News-Artikel

22 neue künftige Jäger

LANDKREIS. Die einen zitterten wegen der Kälte, die anderen wegen ihrer Nervosität: Am Freitag, 12. April, legten 22 Naturbegeisterte das "Grüne Abitur" ab. Die Teilnehmer des Jagdschein-Kurses der Jägerschaft Rotenburg/Wümme e. V. stellten sich im Forstort Ummel der praktischen Prüfung.

Die erfolgreichen Absolventen des Jagdscheinkurses 2018/19. Foto: Bettina Diercks

Kreisjägermeister Dr. Hermann Gerken (Zeven) bei der Zeugnis und Jägerbriefübergabe am Samstag in Wensebrock: "Wir haben elf Stunden geprüft. Ich glaube, uns war noch  niemals so kalt bei einer praktischen Prüfung." Währenddessen kamen die Prüflingen bei Fragen und Aufgaben eher ins Schwitzen. Der Kreisjägermeister betonte den Eindruck gewonnen zu haben, dass dieser Kurs die Materie Jagd wirklich verstanden habe. Gut acht Monate büffelten die Teilnehmer Theorie und Praxis, zu der selbstverständlich auch das Schießen mit Kugel und Schrot, also Büchse und Flinte, gehört. Ulrich Voß, als Jägerschaftsvorsitzender sozusagen Schirmherr der Veranstaltung, übergab die Jägerbriefe und den ersten Bruch, eine Fichtenzweig, zum Auftakt des künftigen Jägerlebens.

Und auch, wenn es bei Jagd um ernstes Thema und eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe geht, hatten die angehenden Jäger offenbar viel Spaß während der Ausbildung. Darauf lassen zumindest die Worte des Kurssprechers Nils Hoffmann schließen. Er hielt eine humorige Abschlussrede am Anschluss an die Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse und ließ durch das eine oder andere Zitat die vergangenen Monate Revue passieren. So glänzten mit dem kürzesten Zitat "Weiter" Ausbilder Marco Soltau und mit der treffenden Formulierung "Des müsst ihr einfach wissen" Johannes Striffler.  Lachen musste alle bei dem laut Hoffmann "am meisten prägenden Zitat von Andre Boller: ,dann wird es hell und es passieren Dinge'". Ein Andenken hatten die angehenden Jäger für ihre Ausbilder ebenfalls mit dabei: Eine Baumscheibe, die hinten alle Signaturen der Lehrgangsteilnehmer zeigte und vorne ein Goldschmiede-Hammer mit dem Hinweis: "Lösung für Absehenverstellung und Magazinstörung" - was ein Hinweis auf eine spannende Zeit auf dem Schießstand hinweist. Das Präsent - laut Hoffmann als Wanderpokal für die Ausbilder zu sehen - erhielt deshalb als Erstes Schießausbilderin Kerstin Eckhoff.

Hatten im schriftlichen Teil noch die Männer die Nase vorn, wendete sich das Blatt in der mündlichen Prüfung. Hauke Dörfler hatte mit einer 1,6 erst die Nase vorn, kam dann im Gesamtergebnis mit einem Notendurchschnitt von 2,1 auf Platz zwei. Den Rang abgelaufen hatte ihr Anja Bucklitsch, die mit einer 1,8 Lehrgangsbeste wurde. Jutta Rechten lieferte das beste Schußergebnis und kam deshalb mit ihrer 2,2 auf den dritten Rang. Ebenfalls einen 2,2 erreichte Reimund Wiederhold. Bucklitsch bekam neben einem Bildband, einem Präsent des Landkreises, eine Einladung zur Bewegungsjagd in den Saupark Springe, die von der VGH gestiftet wurde.

Der Kurs legte einen guten Notendurchschnitt vor: In der schriftlichen Prüfung 2,2, im mündlich-praktischen Teil 2,7. Der Fachdurchschnitt lag bei 2,4. (bd).

Bestanden haben:
Anja Bucklitsch, Johanna Cordes, Rouven Dankert, Mathias Delventhal, Hauke Dörfler, Dennis Ellinghausen, Maike Heilemann, Nils Hoffmann, Carsten Janiec, Jürgen Jonas, Lukas Krüger, Finn Lerbs, Maren Lüning, Andreas Monti, Thorben Müller-Stöver, Jutta Rechten, Julia Schulz, Timo Schmidt, Julian Stock, Reimund Wiederhold, Till Wulff.