Der Weg zum Jagdschein

Die angehenden Jungjäger mit Werner Fabig, Henning Burgdorf und Marcus Spiller

Erster Reviergang

Die ersten Unterrichtsstunden sind absolviert. Vielleicht brummt schon der ein oder andere Kopf nach so viel Theorie. So war der erste Reviergang für die angehenden Jungjäger mit den erfahrenen Jägern Werner Fabig und Henning Burgdorf sicher eine wohltuende Abwechslung. 

Was ist eine Suhle? Was ist eine Kirrung? Erkennt ihr die Losung? Was sind Brüche? Wie nennt man Eicheln und Bucheckern in der Jägersprache?

Bei ihrem ersten Reviergang des aktuellen Jungjäger-Kurses hieß es Augen auf und aufgepasst.

 Henning Burgdorf und Werner Fabig haben sich an diesem Sonntag die Zeit genommen, den angehenden Jungjägern im Bereler Ries die Flora und Fauna näher zu bringen. Jagdbezogene Themen, aber auch Naturschutz und ein wenig Baum- sowie Fallenkunde standen auf dem Programm.

Im Wald gibt es viel zu sehen. Auf der mehrstündigen Tour durch unseren heimischen Wald wurden Malbäume, Fegestellen, Suhlen oder auch Losungen entdeckt. Über Kirrungen, Markierungen, verschiedene Ansitze, Naturverjüngung, Jägersprache und vieles mehr gab es reichlich Informationen.

Den Wald erleben und genießen. Ein Spaziergang gespickt mit Geschichten aus dem Jagdleben, Brauchtum, kleinen Anekdoten und vielen neuen Eindrücken, die sicher erst einmal verarbeitet werden müssen.

 

 

Text:   Marion Parusel 

Fotos: Marion Parusel und Bastian Scholt

Jägerprüfung

Es ist geschafft. Dreizehn sichtlich erleichterte frisch gebackene Jungjäger strahlten um die Wette als sie ihr wohlverdientes Prüfungszeugnis in den Händen hielten.

Was für eine Erleichterung. Acht Monate Lernerei sind im Nachhinein wie im Fluge vergangen und doch ist es ein schönes Gefühl, nun alle Strapazen hinter sich zu lassen. 

Manch einer hat sich vielleicht zu Beginn der Ausbildung gedacht, mal eben den Jagdschein zu machen. Doch das "Grüne Abitur" macht man nicht mal eben so nebenbei. Viel Fleiß, Disziplin, Ausdauer, Unterricht, Reviergänge, Teilnahme an Bewegungsjagden, Jagdoptikseminar sowie jagdbezogene Ausflüge waren gefragt.

Aber auch die Prüfungsfächer Wildtier- und Waffenkunde, Jagdrecht, Naturschutz, Wildbrethygiene, Wildkrankheiten, jagdliches Brauchtum, Fallenkunde, Hundewesen, Wald- und Feldbau sowie die Schießausbildung incl. Waffenhandhabung umfassen ein anspruchsvolles und lernintensives Themengebiet.

In diesem Zusammenhang geht ein großes Dankeschön an Ausbildungsleiter Werner Fabig sowie an sein Ausbilderteam, die die Prüflinge mit fachlicher Kompetenz und auf hohem Niveau auf dem Weg zu ihrem Jagdschein begleitet haben. Danke an Theda Schulz, Robert Spelly, Michael Döring, Reinhard Körner, Axel Kornblum, Hans-Joachim Löwens, Henning Burgdorf, René Kruck, Willi Primosigh, Christoph Reinsch, Christoph Bothe, Till Riemer und Wilhelm Even.

Danke aber auch an alle Prüfer, an den Bläserchor, Kreisjägermeister Kai-Uwe Lenius, den Revierinhaber Friedrich Kommander, der sein Revier in Heerte zur Verfügung stellte sowie an alle Helfer, ohne die dieser Prüfungstag nicht hätte stattfinden können. 

Ulrike Mylius-Mocek und Christian Wischnewski zählen zu den Kursbesten. Ein kräftiges Waidmannsheil an alle glücklichen Jungjäger, viel Anblick und Begeisterung für die Natur.

Im Herbst diesen Jahres beginnt der nächste Ausbildungslehrgang. An der Jagd Interessierte wenden sich an die Jagdbehörde Salzgitter unter 05341-8393241.

 

Text:   Marion Parusel 

Fotos: Marion Parusel und Jungjäger

Weitere Bilder befinden sich in der Fotogalerie

hintere Reihe von links nach rechts: Sven Wolter, Kersten Kanis, Christian Wischnewski, Robert Brandt, Willi Primosigh (Ausbilder), René Kruck (Ausbilder), Dominika Mergel, Christoph Bothe (Helfer Schießausbildung), Christoph Reinsch (Ausbilder)

vordere Reihe von links nach rechts: Bernd Wohlfahrt, Ulrike Mylius-Mozek, Marko Schmidtke, Sophie Harmel, Chris Reinke
von links nach rechts: Kai-Uwe Lenius (Kreisjägermeister), Joachim Lüders (1. Vorsitzender JS SZ), Susanne Niemeyer (Prüferin), Ron Kruck (Prüfer), Marieke Moritz (Jagdbehörde)

Die erste Hürde ist genommen

Strahlende Gesichter und überglückliche Jagdscheinanwärter, 10 Prüflinge dürfen sich über ihre bestandene Schießprüfung freuen. Ein dickes Waidmannsheil an alle.

Das monatelange Training bei Sturm, Kälte, Regen, aber auch Sonnenschein hat sich ausgezahlt. Ein großes Dankeschön geht an  René Kruck, Willi Primosigh, Christoph Reinsch sowie an die Helfer der Schießausbildung Till Riemer und Christoph Bothe für die Ausbildung im sicheren Umgang mit der Waffe sowie für das zielsichere Schießen.

Bei der Prüfung hieß es, am Tontaubenstand im Trapschießen  mindestens 5 Tauben zu treffen, beim laufenden Keiler 2 Treffer im Leben sowie an der Rehwildscheibe 25 Punkte zu erzielen. Diese Disziplinen wurden souverän von den angehenden Jungjägern gemeistert.

Eine Last weniger, nun können sich die Prüflinge ein wenig entspannter auf ihre bevorstehende schriftliche sowie mündlich/praktische Prüfung im Juni vorbereiten.

Simulationsprüfung

Habe ich genug gelernt? In welchen Fächern muss ich noch was tun? 

Bis zur Prüfung ist es nicht mehr lang. Die Aufregung steigt und so manch ein Jagdscheinanwärter stellt sich die Frage, ob er sich ausreichend auf die Jagdscheinprüfung vorbereitet hat. 

Einen kleinen Vorgeschmack auf die mündliche Prüfung konnten die Prüflinge bei der Simulationsprüfung erfahren. Ausbilder des diesjährigen Lehrganges haben jeweils 20 Fragen zu ihrem Fachgebiet vorbereitet. Nachdem von fünf Jagdhornsignalen drei sicherheitsrelevante Jagdsignale erkannt werden mussten, stellten sich die angehenden Jungjäger an sechs Stationen den Aufgaben in den Fächern Wildtierkunde, Waffenkunde, Jagdrecht, Wald- und Feldbau, Naturschutz, Jagdbetrieb, Fallenkunde. 

Die Simulationsprüfung soll nicht einfach sein. Schließlich gilt es, die Prüfung im Juni zu bestehen. So hat sicher der ein oder andere Prüfling gemerkt, in welchem Fach noch etwas zu tun ist. Fehler, die gemacht werden, prägt man sich bestimmt auch schneller ein, um sich dann in der Prüfung für die richtige Lösung zu entscheiden.

Am Ende konnten die angehenden Jungjäger sehr stolz auf ihren Fleiß und ihr bis dato erlerntes Wissen sein. Was noch nicht ganz so sattelfest gesessen hat, kann in den letzten Wochen noch vertieft werden. 

Vielen Dank an die Ausbilder René Kruck, Willi Primosigh, Henning Burgdorf, Heinz Adam, Michael Döring, Wilhelm Even, Axel Kornblum, an die Helfer Jan-Philipp Heise und Florian Primosigh und auch an Ausbildungsleiter Werner Fabig, die sich an diesem Sonntag die Zeit genommen haben, die Simulationsprüfung für die Jagdscheinanwärter zu durchlaufen.

 

Text und Fotos: Marion Parusel