Jagdhornblasen

Das Jagdhornbläsercorps der Jägerschaft Osterode Am Harz

Das Jagdhornbläsercorps der Jägerschaft Osterode am Harz hat ca. 60 Mitglieder. Davon sind ca. 30 Bläserinnen und Bläser aktiv.

Die Übungsabende finden regelmäßig jeden Donnerstag von 18 bis 21 Uhr in Hattorf im Eichenkrug statt.
Die Teilnehmer sind zwischen 25 und 80 Jahre alt.

Es steht uns zum besseren Erlernen/Trainieren ein Overheadprojektor, eine Leinwand und auf Folie kopierte Noten zur Verfügung. Bei unseren Auftritten zu den unterschiedlichsten Anlässen blasen wir jedoch alle Musikstücke und Signale aus dem Kopf.

Um 18 Uhr beginnen die „Anfänger“, auch liebevoll als Krabbelgruppe bezeichnet, mit dem Einmaleins des Jagdhornblasens. Bei den Anfängern kommt immer das Fürst Pless Horn, auch „kleines Horn“ genannt zum Einsatz. Dabei wird nicht nur versucht, dem Horn die darin versteckten Töne zu entlocken, es werden auch Grundkenntnisse in der Notenlehre, soweit für uns notwendig, vermittelt. Es wird über den Umgang und die Pflege eines Jagdhornes gesprochen. Weiterhin wird das Verhalten in einer Bläsergruppe und auch das Benehmen während eines Auftrittes, z.B. die Aufstellung und das Halten des Horns besprochen. Diese erste Stunde wird von Dirk Böger geleitet. Dirk Böger war 25 Jahre Bläserobmann und hat alle Höhen und Tiefen des Jagdhornblasens erlebt.

Ab 19 Uhr üben die Parforcehörner, auch „große Hörner“ genannt, unter der musikalischen Leitung von Lutz Kobrig. Es werden Stücke von uns geblasen, die nur für Parforcehörner geschrieben wurden. Diese und weitere Passagen aus anderen Stücken werden separat vor dem Eintreffen der gesamten Gruppe geübt.

Ab 19,45 Uhr, ebenfalls unter Leitung von Lutz Kobrig, sind alle Hörner gemeinsam an der Reihe. Es wird dann meist mit einer kleinen Pause bis 21 Uhr geübt.
Danach treffen wir uns dann in der Gaststube zu Speis´und Trank.

Unser Repertoire umfasst etwa 60 Stücke, die wir immer wieder mal üben, um sie bei Jagden und Auftritten parat zu haben. Das sind zum einen Jagdleit- und Totsignale, bzw. allgemeine Jagdsignale, wie zum Beispiel "Zum Essen" und "Zum Umtrunk", die jedoch einen großen Stellenwert bei der Gestaltung eines Jagdtages oder Auftritts bei Jubiläen usw. haben. Dabei sind auch Fanfaren, Märsche und Spielstücke von unterschiedlichsten Komponisten. Drei Stücke wurden von unserem ehemaligen musikalischen Leiter, Kapellmeister Klaus-Joachim Müller, extra für das Bläsercorps Osterode komponiert. Wir halten diese Stücke in Ehren und sie sind immer abrufbereit.

Jährlich treffen wir uns mit allen Mitgliedern zu einer Jahreshauptversammlung, einem Bläserschießen und einer Weihnachtsfeier. Diese Veranstaltungen fördern die Geselligkeit der Gruppe. Zu diesen Veranstaltungen sind auch Freunde und Verwandte herzlich eingeladen.

Ab dem 2.7.2020 geht es nach 16 Wochen Corona-Pause wieder los mit unseren Übungsabenden, natürlich streng nach Hygiene-und Abstandsvorgaben.
Treffpunk ist wie bisher immer Donnerstags im Eichenkrug in Hattorf.

18 Uhr Krabbelgruppe
19 Uhr Parforce Hörner
20 Uhr Fürst Pless Hörner mit Parforce Hörner

Die Jagdhörner werden nicht nur zum Blasen von Jagdsignalen wie z.B. "Das hohe Wecken", "Begrüßung" oder "Zum Essen" verwendet, sondern finden auch in der Jagdmusik ihren Einsatz.

Am Ende des 17. Jahrhunderts hielt das kreisrunde Horn Einzug in die Kunstmusik. Zuvor wurde es in seiner Urform als Schneckenhorn bzw. ausgehöhltes Gehörn oder Stoßzahn von Tieren für Kulte/Götterbeschwörungen und als Signalgeber genutzt. Dies reicht zurück bis in eine Zeit um 2000 bis 1500 v.Chr.

Der böhmische Graf Franz Anton von Spork führte 1681 die ersten Jagdhörner nach Deutschland ein. In der Folge wurde das Hornblasen in Böhmen besonders gepflegt und die ersten großen Hornisten auf dem Waldhorn stammten aus Böhmen.

Daneben wurden in dieser Zeit weitere kreisrunde Instrumente entwickelt, etwa das Parforcehorn in Frankreich, ein großwindiges Instrument zur Reiterlichen Jagd, das jedoch nicht eigentlich als ein Vorläufer des Waldhorns bezeichnet werden kann.

Im Jagdhornbläsercorps Osterode werden das Fürst-Pless-Horn und das Parforcehorn geblasen.


Wir sind bestrebt, uns an den wöchentlichen Übungsabenden einen hohen Qualitätsstandard zu erarbeiten und zu halten.

Gern werden wir von Jagdherren zur Jagd eingeladen, um diese mit unseren Jagdsignalen zu begleiten. Auch die Jagdmusik ist eine wichtige Komponente unseres Repertoires.

Highlights unserer Auftritte sind folgende Veranstaltungen

  • Hegeringversammlungen unserer 4 Hegeringe
  • Jahreshauptversammlung der Jägerschaft in Wulften
  • Bauernmarkt beim Agrarmarkt Deppe in Barbis
  • Ständchen beim Jägerstammtisch in Sophienhof
  • unsere alle 2 Jahre stattfindende, selbstbezahlte Bläserfahrt

In Zusammenarbeit mit dem Infomobil der Jägerschaft Osterode e.V. leisten wir mit unseren Auftritten Öffentlichkeitsarbeit. 
     
Unsere Oldies unter der Leitung von Hanns Schimpf, die aus der aktiven Bläsergruppe hervorgegangen sind, treffen sich ebenfalls regelmäßig zum Üben mit anschließendem geselligen Beisammensein.
    
Auch die Jägerprüfung wird von uns begleitet, die Prüflinge müssen hier die live geblasenen Jagdsignale richtig erkennen.


Ansprechpartner

für das Jagdhornbläsercorps Osterode ist:

Bläserobmann
Michael Klutt
Telefon: 0176 47761388

E-Mail: michael.klutt@harz.de

Wer Spass am Jagdhornblasen hat ist bei uns herzlich willkommen.
Wer das Jagdhornblasen erst einmal testen möchte, ebenfalls.
Hörner zum Leihen stehen bei Bedarf zur Verfügung.