News-Artikel

„Wild auf Wild“ auf dem Schäferhof in Neuenkirchen

Über hundert Gäste auf dem Schäferhof in Neuenkirchen waren „wild auf Wild“

Das Hobbyköche Team um Hegeringleiter Claus Schlange

 Die Jägerschaft Soltau hatte kürzlich gemeinsam mit dem Verein Schäferhof Neuenkirchen unter dem Motto „wild auf Wild“ zu einem kulinarischen Abend eingeladen. Das Team um Claus Schlange, Leiter des Hegerings Neuenkirchen und versierter Hobbykoch, bereitete verschiedene edle Wildgerichte frisch vor den Gästen zu. 

Für eine passende musikalische Einstimmung sorgten die Jagdhornbläser des Hegerings Neuenkirchen. Zahlreich erschienen trotzten sie dem Regen und spielten mehrere Stücke bevor sie mit dem Jagdhornsignal „Zum Essen“ den kulinarischen Abend einleiteten. 

Gekommen waren nicht nur Mitglieder der grünen Zunft, sondern ebenso viele jagdlich nicht ambitionierte Interessierte, die sich aber von der Vielfalt der Zubereitung von Wildgerichten überraschen lassen und darüber informieren wollten. Genau das ist dem Team der Hobbyköche gelungen. Nicht nur der Geschmack der Gäste wurde perfekt getroffen, sondern auch das Auge konnte mitessen. Mit viel Liebe zum Detail richtete Christa Niemeyer von der Marmeladen-Diele Brochdorf das Wildbret mit feinsten hausgemachten Saucen und Beilagen besonderer Art an. So wurden beispielsweise zweierlei Frikadellen vom Reh und Wildschwein mit einem Chutney von grünen Tomaten gereicht und als Capriolo-Tonnato wurde der kalte Rehrücken auf einer Thunfischsauce mit Kapernäpfeln angerichtet. Dazu gab es frisches Brot, gebacken von den Soltauer Salzsiedern und mit dem originalen Soltauer Salz gewürzt. Auch kleine Wartezeiten auf die frischen Schnitzel vom Reh in einer Panko-Nuss-Kruste nahmen die Gäste für das nicht alltägliche köstliche Gericht gern in Kauf. Selbst „To-Go“, zum Mitnehmen also, wurde Essen bestellt. Der große Ansturm und häufiges Bestellen aller drei Gerichte auf einmal sprach für sich. Das Zubereitungsteam bekam viel Zuspruch und Lob zu hören sowie interessierte Fragen nach den Rezepten zum Nachkochen. Auch wurden häufig Wünsche nach Wiederholung eines solchen Abends geäußert. Die trafen auf offene Ohren: eine Wiederholung des kulinarischen Abends ist für diesen Herbst geplant.

 

Die mehr als 100 Gäste waren im wahrsten Sinn des Wortes wild auf Wild - alles in allem bereitete das Team in rund zwei Stunden etwa 250 Gerichte zu. Dafür wurden sieben Rehe verarbeitet, die direkt aus den umliegenden Revieren stammten. Mit der These „frischer geht es nicht“ unterstrich man den Zweck der Veranstaltung, Wildgerichte den Gästen näher zu bringen und schmackhaft zu machen. Deshalb verzichteten die Jägerschaft und der Verein Schäferhof auch ausdrücklich darauf, mit dem Abend Profit zu machen. Abschließend gilt ein großer Dank an die unterstützenden Jagdhornbläser und an alle Helfer und Organisatoren des Abends. 

 

Magdalena Wolf