News-Artikel

Erste Hilfe für Jagdhunde

Jagdhung mit Schutzweste

Die Jägerschaft Northeim hat am 28.09.2016 eine Veranstaltung zum Thema "Erste Hilfe für Jagdhunde" im Medienraum der BBS I durchgeführt, an der etwa 35 Jägerinnen, Jäger und Hundefreunde teilnahmen.

Der Vorsitzende der Jägerschaft, Ralf-Günter Rahnert, begrüßte die Anwesenden und erläuterte die Wichtigkeit von Hunden bei der Jagd. Bei Stöber- und Drückjagden, bei Nachsuchen und beim Apportieren von Wild sind ausgebildete Jagdhunde unverzichtbar.

Weil die Jägerschaft die Haltung und Ausbildung von brauchbaren Jagdhunden stärker fördern möchte, hat der Vorstand ein Bündel von Maßnahmen beschlossen. Dazu gehören Seminare und Vorträge, besonders aber der Abschluss einer Unfallversicherung für Jagdhunde beim jagdlichen Einsatz.

Das Risiko von Unfälle und Verletzungen der Hunde bei der Jagdausübung sollte möglichst minimiert werden. Deshalb wurden zu Beginn der Veranstaltung neue Methoden zur Absicherung der Jagdhunde, wie maßgeschneiderte Hundeschutzwesten und GPS-Systeme, vorgestellt.

Als Referent für den zentralen Vortrag konnte Dr. Christian Hackenbroich von der Tierklinik Northeim gewonnen werden. In seinem Vortrag ging Dr. Hackenbroich zuerst auf die Gefahren für die Hunde beim jagdlichen Einsatz ein. Dazu gehören z.B. Verletzungen durch Schwarzwild, Dornen und Äste, Schussverletzungen durch Abpraller oder Geschosssplitter, aber auch Verkehrsunfälle.

Dr. Hackenbroich betonte eindringlich die Wichtigkeit der Gefahrenvermeidung, die durch einen verantwortungsvollen Umgang mit den Tieren, den sicheren Umgang mit der Schusswaffe aber auch durch den Einsatz von Schutzwesten und Warnhalsungen erzielt wird.

Im weiteren Verlauf ging Dr. Christian Hackenbroich auf Details der ersten Hilfe für Jagdhunde ein. Erkennen von Notfällen, Abschätzen des Schweregrades, lebensnotwendige Hilfsmaßnahmen, Anforderung von Hilfe und den Transport von verletzen Hunden zum Tierarzt oder Klinik waren dabei wichtige Aspekte. Nicht nur offene Wunden sondern auch Schockzustände oder innere Verletzungen zu erkennen und richtig zu behandeln, ist enorm wichtig, um die Hunde im Notfall retten zu können.

Beeindruckende Fotos von verschiedenen Verletzungen und die Demonstration von einfachen, aber effektiven Maßnahmen in der Erstversorgung machten den Vortrag lebendig und sorgten für nachhaltige Eindrücke bei den Zuhörern. Empfehlungen für die Zusammensetzung eines "Erste-Hilfe-Sets", zu dem auch z.B. eine Rolle Klarsichtfolie gehört, ergänzten den Vortrag.

Im Anschluss wurden noch spezielle Fragen der Teilnehmer beantwortet. Ralf-Günter Rahnert dankte Dr. Hackenbroich für den äußerst informativen Vortrag und verwies auf die Herbstjagdversammlung der Jägerschaft Northeim e.V. zum Thema "Waschbär, Maderhund & Co. – Invasive Arten und ihre Bedeutung für Naturschutz und Jagd", die am 26.10.2016 um 19:30 Uhr in der Stadthalle Northeim stattfinden wird.