs e.V., ein Fischotter überfahren. Damit liegt der Unfallort im Hegering Rastede Nord, genauer gesagt im Eigenjagdbezirk Hümme – Gut Silberkamp. Die Gesamtlänge des Rüden betrug 123 cm, von denen 45 cm auf den Schwanz entfielen. Das Körpergewicht lag bei gut 7 kg.

Als semiaquatischer Raubsäuger hält sich der Fischotter vorwiegend in Gewässernähe auf. Hier findet er Nahrung und Unterschlupf. Das Nahrungsspektrum erstreckt sich von Fischen, Krebsen und Amphibien bis zu Eiern und jungen Wasservögeln. Ca. 1 kg Nahrung wird pro Tag von einem Individuum benötigt. Ein Fischotterrevier umfasst, je nach Nahrungsreichtum, Anzahl der Versteckplätze und der Populationsdichte, ca. 10–20 km Flusslänge. Während Fischotter Gleichgeschlechtliche Artgenossen nicht im eigenen Revier dulden, umfassen die größeren Reviere der Rüden meist 1–3 Fähenreviere. Fischotter können das ganze Jahr über Nachwuchs bekommen. Ca. 2–3 Jungtiere werden nach 63 Tagen Tragzeit in einer Wurfhöhle geboren und verbleiben dort die ersten Wochen. Bis zur Geschlechtsreife im 2. Lebensjahr bleiben die Jungtiere bei der Mutter. Dann beginnen die Abwanderung und die Suche nach einem eigenen Revier. Vorkommen und Bestandsentwicklung, Das Vorkommen des Fischotters erstreckte sich ursprünglich von Nordafrika über Europa bis nach Japan. Über Jahrhunderte wurde der Fischotter vom Menschen vor allem als Konkurrent zur menschlichen Nutzung der Fischbestände verfolgt. Zudem trugen besonders die Zerstörung des Lebensraumes durch den im Laufe des 20. Jahrhunderts fast flächendeckend umgesetzten naturfernen Ausbau der heimischen Fließgewässer sowie deren Verschmutzung dazu bei, dass der Fischotter auch in Niedersachsen bis in die 70er Jahre an den Rand der Ausrottung gebracht wurde. Im Jahr 1968 erhielt die Wildart daher im Bundesjagdgesetz eine ganzjährige Schonzeit und wurde auch im Rahmen des „Washingtoner Artenschutzabkommen“, der „FFH-Richtlinie“ und der „Berner Konvention“ unter strengen Schutz gestellt. Mit dieser Unterschutzstellung breiteten sich die Bestände in Niedersachsen langsam wieder aus. Diese Entwicklung wird durch vielfältige lebensraumverbessernde Maßnahmen gefördert: Revitalisierung von Gewässerlebensräumen, Auenentwicklung, Uferrandstreifenprogramme sowie die Schaffung von Wanderkorridoren und Querungsmöglichkeiten an Straßenbrücken lassen dem Fischotter in Niedersachsen, besonders östlich der Weser, wieder geeignete Lebensraumverbunde finden.

Jährlich werden ca. 20 tote Fischotter auf niedersächsischen Straßen gemeldet. Otter queren aufgrund ihrer großen Aktionsräume häufig Straßen. Dies passiert umso häufiger, je verbauter die Wasserdurchgänge unter den Straßen sind. Die Fischotter werden hierdurch gezwungen, das Gewässer zu verlassen, geraten auf die Straße und schnell unter die Räder.

Für ein natürliches Zusammenspiel zwischen Fischbeständen und Fischottern sind natürliche Gewässer- und Uferstrukturen besonders wichtig. Strukturverbesserungs- und Revitalisierungsmaßnahmen an Gewässern tragen sicherlich in hohem Maße dazu bei, die Lebensgrundlagen des Fischotters und damit einhergehend natürlich auch des Fischbestandes zu verbessern.

gez. Lutz Wemken

Besuch im Waldkindergarten

Am 27. Juni 2022 besuchten Regina und Lutz Wemken vom Hegering Rastede Nord die Waldkindergartengruppen „Waldigel“ und „Waldis“ im Schlosspark von Rastede. Die Erzieherin Esther-Maria Metjengerdes hatte den Kontakt hergestellt und es sollte bei diesem Termin um die hiesige Tierwelt und die Aufgaben des Jägers gehen.

Regina und Lutz Wemken begrüßten die wartenden Kinder mit einem Jagdhornsignal. Sehr schnell wurde klar, dass die Signale weit zu hören sind und somit den Jägern zur Verständigung dienen. Danach sollten die Kinder spielerisch Tierstimmen erkennen. Auf Lockinstrumenten wurden dazu die verschiedensten Laute den Kindern vorgespielt. Durch den täglichen Aufenthalt in der Natur konnten viele Stimmen den jeweilig gesuchten Tieren zuordnet werden. Auf einem begrenzten Terrain sollte dann ein zuvor verstecktes Rehkitzpräparat gesucht werden. Die Kinder mussten schon ganz schön suchen, um das Rehkitz in einem Brombeerbusch zu finden. Die rötlich braune Fellfärbung mit den weißen Punkten ist schon eine perfekte Tarnung. Es wurde deutlich darauf hingewiesen, dass zufällig gefundene Jungtiere auf keinen Fall angefasst bzw. gestört werden dürfen. Das Muttertier befindet sich doch meist in der näheren Umgebung und es ist ganz normal, dass diese in den ersten Wochen abgelegt werden. Als dann gefragt wurde, ob es für ein junges Wildtier gefährlich ist, auf einer Wiese von seiner Mutter abgelegt zu werden, wurde schnell erkannt, dass der Termin der Setz- und Brutzeit meist mit dem Anfang der Mahd der Landwirte zusammenfällt. Lutz Wemken erklärte den Kindern, dass große Anstrengungen von den Jägern unternommen werden, um im Vorfeld der Mahd möglichst alle Jungtiere zu retten. Dies geschieht z.B. durch das Ausbringen von Vergrämungsmaßnahmen, was die Ricke veranlasst das Kitz aus der Fläche zu führen oder durch das Absuchen der Gemarkung mit einer Drohne.  Anhand von drei mitgebrachten Schädeln wurde den Kindern dann der typische Aufbau eines Pflanzenfresser- und Fleischfresser Gebisses sowie des eines Nagers gezeigt. Die Kids ordneten dann Tiere diesen Schädelformen zu. Auch wurden in der Vergangenheit gefundene Exponate wie z.B. ein Unterkieferknochen von einem Hecht erklärt. Zum Abschluss wurde noch das Spiel „Tierstimmenmemory“ gespielt. Hierzu werden Karten mit Tierabbildungen verteilt und die Kinder überlegen sich, welchen Laut das jeweilige Tier von sich gibt. Wenn dann das Startsignal ertönt, laufen alle durcheinander und ahmen die Stimme des Tieres auf der erhaltenen Karte nach. Ziel ist es in dem Stimmenwirrwarr seinen Partner zu finden, der den gleichen Laut nachahmt.

„Während der Veranstaltung haben wir hochmotivierte Kindergartenkinder wahrgenommen. Wir waren begeistert wieviel Kenntnisse rund um die Natur schon bei den Kids vorhanden waren. Uns hat es wieder sehr viel Spaß gemacht die Neugier für die Natur weiter zu fördern.“ sagt Regina Wemken.  

gez. Lutz Wemken

Nistkastenbauaktion mit dem Kindergarten Rastede – Mühlenstraße

Am 25. Juni 2022 gingen einige Mitglieder des Hegeringes Rastede Nord in den Kindergarten Rastede an der Mühlenstraße, um mit den abgehenden Kindern Nistkästen zu bauen bzw. ihnen die Natur näher zu bringen. Die Kita-Leiterin Ulrike Schäring begrüßte die 19 wartenden Kinder mit ihren Vätern. Im Anschluss daran wurden die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe baute zunächst vorgefertigte Meisennistkästen, die andere Gruppe hatte die Gelegenheit Exponate aus der Natur anzusehen und Fragen dazu zu stellen. Nach einer kleinen Kaffeepause wechselten die Kinder ihre Aufgaben.

Bei den Exponaten rund um die Natur sollte die Neugier auf Wald, Flur und Wild geweckt werden. Günther und Ulf Wemken hatten den Kindern die unterschiedlichsten Dinge aus der Natur mitgebracht. So konnte verschiedenste Schädel, Felle, Abwurfstangen, Eierschalen und Federn gezeigt werden. Die Kinder und Eltern stellten sehr viele Fragen zu den vorgefundenen Exponaten und es entwickelten sich sehr interessante Gespräche. Die Teilnehmer waren z.B. sehr erstaunt, dass das Reh, Dam- und Rotwild einmal im Jahr sein Gehörn bzw. Geweih verliert. Auch hatten die Kinder die Gelegenheit sich die Stangen eines Hirsches auf den Kopf zu halten und damit einmal über das Gelände der Kita zu laufen. Sie stellten fest, dass es gar nicht so einfach ist, ohne anzuecken durch die Räume zu laufen.

Bei dem Bau der Nistkästen waren auch die Väter in der Pflicht ihre Sprösslinge zu unterstützen. Hegeringleiter Lutz Wemken erklärte mit Julia und Thomas Wagner die Unterschiede zwischen Höhlen- und Halbhöhlenbrüternistkästen. Spielerisch wurde erarbeitet, welche Vögel wohl in Zukunft in ihren neuen Behausungen wohnen werden. Zusätzlich gab es noch Tipps zur Reinigung, zur Ausrichtung und Anbringung. So wurde z.B. zu jedem erstellten Nistkasten ein Aluminiumnagel mitgegeben, um bei einer Anbringung, an einem gesunden Baum, diesen nicht so zu schädigen. Die Kinder konnten ihre 19 selbst gebauten Nistkästen mit nach Hause nehmen, um sie an geeigneten Plätzen aufzuhängen. Einer der Nistkästen soll auf dem Kindergartengelände seinen Platz finden, um an die schöne Aktion zu erinnern. Für die Kinder, die nicht an der Aktion teilnehmen konnten, ließ der Hegering Rastede Nord 11 Bausätze im Kindergarten, damit diese noch die Gelegenheit bekommen einen Nistkasten zu bauen.

Zum Abschluss bekam jedes Kind eine Waldfibel zum Bestimmen von Wildspuren, Wildtieren, Bäumen und Sträuchern. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass dies eine tolle informative Veranstaltung war, die nicht nur den Kindern vor Augen führte, in Zukunft aufmerksamer durch Feld und Flur zu gehen.

gez. Lutz Wemken

Hegering informiert über das Blühstreifenprogramm

Am 19. Juni 2022 veranstaltete die Residenzort Rastede GmbH in Kooperation mit dem Handels- und Gewerbeverein Rastede e.V. den Familiensonntag. An diesem Tag sollten, neben vielen Aktionen für Familien und vor allem Kinder, den Rasteder Vereinen eine Möglichkeit geboten werden, sich zu präsentieren. Dies konnte in Form eines Standes auf dem Kögel-Willms-Platz und/oder einem Auftritt auf der Kögel-Willms-Bühne sein.

Da der Hegering Rastede Nord in diesem Jahr 29 ha Blühstreifen angelegt hat, informierte die Jugendgruppe „Die Falkenaugen“ über die Bedeutung des Blühstreifenprogrammes. Auf verschiedensten Plakaten wurde anschaulich die Wichtigkeit dieser Blühstreifen erklärt. Außerdem hatten jüngere Besucher die Möglichkeit, zusammen mit den "Falkenaugen", kostenlos einen Blumentopf mit Samen, aus der im Hegering verwandten Blühstreifen-Saatgutmischung, zu bepflanzen und anzumalen. Um die einzelnen Samen bestimmen zu können wurden Informationsblätter zu jeder Pflanze und deren Samen bereitgelegt. So hatten die Kinder die Möglichkeit sich ihre eigene Mischung zusammenzustellen und einen Tontopf mit ihren Lieblingsblumen zu kreieren.

„Für den Hegering war das genau die richtige Veranstaltung, um für das Blühstreifenprogramm zu werben“ sagte Wemken und bedankt sich auf diesem Weg bei allen Mitwirkenden für diese wirklich gelungene Öffentlichkeitsarbeit und bei der Firma AGRAVIS für die tolle Unterstützung.

gez. Lutz Wemken

 

Ansitz auf Schwarzwild im Hegering Emmerthal 2022

Am 12. Juni 2022 fuhren sechs Hegeringmitglieder zum Ansitz auf Schwarzwild in den Hegering Emmerthal. Emmerthal ist eine Gemeinde im Landkreis Hameln-Pyrmont in Niedersachsen. Die schon seit Jahrzehnten andauernde freundschaftliche Beziehung zwischen dem Hegering Rastede Nord und dem Hegering Emmerthal sollte weiter ausgebaut werden und so hatte die Hegeringleiterin Susanne Klett bis zu zehn Jäger aus dem Norden zum Ansitz auf Schwarzwild eingeladen. Bei dieser Jagd haben auch revierlose Jäger des Hegeringes Rastede Nord die Möglichkeit einmal auf Schwarzwild anzusitzen umso Kontakt mit den jeweiligen Revierinhabern zu bekommen.

In Fahrgemeinschaften ging es in Richtung Emmerthal. In Emmerthal angekommen, wurden erst einmal die Zimmer im Gasthaus „Zur Post“ bezogen. Um 17 Uhr wurde gemeinsam mit den jeweiligen Revierinhabern im „Grohnder Fährhaus“ gegessen und es ergaben sich interessante Gespräche.  Im Anschluss an das Essen wurden die Jäger des Hegeringes Rastede Nord auf die Reviere verteilt und es erfolgte die jeweilige großzügige Freigabe. Bevor es allerdings auf den Ansitz ging, zeigten die Revierinhaber ihren Gästen die Reviere. Die Ammerländer Jäger bekamen so einen Eindruck von den Problemen, die das Schwarzwild in den landwirtschaftlichen Flächen anrichtet. Im Anschluss brachten die Revierinhaber ihre Gäste auf die jeweiligen Ansitzeinrichtungen. Geplant war es bis mindestens 2:00 Uhr anzusitzen. Zur Strecke kamen fünf Jungfüchse und ein Jungdachs. Das Wetter und die Stimmung waren sehr gut. Hegeringleiter Lutz Wemken bedankte sich bei den Emmerthaler Jägern für die gute Organisation und lud 10 Hegeringmitglieder des Hegeringes Emmerthal zur revierübergreifenden Entenjagd am 8. Oktober 2022 in den Hegering Rastede Nord ein. Alle waren sich einig, dass an den gemeinsamen Jagden festgehalten werden soll, da es immer wieder schön ist sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.

gez. Lutz Wemken

Ehrenamt macht in Niedersachsen Schule

Abschlussveranstaltung der Ehrenamtsinitiative ErlebnisNatur – Ist doch Ehrensache: Weitere 80 Jäger und Angler erhalten ihre Zertifikate

80 Jäger und Angler erhalten Zertifikate von Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne. Sie engagieren sich ehrenamtlich in der Umweltbildung an Niedersächsischen Grundschulen – die Nachfrage ist riesig.

Camp Reinsehlen - Schneverdingen. Am 14. Mai 2022 erhielten weitere 80 Jäger und Angler ihre Urkunden für die erfolgreiche Ausbildung im Projekt „ErlebnisNatur – Ist doch Ehrensache“. In der landesweiten Qualifizierungsoffensive der drei anerkannten Naturschutzverbände Landesjägerschaft Niedersachsen e.V., Anglerverband Niedersachsen e.V., Angelfischerverband im Landesfischereiverband Weser-Ems e.V. In Kooperation mit dem SCHUBZ Umweltbildungszentrum Lüneburg stand die Frage im Mittelpunkt, wie Kinder im Grundschulalter zeitgemäß erreicht werden können. Den Teilnehmern wurden Konzepte und Materialien vermittelt, wie ein gleichermaßen pädagogisch hochwertiges und spannendes Angebot für Schulklassen durchgeführt werden kann.

Als Schirmherr der Initiative ErlebnisNatur ist Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne von dem neuen Netzwerk begeistert: „Mit diesem Engagement sind die Jäger und Angler in Niedersachsen Vorreiter in der ehrenamtlichen Umweltbildung. Das neue Netzwerk ErlebnisNatur kommt dabei allen Grundschulen im Land zugute“.

Landesweit wurden in den zurückliegenden vier Jahren in zwei Durchgängen bisher 180 Jäger und Angler ausgebildet, um mit Kindern in der Grundschule ehrenamtliche Umweltbildung durchzuführen. Die Ausbildung fand an zehn Umweltbildungszentren als anerkannte außerschulische Lernorte statt. Diese brachten ihre jahrzehntelange Erfahrung bei der Erwachsenen- und Umweltbildung als zusätzlichen Mehrwert für alle Beteiligten ein. Durch die regionale Verteilung der Zentren über ganz Niedersachsen, wird eine landesweite Verankerung und Vernetzung der Teilnehmer ermöglicht. Trotz der Corona-Einschränkungen der beiden vergangenen Jahre, kamen im Rahmen der Projektphase bisher bereits 200 Grundschulklassen mit rund 5.000 Kindern in den Genuss der kostenfreien Angebote der ehrenamtlich aktiven Jäger und Angler. Das SCHUBZ als Lüneburger Bildungskompetenzzentrum war mit der landesweiten Umsetzung beauftragt. „Uns liegen natürlich die Kinder sehr am Herzen – sie gilt es gerade jetzt nach der zurückliegenden Corona-Zeit in der Natur zu begeistern“, erläutert Dr. Frank Corleis, Leiter des SCHUBZ.

Für die Projektpartner dankte Helmut Dammann-Tamke, Präsident der Landesjägerschaft Niedersachsen, dem Niedersächsischen Kultusministerium und der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung für ihre großzügige Unterstützung und resümierte: „Die Initiative ErlebnisNatur – Ist doch Ehrensache - ist ein voller Erfolg. Die durchweg sehr positive Resonanz auf die bisher von den Jägerschaften und Angelvereinen bereits durchgeführten Veranstaltungen ist ein deutlicher Beleg hierfür.“  

Im Rahmen der Qualifizierungsoffensive konnte ein landesweites Netzwerk aus Umweltpädagogen und ehrenamtlichen Jägern und Anglern aufgebaut werden, dass langfristig das Naturerleben von Kindern fördert.

Auch aus der Kreisjägerschaft Ammerland haben sieben Jägerinnen und Jäger an dieser Qualifizierungsmaßnahme erfolgreich teilgenommen. Bei den Teilnehmern handelt es sich um: Anke Fockenberg, Frauke Hafner, Hilke Henkensiefken, Robert Lohkamp, Dr. Sabine Mangold-Will, Regina und Lutz Wemken. „Durch die vermittelten Inhalte - insbesondere die Methodik der Wissensvermittlung - wird die Arbeit mit Kindern an Qualität gewinnen und es werden die Kompetenzen des Einzelnen deutlicher berücksichtigt“ sagen die Ammerländer Teilnehmer.

gez. LJN / Lutz Wemken

Umweltbildung mit der Grundschule Feldbreite aus Rastede

Im März kam die Anfrage des Umweltbildungszentrums Ammerland, ob der Hegering sich vorstellen könne, bei einer Umweltbildungsmaßnahme des Zentrums zu unterstützen. Geplant war es, an zwei Tagen, die ersten und zweiten Klassen der Grundschule Feldbreite aus Rastede, die Flora und Fauna des Waldes näher zu bringen. Bei den Jägern sollte der Schwerpunkt der Umweltbildungsmaßnahme auf der Tier- und bei den Mitarbeitern des Zentrums auf der Pflanzenwelt liegen. Die Kinder sollten im Klassenverbund die Stationen durchlaufen und jeweils eine Stunde an jeder Station mit einem selbst erarbeiteten Programm unterwiesen werden.

Regina und Lutz Wemken vom Hegering Rastede Nord erarbeiteten ein altersgerechtes Programm, das durch viele Einflüsse aus der Fortbildung „ErlebnisNatur – Ist doch Ehrensache“ der Landesjägerschaft Niedersachsen geprägt war. Ziel sollte es sein, den Schülern auf spielerische Weise Wissen zu vermitteln.

Am Anfang des Programms wurden die Kinder mit dem Jagdhorn begrüßt. Es wurde von ihnen schnell erkannt, dass das Jagdhorn für die Kommunikation unter den Jägern wichtiger Bestandteil ist. Danach wurde das Spiel „Wer bin ich – Erkennen von Tierstimmen“ gespielt. Hierbei sollen die Kinder imitierte Tierstimmen erkennen. Bei der Aufgabe ein Tier in der näheren Umgebung zu suchen, wurde nach Hinweisen ein zuvor verstecktes präpariertes Rehkitz gefunden. Es wurde mit den Kindern erarbeitet, wie man sich in der Setz- und Brutzeit bei einem zufällig gefundenen Tier verhält und das dies auf keinen Fall angefasst werden darf. Danach wurde noch weiter auf den Lebensraum und die Äsung des Rehes eingegangen. Die Kinder erkannten, dass das Setzen von Rehkitzen in eine Wiese zu Problemen bei der Mahd führt. Weiter wurde erarbeitet, dass der Jäger den Landwirt bei der Wildtierrettung unterstützt. An diesem Beispiel konnte gut erklärt werden, dass der Jäger nicht nur Tiere totschießt, sondern sehr viele andere wichtige Aufgaben wahrnimmt. Leider kommt diese Aussage fast immer, wenn man die Kinder nach den Aufgaben eines Jägers fragt. Im Anschluss an die Unterweisung folgte ein Ticker Spiel.  Ein Kind (Wolf) sollte die anderen Mitspieler (Rehe) ticken, bevor diese einen sicheren Ort aufsuchen konnten. Die nachfolgende Runde wurde mit mehr Wölfen gespielt. Die Kids erkannten schnell, dass man im Rudel mehr Beute macht. Das Abschlussspiel war ein Tierstimmenmemory. Den Kindern wurde verdeckt eine Karte mit einem abgebildeten Tier gegeben. Danach sollten sie sich überlegen, welches Geräusch das abgebildete Tier auf ihrer Karte wohl von sich gibt. Nach dem Ertönen eines Startsignals liefen die Kinder durcheinander und versuchten anhand der nachzuahmenden Tierstimme ihren Partner, der das gleiche Tier auf der Karte hatte, zu finden.

„Die Kids waren die ganze Stunde mit großem Spaß und Freude dabei und haben viel mitgenommen. Regina und ich haben sehr von der Fortbildung „ErlebnisNatur – Ist doch Ehrensache“ profitiert. Bei unseren Unterweisungen versuchen wir jetzt mehr spielerisch das Wissen zu vermitteln. Wir können nur an die Landesjägerschaft und die beiden Anglerverbände appellieren an dieser Fortbildung festzuhalten. Die Öffentlichkeitsarbeit gewinnt dadurch erheblich an Qualität. Hier ist jeder Euro gut investiert, um auch bei der fortschreitenden Naturentfremdung weiterhin für unser Tun Akzeptanz und Verständnis aus der breiten Bevölkerung zu bekommen.“ sagt Hegeringleiter Lutz Wemken.


gez. Lutz Wemken

Ansitz mit den Kindergartenkindern des Kindergartens Hahn Lehmden 2022

Am 24. Mai 2022 führte der Hegering Rastede Nord seinen traditionellen Ansitz, nach zweijähriger Corona Zwangspause, mit Kindergartenkindern des Kindergartens Hahn-Lehmden durch. Die Jäger begrüßten die wartenden Kinder im Alter von 5-6 Jahren mit den Jagdhornsignalen „Sammeln der Jäger“ und „Begrüßung“ auf dem Parkplatz des Kindergartens. Danach fragte Hegeringleiter Lutz Wemken die Kinder aus welchem Grund sie sich getroffen haben.  Alle riefen aufgeregt durcheinander: „Wir wollen Wölfe, Rehe und Füchse sehen!“, einige sprachen sogar von Wildschweinen.

Nach der Begrüßung wurden jeweils zwei Kinder einer Jägerin bzw. einem Jäger zugeteilt und es ging in die Reviere des Hegeringes. In den Revieren wurde dann ca. 1 Stunde, je nach Ausdauer der Kinder, auf einem Hochsitz angesessen und die Jäger erklärten den Kindern die Tier- und Pflanzenwelt. Auch auf die jetzt herrschende Brut- und Setzzeit wurde hingewiesen und dass auf keinen Fall gefundene Jungtiere angefasst bzw. mitgenommen werden sollten. In den meisten Fällen handelt es sich nicht um verwaiste, verletzte oder kranke Tiere, die wirklich hilfsbedürftig sind. Die Jäger stellten bei vielen Kindern gute Naturkenntnisse fest.

Zum Abschluss erzählten die Teilnehmer ihren Eltern und den Erzieherinnen, was sie Spannendes in den Revieren der Jäger erlebt haben. Die Kinder versprachen ein Bild über das Erlebte zu malen und es an den Hegering weiterzugeben.

„Es macht den Hegeringmitgliedern immer wieder großen Spaß mit den Kindern auf den Ansitz zu gehen und sie so an die Natur heranführen zu können. Draußen gibt es spannende Dinge zu entdecken und viel Interessantes zu erleben. Die strahlenden Kinderaugen, die Begeisterung, mit der die Kinder am Ansitz teilgenommen haben und das fröhliche Jubeln am Ende der Veranstaltung ist das, was unseren Hegering motiviert einen solche Ansitz auszurichten“ sagt Hegeringleiter Lutz Wemken.

Er bedankt sich noch einmal recht herzlich bei Simon Antons, Peter Bartz, Macel beim Graben, Christian Cordes, Sandra Dewenter, Franz Josef Fecker, Natascha Felder, Alfred Folkens, Marlene Grimm, Werner Grimm, Jan Martens, Jens Martens, Markus Neumann, Konstantin Nörenberg, Günter Schröder, Jan Wemken, Ulf Wemken und Martin Wilkens, für die Durchführung des Ansitzes und bei den Jagdpächtern für das zur Verfügung stellen ihrer Reviere.

gez. Lutz Wemken

Waldwoche mit dem Kindergarten Heubült

Vom 16. bis 20. Mai 2022 fand die erste Waldwoche des Kindergartens Heubült auf dem Hof der Familie Grimm statt. Marlene und Werner Grimm sind Mitglieder des Hegeringes Rastede Nord und engagieren sich schon seit Jahrzehnten in der Umweltbildung mit Schülern und Kindergartenkindern. In den vergangenen Jahren fanden auf ihrem Gelände regelmäßig verschiedenste Nistkastenbauaktionen und Waldbegänge statt.

Kathrin Eeten, die Leiterin des Kindergartens, erzählte dem Hegeringleiter Lutz Wemken von ihrer Idee eine Waldwoche zu veranstalten. „Aufgrund von vielen vergangenen Aktionen kann mir sofort das Gelände von Familie Grimm in den Sinn. Die ländliche Lage mit Wald und Wiesen, abseits viel befahrener Straßen, ist geradezu ideal, um solche Aktionstage mit Kindergartenkindern durchzuführen. Zudem hat Werner im Laufe der Jahre sehr viel spannende Exponate rund um die Natur zusammengetragen.“ sagt Wemken.

Mit der Waldwoche sollte das Umweltbewusstsein gefördert werden, in dem die Kinder die Tier- und Pflanzenwelt kennen und schützen lernen und begreifen, dass wir nur Gäste in der Natur sind.

Am ersten Tag wurden mit den Kindern erst einmal ein paar verbindliche Regeln aufgestellt und es ging sogleich auf eine Erkundung des Geländes. Dort wurden z.B. die unterschiedlichsten Insekten mit Becherlupen betrachtet und bestimmt. Unter anderem konnten die Kinder die Schmetterlingsrauben des „kleinen Fuchses“ bestaunen. Am Dienstag wurden dann Matschbilder mit selbstgebauten Pinseln gemalt und Rehe konnten in ihrem natürlichen Lebensraum beobachtet werden. Am Mittwoch kam ein Imker auf den Hof und informierte die Kids altersgerecht über den Aufbau eines Bienenstocks und deren Biologie. Als dann am Schluss noch Honigbonbons verteilt wurden waren sich alle darüber einig, dass Bienen schützenswerte Insekten sind. Am Donnerstag wurden im Gelände ein präparierter Fuchs und ein Dachs versteckt. Als die Kinder die Exponate fanden wurden diese erst einmal bestimmt und gestreichelt. Die Kinder konnten kaum glauben, dass es solche Tiere hier auch in diesem Wald geben sollte. Anhand eines ausgegebenen Spurenheftes konnten die Kinder jetzt Fährten von Tieren auf dem Gelände suchen und mit Hilfe von Werner Grimm bestimmen. Der Rest des Tages stand im Zeichen des Nistkastenbaus. Jedes Kind baute unter Anleitung einen Meisennistkasten um diesen im eigenen Garten aufhängen zu können. Am Abend ging es dann mit weiteren Jägern zusammen auf den Ansitz. Auch hier konnten die Kids viele unterschiedliche Tiere in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Am letzten Tag, also am Freitag, feierten die Kinder mit Werner Grimm eine kleine Party, denn dieser hatte an diesem Tag Geburtstag und es wurden Würstchen in seiner Grillhütte gegrillt. Danach konnten alle noch einmal das Gelände erkunden.

„Alle Beteiligten hatten in dieser Zeit sehr viel Spaß und haben vieles gelernt. Durch solche Naturerlebnisse entwickeln die Kinder Kreativität und Fantasie. In einer solchen Umgebung wird den Kindern eine reichhaltige Spielmöglichkeit ohne vorgefertigtes Spielzeug angeboten, wie z. B. Moos, Rinde, Steine, Gras und vieles mehr. Die Erfahrung zeigt, dass ein solches Naturerlebnis viele Kinder oft für eine lange Zeit prägt!“ sagt Werner Grimm.

gez. Lutz Wemken

 

Revierübergreifender Ansitz am 1. Mai 2022

Am 1. Mai 2022 wurde im Hegering Rastede-Nord, nach zweijähriger CORONA Pause, wieder der traditionelle revierübergreifende Ansitz auf Schmalrehe und Rehböcke durchgeführt. Das Niedersächsische Landwirtschaftsministerium hatte zwar im Januar 2021 die Jagdzeit für Schmalrehe und Rehböcke auf den 1. April vorverlegt, aber dieser frühe Termin wird im Hegering nur für die Bejagung an Unfallschwerpunkten bzw. in reinen Waldrevieren wahrgenommen. Die Revierinhaber hatten sich einstimmig für die Beibehaltung dieses Termins ausgesprochen umso den Aufgang der Jagdzeit in einem angemessenen Rahmen einzuleiten.

Die Jagd im Mai soll vor allem dazu dienen, frühzeitig effektiv einzugreifen bevor das junge „Grün“ im Wald und im Feld die Getreideschläge dem Jäger die Sicht nehmen und so die Jagd erschweren. Außerdem sind die Böcke Anfang Mai durch Einstandskämpfe und das Markieren ihrer Reviere viel mehr auf den Läufen.

Nach dem Ansitz trafen sich die Jäger, um gemeinsam zu frühstücken und das Erlebte Revue passieren zu lassen. Zur Strecke wurden nur die Häupter der Böcke gelegt, da das übrige biologisch hochwertige Wildbret sofort in ein Kühlhaus gebracht wurde, um die nötige Wildbrethygiene einzuhalten. Die Stücke wurden gemäß dem alten Brauchtum mit den entsprechenden Jagdsignalen verblasen und die Erleger bekamen ihre Erlegerbrüche. Besonders hat es uns gefreut, dass ein Jungjäger an diesem Morgen seinen ersten Rehbock erlegen konnte und wir dieses besondere Erlebnis mit ihm teilen durften.

Die Rehe waren an diesem Morgen, bedingt durch das milde Wetter, früh auf den Läufen und so kamen sieben Böcke zur Strecke. An der Jagd nahmen sechs Reviere mit insgesamt 32 Jägerinnen, Jägern und deren Anhang teil.

gez. Lutz Wemken

Delfshauser Jäger stellen Ausgleichsfläche für die Gemeinde Rastede zur Verfügung

Ein neuer Lebensraum für Insekten, Säugetiere und Vögel ist in Delfshausen entstanden. Die Jagdausübungsberechtigten des gemeinschaftlichen Jagdbezirkes Delfshausen bepflanzten am 30. April in Delfshausen eine 1,2 Hektar große Fläche am Kiebitzmoor in Delfshausen mit 4.650 Bäumen und Sträuchern.

„Bereits im letzten Jahr kam die Gemeinde Rastede auf den Hegering Rastede Nord zu, weil sie auf der Suche nach einer Ausgleichsfläche war“ berichtet Hegeringleiter Lutz Wemken. Sofort wurde nach einer passenden Fläche gesucht, die für eine Aufforstung geeignet ist. Karl Heinz Wemken, Mitpächter im gemeinschaftlichen Jagdbezirk Delfshausen, bot der Gemeinde eine Gemarkung an, die sich in seinem Besitz befindet. Da über der Fläche teilweise eine Hochspannungsleitung verläuft, durfte unter und im Randbereich dieser Trasse keine hochwachsenden Bäume gepflanzt werden. Hier beschränkte man sich auf die Pflanzung von Heckenrosen, Weiden und schwarzem Holunder. Um die Bäume und Sträucher in den ersten Jahren vor Verbiss- und Fegeschäden von Schalenwild (Reh- und Damwild) zu schützen, wurde ein 450 Meter langer Wildschutzzaun errichtet. Die Pflanzen wurden mit einer Pflanzmaschine gepflanzt. Nur in den Eckbereichen, die nicht mit der Maschine bepflanzt werden konnten, wurde eine Handpflanzung vorgenommen.

Gepflanzt wurden 1.400 Roterlen, 1.400 Moorbirken, 800 Weiden, 800 Wildrosen und 250 schwarzer Holunder, berichtet Lutz Wemken und fügt hinzu: „Seit 1990 haben wir bereits mehr als eine halbe Million Bäume und Sträucher in dem insgesamt 920 Hektar großen Revier gepflanzt.  Neben Wald und Hegebüschen wurden seit damals auch Streuobstwiesen, Amphibienlaichgewässer, Hecken und Blühstreifen angelegt.“

Wir tun das aber nicht nur um Insekten, Säugetieren und Vögeln einen neuen Lebensraum zu schaffen, mit dieser Aktion wird auch etwas für den Klimaschutz getan. Denn die Pflanzen filtern das Treibhausgas Kohlendioxid aus der Atmosphäre. Durch Photosynthese wandeln sie es in lebensnotwendigen Sauerstoff um und halten die Luft rein. Die Schaffung neuer Wälder ist also existenziell, um unser Klima zu schützen.

gez. Lutz Wemken

Jahreshauptversammlung 2022

Am 12. April 2022 fand die Jahreshauptversammlung des Hegeringes Rastede Nord statt. Hegeringleiter Lutz Wemken freute sich, dass sich die Mitglieder nach gut zwei Jahren ohne CORONA-Auflagen wieder in Präsenz treffen konnten, um sich auszutauschen.

Im Fokus der Versammlung standen unter anderem auch Seuchenpräventionsthemen, wie z.B. der enge Austausch mit dem Veterinäramt in Westerstede um im Falle eines Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in Niedersachsen gut gerüstet zu sein. Wichtig ist es zurzeit, dass jedes gefundene Wildschwein einer Beprobung unterzogen werden soll. In Lüneburg sind bei einem erlegtem Stück Schwarzwild Antikörper gegen das Virus der Aujeszkyschen Krankheit nachgewiesen worden. Damit steht fest, dass das hochansteckende Virus auch in unserer Region kursiert. Eine mögliche Infektion bedroht nicht nur Hausschweinbestände, sondern ist auch besonders gefährlich für Haustiere. Bei Hunden und Katzen endet die Aujeszkysche Krankheit immer tödlich. Für den Menschen ist das Virus ungefährlich.

Die Landesjägerschaft Niedersachsen hat für die zweite Phase ihres Projektes „Lebensraumverbund Feldflur“ den Bau der Feldhuhnstation in Merzen im Landkreis Osnabrück fast abgeschlossen. Die Station soll der Gensicherung und Aufzucht von autochthonen Feldhühnern, insbesondere des Rebhuhns, dessen Besatzrückgänge in den letzten Jahrzehnten dramatische Formen angenommen hat, dienen. Bevor Revierinhaberinhaber aber über die Stärkung ihrer Besätze nachdenken, sollten alle Möglichkeiten ausgeschöpft werden, um den vorhandenen Lebensraum zu verbessen und den Beutegreiferdruck zu reduzieren. Gerade die sich immer mehr ausbreitenden Neozoen, stellen die Jagdausübungsberechtigten vor große Probleme. Unter die Neozoen fallen der Waschbär, der Marderhund, der Mink und neuerdings auch der Goldschakal. Auch wenn jetzt erst ein paar Individuen in unseren Revieren angekommen sind, müssen wir ein vernünftig greifendes, flächendeckendes Prädatorenmanagement entwickeln. Denn laut EU-Verordnung soll die Jägerschaft die Ausbreitung dieser invasiven, überwiegend nachtaktiven Beutegreifer stoppen bzw. zurückdrängen.

Auch in diesem Jahr hat der Hegering auf 46 Flächen - mit einer Gesamtfläche von 29 ha - Blühstreifen anlegt, um mehr Rückzugsflächen für die Artenvielfalt zu schaffen. Der Hegering bittet jeden Jagdgenossen, der noch Flächen hat, die mit Blühsträuchern oder einer Streuobstwiese bepflanzt werden können, sich bei dem Hegeringleiter zu melden.

Im Tagesordnungspunkt Ehrungen wurde Helmut Carstens, Lutz Oeltjen, Karl Heinz Wemken für 50- und Dr. Brigitte Bulling für 40-jährige Mitgliedschaft geehrt. Des Weiten wurde Dr. Karl Friedrich Haußler von der Landesjägerschaft Niedersachsen zum Ehrenmitglied der Jägerschaft ernannt. Eine besondere Ehrung wurde dem Bläserobmann Henning Freiherr von Schele, der in diesem Jahr bereits seit 30 Jahren die Bläsergruppe des Hegeringes leitet, zuteil. Ihm wurde für besondere Verdienste das silberne Verdienstabzeichen für Jaghornblasen von der Jägerschaft Niedersachsen verliehen.

In den letzten zwei Jahren konnten aufgrund der CORONA-Kontaktbeschränkungen kaum Öffentlichkeitsaktionen stattfinden. Der Hegering wird jetzt wieder - mit der nötigen Vorsicht - die Nistkastenbauaktionen, den Ansitz mit Kindergartenkindern und die Waldspiele der vierten Klassen der Grundschule Hahn Lehmden und Kleibrok planen.

gez. Lutz Wemken

Ehrenamt macht Schule in Rastede

100 Jäger und Angler engagieren sich ehrenamtlich in der Umweltbildung an Grundschulen – auch in Rastede an der Grundschule in Kleibrok -

Rastede. „Hereinspaziert, herzlich Willkommen hier in unserem wilden Klassenzimmer!“ Regina und Lutz Wemken vom Hegering Rastede Nord haben an diesem Morgen 18 Kinder und ihre Lehrerin der Grundschule aus Kleibrok zu einem Besuch im Wald eingeladen.

„Ein Jäger ist Experte für Wildtiere“, erklärt Hegeringleiter Lutz Wemken den aufmerksamen Zuhörern, die schon gespannt auf dem Waldsofa Platz genommen haben. „Ein Jäger muss Spuren deuten und gut kombinieren können, er muss ein gutes Gehör haben und gut sehen können.“ Ob die Kinder Lust haben, „Meister der Tarnung“ zu werden, fragt die Jugendobfrau Regina Wemken. „Au ja“, platzt es aus den Kindern heraus. Die Kinder besuchen die 4. Klasse der Grundschule in Kleibrok und heute dürfen sie einen ganz besonderen Ausflug machen. Mit den Jägern des Hegeringes Rastede Nord erkunden sie den Lebensraum von Hase, Reh & Co. Gemeinsam gehen sie auf die Pirsch, schärfen ihre Sinne und lernen ganz nebenbei viel über die heimische Flora und Fauna.

„Als ich von dem ErlebnisNATUR Angebot erfahren habe, dachte ich sofort an meine Schüler. Mit dem Jäger raus in die Natur zu gehen, finden die Kids großartig. Sie lernen von den Fachleuten in der Natur etwas über die Natur“ erläutert Barbara Karsch, Konrektorin der Grundschule Kleibrok.

Regina und Lutz Wemken vom Hegering Rastede Nord sind damit zwei von insgesamt 200 ehrenamtlich engagierten Jäger*innen und Angler*innen, die im Rahmen der Qualifizierungsoffensive ErlebnisNATUR von 2019-2022 in Zusammenarbeit mit dem Schulbiologie- u. Umweltbildungszentrum Lüneburg (SCHUBZ) pädagogisch geschult und unterstützt werden. Hinter der Qualifizierungsoffensive ErlebnisNATUR stehen die drei anerkannten Naturschutzverbände Landesjägerschaft Niedersachsen als Projektträger, Anglerverband Niedersachsen und Sportfischerverband im LFV Weser-Ems als Projektpartner, die gemeinsam mit dem SCHUBZ und sechs weiteren Umweltbildungs- bzw. Waldpädagogikzentren Niedersachsens Mitglieder in der Umweltbildung schulen. ErlebnisNATUR wird von der Niedersächsischen Bingo Umweltstiftung gefördert und mit Eigenmitteln der drei Verbände ermöglicht, so dass alle Angebote für die Schulen kostenfrei stattfinden.

Ein wichtiger Teil der Qualifizierung ist die Praxiserfahrung mit Schulklassen, in dessen Rahmen auch die Veranstaltung von Regina und Lutz Wemken stattgefunden hat. Die Ehrenamtlichen entwickeln eine eigene Umweltbildungsveranstaltung und führen sie selbständig durch. Begleitet wurden sie dabei von den Pädagogen des Zentrums. Auf diesem Wege bringt „ErlebnisNATUR“ ehrenamtlich motivierte Fachleute aus Natur und Umwelt mit Pädagogen in ganz Niedersachsen zusammen. Eine perfekte Kooperation, die auch in der Zukunft Früchte tragen wird.

„Wir haben sehr vom Weiterbildungsangebot, das vom SCHUBZ durchgeführt worden ist, profitiert. Es wurden uns verschiedenste pädagogische und rechtliche Inhalte vermittelt. Zusätzlich haben wir umfangreiches Bildungsmaterial an die Hand bekommen, dass es uns ermöglicht, unsere Umweltbildungsangebote entsprechend zu erweitern“ sagen Regina und Lutz Wemken.

gez. Lutz Wemken

Jäger beobachten eine Zunahme von Wildunfällen mit Weidezaunlitzen

Die Jäger des Hegeringes Rastede Nord beobachten vermehrt, dass Weiden nicht mehr mit Weidezaundraht, sondern mit flexiblen, dehnbaren und reißfesten Weidezaunlitzen eingezäunt werden. Solche Litzen können bei nicht fachgerechter Anwendung tödliche Fallen für unser Wild darstellen. So sind im Hegering Rastede Nord in diesem Jahr schon drei Rehböcke, die sich in solchen Litzen verfangen haben, qualvoll zu Tode gekommen. Ein weiterer Bock konnte noch lebend aus der Litze geschnitten werden.

Was diese Tiere bei den meist hoffnungslosen und qualvollen Befreiungsversuchen durchgemacht haben, davon zeugt meist nur der aufgewühlte Boden. Solch ein aussichtsloser Kampf kann sich über Stunden und Tage hinziehen. Werden die Tiere nicht rechtzeitig gefunden und befreit, verenden sie. Zudem kommt es vor, dass das Wild aus Neugier an der Zaunlitze knabbert und größere Mengen davon aufnimmt. Jäger berichten, dass sich im Magen von Wild manchmal zu einem Knäul verklumpte Elektrolitze findet, die letztendlich auch zum Verhungern der Tiere führen kann.

Da gerade junge Damhirsche mit ihrem Geweih mit locker hängender Weidezaunlitze spielen und die Bestände in unseren Revieren immer größer werden, befürchtet der Hegering weitere solcher tragischen Zwischenfälle.

„Daher unser eindringlicher Appell an alle, die ihre Weiden mit Elektrozaunlitzen sichern müssen: Lassen Sie die Litzen straff gespannt und unter Strom, dann werden sie vom Wild weitgehend gemieden. Nehmen Sie sie bei Nichtgebrauch im Herbst und Winter wieder ab. Das Aufwickeln bedeutet wenig Mühe. Auch ausgediente Litzen dürfen nicht in der Landschaft verbleiben. Das Wild und auch wir Jäger wären dafür dankbar“ sagt Hegeringleiter Lutz Wemken.

Auch das Niedersächsische Agrarministerium appelliert an Weidebesitzer und -pächter, die Zäune nach dem Weideabtrieb im Herbst entweder abzuräumen oder das ganze Jahr über ausreichend unter Strom stehen zu lassen, um Wild abzuhalten.

gez. Lutz Wemken

 

Raiffeisenbank Rastede e.G. und Jäger schaffen neuen Lebensraum

Am 17. November wurde eine Streuobstwiese durch die Aktion „Obstbäume statt Altpapier“, die von der Raiffeisenbank Rastede e.G. initiiert worden ist, in Delfshausen angelegt. Die Bank hatte angekündigt, für Kunden, die ihre Kontoauszüge und Mitteilungen nicht mehr in der Filiale drucken, sondern in Zukunft über ein eigenes Onlinepostfach abrufen, Obstbäume für die Anlage einer Streuobstwiese zu spenden. Die Aktion fand in dem Zeitraum 1. Juli bis 30. September 2021 statt. Für die Bank ist es ein weiterer Schritt, um für noch mehr Umweltbewusstsein zu werben. Aber auch jeder einzelne Kunde profitiert von dieser Vorgehensweise. Die umgestellten Kunden können in Zukunft ihre Kontoauszüge überall und jederzeit abrufen, einsehen und digital archivieren. Auf einen Ausdruck kann in der Zukunft verzichtet werden.

Unterstützung bekam die Bank vom Hegering Rastede Nord bei der Auswahl der Obstbaumarten, der Flächensuche und der Pflanzung der Bäume. Da die Anlage der Streuobstwiese im Moor stattfand, wurde auf die Auswahl von Steinobst, hier z.B. Pflaumen, Zwetschen oder Kirschen verzichtet, denn diese Bäume entwickeln sich erfahrungsgemäß nicht so gut auf moorigen Böden. Bei den 20 gepflanzten Obstbäumen handelt es sich hauptsächlich um alte Apfel- und Birnenbaumsorten. Denn gerade alte Sorten sind weniger anfällig für Krankheiten wie Obstbaumkrebs, Mehltau oder Schorf.

Streuobstwiesen sind ökologisch von hoher Bedeutung, denn sie gehören zu den vielfältigsten Lebensräumen. Sie beherbergen bis zu 5.000 Tier- und Pflanzenarten. Dennoch steht dieses Habitat auf der Roten Liste der gefährdeten Lebensräume ganz oben. Mehr als 80% der Flächen sind in den letzten Jahrzehnten verloren gegangen.

Neben zahlreichen anderen Insekten sind Streuobstwiesen Oasen für Hornissen, Wild- und Honigbienen. Darüber hinaus bieten sie einigen Vogelarten wie Gartenrotschwanz, Grünspecht und Steinkauz wichtige Brutlebensräume. Säugetiere, darunter verschiedene Fledermäuse, Garten- und Siebenschläfer oder Haselmäuse profitieren von Streuobstwiesen. Auch zahlreiche Pflanzenarten, die in den Blumenwiesen unterhalb der Obstbäume zu finden sind, wie Salbei, Margerite und verschiedene Habichtskräuter finden hier einen geschützten Platz. Streuobstwiesen sind unter anderem deshalb so arten- und strukturreich, weil sie zwei Lebensräume auf einer Fläche vereinen. Ein lichter, waldartiger Baumbestand aus Obstbäumen sowie Wiesen und Weiden im Unterwuchs.

Für die Pflanzung der Fläche griffen acht Mitglieder des Hegeringes Rastede Nord und die Vorstandsmitglieder der Raiffeisenbank Rastede e.G., Christian von Deetzen und Christian Luks zum Spaten. Damit Hasen und Rehe den Bäumen in der ersten Zeit nicht schaden können, wurde ein Verbissschutz über die Stämme geschoben. Um die Pflege der Bäume wird sich in Zukunft die Jägerschaft Delfshausen kümmern.

„Der Hegering Rastede Nord hat diese Aktion sehr gern unterstützt, denn es ist uns wichtig, die biologische Vielfalt in unseren Regionen zu erhalten. Streuobstwiesen zu schützen und zu fördern ist daher ein Gebot der Stunde", sagt Hegeringleiter Lutz Wemken.

gez. Lutz Wemken