News-Artikel

Die Zeit der Treib- und Drückjagden beginnt

Die Jägerschaft bittet Waldbesucher, auf Warnschilder zu achten

Mit dem Herbst hat die Hauptjagdsaison begonnen. In der Zeit von Oktober bis Januar erlegen die Jäger hier im Südkreis den Großteil des Dam-, Reh- und Schwarzwildabschusses. Die Bewegungsjagden ermöglichen einen effektiven Eingriff in den Wildbestand und tragen maßgeblich dazu bei, Schäden in Wald und Feld zu reduzieren und den von den Unteren Jagdbehörden festgelegten Abschussplan zu erfüllen.

Zu den bunten Blättern des Herbstlaubes gesellt sich nun leuchtendes Orange, als neuer Farbton. Jäger und Treiber mit ihren orangenen Jacken, Warnwesten und Hutbändern bestimmen jetzt häufig das Bild in Feld und Flur. Auch sind nun Hundegeleut (-gebell) und Jagdhornsignale wieder öfter zu vernehmen. Das leuchtende Orange hat jedoch keineswegs modische, sondern pragmatische Gründe, denn Sicherheit wird bei der Jagd großgeschrieben. Diesem Zweck dienen auch Warnschilder, die der Jagdleiter aufstellt und damit die Verkehrsteilnehmer auf die Gefahr des u.U. über die Straße wechselnden Wildes, oder die Waldbesucher an betroffenen Waldwegen auf die Bewegungsjagden, hinweist.

Es handelt sich bei den Warnschildern zumeist um Rot umrandete Dreiecke mit Aufdrucken wie “Treibjagd” oder “Vorsicht Jagd”, auf denen zusätzlich ein flüchtiger Hase bzw. ein flüchtiges Wildschwein abgebildet sein kann. Die Jägerschaft Rotenburg bittet alle Naturnutzer – egal, ob zu Fuß, auf dem Rad, mit dem Pferd oder im Auto – die Warnschilder unbedingt zu beachten. Die Fahrzeugführer werden gebeten auf den betroffenen Straßenabschnitten besondere Aufmerksamkeit walten zu lassen und wenn möglich, zusätzlich die zulässige Höchstgeschwindigkeit herabzusetzen.

Auch für Feinschmecker bricht nun die Hochsaison an, denn während dieser Hauptjagdsaison steht wieder frisches Wildfleisch zur Verfügung. Bald steht auch Weihnachten vor der Tür und es stellt sich die Frage: Was kommt auf den Tisch? Die Jägerschaft Rotenburg empfiehlt heimisches Wildfleisch als natürliche und nachhaltige Delikatesse. Es ist vitaminreich, fettarm und frei von künstlichen Zusatzstoffen. Wildfleisch erfreut sich großer Beliebtheit: Rund 27.000 Tonnen heimisches Wildbret von Wildschwein, Reh und Hirsch haben die Deutschen allein in der letzten Jagdsaison verzehrt.

Wer sich jetzt noch einen gesunden Festschmaus sichern möchte, sollte allerdings schnell sein. Denn beim heimischen Wild regelt nicht die Nachfrage die Verfügbarkeit, sondern Wildvorkommen und Jagderfolg sind maßgeblich für die Menge des erhältlichen Wildbrets. Tipps zur Zubereitung und Rezepte finden Interessierte auf der Internetseite www.wild-auf-wild.de oder auf der Homepage der Jägerschaft unter www.jaegerschaft-row.de . Günstiges Wildbret aus heimischen Revieren gibt es jetzt beim Jäger ihre Vertrauens oder beim in der gut sortierten Fleischerei.