Am 9. Mai 2025 gingen einige Mitglieder des Hegeringes Rastede Nord in den Kindergarten Rastede an der Mühlenstraße, um mit den abgehenden Kindern Nistkästen zu bauen bzw. ihnen die Natur näher zu bringen. Die Kita-Leiterin Ulrike Schäring begrüßte die 40 wartenden Kinder mit ihren Vätern. Im Anschluss daran wurden die Kinder in zwei Gruppen aufgeteilt. Eine Gruppe baute zunächst vorgefertigte Meisennistkästen, der anderen Gruppe wurde mit altersgerechten Spielen die Flora und Fauna nähergebracht. Nach einer kleinen Kaffeepause wechselten die Kinder ihre Aufgaben.
Hegeringmitglied Werner Philip hatte an einem Stand präparierte Schädel vom Rehbock, vom Dam- und vom Rothirsch. Er erklärte den Kindern den Aufbau der Gehörn- bzw. der jeweiligen Geweihstange. Auch machte er darauf aufmerksam, dass alle Cerviden (Geweihträger) ihre Stangen einmal im Jahr abwerfen und diese dann wieder nachwachsen. Die Kinder konnten dies kaum glauben und auch bei einigen Eltern war das eine neue Erkenntnis. Nach so viel Theorie wurde dann erst einmal ein Tickerspiel gespielt, in dem ein Wolf die Rehe fangen sollte. Hierzu wurde in der ersten Runde nur ein Kind ausgewählt, dass den Wolf darstellen sollte. Die anderen Kinder waren die Rehe, die vor dem Wolf flüchteten. In einer weiteren Runde gab es dann viel mehr Fänger (Wölfe). Die Kinder stellten sehr schnell fest, warum der Wolf effizienter im Rudel jagt. Weiter waren an einer Leine Abbildungen von verschiedenen Käfern aufgehangen. Die Kinder konnten sich die Insekten in Becherlupen ansehen und den Fotos an der Leine zuordnen. In dem kleinen naturnahen Areal hatte Werner Philip im Vorfeld auch vier lebensgroße Abbildungen vom Reh, Dachs, Fuchs und Waschbär versteckt, die die Kinder suchen und bestimmen konnten. Zum Abschluss des Revierbeganges wurde das Spiel „Wer bin ich“ gespielt. Bei diesem Spiel wurden den Kindern Tierstimmen vorgespielt, die dann erkannt werden sollten.
Bei dem Bau der Nistkästen waren auch die Väter in der Pflicht ihre Sprösslinge zu unterstützen. Luna Wemken und Thomas Wagner erklärten die Unterschiede zwischen Höhlen- und Halbhöhlenbrüternistkästen. Spielerisch wurde erarbeitet, welche Vögel wohl in Zukunft in ihren neuen Behausungen wohnen werden. Zusätzlich gab es noch Tipps zur Reinigung, zur Ausrichtung und Anbringung. So wurde z.B. zu jedem erstellten Nistkasten ein Aluminiumnagel mitgegeben, um bei einer Anbringung, an einem gesunden Baum, diesen nicht so zu schädigen. Die Kinder konnten ihre 40 selbst gebauten Nistkästen mit nach Hause nehmen, um sie an geeigneten Plätzen aufzuhängen. Einer der Nistkästen soll auf dem Kindergartengelände seinen Platz finden, um an die schöne Aktion zu erinnern.
Zum Abschluss kamen noh einmal alle zu einer Abschlussbesprechung zusammen. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass dies eine informative Veranstaltung war, die nicht nur den Kindern vor Augen führte, in Zukunft aufmerksamer durch Feld und Flur zu gehen.
gez. Lutz Wemken
