Über uns

Das Gebiet der Jägerschaft Gifhorn Süd liegt im südlichen Teil des Landkreises Gifhorn. Ihr Gebiet ist im Osten durch das Land Sachsen-Anhalt begrenzt, im Süden heißen die Nachbarn: Wolfsburg, Helmstedt sowie Braunschweig. Südwestlich schließt der Landkreis Peine an und ganz im Westen der Landkreis Hannover.

Das Gebiet der Jägerschaft umfasst insgesamt 72.176 ha, die sich auf 11 Hegeringe verteilen.
Von Ost nach West zieht sich das eiszeitlich geprägte Urstromtal der Aller, indem sich auch die Kreisstadt Gifhorn befindet. Entlang des nördlichen Talrandes, findet sich ein weitgehend naturbelassener, mäandrierender Lauf der Aller mit seinen zugehörigen Allerwiesen.

Im zentralen Teil, liegt mit dem Barnbruchswald eines der größten Damwildvorkommen im gesamten Landkreis Gihorn. Nördlich der Allerniederung findet sich die Geest. Die Oberflächengestalt dieser Grundmoränenlandschaft ist flachwellig. Im südlichen Bereich des Boldecker Landes sind Endmoränenzüge sichtbar. Die höchste Erhebung ist der Hohe Berg in Barwedel mit 102 m ü. NN.

In Schmelzwasserrinnen befinden sich einige Moore, wie z.b.: Vieh-, Döhren- oder Vogelmoor. Im Großen Moor bei Neudorf-Platendorf befinden sich die letzten Birkwildvorkommen des Landkreises. Die von amtlicher Seite unter Schutz gestellten Moore, haben sich zu Paradiesen für das Feuchtigkeits- und ruheliebendes Schwarzwild entwickelt.

Die Sandböden der Geest werden sowohl landwirtschaftlich als auch forstwirtschaftlich genutzt. Daraus resultierende abwechslungsreiche Mischung aus Feld, Wiese und Wald, die für das Wild wichtige Grenzlinien ergeben. Die Wälder bestehen trotz umfangreicher Waldumwandlung noch immer zu ¾ aus Kiefern.

Die südlich der Aller liegende Hegeringe Papenteich und Schwülper liegen im Gebiet des Ostbraunschweigischen Hügellandes. Aufgrund der fruchtbaren Böden spielt die Landwirtschaft hier eine große Rolle und der Waldanteil ist deutlich geringer.

Ganz im Süden berührt die A2 das Gebiet der Jägerschaft. Im östlichen Bereich verläuft die Trasse der A39, deren Weiterbau sich in Planung befindet. Zudem lassen vier Bundesstraßen die hohe Verkehrsdichte im gesamten Raum erahnen. Sie ergibt sich  aus dem hohen Pendleraufkommen der VW- Mitarbeiter. Für viele der insgesamt 149 Reviere bedeuten diese besonders zu Schichtwechsel immens hohen Verkehrsströme große Wildverluste durch Autounfälle. Immer mehr Revierinhaber bringen daher Wildwarnreflektoren an die Leitpfosten der Straße an.

Im Osten sowie im Nordosten, also den Hegeringen Werder und Brome zieht das Rotwild seine Fährte. Es profitiert dabei von der Öffnung der ehemaligen Grenze der DDR, und hat uralte Wechsel von und nach Sachsen-Anhalt wieder aufgenommen. Die an Ringelah angrenzende Reviere des Hegeringes Gifhorn werden ebenfalls gern von dem größten heimischen Wiederkäuer besucht.