Brauchbarkeitsprüfung 2018

Brauchbarkeitsprüfung - jedes Jahr wieder spannend

Das Ausbildungsprogramm des vergangenen Jahres  forderte viel Engagement vom Ausbildungsteam um Hundeobfrau Gunhild Arning. Elf Welpen besuchten den Welpenkurs, zwölf Hunde bereiteten sich in 20 Übungseinheiten auf die volle Brauchbarkeitsprüfung vor und acht Hundegespanne übten auf der 1000 Meter (m) Übernachtfährte. So waren nicht nur die Hundeführer am Prüfungsmorgen gespannt, sondern auch die Ausbilder fieberten mit und wünschten allen ein gutes Gelingen. Sie begleiteten ihre Schützlinge den ganzen Tag und sorgten für ihr Wohlergehen.

 

Frühmorgens am 20. Oktober, noch im Dunkeln, begrüßten die Hundeobfrau und der Vorsitzende der Jägerschaft Soltau, Dr. Jens Bülthuis, die Hundeführer, Richter, Begleiter und Ausbilder. Fünf Hundeführer hatten ihre Hunde für die volle Brauchbarkeitsprüfung angemeldet und fünf Hunde sollten ihre Qualitäten auf der Nachsuche zeigen. Nach der Auslosung der Fährten ging es los. Die Richter hatten für beide Prüfungen anspruchsvolle Fährten in wildreichen Revieren gelegt. Spannend wurde es auf der 400 m Fährte, als ein Terrier der Wundfährte in eine sehr dichte Buchenjunganpflanzung mit vielen Brombeeren folgen wollte und seine Führerin ihm nicht vertraute. Pause –  zurücknehmen - nochmal zurück -  dann, sich ihrem Schicksal ergebend, hinterher - zum Glück. Ohne Abruf kamen die beiden zum letzten Wundbett.

 

Im vorigen Jahr brachte ein KLM-Rüde völlig unerwartet das Kaninchen auf der Schleppe nicht bis zu seinem Führer. Ob es diesmal klappen würde?  Der Rüde wurde auf der Schleppe geschnallt. Gespannt schaute sein Führer hinter ihm her. Warten – warten – endlich, der erlösende Funkspruch: „Hund hat aufgenommen“. Wieder warten - aber nicht lange. Dann saß er schon mit dem Kaninchen im Fang stolz vor seinem Führer. Ein Wachtel war zur letzten Arbeit im Schilf unterwegs. Er fand die Ente, drückte sie auf das offene Wasser, seine Führerin erlegte die Ente  -  genug getan, so glaubte er. - Schade. „Am Prüfungstag sehen die Richter nur die Tagesform. „Ihr nehmt denselben Hund, den ihr heute vorgestellt habt, wieder mit nach Hause. Egal was passiert, er bleibt euer treuer Jagdfreund,“ betonte die Hundeobfrau bei der Besprechung zu Beginn der Prüfung.

 

Acht Hunde bewiesen an diesem Prüfungstag ihre jagdliche Brauchbarkeit. Der Wachtel zeigte dann bei einer späteren Stöberprüfung im Rahmen einer Drückjagd seine wahren Qualitäten und bestand die Brauchbarkeitsprüfung für Stöberhunde mit Bravour. Sechs weitere Hunde aus dem diesjährigen Ausbildungskurs wurden noch sehr erfolgreich auf Prüfungen bei anderen Jägerschaften und Zucht- oder Jagdgebrauchshundevereinen geführt.

 

Gunhild Arning

 

Alle Fotos: Hans-Ulrich Kruse

 

00114: Gunhild Arning (2. v. l.), Richter, Ausbilder und Hundeführer nach gelungener BP.

00101: Kaninchenschleppe erfolgreich gearbeitet.

00069: KLM nach 400 m Schweißfährte am „Stück“.