Über uns

Die Jägerschaft Meppen liegt im Westen Niedersachsens, direkt an der niederländischen Grenze und umfasst das Gebiet des ehemaligen Landkreises Meppen, der bei der Gebietsreform im Jahre 1979 zusammen mit den ehemaligen Landkreisen Lingen und Aschendorf-Hümmling zum neuen Landkreis Emsland zusammengeschlossen wurde.


Die Jägerschaft hat z. Zt. 11 Hegeringe mit rd. 1.400 Mitgliedern. Vor 50 Jahren wurden 72 Jagdscheine gelöst, heute sind es rd. 1.700 für den Bereich des Altkreises Meppen.


Auf den damaligen großen Moor- und Heideflächen – auf dem das Birkwild bis in die 60-er Jahre noch reichlich vorhanden war – wurden  im Rahmen der Emslanderschließung große Flächen kultiviert und in landwirtschaftliche Nutzflächen umgewandelt mit der Folge, dass das Birkwild stetig abnahm und heute nicht mehr vorhanden ist.


Nicht zuletzt durch das Bemühen der Jägerschaft, der Hegeringe, der Revierinhaber und mit finanzieller Unterstützung der Landesjägerschaft und des Landkreises Emsland konnte in den letzten Jahren eine Vielzahl von Hegebüschen und Feuchtbiotopen angelegt werden. Mit Hilfe der Landwirtschaft – Anlegung von Äsungsflächen, Zwischenfruchtbestellungen usw. – ist es gelungen, dass heute gute Niederwildjagden durchgeführt werden können, was sich im Streckenergebnis widerspiegelt:

Das Kaninchen, bis in die 90-er Jahre die Hauptwildart im Landkreis Emsland, hat durch die Myxomatose und insbesondere durch die  sogenannte Chinaseuche enorm Schaden genommen. Der Vergleich der Jagdjahre 90/91 zu 2003/2004 zeigt, dass nur noch ca. 13 % der Strecke aus dem Jagdjahr 90/91 erzielt wird.

Als Wildart  mit einer großen Populationsdynamik war das Nutria bis vor einigen Jahren in den hiesigen Revieren noch unbekannt. Heute gehen sie in einigen Revieren bereits beachtlich zu Schaden.

Durch Bemühungen des ehemaligen Kreisjägermeisters und Vorsitzenden der Jägerschaft Meppen - Heinrich Brandewiede - und des damaligen Forstdirektors Dr. Damm vom Bundesforstamt Sprakeler Heide wurden auf dem Gelände der Wehrtechnischen Dienststelle 91 (WTD 91) der Bundeswehr 3 Stücke Damwild ausgesetzt, die sich so gut vermehrten, dass Damwild heute in allen Revieren, die an die WTD 91 angrenzen, heimisch ist.

In den großen Aufforstungsflächen des Emslandes ist als weitere Hochwildart Schwarzwild gelegentlich anzutreffen. 

In allen 11 Hegeringen der Jägerschaft Meppen ist eine aktive Jagdhornbläsergruppe vorhanden. Durch den Betrieb von zwei Tontaubenschießständen und einem Kugelschießstand mit aktiven Nutzern wird das jagdliche Schießen gefördert. In den letzten Jahren konnte die Jägerschaft Meppen mehrere Bezirks-, Niedersachsen- und Deutsche Meister ehren. Zur Zeit laufen aussichtsreiche Bestrebungen einen neuen Kugelschießstand zu errichten.



Der Jagdgebrauchshundeverein ist aktiv bemüht, das Jagdhundewesen zu fördern und gute Jagdhunde auszubilden, die für die Niederwildjagd unentbehrlich sind.

Alljährlich unterziehen sich ca. 40 Personen – überwiegend junge Leute – der Jägerprüfung, die von der Unteren Jagdbehörde abgehalten wird.

Die wichtige Öffentlichkeitsarbeit wird "groß geschrieben". Durch alljährliche Ferienpassaktionen, Waldführungen und  Vorträge, soll insbesondere jungen Menschen Wild und Natur näher gebracht werden, was auf große Resonanz und Verständnis stößt.