74 Rehkitze gerettet

– Jägerschaft übernimmt Verantwortung für den Wildtierschutz

Die Kitzrettungsgruppe der Jägerschaft Gandersheim-Altes Amt beim Saisonabschluss 2026. Im Bild (von links): Kitzrettungsobfrau Judith Berger (3.), Koordinator Christoph Bretschneider (4.), 2. Vorsitzender Norbert Rosenwinkel (6.) und 1. Vorsitzender Henrik Burgsmüller (2. von rechts).

74 gerettete Rehkitze, 289 abgeflogene Flächen und 798,2 Hektar abgesuchte Fläche – die Kitzrettungsgruppe der Jägerschaft Gandersheim-Altes Amt blickt auf eine erfolgreiche Saison 2026 zurück. An 25 Einsatztagen waren Drohnenpiloten und Bodencrews bereits in den frühen Morgenstunden unterwegs, um Rehkitze vor dem Mähtod zu bewahren. Jeder gerettete Nachwuchs ist ein sichtbares Zeichen dafür, dass die Jägerschaft Verantwortung übernimmt – nicht nur für die Jagd, sondern vor allem für den Schutz unserer heimischen Wildtiere und ihrer Lebensräume. Dieses ehrenamtliche Engagement findet häufig im Verborgenen statt und wird in der öffentlichen Wahrnehmung oft unterschätzt.

 

Beim Saisonabschluss im Park am Pfingstanger in Harriehausen zog Kitzrettungsobfrau Judith Berger eine durchweg positive Bilanz. Sie dankte allen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, den Drohnenpiloten, den Bodencrews sowie den beteiligten Landwirten für ihren unermüdlichen Einsatz. Ein besonderer Dank galt Christoph Bretschneider, der die Koordination der Saison 2026 kurzfristig übernommen und mit großem Engagement organisiert hatte.

 

Ein weiteres Zeichen der gelebten Zusammenarbeit war die Spende von zehn Kitzrettungskörben mit Zubehör durch Landwirt Björn von Einem. Da er sich während der Ernte im Einsatz befand, konnte die Übergabe nicht persönlich erfolgen. Die Kitzrettungsgruppe bedankt sich herzlich für diese wertvolle Unterstützung.

 

In dem Zuge bedanken wir uns auch noch einmal bei unseren Hauptsponsoren, der KWS SAAT SE & Co.KGaA, der LVM-Versicherungsagentur Thore Dobrick und der Volksbank eG Seesen. Ohne diese Unterstützung wäre unsere Arbeit nicht möglich.

 

Mit Blick auf die kommende Saison sind bereits ein gemeinsames Drohnenflugtraining sowie die Einführung der Planungssoftware KitzControl vorgesehen. Sie soll die Organisation der Einsätze weiter vereinfachen und die Kitzrettung noch effizienter machen.

 

Den gelungenen Saisonabschluss ließen die Beteiligten bei einem gemeinsamen Grillabend in geselliger Runde ausklingen – verbunden mit dem guten Gefühl, gemeinsam einen wichtigen Beitrag zum Schutz unserer heimischen Wildtiere geleistet zu haben. Die Kitzrettung zeigt eindrucksvoll, dass nachhaltige Jagd weit mehr bedeutet als die Ausübung des Jagdrechts: Sie steht für Verantwortung, aktiven Natur- und Artenschutz sowie gelebtes Ehrenamt.