Besuch des Hegering Ost in der Feldhuhnstation der Landesjägerschaft Niedersachsen in Merzen

Der Hegering Ost der Jägerschaft Osnabrück informiert sich über die Arbeit der Feldhuhnstation im Rahmen des Projekts Lebensraum Feldflur Niedersachsen

Der Hegering Ost besuchte kürzlich die Feldhuhnstation der Landesjägerschaft Niedersachsen in Merzen. Der Termin war nicht nur fachlich hochinformativ, sondern zeigte auch eindrucksvoll, wie engagiert und wissenschaftlich fundiert die Rebhuhnhege in unserer Region betrieben wird.

 

Hegeringleiter Daniel Werries hatte den Besuch hervorragend organisiert und führte die insgesamt 18 Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch ein abwechslungsreiches und praxisnahes Programm. Schon zu Beginn wurde deutlich, wie wichtig die Feldhuhnstation als Kompetenzzentrum für Niederwildhege ist.

 

Fundierte Einblicke durch Stationsleiter Frank Roeles

Stationsleiter Frank Roeles informierte ausführlich über die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Rebhuhnhege. Dabei stellte er die Bedingungen einer nachhaltigen Niederwildhege vor – ein Leitkonzept, das die Arbeit der Station prägt.

  • Lebensraumverbesserung
  • Prädatorenmanagement
  • Biotopgestaltung und -pflege.
  • begleitende Forschung und Monitoring.

 

Roeles erläuterte, wie diese Säulen ineinandergreifen und warum nur ein ganzheitlicher Ansatz langfristig stabile Rebhuhnbestände ermöglicht.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Förderung des Rebhuhns in ausgewählten Revieren.

Besonders beeindruckend war die Vorstellung der Projekte, mit denen die Feldhuhnstation das Rebhuhn in ausgewählten Revieren fördert. Dazu gehören unter anderem:

  • Anlage und Pflege strukturreicher Feldfluren
  • Kooperationen mit Landwirten
  • Monitoring von Brut- und Aufzuchterfolgen
  • Unterstützung der Reviere durch wissenschaftliche Begleitung

Die Teilnehmerinnen erhielten einen umfassenden Überblick darüber, wie die Station regionale Reviere unterstützt und welche Erfolge bereits sichtbar sind.

 

Aufzucht und Auswilderung autochthoner Hühner

Ein weiterer Schwerpunkt des Besuchs war die umfassende Information über die Aufzucht und Auswilderung autochthoner Rebhühner. Die Station arbeitet ausschließlich mit genetisch ursprünglichen, autochthonen Linien, wodurch ein wichtiger Beitrag zur Erhaltung der Artenreinheit geleistet wird.

Besonders eindrucksvoll waren die Einblicke in die Versorgung und Betreuung:

  • ausgemähte Gelege, die von Landwirten oder Jägern gemeldet werden
    • Gelege und Jungtiere aus der Wildtierrettung, die in der Station fachgerecht versorgt und später ausgewildert werden
    • die sorgfältige Aufzucht in geschützten Bereichen, bevor die Tiere in geeignete Lebensräume zurückkehren.

 

Ein Tag voller Wissen, Praxis und Motivation

Der Besuch zeigte, wie wichtig die Feldhuhnstation für den Schutz und die Förderung des Rebhuhns in Niedersachsen ist. Die Teilnehmerinnen des Hegering Ost nahmen wertvolle Erkenntnisse und neue Motivation für die eigene Revierarbeit mit.

Die Jägerschaft Osnabrück bedankt sich herzlich bei Daniel Werries für die Organisation sowie bei Frank Roeles für die fachlich herausragende Führung und die offenen Einblicke in die Arbeit der Station.

Ein Besuch, der nachwirkt – und der zeigt, wie engagiert und zukunftsorientiert die Niederwildhege in unserer Region betrieben wird.

 

(Text/Fotos: M. Aschmann )