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An der westlichen Kreisgrenze sind Öl- und Erdgasfelder erschlossen worden. In den großen Mooren, besonders im Uchter Raum, wird industriell Torf abgebaut. Das Wesertal bei Stolzenau ist das bedeutendste Kiesabbaugebiet in Niedersachsen. Im Kreisgebiet lagern über 700 Millionen Tonnen Kies und Sand, das sind 15 % aller Vorräte in Niedersachsen. |
Geprägt ist der Landkreis aber bis heute durch die Landwirtschaft. Milchwirtschaft, Viehzucht und Ackerbau sind nach wie vor die wichtigsten Erwerbsquellen bäuerlicher Betriebe. Die sandigen Geestböden bringen aber eine ganz besondere Spezialität hervor: Den "Nienburger Spargel". Als eingetragenes Markenzeichen ist er weit über die Kreisgrenzen hinaus für seine Frische und Qualität bekannt.
Bereits 1946 wurde von Jägern wieder eine jagdliche Organisation ins Leben gerufen, aus der die heutige Jägerschaft Nienburg hervorgegangen ist. So kann die Jägerschaft Nienburg 2006 ihr 60jähriges Bestehen feiern.
Der Alliierte Kontrollrat hatte mit der Direktive Nr. 2 im Mai 1945 ein Waffenbesitz- und Jagdausübungsverbot für alle Deutschen erlassen. Die deutschen Jäger standen vor dem Nichts. Auch alle Vereine bzw. Verbände (also auch der "Reichsbund Deutsche Jägerschaft") waren verboten worden. Nur den Besatzungssoldaten war die Jagd als Freizeitbeschäftigung erlaubt. Ohne Regeln und Vorschriften und ohne Rücksicht auf die Tierwelt benutzten sie MG´s und automatische Waffen. Dadurch wurden insbesondere die Schalenwildbestände dezimiert. Es wird berichtet, dass selbst mit Handgranaten Schwarzwildrotten bejagt wurden.
Beherzte Waidmänner und Forstleute, die den Niedergang des Wildbestandes und der Jagd nicht ertragen konnten, trafen sich im Frühjahr des Jahres 1946, um durch Zusammenschlüsse ihre Forderung nach der Normalisierung der jagdlichen Zustände, bei der Militärregierung vorzutragen und eine Änderung herbeizuführen. So bildete sich im Herbst des Jahres 1946 in Nienburg ein Kreisverein, der sich dem "Niedersächsischen Jagdbund" (NJB) als Kreisgruppe Nienburg anschloss. Zum ersten Vorsitzenden wählten die Jäger den Gutspächter Hermann Meyer (Gut Wiede), Beisitzer waren Herr Meyer-Siekendiek (Brokeloh) und Herr Müller aus Uchte. Die Schriftführung übernahm der Direktor der Landwirtschaftsschule Nienburg, Dr. Wilhelm Nolte.
Auch die bis 1945 existierenden, dann aber 1946 verbotenen Hegeringe formierten sich wieder und nahmen ihre Organisationsarbeit auf.
Hier die Namen der ersten Hegeringleiter
- Hegering I (Nienburg): Herr Mackenrodt, Steimbke
- Hegering II (Liebenau): Herr Masbruch, Langeln
- Hegering III (Steyerberg): Herr G. Oldenburg, Vogtei
- Hegering IV (Stolzenau): Herr Broesch, Leese
- Hegering V (Uchte): Herr Ehm, Uchte
Das Drängen und die Beschwörungen der organisierten Jäger blieben nicht ungehört und führten bei der Militärregierung der Britischen Besatzungszone zu Vernunft und Einsicht. Sie verfügte den Wiederaufbau der amtlichen Jagdbehörde. Mit Wirkung vom 1. April 1946 wurde Forstmeister a.D. Banning aus Erichshagen zum "Kreisjagdbeauftragten" für den Kreis Nienburg berufen.
Nachdem Anfang 1947 der Deutsche Jagdschutzverband – DJV – (eine Zusammenführung aller jagdlichen Vereine und Bünde in der Britischen Besatzungszone) ins Leben gerufen war, und der NJB jetzt "DJV-Landesverband Niedersachsen" geworden war, musste nach der neuen Satzung am 26. September 1947 auf dem Oyler Berg der Vorstand für die Kreisgruppe Nienburg im DJV neu gewählt werden. Der bisherige Vorstand wurde in seinen Ämtern bestätigt.
Heute ist Harald Frerking (Steimbke) Kreisjägermeister und Vorsitzender der Jägerschaft Nienburg. Stellvertretender Vorsitzender ist Günter Lehmann aus Anderten. Aus den ursprünglich 5 Hegeringen sind 9 entstanden.
Die bejagbare Fläche des Landkreises beträgt heute 126.624 ha. Hinzu kommen 6.911 ha der Niedersächsischen Landesforste. Hieraus ergeben sich 167 Gemeinschaftliche Jagdbezirke und 56 Eigenjagdbezirke. Hier finden die ca. 1.200 Jäger des Landkreises Möglichkeit auf die Hauptwildarten Damwild, Schwarzwild und Rehwild zu waidwerken.
Quellen
- Internetauftritt des Landkreises Nienburg
- Festschrift der Jägerschaft Nienburg
Ansprechpartner in Jagdangelegenheiten/Waffenbehörde beim Landkreis Nienburg/Weser
Sachgebietsleitung Jagdangelegenheiten und Waffenrecht
Herr Sauer
Telefon: 0 50 21 / 9 67-220
Telefax: 0 50 21 / 9 67-430
E-Mail: jagd(at)kreis-ni.de
Waffenbesitzkarten, Jagdscheine
Herr Manfred Lorentz
Telefon: 0 50 21 / 9 67-219
Telefax: 0 50 21/ 9 67-430
E-Mail: waffen(at)kreis-ni.de
Sprechzeiten
Montag bis Donnerstag 08.00 – 16.00 Uhr
Freitag 08.00 – 12.00 Uhr
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Anschrift
Kreishaus
Eingang A
Am Schloßplatz
Postfach 10 00
31580 Nienburg
Links im Landkreis:
Tierschutz & Tierseuchen - Veterinäramt
Veterinäramt
Dr. Schreiner
Zimmer 112
Telefon: 0 50 21/ 9 67-117
E-Mail: veterinaeramt(at)kreis-ni.de
Ansprechpartner bei der Stadt Nienburg/Weser
Herr Haase
Telefon: 0 50 21 / 87 38 2
Hegegemeinschaften
Damwildhegegemeinschaft Weberkuhle-Liebenau
Hinrich Sudhop
Weißer Kamp 5
31582 Nienburg
Telefon: 0 50 21 / 70 21
Fax: 0 50 21 / 70 24
Mobil: 01 72 / 8 30 66 06
E-Mail: sudhop.nienburg(at)t-online.de
Damwildhegegemeinschaft Eystrup-Rodewald
Wulf Vinnen
Feldstr. 4
27305 Bruchhausen-Vilsen
Telefon: 0 42 52 / 10 52
Fax: 0 42 52 / 10 57
E-Mail: advovinnen(at)vinnen.de
1. Vorsitzender der Rot- und Damwildhegegemeinschaft Schaumburger Wald
FD Christian Fischer
Schlossplatz 6
31675 Bückeburg
Tel. 05722 / 955826
e-mail: christianfischer1(at)gmx.de
Post, Mitteilungen an:
Geschäftsführer der Rot- und Damwildhegegemeinschaft Schaumburger Wald
Dr. Heinrich Stahlhut-Klipp
Brunnenstr. 7
31712 Niedernwöhren
Tel. 05721 / 75819
e-mail: heinrich.stahlhut-klipp(at)freenet.de



